{"id":669766,"date":"2019-02-25T06:01:11","date_gmt":"2019-02-25T05:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=669766"},"modified":"2019-02-25T00:02:38","modified_gmt":"2019-02-24T23:02:38","slug":"buchauszug-ralph-boettcher-die-danmark-methode-wie-sie-mit-daenischem-fuehrungsstil-auf-augenhoehe-die-veraenderungen-in-der-arbeitswelt-meistern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/02\/25\/buchauszug-ralph-boettcher-die-danmark-methode-wie-sie-mit-daenischem-fuehrungsstil-auf-augenhoehe-die-veraenderungen-in-der-arbeitswelt-meistern\/","title":{"rendered":"Buchauszug Ralph B\u00f6ttcher: &#8222;Die Danmark-Methode &#8211; Wie Sie mit d\u00e4nischem F\u00fchrungsstil auf Augenh\u00f6he die Ver\u00e4nderungen in der Arbeitswelt meistern&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug: Ralph B\u00f6ttcher &#8222;Die Danmark-Methode &#8211; Wie Sie mit d\u00e4nischem F\u00fchrungsstil auf\u00a0 Augenh\u00f6he die Ver\u00e4nderungen in der Arbeitswelt meistern&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_669767\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-669767\" class=\"size-full wp-image-669767\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/Danmark.Boettcher_Ralph_PE_113485_F_NUR.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/Danmark.Boettcher_Ralph_PE_113485_F_NUR.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/Danmark.Boettcher_Ralph_PE_113485_F_NUR-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/Danmark.Boettcher_Ralph_PE_113485_F_NUR-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-669767\" class=\"wp-caption-text\">Ralph Boettcher (Foto: Haufe)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ich entdecke in jedem Menschen das Besondere<\/strong><\/p>\n<p>Michelangelo hat einmal gesagt: \u201eIn jedem Block Stein oder Marmor verbirgt sich eine wunderbare Statue, man muss nur das ganze Material drumherum entfernen, um das Kunstwerk darin freizulegen.\u201c<br \/>\nWenn man dieses Zitat auf die Unternehmenswelt \u00fcbertr\u00e4gt, besagt es, dass wir als F\u00fchrungskr\u00e4fte in jedem Menschen in unserer Umgebung das (wom\u00f6glich verborgene) Potenzial entdecken sollen. Wir sollten uns st\u00e4ndig fragen: Was ist der Zauber, die Einzigartigkeit der Personen um mich herum? Dies ist eines meiner Lieblingsthemen, \u00fcber das ich immer wieder sehr gerne spreche.<\/p>\n<p>Man kann dieses Zitat nicht nur auf die Unternehmenswelt \u00fcbertragen, auch in die Welt der Bildung passt es hervorragend. Wenn wir davon ausgehen, dass in jedem Kind eine wunderbare Begabung steckt, die wir nur freilegen m\u00fcssen, w\u00fcrde das unser Bildungssystem grundlegend ver\u00e4ndern. Wir w\u00fcrden dann sehen, dass es sinnlos ist, Kinder miteinander zu vergleichen, und jedes Kind w\u00fcrde individuell gef\u00f6rdert werden, damit seine Begabung so gut wie m\u00f6glich zum Vorschein kommt.<\/p>\n<p>Mit diesen Gedanken im Kopf haben meine Frau und ich beschlossen, unsere Kinder in das d\u00e4nische Erziehungssystem zu schicken. Wir finden, dass dort mehr Wert darauf gelegt wird, die Neigungen und einzigartigen F\u00e4higkeiten jedes Kindes zu f\u00f6rdern. Schlie\u00dflich sind wir nicht alle gleich gut in Mathe oder Sprachen und m\u00fcssen es auch nicht sein.<\/p>\n<p>Schon Albert Einstein sagte: \u201eJeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.\u201c<\/p>\n<p>Auch der US-amerikanische Erziehungswissenschaftler Howard Gardner macht in seinen Arbeiten darauf aufmerksam, dass es verschiedene Arten von Intelligenz gibt. Er unterscheidet etwa folgende Intelligenzen:<\/p>\n<p>\u2022 Sprachlich-linguistische Intelligenz<\/p>\n<p>\u2022 Logisch-mathematische Intelligenz<\/p>\n<p>\u2022 Musikalisch-rhythmische Intelligenz<\/p>\n<p>\u2022 Bildlich-r\u00e4umliche Intelligenz<\/p>\n<p>\u2022 K\u00f6rperlich-kin\u00e4sthetische Intelligenz<\/p>\n<p>\u2022 Naturalistische Intelligenz<\/p>\n<p>\u2022 Interpersonale Intelligenz (auch Soziale Intelligenz)<\/p>\n<p>\u2022 Intrapersonelle Intelligenz<\/p>\n<p>\u2022 Spirituelle Intelligenz<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Jeder\u00a0 hat etwas Besonderes &#8211; nur wei\u00df er es oft gar nicht\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Sehr viele Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, zu denken, dass sie kein besonderes Talent besitzen. Ich treffe immer wieder Menschen, die glauben, es g\u00e4be nichts, was sie besonders gut k\u00f6nnen. Doch jedes Mal f\u00e4llt mir schon nach kurzer Zeit etwas Besonderes an ihnen auf. Wenn dieser Mensch mein Mitarbeiter ist, versuche ich, mit ihm gemeinsam daran zu arbeiten, dass seine St\u00e4rken besser zum Ausdruck kommen.<\/p>\n<p>Der Bildungsforscher Ken Robinson bringt es in diesem Zitat auf den Punkt:<br \/>\n\u201eIch treffe vielerlei Leute, die keine Freude an dem haben, was sie tun. Sie \u201aabsolvieren&#8216; einfach so ihr Leben, leben vor sich hin. Sie haben keine Freude an dem, was sie tun. Sie halten das Leben vielmehr aus, anstatt es zu genie\u00dfen, und warten aufs Wochenende. Aber ich treffe auch Menschen, die das, was sie tun, lieben und die sich nicht vorstellen k\u00f6nnten, etwas anderes zu machen. W\u00fcrde man ihnen sagen \u201aH\u00f6r damit auf!\u2018, dann w\u00fcrden sie sich wundern, wovon man wohl redete. Denn es ist nicht, was sie tun, sondern wer sie sind. Sie sagen: \u201aAber wissen Sie, das bin doch ich. Es w\u00e4re t\u00f6richt von mir, diese T\u00e4tigkeit aufzugeben, spricht sie doch mein authentischstes Selbst an.\u2018 Doch dies trifft nicht auf gen\u00fcgend Menschen zu.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ideen, an die wir gefesselt sind &#8211; von klein auf<\/strong><\/p>\n<p>Abraham Lincoln, der 16. Pr\u00e4sident der USA, sprach davon, dass die Menschen sich \u201eselbst entfesseln m\u00fcssen\u201c. Es gibt Ideen, an die wir alle gefesselt sind, zum Beispiel, dass wir nichts Besonderes k\u00f6nnen. Das wurde uns h\u00e4ufig schon in der Schule eingetrichtert, es ist also gar nicht unsere Schuld, dass wir so denken \u2013 es ist ein kulturelles Ph\u00e4nomen.<\/p>\n<p>Dabei ist es \u00fcbrigens sinnlos, verschiedene F\u00e4higkeiten miteinander zu vergleichen und die eine f\u00fcr bedeutender als die andere zu halten. Bildungsforscher Robinson unterstreicht dies mit der folgenden Geschichte, die eine Unterhaltung w\u00e4hrend einer Signierstunde wiedergibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zum Beispiel Leidenschaft&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWas sind Sie von Beruf\u201c, fragt Robinson einen Autogrammj\u00e4ger. \u201eFeuerwehrmann\u201c, lautet die Antwort. \u201eWie lange sind Sie schon Feuerwehrmann?\u201c, fragt Robinson. \u201eSchon immer. Ich wollte schon als Kind Feuerwehrmann werden. (\u2026) Als ich ins letzte Schuljahr kam, nahmen meine Lehrer das nicht ernst. Besonders dieser eine Lehrer nahm es nicht ernst. Er sagte, ich w\u00fcrde mein Leben wegschmei\u00dfen, wenn das alles w\u00e4re, was ich damit tun wolle, und dass ich auf die Uni gehen sollte und ein Studium absolvieren, dass ich gro\u00dfes Potenzial h\u00e4tte und dass ich nur mein Talent verschwenden w\u00fcrde. (\u2026) Aber es war, was ich wollte, und direkt nach der Schule bewarb ich mich bei der Feuerwehr und wurde angenommen. Wissen Sie, ich habe k\u00fcrzlich an diesen Lehrer gedacht (\u2026), denn vor sechs Monaten habe ich ihm das Leben gerettet. Er steckte in einem Unfallwagen und ich habe ihn herausgezogen, ihn wiederbelebt und dann auch noch das Leben seiner Frau gerettet. Ich glaube, er h\u00e4lt jetzt mehr von mir.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer tut, was er liebt, muss sich nicht gro\u00df motivieren<\/strong><\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, Mitarbeiter k\u00f6nnen einen Gro\u00dfteil der Zeit etwas tun, wof\u00fcr sie eine gewisse Leidenschaft empfinden. Wir alle kennen das Ph\u00e4nomen: Wenn man etwas tut, was man liebt und was man gut kann, dann verl\u00e4uft die Zeit komplett anders. Wenn man etwas tut, was man liebt, f\u00fchlt sich eine Stunde wie zehn Minuten an. Wenn Sie etwas tun, das Ihrem Geist nicht entspricht, f\u00fchlen sich zehn Minuten an wie eine Stunde. Tut man etwas, das man liebt, muss man sich nicht gro\u00df motivieren, um eine Aufgabe zu beginnen; und gute Ergebnisse kommen quasi von selbst, wenn man seine Arbeit gerne macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fchrungskr\u00e4fte: Die Einzigartigkeit und Talente jedes Einzelnen entdecken<\/strong><\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte? Seien Sie offen gegen\u00fcber unterschiedlichen Arten von Intelligenz, um die Einzigartigkeit und Talente eines jeden einzelnen Kollegen zu entdecken. Wenn jemand nicht perfekt die Rechtschreibung beherrscht, fragen Sie sich: Was kann er stattdessen besonders gut? Blicken Sie auf seine St\u00e4rke, anstatt ihn permanent f\u00fcr seine Schw\u00e4che zu tadeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch in dem Buch \u201eThe Art of Possibility\u201c \u2013 geschrieben von dem amerikanischen Dirigenten Benjamin Zander und seiner Frau Rosamund Stone Zander, die als Psychotherapeutin arbeitet \u2013 wird dieser Ansatz deutlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zanders nennen ihr Konzept \u201eGiving an A\u201c. Ein \u201eA\u201c ist die h\u00f6chste Note im amerikanischen Notensystem, entsprechend der deutschen 1. Jemandem ein \u201eA\u201c zu geben, ist hier im \u00fcbertragenen Sinne gemeint. Es geht eigentlich um die innere Haltung, mit der man jemandem begegnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In ihrem Buch schreibt das Paar: \u201eEin A kann man jedem und zu jeder Zeit geben: einer Kellnerin, seinem Arbeitgeber, seiner Schwiegermutter, der gegnerischen Mannschaft und den anderen Verkehrsteilnehmern. Wenn man jemandem ein A gibt, spricht man ihn mit Respekt an und man gibt ihm den n\u00f6tigen Raum, um sich zu entfalten. Es geht nicht darum, ihn zu bewerten.\u201c[4]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oder um es mit Michelangelo zu sagen: Man blickt auf die wunderbare Statue, die in jedem Menschen steckt. Dies ist die Grundlage f\u00fcr wahre Partnerschaft, Teamarbeit und gute Beziehungen am Arbeitsplatz.<\/p>\n<p>Das zeigt auch die Geschichte von Martina (Namen ge\u00e4ndert) aus meinem Unternehmen. Gleich zu Beginn meiner Selbstst\u00e4ndigkeit sollte ich die Stelle der Hauptverantwortlichen im internen Rechnungswesen besetzen. Es bewarb sich Martina, die damals schon 47 Jahre alt war und bislang in der Buchhaltung gearbeitet hatte. Zitat: \u201eIch m\u00f6chte noch einmal was Neues und Herausforderndes lernen und mich beweisen.\u201c<\/p>\n<p>Martina bekam den Job und ich habe bis heute keine Sekunde daran gezweifelt, dass es die richtige Entscheidung war; etwa, wenn Martina sich wieder einmal in technische Neuerungen einarbeitet, die SEPA-Umstellung anf\u00fchrt oder die Nutzung des Onlinebereiches stetig verbessert. Regelm\u00e4\u00dfig erinnere ich sie daran, dass die Rente mit 75 Jahren keine Utopie mehr ist, und lache herzlich mit ihr dar\u00fcber. Ich freue mich t\u00e4glich, dass ich sie habe.<\/p>\n<p>Lassen wir Martina doch auch einmal selbst zu Wort kommen.<br \/>\n\u201eMein Weg in die DanRevision: Als ich mir im Alter von 47 Jahren notgedrungen einen neuen Arbeitsplatz suchen musste, bewarb ich mich bei der DanRevision. Sofort rief Ralph B\u00f6ttcher mich an, um mich zu einem Vorstellungsgespr\u00e4ch einzuladen. Seine Worte waren: \u201aSo einen alten Hasen wie Sie suchen wir.\u2018 Ich sagte ihm: \u201aIch m\u00f6chte gerne etwas Neues lernen.\u2018<\/p>\n<p>Ich wollte urspr\u00fcnglich nur halbtags arbeiten, die DanRevision suchte aber eine Ganztagskraft. So sprang ich \u201ains kalte Wasser\u2018 und dachte mir, ich fange erst mal an. Aus diesem \u201aerst mal anfangen\u2018 sind jetzt schon 13 Jahre geworden. Ich wechselte bald in die \u201ainterne Buchhaltung\u201c und brachte diese auf \u201aVordermann\u2018, was mir sehr viel Spa\u00df brachte und immer noch bringt und die ich auch dank Ralph auf einen hohen Standard gebracht habe.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit mit Ralph B\u00f6ttcher bringt mir sehr viel Spa\u00df. Er hat klare Ansagen, reagiert sofort und man wei\u00df genau, wie er etwas haben will. Er hat auch ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, wenn es einem nicht gut geht, und ist immer f\u00fcr ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch da. (Oder er setzt die \u201arote\u2018 Nase auf, um einen aufzuheitern.) Ebenso bemerke ich auch, wenn es ihm nicht gut geht, das bringen die Jahre mit sich, die wir uns kennen.<\/p>\n<p>Ralph B\u00f6ttcher sucht immer die Herausforderung und zieht einen auch mit und h\u00e4lt mir meinen Spruch vor: \u201aIch m\u00f6chte gerne etwas Neues lernen.\u2018 Wir setzen Dinge um, die in anderen Praxen noch gar nicht bekannt sind, und wir sind so sehr fortschrittlich. Mir hat er in der internen Buchhaltung Vorgaben gemacht, die ich dann auch umgesetzt habe. \u201aGeht nicht gibt\u2019s nicht\u2018, man muss es jedenfalls probieren. Manchmal will Ralph zu viel ausprobieren, was nicht immer m\u00f6glich ist. Dann gebe ich ihm auch mal \u201aKontra\u2018 und muss ihm erkl\u00e4ren, wieso es nicht geht.<\/p>\n<p>Menschlichkeit steht bei Ralph B\u00f6ttcher und in der DanRevision an erster Stelle.<br \/>\nAlles in allem war es das Beste, was mir beruflich passieren konnte, dass ich bei der DanRevision angefangen habe. Und ich habe hier in all den Jahren \u201aviel Neues gelernt\u2018 und lerne immer noch.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-669768\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/cover.danmark-methode-002.jpg\" alt=\"\" width=\"459\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/cover.danmark-methode-002.jpg 459w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2019\/02\/cover.danmark-methode-002-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><\/p>\n<p><strong>Ralph B\u00f6ttcher: &#8222;Die Danmark-Methode &#8211; Wie Sie mit d\u00e4nischem F\u00fchrungsstil\u00a0 auf Augenh\u00f6he die Ver\u00e4nderungen in der Arbeitswelt meistern &#8222;, Haufe Verlag 2019, 156 Seiten, 19,95 Euro\u00a0<a href=\"https:\/\/shop.haufe.de\/prod\/die-danmark-methode\">https:\/\/shop.haufe.de\/prod\/die-danmark-methode<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine Steuerfachangestellte der DanRevision<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcbung:<br \/>\nBeobachten Sie, welche imagin\u00e4ren Noten Sie Ihren Mitarbeitern und\/oder Kollegen geben, wenn Sie mit ihnen interagieren. Behandeln Sie Ihren Lieblingskollegen wie einen Einserkandidaten und jemand anderen so, als sei er gerade noch \u201eausreichend\u201c? Schauen Sie, welchen Effekt dies auf die Zusammenarbeit hat und ob Sie Ihre Gewohnheiten \u00e4ndern k\u00f6nnen.<br \/>\n\u00dcberlegen Sie, was das Besondere in jedem einzelnen Kollegen ist und wie Sie ihm als F\u00fchrungskraft helfen k\u00f6nnen, es noch besser zur Entfaltung zu bringen.<\/p>\n<p>\u201eHerrn B\u00f6ttcher habe ich als einen Menschen kennengelernt, der es wie kaum jemand versteht, Menschen zusammenzubringen.\u201c<\/p>\n<p>Franz Joachim Sahm, Wirtschaftspr\u00fcfer<br \/>\n\u201eRalph B\u00f6ttcher habe ich als \u00fcberaus interessanten Menschen kennengelernt! Er wirkt auf mich ehrlich und gradlinig, was sich letztlich auch in der Mitarbeitersuche spiegelt (bitte bewerben Sie sich nicht, wenn \u2026). Besonders bemerkenswert fand ich, dass er sich nach \u00fcber einem Jahr nach unserem pers\u00f6nlichen Erstgespr\u00e4ch nach Xing-Kontaktaufnahme an mich erinnerte.\u201c<\/p>\n<p>Sven Holland, Leiter Finanzwesen; Syndikus-Steuerberater, F\u00f6rde Sparkasse<br \/>\nIch bin sehr gut zu den Menschen in meinem Umfeld<\/p>\n<p>Es w\u00fctete ein f\u00fcrchterliches Unwetter und meterhohe Wellen brachen sich am Strand. Nachdem sich das Unwetter und der Sturm wieder verzogen hatten, lagen unz\u00e4hlige Seesterne am Meeresufer, die von der Str\u00f6mung an den Strand gesp\u00fclt worden waren.<br \/>\nEin kleines M\u00e4dchen stapfte am Strand entlang, hob vorsichtig Seestern f\u00fcr Seestern auf und warf sie wieder zur\u00fcck ins Meer. Da kam eine \u00e4ltere Frau vorbei und r\u00fcgte das M\u00e4dchen: \u201eDu dummes kleines Ding. Was du da machst, ist v\u00f6llig zwecklos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von diesen Seesternen ist? Du kannst sie sowieso nie alle zur\u00fcck ins Meer werfen, was du hier tust, bringt gar nichts!\u201c<br \/>\nDas M\u00e4dchen blickte traurig auf die vielen Seesterne, die am Boden lagen und von denen vermutlich viele sterben w\u00fcrden. Dann hob sie behutsam einen Seestern auf und warf ihn wieder zur\u00fcck in das Wasser. Zu der Frau sagte sie: \u201eF\u00fcr diesen hier wird es etwas \u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr gute Absichten getadelt, oder \u00fcbersehen\u00a0 oder kaum gew\u00fcrdigt<\/strong><\/p>\n<p>Oft geschieht es, dass Mitarbeiter etwas mit einer guten Absicht tun und daf\u00fcr getadelt werden, wie das M\u00e4dchen in der Geschichte. Die wenigsten haben dann allerdings den Mut, ihrem Chef die Meinung zu sagen. Ebenso sch\u00e4dlich ist es, wenn gute Taten nicht bemerkt oder nicht ausreichend gew\u00fcrdigt werden.<\/p>\n<p>Ich habe mir deshalb fest vorgenommen, Mitarbeiter dabei zu erwischen, wenn sie etwas Tolles machen. Ich nenne es den Adlerwert der DanRevision Gruppe; Adler deshalb, weil wir genau aufpassen m\u00fcssen, um auch jede Kleinigkeit zu bemerken. Dieses Prinzip habe ich vor vielen Jahren eingef\u00fchrt und inzwischen macht es mir eine h\u00f6llische Freude, die Menschen dabei zu erwischen, wenn sie etwas Gutes tun. Das meine ich mit der Kapitel\u00fcberschrift \u201eIch bin sehr gut zu den Menschen in meinem Umfeld\u201c.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner Ausbildung zum Mental Coach habe ich viel dar\u00fcber erfahren, was es mit Menschen macht, wenn man sie dabei \u201eerwischt\u201c, wenn sie Gutes tun. Macht sich das jeder in der Firma bewusst, entsteht in dem jeweiligen Umfeld eine wunderbare Energie, die sich nur schwer beschreiben l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Irgendwann habe ich mich vor die Kollegen gestellt und gesagt: \u201eWas w\u00fcrde wohl passieren, wenn jeder jeden Tag zwei Mal besonders aufmerksam ist und schaut, welche sch\u00f6nen Dinge in seiner Umgebung vor sich gehen, und sei es nur, dass man die neue Brille des Kollegen bemerkt oder ein neues Kleidungsst\u00fcck?\u201c<\/p>\n<p>Erst einmal fragten sich alle, was ich denn schon wieder vorhabe mit meinem \u201eGutes tun\u201c (das kannten sie ja schon). Doch sie willigten ein, es ein paar Wochen zu versuchen. Teils machten sie sich auch ein bisschen dar\u00fcber lustig, aber das \u00e4nderte nichts am Effekt.<\/p>\n<p>Nach etwa zwei Wochen berief ich ein neues Meeting ein: \u201eSp\u00fcrt ihr, was passiert ist?\u201c, fragte ich. \u201eK\u00f6nnt ihr f\u00fchlen, was ihr bewegt? Und es ist nicht mal schwer!\u201c Ich sp\u00fcrte eine unglaubliche Energie und bekam eine G\u00e4nsehaut. Im ganzen Raum war ein Kribbeln und Knistern zu sp\u00fcren, weil es sich einfach toll anf\u00fchlt, gut zu anderen zu sein.<\/p>\n<p>Mit der Steuerung der eigenen Wahrnehmung k\u00f6nnen wir viel Gutes erreichen. Das hat auch die Wissenschaft entdeckt.<br \/>\nDem renommierten Gl\u00fccksforscher und Buchautor Shawn Achor zufolge lassen sich lediglich zehn Prozent des Langzeitgl\u00fccks einer Person auf externe Umst\u00e4nde zur\u00fcckf\u00fchren. 90 Prozent des Langzeitgl\u00fccks werden nicht durch die externe Welt beeinflusst, sondern dadurch, wie das Gehirn die Welt verarbeitet.<\/p>\n<p>Und nicht nur das: Nur 25 Prozent des beruflichen Erfolgs werden dem Forscher zufolge vom IQ bestimmt. 75 Prozent werden dagegen durch den eigenen Optimismus, das soziale Umfeld und die eigene F\u00e4higkeit bestimmt, Stress als Herausforderung und nicht als Bedrohung zu sehen.<\/p>\n<p>In einem Vortrag illustriert Shawn Achor, wie die eigene Wahrnehmung das Gl\u00fccksempfinden beeinflusst, mit folgender Geschichte \u00fcber seine unerwartete Zusage von der Universit\u00e4t Harvard: \u201ePl\u00f6tzlich war aus etwas Unm\u00f6glichem eine Realit\u00e4t geworden. Bei meiner Ankunft nahm ich an, dass alle anderen dies auch als Privileg s\u00e4hen, dass sie aufgeregt \u00fcber den Universit\u00e4tsbesuch w\u00e4ren. Allein wenn man in einem Klassenzimmer mit Leuten sitzt, die allesamt kl\u00fcger sind als man selbst, ist das schon Grund zur Freude, so dachte ich. (\u2026) (Doch) in meiner Forschung und Lehre fand ich heraus, dass diese Studenten, egal wie gl\u00fccklich sie anfangs dar\u00fcber gewesen waren, an diese Schule gehen zu d\u00fcrfen, nach zwei Wochen all ihr Denken nicht mehr auf das Privileg der Anwesenheit konzentrierten und auch nicht auf ihre Philosophie oder Physik. Ihre Gehirne fokussierten sich auf den Wettbewerb, die Menge der Arbeit, die Anstrengungen, den Stress, die Beschwerden.<\/p>\n<p>Er erkl\u00e4rt dieses Ph\u00e4nomen so: \u201eJedes Mal, wenn das Gehirn einen Erfolg verzeichnet, wird einfach die Ziellinie f\u00fcr den Erfolg verpflanzt. Bekommt man gute Noten, muss man nun bessere Noten bekommen. (\u2026) Hat man einen guten Job, braucht man nun einen besseren Job.\u201c Das Problem sei, dass die meisten denken, Erfolg mache sie gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Mit diesem Denken k\u00f6nnen wir Shawn Achor zufolge aber niemals gl\u00fccklich werden. Denn das Gehirn funktioniere genau andersherum: \u201eWenn wir das Positivit\u00e4tslevel einer Person erh\u00f6hen, dann kommt das Gehirn in einen Zustand, den wir den Gl\u00fccksvorteil nennen. Das bedeutet, dass das Gehirn im positiven Zustand wesentlich bessere Leistungen liefert als im negativen, neutralen oder gestressten Zustand. Die Intelligenz erh\u00f6ht sich, wie auch die Kreativit\u00e4t und das Energielevel.\u201c<br \/>\nShawn Achor und seine Kollegen fanden sogar heraus, dass sich auf diese Weise jeder einzelne Gesch\u00e4ftsausgang verbessern l\u00e4sst. Konkret sagt der Forscher: \u201eIhr Gehirn im positiven Zustand ist 31 Prozent produktiver als im negativen, neutralen oder gestressten Zustand. Sie sind 37 Prozent besser bei Verk\u00e4ufen. \u00c4rzte sind 19 Prozent schneller und treffsicherer darin, die richtige Diagnose zu geben.\u201c<\/p>\n<p>Die wissenschaftliche Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist das Dopamin, das unser System im Positivzustand \u00fcberflutet. Es hat zwei Funktionen: Es macht uns einerseits gl\u00fccklicher und andererseits aktiviert es die Lernzentren im Gehirn.<\/p>\n<p>\u00dcbung:<\/p>\n<p>Achor empfiehlt folgende \u00dcbungen, um positiver zu werden:<\/p>\n<p>\u2022 Schreiben Sie an 21 aufeinanderfolgenden Tagen t\u00e4glich drei neue Dinge auf, f\u00fcr die sie dankbar sind. Am Ende dieser Zeit verbleibt im Gehirn ein Muster, nach dem es die Welt nicht zuerst nach Negativem, sondern nach Positivem abtastet.<\/p>\n<p>\u2022 F\u00fchren Sie Tagebuch \u00fcber ein positives Erlebnis, das Sie in den letzten 24 Stunden hatten. Das erlaubt Ihrem Gehirn, diese Situation neu zu erleben.<\/p>\n<p>\u2022 \u00d6ffnen Sie Ihr E-Mail-Programm und schreiben Sie eine E-Mail des Lobs oder des Danks an jemanden aus Ihrem sozialen Umfeld.<br \/>\nIndem wir diese \u00dcbungen machen, k\u00f6nnen wir unser Gehirn trainieren, mehr Wellen der Positivit\u00e4t zu erzeugen.<br \/>\n\u201eIch habe Herrn B\u00f6ttcher im Rahmen eines Studienprojektes der Fachhochschule Flensburg kennengelernt und kann nur in den h\u00f6chsten T\u00f6nen von ihm berichten. Die stets angenehme Zusammenarbeit war \u00e4u\u00dferst effektiv und lehrreich. Herr B\u00f6ttcher zeigte sich zielstrebig, kommunikativ, kreativ, ehrlich und freundlich. Ganz besonders hervorzuheben ist der stetige Wille, die Unternehmung weiter voranzutreiben und auf diesem Wege immer ein wenig besser zu werden.\u201c<\/p>\n<p>Nikolai Woderich, Student (Business Management, M. A.), Fachhochschule Flensburg<br \/>\nDie unglaubliche Energie neuer M\u00f6glichkeiten<br \/>\n\u201eWenn ich mir etwas w\u00fcnschen d\u00fcrfte, so w\u00fcnschte ich mir weder Reichtum noch Macht, sondern nur die Leidenschaft der M\u00f6glichkeit; ich w\u00fcnschte nur ein Auge, das ewig jung, ewig von dem Verlangen brennt, die M\u00f6glichkeit zu sehen.\u201c<\/p>\n<p>S\u00f8ren Kierkegaard<br \/>\nWas ist der Unterschied zwischen Menschen, die vor Energie strotzen, und jenen, die tagein, tagaus derselben Routinet\u00e4tigkeit nachgehen? Ich glaube, hier k\u00f6nnen wir viel aus dem Zitat des d\u00e4nischen Philosophen S\u00f8ren Kierkegaard lernen: Das \u201eewig junge Auge\u201c brennt von dem Verlangen, das M\u00f6gliche zu sehen.<\/p>\n<p>Wer immer wieder M\u00f6glichkeiten sieht, statt den Status quo zu akzeptieren, hat keine andere Wahl, als mit jugendlicher Energie zur Tat zu schreiten. Wir alle haben wohl schon einmal Momente erlebt, in denen die Energie nur so floss und wir das Gef\u00fchl hatten, alles schaffen zu k\u00f6nnen. Oft waren es herausfordernde Momente, aber solche, in denen wir eine Vision vor Augen hatten.<\/p>\n<p>Als F\u00fchrungskraft finde ich es besonders spannend, zu erleben, wie meine Mitarbeiter ihre Visionen verfolgen \u2013 und zu erleben, wie sie pl\u00f6tzlich vor Energie strotzen. Ich versuche, sie dabei so gut wie m\u00f6glich zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nVertrauen aufbauen<\/p>\n<p>Vor ein paar Jahren arbeitete ich etwa mit einem freien Videojournalisten zusammen. Dieser schickte mir einen ersten Entwurf, der alles andere als gelungen war. Das wusste er auch selbst. Er fragte mich: \u201eWillst du trotz des schlechten Ergebnisses weiter mit mir zusammenarbeiten?\u201c<br \/>\nDas schlechte Video interessierte mich kaum, vielmehr interessierten mich die M\u00f6glichkeiten, die noch in dieser Zusammenarbeit steckten. Die Herangehensweise des Journalisten beim Dreh hatte mich \u00fcberzeugt. Ich vereinbarte mit ihm einen neuen Termin, wir wechselten die R\u00e4umlichkeiten, die letztes Mal f\u00fcr Tonprobleme gesorgt hatten, und \u00e4nderten ein paar andere Kleinigkeiten.<\/p>\n<p>Das Ergebnis war dieses Mal hervorragend. Bis heute ist unsere Zusammenarbeit von dem Vertrauen gepr\u00e4gt, das sich in der damaligen potenziellen Konfliktsituation gebildet hat. Er wei\u00df: Es d\u00fcrfen auch einmal Dinge schiefgehen. Im Gegenzug wei\u00df ich, dass er immer versucht, neue M\u00f6glichkeiten zu finden, die DanRevision besser und professioneller nach au\u00dfen zu pr\u00e4sentieren \u2013 und dabei nicht gehemmt ist von der Angst, dass etwas schiefgehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>In solchen und anderen Situationen hilft es mir stets, mich an folgende Geschichte zu erinnern:<br \/>\nEine Schuhfabrik sendet zwei Marketingexperten in eine Entwicklungsregion in Afrika, um Expansionsm\u00f6glichkeiten zu erforschen. Der eine schreibt zur\u00fcck: \u201eSituation aussichtslos: Die tragen hier keine Schuhe.\u201c Der andere schreibt: \u201eFantastische M\u00f6glichkeiten! Sie haben noch gar keine Schuhe.\u201c<\/p>\n<p>In dieser Geschichte aus dem bereits erw\u00e4hnten Buch \u201eThe Art of Possibility\u201c des amerikanischen Dirigenten Benjamin Zander und seiner Frau tun sich zwei Welten auf: Der erste Marketingexperte lebt in einer Welt, die die Zanders die \u201eDownward Spiral\u201c (Abw\u00e4rtsspirale) nennen. Zu schwer, zu m\u00fchselig, zu gef\u00e4hrlich, zu kompliziert \u2013 so lauten die S\u00e4tze in dieser Welt. Der andere Marketingexperte sieht die gleiche Lage, doch er zieht komplett andere Schl\u00fcsse. Er lebt in der \u201eWorld of Possibilities\u201c (Welt der M\u00f6glichkeiten).<\/p>\n<p>Hierzu m\u00f6chte ich Ihnen kurz erz\u00e4hlen, wie ich meinen Partner Mads (Name ge\u00e4ndert) f\u00fcr die DanRevision gewonnen habe. Mads hat jahrelang die Deutschland-D\u00e4nemark-Steuerabteilung einer gro\u00dfen Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft in Deutschland gef\u00fchrt und wir kannten uns seit Jahren. Ich wusste, dass ich mich ins Zeug legen musste, um ihn als Partner zu gewinnen.<\/p>\n<p>Das erste Angebot lautete: \u201eWir wollen dich. Hier ist ein Vertrag und du kannst deine Bez\u00fcge selbst eintragen.\u201c Aber Mads sagte nein. Wir k\u00e4mpften weiter und starteten einen weiteren Versuch, aber Mads blieb beim Nein. Ich dachte an die Geschichte der beiden Marketingexperten und beschloss, nicht aufzugeben, sondern nach neuen M\u00f6glichkeiten zu suchen. Schlie\u00dflich bot ich Mads an: \u201eDu bekommst deine eigene Firma und bestimmst alleine und wir reden dir nicht rein.\u201c Dieses Angebot konnte er nicht ausschlagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine gute Vision<\/strong><\/p>\n<p>Eine Vision ist im Idealfall nicht nur etwas, was einem selbst n\u00fctzt, sondern sie ist Teil von etwas Gr\u00f6\u00dferem. In dem Buch \u201eGood Business\u201c des Kreativit\u00e4ts- und Flowforschers Mihaly Csikszentmihalyi werden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer interviewt, die von ihrem Umfeld als sehr erfolgreich und zugleich sehr ethisch handelnd, mit gro\u00dfem sozialem Verantwortungsgef\u00fchl beschrieben werden. Diese Leute definieren Erfolg als etwas, das anderen hilft und einen zur selben Zeit gl\u00fccklich macht, w\u00e4hrend man daran arbeitet.<\/p>\n<p>Csikszentmihalyi und seine Kollegen haben weltweit mehr als 8.000 Interviews gef\u00fchrt, um diesen Zustand zu ergr\u00fcnden. Er beschreibt den \u201eFlow\u201c so: \u201eEs gibt diesen Fokus, der, wenn er erst intensiv wird, zu einem Gef\u00fchl der Ekstase, einem Gef\u00fchl der Klarheit f\u00fchrt, man wei\u00df genau, was man von einem Moment zum n\u00e4chsten tut, man bekommt unmittelbares Feedback. Man wei\u00df, dass das, was man zu tun hat, auch getan werden kann, auch wenn es schwer sein mag, und das Zeitgef\u00fchl verschwindet, man vergisst sich selbst, man empfindet sich als Teil von etwas Gr\u00f6\u00dferem. Und sobald diese Voraussetzungen zutreffen, dann wird das Getane wert, f\u00fcr sich selbst getan zu werden.\u201c<\/p>\n<p>Bevor Csikszentmihalyi den Begriff des \u201eFlow\u201c pr\u00e4gte, formulierte der Spieltheoretiker Hans Scheuerl in den 1950er Jahren bereits \u00e4hnliche Kriterien f\u00fcr das Wesen des Spiels, darunter unter anderem:<\/p>\n<p>\u2022 Entr\u00fccktsein vom aktuellen Tagesgeschehen,<\/p>\n<p>\u2022 das v\u00f6llige Aufgehen in der momentanen T\u00e4tigkeit und<\/p>\n<p>\u2022 das Verweilen in einem Zustand des gl\u00fccklichen Unendlichkeitsgef\u00fchls.<br \/>\nAuch der Psychologe Siegbert A. Warwitz hat sich mit dem Ph\u00e4nomen des Flow auseinandergesetzt. Dabei kam er zu dem Ergebnis, das \u201eUrbild des Menschen im Flow ist das spielende Kind, das sich im gl\u00fcckseligen Zustand des Bei-sich-Seins befindet.\u201c<br \/>\nDoch wie kommt man in diesen Zustand? Csikszentmihalyi zufolge erfordert das Eintreten des Flow-Gef\u00fchls:<\/p>\n<p>\u2022 klare Zielsetzungen<\/p>\n<p>\u2022 eine volle Konzentration auf das Tun<\/p>\n<p>\u2022 das Gef\u00fchl der Kontrolle der T\u00e4tigkeit<\/p>\n<p>\u2022 den Einklang von Anforderung und F\u00e4higkeit jenseits von Angst oder Langeweile in scheinbarer M\u00fchelosigkeit<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Visionen gibt es auch f\u00fcr kleine Dinge<\/strong><\/p>\n<p>Visionen f\u00fcr neue M\u00f6glichkeiten m\u00fcssen nat\u00fcrlich nicht immer weltbewegend sein. Manchmal lohnt es sich auch, im Kleinen nach neuen Blickwinkeln zu suchen. Dazu will ich Ihnen kurz die Geschichte von Bernd (Name ge\u00e4ndert) erz\u00e4hlen. Bernd ist ein fantastischer Mitarbeiter mit Blitzen und Gl\u00e4nzen in den Augen, der wirklich seinen letzten Tropfen Blut f\u00fcr die DanRevision geben w\u00fcrde. Tag und Nacht ist er da, wenn man ihn braucht.<\/p>\n<p>Er wollte in den Urlaub fahren \u2013 toll. Aber wie kann er mit seiner Frau in den Urlaub fahren, wenn er immer dieses verdammte Handy dabeihat und nur an die Arbeit denkt, \u00fcberlegte ich. Ich sah die M\u00f6glichkeit, ihm mal eine Perspektive der ganz anderen Art aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Ich bat Bernd, sein Handy auf den Tisch zu legen, und kassierte es ein. Er hatte keine Ahnung, was das sollte. Meine Partner sprachen von Freiheitsberaubung und anderen schlimmen Dingen.<\/p>\n<p>Heute lachen Bernd und ich dar\u00fcber und er bedankt sich bei mir: \u201eDas war das Beste, was du mir antun konntest.\u201c Das Blitzen und Gl\u00e4nzen in den Augen hat er bis heute. Auch Bernd f\u00fchrt seit 2018 eine eigene Kanzlei in der DanRevision Gruppe.<br \/>\n\u201eHerr B\u00f6ttcher ist ein Steuerberater, der aus dem \u00fcblichen Rahmen f\u00e4llt. Er ist geradeheraus, sehr direkt, pr\u00e4zise und klar in seinen Vorstellungen. An einmal gemachte Zusagen h\u00e4lt er sich. Er denkt in anderen Bahnen, analysiert St\u00e4rken und Schw\u00e4chen seiner Gespr\u00e4chspartner in kurzer Zeit. Aus diesen Analysen gestaltet er Aufgabenfelder und schafft damit gedanklich neue R\u00e4ume und vor allem Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. Ausgetretene Pfade sind nicht seine Sache. Wenn man bereit ist, neue Wege zu gehen, er\u00f6ffnen sich v\u00f6llig neue M\u00f6glichkeiten. Es gibt kein \u201aVielleicht\u2018 mehr, sondern nur \u201aJa\u2018 oder \u201aNein\u2018. Wenn man sich mit dieser speziellen Art von kooperativem F\u00fchrungsstil identifizieren kann, er\u00f6ffnen sich f\u00fcr einen pers\u00f6nlich v\u00f6llig neue Perspektiven. Es ergeben sich Herausforderungen, an denen man wachsen kann, wenn man bereit ist, sich dieser Aufgabe g\u00e4nzlich zu widmen. Freir\u00e4ume werden nicht beschnitten, daf\u00fcr gibt es aber klar definierte Ziele. Der Weg dahin ist der pers\u00f6nlichen Intuition und Gestaltungsfreiheit \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich bin bisher immer gut mit seinem F\u00fchrungsstil zurechtgekommen. Dank ihm habe ich die M\u00f6glichkeit bekommen, mich pers\u00f6nlich und fachlich weiterzuentwickeln. Ich freue mich auf die weitere konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit.\u201c<br \/>\nEin Mitarbeiter der DanRevision Gruppe<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcbung:<br \/>\nFragen Sie sich:<\/p>\n<p>\u2022 Wann denke ich in Abw\u00e4rtsspiralen (zu teuer, nicht m\u00f6glich, unrealistisch usw.), die verhindern, dass ich neue, inspirierende M\u00f6glichkeiten entdecke?<\/p>\n<p>\u2022 Wie kann ich meine Mitarbeiter dabei unterst\u00fctzen, Visionen zu entwickeln, die sie begeistern und in ihnen ungeahnte Kr\u00e4fte hervorbringen?<\/p>\n<p>\u2022 Bei welchen T\u00e4tigkeiten gelange ich in einen Flow?<\/p>\n<p>\u201eMein Weg in die DanRevision: Als ich mit 19 Jahren gezwungen war, meinen bisherigen Beruf als Pferdewirtin, Schwerpunkt Reiten, aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden, aufzugeben, wandte ich mich an Ralph B\u00f6ttcher, in der Hoffnung, dass er mir bei dem Start in eine mir v\u00f6llig fremde Berufswelt helfen w\u00fcrde.<br \/>\nWie ich es von ihm kannte, war er sofort bereit, mich zu unterst\u00fctzen, und stand mir zuverl\u00e4ssig zur Seite, wodurch er mir den Einstieg in die Ausbildung zur Steuerfachangestellten erheblich erleichterte.<br \/>\nWenn mich heute jemand fragt, wie mir mein neuer Beruf gef\u00e4llt, ist das Erste, was mir dazu einf\u00e4llt, dass nichts so ist, wie es scheint. Ich dachte fr\u00fcher selber immer, dass es ein eint\u00f6niger und dadurch langweiliger Beruf, mit einem ziemlich k\u00fchlen und angespannten Betriebsklima ist.<\/p>\n<p>Doch schnell merkte ich, dass der Beruf durch die vielen Neuerungen, die vielen verschiedenen und interessanten Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, unglaublich interessant ist und man st\u00e4ndig vor neue Herausforderungen gestellt wird. Diese sind grunds\u00e4tzlich zu bew\u00e4ltigen, auch wenn man mal nicht weiterwei\u00df, kann man sich immer auf die anderen Partner in der DanRevision verlassen, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen.<\/p>\n<p>Ich arbeite im t\u00e4glichen Berufsleben nicht mit Ralph zusammen, aber ich wei\u00df, dass ich trotzdem jederzeit mit Fragen zu ihm kommen kann und ich mich 100 Prozent auf seine zuverl\u00e4ssige Unterst\u00fctzung verlassen kann.<\/p>\n<p>Auch das Betriebsklima ist alles andere als k\u00fchl. Es ist eher freundschaftlich und famili\u00e4r, was sicherlich auch dadurch kommt, dass sich generell alle mit dem \u201aDu\u2018 ansprechen, was eine unheimliche Vertrautheit und N\u00e4he schafft.\u201c<br \/>\nR\u00fcckblickend bin ich f\u00fcr alles dankbar, was passiert ist, und denke, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe \u2013 den Weg mit der DanRevision!<br \/>\nEine Steuerfachangestellte der DanRevision<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Der neue Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug: Ralph B\u00f6ttcher &#8222;Die Danmark-Methode &#8211; Wie Sie mit d\u00e4nischem F\u00fchrungsstil auf\u00a0 Augenh\u00f6he die Ver\u00e4nderungen in der Arbeitswelt meistern&#8220; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Ich entdecke in jedem Menschen das Besondere Michelangelo hat einmal gesagt: \u201eIn jedem Block Stein oder Marmor verbirgt &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/02\/25\/buchauszug-ralph-boettcher-die-danmark-methode-wie-sie-mit-daenischem-fuehrungsstil-auf-augenhoehe-die-veraenderungen-in-der-arbeitswelt-meistern\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[8086,1890,1983,8085],"class_list":["post-669766","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-die-danmark-methode-wie-sie-mit-daenischem-fuehrungsstil-auf-augenhoehe-die-veraenderungen-in-der-arbeitswelt-meistern","tag-buchauszug","tag-haufe-verlag","tag-ralph-boettcher"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/669766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=669766"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/669766\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":669990,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/669766\/revisions\/669990"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=669766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=669766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=669766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}