{"id":670317,"date":"2019-04-02T15:23:24","date_gmt":"2019-04-02T13:23:24","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=670317"},"modified":"2019-04-02T15:23:24","modified_gmt":"2019-04-02T13:23:24","slug":"business-behaviour-classic-saetze-die-einen-zur-raserei-bringen-und-warum-bagatell-entschuldigungen-gar-nicht-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/04\/02\/business-behaviour-classic-saetze-die-einen-zur-raserei-bringen-und-warum-bagatell-entschuldigungen-gar-nicht-gehen\/","title":{"rendered":"Business Behaviour\/Classic: S\u00e4tze die einen zur Raserei bringen &#8211; und warum Bagatell-Entschuldigungen gar nicht gehen"},"content":{"rendered":"<h2><span class=\"vhb-overline--onecolumn\">Business Behaviour<\/span><\/h2>\n<h2><span class=\"vhb-headline--onecolumn\">Stellen Sie sich nicht so an!<\/span><\/h2>\n<div class=\"vhb-article-area--onecolumn\">\n<p><strong><span class=\"vhb-article--introduction\">Direkte Aufforderungen im Alltag &#8211; zudem noch unter erwachsenen Menschen &#8211; haben es in sich. Weder sind sie nett gemeint, noch kommen sie beim Gegen\u00fcber als Nettigkeit an. Business-Behaviour-Expertin Gabriele Schlegel meint: All diese Aufforderungen sind in Wirklichkeit \u00dcbergriffe.<\/span><\/strong><\/p>\n<div class=\"vhb-publish-info\">\n<div class=\"vhb-publish-info--wrap\"><strong><span class=\"vhb-publish-info--text vhb-publish-info--text-dot\">\u00a0<\/span><\/strong><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"vhb-article-area--read\">\n<div class=\"vhb-hollow-area vhb-hollow-area--col-1\">\n<div class=\"vhb-hollow-area--content vhb-hollow-area--border\">\n<div class=\"vhb-media-wrapper\"><strong>Von Gabriele Schlegel, Dozentin f\u00fcr Business Behaviour an der FH Bonn-Rhein-Sieg, und Claudia T\u00f6dtmann (zuerst erschienen im HB, dann in &#8222;Business Behaviour&#8220;, Redline Verlag)<\/strong><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"hcf-detail-header-ad hcf-content\">\n<div class=\"hcf-ad-wrapper\">\n<div class=\"hcf-ad-rectangle hcf-mcol-box\">\n<div class=\"vhb-ad-article-right\">\n<div id=\"iqadtile8\" data-creative-asset=\"iqadtile8\" data-google-query-id=\"CLXq_pyrqOECFVAq4AodVNEIRw\">\n<div id=\"google_ads_iframe_\/183\/hcfhb\/karriere\/nachrichten\/artikel_7__container__\">\n<div id=\"attachment_670343\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-670343\" class=\"size-full wp-image-670343\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/03\/schlegel.gabriele.leger_.2017.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/03\/schlegel.gabriele.leger_.2017.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/03\/schlegel.gabriele.leger_.2017-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/03\/schlegel.gabriele.leger_.2017-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-670343\" class=\"wp-caption-text\">Gabriele Schlegel, Business Behaviour (Foto: C.T\u00f6dtmann)<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Karneval am Rhein mag es ja noch klappen, wenn gesungen wird: &#8222;Drink doch eene mit, stell dich net su an!&#8220; Dass der so Angesprochene tats\u00e4chlich das tut, was der andere von ihm will. Weil es ja auch im Grunde nett gemeint ist, wenn jemand zum Mittrinken eingeladen wird. Doch diese direkten Aufforderungen im Alltag &#8211; zudem noch unter erwachsenen Menschen &#8211; haben es in sich. Weder sind sie nett gemeint, noch kommen sie beim Gegen\u00fcber als Nettigkeit an.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Machen Sie mal halb lang!&#8220;<\/strong><\/p>\n<div class=\"vhb-article-area--read\">\n<p>Zum Beispiel: &#8222;Regen Sie sich nicht so auf!&#8220; oder &#8222;Seien Sie nicht so empfindlich wie eine Mimose!&#8220; oder noch besser: &#8222;Machen Sie aus einer M\u00fccke doch keinen Elefanten!&#8220; Auch gut ist &#8222;Machen Sie mal halb lang!&#8220; All diese Aufforderungen sind in Wirklichkeit \u00dcbergriffe. Denn wie jemand etwas empfindet, ist immer noch seine Sache. Und wie er reagiert, sp\u00e4testens mit dem 18. Geburtstag auch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe \u00fcbrigens noch nie erlebt, dass solch ein ma\u00dfregelnder Satz je einen anderen Menschen tats\u00e4chlich beeinflusst hat: Wer auf 180 ist und quer unter der Decke h\u00e4ngt, beruhigt sich nicht durch solch einen Satz schlagartig. Wer verletzt ist, den tr\u00f6stet so eine Flapsigkeit erst recht nicht. Und wer sich anh\u00f6ren muss, dass er sich nicht so anstellen soll, wird dies wohl kaum als konstruktiven Vorschlag erleben. Im Gegenteil: Wo vorher keine Fronten sind, entstehen durch diese S\u00e4tze erst Fronten.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Sie m\u00fcssen doch wissen&#8230;&#8220;<\/strong><\/p>\n<div class=\"vhb-article-area--read\">\n<p>Auf gleicher Ebene liegt diese Floskel mit dem riesigen Zeigefinger: &#8222;Sie als Arzt m\u00fcssen doch wissen &#8230;&#8220; sagte k\u00fcrzlich ein Banker bei einem Kundengespr\u00e4ch zu meinem Augenarzt. Nein, m\u00fcssen tut er es schon gar nicht. Mit welchem Recht erhebt sich ein jemand &#8211; hier obendrein noch in seiner Rolle als Dienstleister &#8211; so \u00fcber einen anderen? Solch ein Affront ist unh\u00f6flich, beinhaltet Kritik, und am allerschlimmsten ist es, wenn zum Beispiel noch die Ehefrau des Arztes dabei ist &#8211; also vor Zeugen. Wenn der so Angegangene auch noch quasi \u00f6ffentlich herabgew\u00fcrdigt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier kann man nur noch kontern, ganz offen: &#8222;Gibt es einen Grund f\u00fcr diese Unh\u00f6flichkeit?&#8220; oder &#8222;Entschuldigung, habe ich etwas getan, was Sie so \u00e4rgerlich macht?&#8220; Stoppt dieses Bespiegeln den anderen immer noch nicht, und erfolgt sogar noch die Antwort &#8222;Nehmen Sie das doch nicht gleich so pers\u00f6nlich&#8220;, beschleicht Sie zu Recht das Gef\u00fchl, nicht im richtigen Kontext zu sein. Wurden nicht Sie selbst gerade unh\u00f6flich angesprochen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Sie kennen mich doch, ich meine das nicht b\u00f6se&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Inakzeptabel sind Bagatellentschuldigungen &#8222;Ich habe mir aber gar nichts dabei gedacht&#8220; oder &#8222;Sie kennen mich doch, ich meine das nicht b\u00f6se&#8220;. Da halte ich es mit dem Spruch &#8222;Nat\u00fcrlich kann jeder sagen, was er denkt, wenn er denn vorher bedenkt, was er sagt.&#8220;<\/p>\n<div class=\"hcf-detail-header-ad hcf-content\">\n<div class=\"hcf-ad-wrapper\">\n<div class=\"vhb-ad-article-fullsize\">\n<div id=\"iqadtile4\" data-creative-asset=\"iqadtile4\" data-google-query-id=\"CNKkiMirqOECFUyxewodwrQNqQ\">\n<div><\/div>\n<div id=\"google_ads_iframe_\/183\/hcfhb\/karriere\/nachrichten\/artikel_8__container__\">Aber \u00fcberhaupt sind all diese Spr\u00fcche wie &#8222;Interessiert mich nicht die Bohne&#8220;, &#8222;Ist ja wieder typisch&#8220; oder &#8222;War ja klar&#8220; besonders verletzend &#8211; einfach, weil sie so selbstgef\u00e4llig sind. Kommen diese \u00c4u\u00dferungen auch noch von einem Vorgesetzten, ist die Betroffenheit besonders gro\u00df. Gerade F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen auf einen sorgsamen, angemessenen Sprachgebrauch achten, denn sie sind es, die die Sprachkultur im Unternehmen etablieren. Sie geben das Vorbild ab.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zuerst erschienen\u00a0<span class=\"vhb-publish-info--text vhb-publish-info--text-dot\">06.02.2006 im &#8222;Handelsblatt&#8220;, ver\u00f6ffentlicht in &#8222;Business Behaviour&#8220;, Redline Verlag \u00a0<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Business Behaviour Stellen Sie sich nicht so an! Direkte Aufforderungen im Alltag &#8211; zudem noch unter erwachsenen Menschen &#8211; haben es in sich. Weder sind sie nett gemeint, noch kommen sie beim Gegen\u00fcber als Nettigkeit an. 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