{"id":669102,"date":"2018-11-05T19:04:53","date_gmt":"2018-11-05T18:04:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=669102"},"modified":"2018-11-08T17:23:27","modified_gmt":"2018-11-08T16:23:27","slug":"ceos-haben-die-moralische-pflicht-die-welt-zu-einem-besseren-ort-zu-machen-so-levi-strauss-chef-bergh-gastbeitrag-cnn-korrespondentin-julia-chatterley","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2018\/11\/05\/ceos-haben-die-moralische-pflicht-die-welt-zu-einem-besseren-ort-zu-machen-so-levi-strauss-chef-bergh-gastbeitrag-cnn-korrespondentin-julia-chatterley\/","title":{"rendered":"&#8222;CEOs haben die moralische Pflicht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen&#8220;, so Levi-Strauss-Chef Bergh &#8211; Gastbeitrag CNN-Korrespondentin Julia Chatterley"},"content":{"rendered":"<p><strong>US-Wahl Midterm Elections: Amerikanische Unternehmen werden zunehmend politisch. Gastkommentar von Wirtschaftskorrespondentin<a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/profiles\/julia-chatterley-profile\">\u00a0<\/a><\/strong><strong>Julia Chatterley von CNN International\u00a0<a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/profiles\/julia-chatterley-profile\">https:\/\/edition.cnn.com\/profiles\/julia-chatterley-profile<\/a><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_669103\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-669103\" class=\"size-full wp-image-669103\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/11\/cnn.chatterley.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/11\/cnn.chatterley.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/11\/cnn.chatterley-300x201.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/11\/cnn.chatterley-448x300.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-669103\" class=\"wp-caption-text\">Julia Chatterley, Wirtschaftskorrespondentin bei CNN (Foto: CNN International)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ford, Amazon, Boeing oder Macy&#8217;s &#8211; alle schon in die Schusslinie geraten<\/strong><\/p>\n<p>Seit Donald Trump sein Amt angetreten hat, geraten Unternehmen immer wieder in seine Schusslinie. Ford, Amazon, Boeing und Macy&#8217;s geh\u00f6ren zu denen, die schon vom 45. Pr\u00e4sidenten der USA angegangen wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Risiko: Boykottaufruf<\/strong><\/p>\n<p>Trump wurde weitestgehend aufgrund seines selbst ernannten Gesch\u00e4ftssinns gew\u00e4hlt. Einen Gro\u00dfteil seiner Amtszeit verbrachte er jedoch damit, sich mit einigen der gr\u00f6\u00dften amerikanischen Markenunternehmen anzulegen. Die Kosten f\u00fcr jene Unternehmen, die bereit waren, es mit ihm aufzunehmen, waren oft hoch. Das musste auch der Motorradhersteller Harley Davidson in Milwaukee schmerzlich feststellen, als Trump zu einem Boykott aufrief.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nike bezieht Stellung mit umstrittenen Testimonial<\/strong><\/p>\n<p>Doch es scheint eine Trendwende einzusetzen. Nike hat sich dazu entschlossen, dass eine Werbekampagne mit dem umstrittenen NFL-Quarterback Colin Kaepernick das Risiko wert war. Apple, Google und Facebook geh\u00f6ren zu jenen 50 Unternehmen, die einen Brief unterzeichnet haben, in dem sie gegen Trumps Transgender-Politik protestieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unternehmen werden mutiger<\/strong><\/p>\n<p>Auf jeden Arbeiter, der Trump seine Stimme gab und nun von den Konsequenzen der Zollpolitik und harten Rhetorik getroffen wurde, folgt ein anderer, f\u00fcr den es wert ist, diesen Preis zu zahlen. Umfragen zufolge sind die Themen Bildung, Einwanderung und Gesundheitsversorgung den W\u00e4hlern viel wichtiger. Das k\u00f6nnte auch der Grund sein, warum die Unternehmen den Mut finden, politischer zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>CEO von Levi Strauss fordert zum W\u00e4hlen auf<\/strong><\/p>\n<p>Levi Strauss, die vielleicht ber\u00fchmteste aller amerikanischen Marken, mischt schon vor der Wahl mit. Der <a href=\"https:\/\/www.levistrauss.com\/who-we-are\/leadership\/chip-bergh\/\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Chip Bergh<\/a> trug in den vergangenen Monaten meistens ein wei\u00dfes T-Shirt mit der einfachen Aufschrift: \u201eVote\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wahlkabinen in Levi-Strauss-Gesch\u00e4ften<\/strong><\/p>\n<p>Bergh scheut den Kampf nicht; er hat sich bereits mit Waffenkontrollen, Schwulenrechten und Einwanderung auseinandersetzt. Jetzt sagt er seinen Arbeitern, sie m\u00fcssten ihre Stimme nutzen. Das kalifornische Unternehmen gibt den Mitarbeitern eine bezahlte Wahl-Auszeit, errichtet Wahlkabinen in den Gesch\u00e4ften, und \u00fcberzeugt andere Unternehmen, seinem Beispiel zu folgen \u2013 400 sind es bisher, darunter der Einzelhandelsriese Walmart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bergh glaubt, dass die Gleichg\u00fcltigkeit die vergangene Wahl gewonnen hat. \u201eMehr Menschen entschlossen sich dazu, lieber nicht w\u00e4hlen zu gehen, als f\u00fcr einen der beiden Kandidaten bei den Wahlen 2016 zu stimmen&#8220;, sagte er mir diese Woche. Er ist einer von vielen, die an junge Menschen herantreten, die die Wahl einfach ausgesessen haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eCEOs haben die moralische Verpflichtung, sich einzubringen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Vieles deutet darauf hin, dass etwas in Schwung gebracht wurde. Eine neue Umfrage des Harvard Institute of Politics ergab, dass es viel wahrscheinlicher ist, dass 18- bis 29-J\u00e4hrige im Rahmen der diesj\u00e4hrigen Midterm Elections w\u00e4hlen gehen, als in den Jahren 2010 und 2014. Ein Gro\u00dfteil dieser Begeisterung wird von den Demokraten getragen &#8211; jeder Zweite sagt, dass er im November &#8222;definitiv&#8220; abstimmen wird (51 Prozent), im Vergleich hierzu gaben 36 Prozent der Republikaner an, w\u00e4hlen zu gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;CEO\u00b4s haben die moralische Pflicht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Doch Levi Strauss betont, dass der Wahlaufruf \u00fcberparteilich ist. \u201eCEOs haben die moralische Verpflichtung, sich einzubringen und die Welt zu einem besseren Ort zu machen\u201c, sagt Bergh. Sein Unternehmen ist ein klarer Nutznie\u00dfer der Steuersenkungen von Trump. Die aktuelle Handelspolitik bedeutet f\u00fcr einige Unternehmen jedoch ein gemischtes Schicksal. Viele glauben, dass ein Repr\u00e4sentantenhaus in demokratischer Hand den Pr\u00e4sidenten z\u00fcgeln wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch auch das Repr\u00e4sentantenhaus st\u00f6\u00dft an seine Grenzen; Z\u00f6lle brauchen beispielsweise keine Zustimmung dort. Unabh\u00e4ngig vom Wahlausgang k\u00f6nnen die Handelsspannungen immer noch eskalieren. Die Unternehmen werden weiter auf einem schmalen Grat wandern m\u00fcssen zwischen dem liberalen Instinkt und einem unberechenbaren Pr\u00e4sidenten, dessen Einfluss auf die Handelspolitik weitgehend uneingeschr\u00e4nkt bleiben wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGJsb2NrcXVvdGUgY2xhc3M9IndwLWVtYmVkZGVkLWNvbnRlbnQiIGRhdGEtc2VjcmV0PSJZbGJIZTd2WVBxIj48YSBocmVmPSJodHRwczovL3d3dy5sZXZpc3RyYXVzcy5jb20vd2hvLXdlLWFyZS9sZWFkZXJzaGlwL2NoaXAtYmVyZ2gvIj5DaGlwIEJlcmdoPC9hPjwvYmxvY2txdW90ZT48aWZyYW1lIGNsYXNzPSJ3cC1lbWJlZGRlZC1jb250ZW50IiBzYW5kYm94PSJhbGxvdy1zY3JpcHRzIiBzZWN1cml0eT0icmVzdHJpY3RlZCIgc3R5bGU9InBvc2l0aW9uOiBhYnNvbHV0ZTsgY2xpcDogcmVjdCgxcHgsIDFweCwgMXB4LCAxcHgpOyIgdGl0bGU9IiYjODIyMDtDaGlwIEJlcmdoJiM4MjIxOyAmIzgyMTI7IExldmkgU3RyYXVzcyAmYW1wOyBDbyIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy5sZXZpc3RyYXVzcy5jb20vd2hvLXdlLWFyZS9sZWFkZXJzaGlwL2NoaXAtYmVyZ2gvZW1iZWQvIz9zZWNyZXQ9ekZ2UWlsZms2VSM\/c2VjcmV0PVlsYkhlN3ZZUHEiIGRhdGEtc2VjcmV0PSJZbGJIZTd2WVBxIiB3aWR0aD0iNTg0IiBoZWlnaHQ9IjMyOSIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIG1hcmdpbndpZHRoPSIwIiBtYXJnaW5oZWlnaHQ9IjAiIHNjcm9sbGluZz0ibm8iPjwvaWZyYW1lPg==\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. 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