{"id":668893,"date":"2018-10-15T07:00:32","date_gmt":"2018-10-15T05:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=668893"},"modified":"2018-10-15T02:22:54","modified_gmt":"2018-10-15T00:22:54","slug":"dsw-die-honorare-der-aufsichtsraete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2018\/10\/15\/dsw-die-honorare-der-aufsichtsraete\/","title":{"rendered":"DB-Aufsichtsrat Achleitner weit oben: Wie viel Honorar die DAX-Aufsichtsr\u00e4te der Top-Ten im DAX bekommen, hat DSW analysiert. Die Macht liegt immer noch klar bei den M\u00e4nnern."},"content":{"rendered":"<p><strong>Die DSW\u00a0(Deutsche Schutzvereinigung f\u00fcr Wertpapierbesitz) hat die DAX30-Aufsichtsratsverg\u00fctungen analysiert und kritisiert die hohen Honorare der Vize-Aufsichtsratschefs von der Arbeitnehmerseite. Wie viele Sitzungen die Top-drei-Chefkontrolleure absolvieren, wie es um die Gleichstellung steht und dass die Macht immer noch klar bei M\u00e4nnern liegt.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Paul Achleitner liegt vorn &#8211; mit gro\u00dfem Abstand<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die bestbezahlten Einzelmandate im DAX<\/strong><\/p>\n<p><strong>Aufsichtsrat\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Verg\u00fctung 2017\u00a0 Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Paul Achleitner \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/strong>800.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 Deutsche Bank<\/p>\n<p><strong>Norbert Reithofer \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/strong>640.000 \u20ac \u00a0\u00a0 BMW<\/p>\n<p><strong>Gerhard Cromme \u00a0<\/strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0617.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 Siemens<\/p>\n<p><strong>Gerd Krick\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong>612.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 Fresenius<\/p>\n<p><strong>Wolfgang Reitzle\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/strong>566.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0Continental<\/p>\n<p><strong>J\u00fcrgen Hambrecht<\/strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 550.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0BASF<\/p>\n<p><strong>Manfred Bischoff\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/strong>536.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0Daimler<\/p>\n<p><strong>Rolf Nonnenmacher\u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong>472.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0Continental<\/p>\n<p><strong>Birgit Steinborn\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/strong>468.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0Siemens<\/p>\n<p><strong>Wolfgang Reitzle\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/strong>463.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0Linde<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Paul Dieckmann hat die meisten Aufsichtsratsmandate: Gleich vier<\/strong><\/p>\n<p><strong>Top-Verdiener im DAX30 in 2017<\/strong> (Aufaddierte, diverse Mandate)<\/p>\n<p><strong>Aufsichtsrat\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Verg\u00fctung 2017\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Michael Diekmann<\/strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a01.327.463 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Allianz, BASF, Fresenius, Linde, Siemens<\/p>\n<p><strong>Paul Achleitner\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong>1.180.800 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Bayer, Daimler, Deutsche Bank<\/p>\n<p><strong>Karl-Ludwig Kley\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/strong>1.058.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0BMW, Deutsche Lufthansa, E.ON<\/p>\n<p><strong>Wolfgang Reitzle\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong>1.029.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 Continental, Linde<\/p>\n<p><strong>Gerd Krick\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong>877.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 Fresenius, Fresenius Medical Care<\/p>\n<p><strong>Ulrich Lehner\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/strong>871.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 Deutsche Telekom, E.ON, ThyssenKrupp<\/p>\n<p><strong>Norbert Reithofer\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/strong>827.928 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0BMW, Siemens<\/p>\n<p><strong>Werner Wenning\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/strong>796.000 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Bayer, Siemens<\/p>\n<p><strong>J\u00fcrgen Hambrecht\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong>765.900 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0BASF, Daimler<\/p>\n<p><strong>Klaus-Peter M\u00fcller\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong>699.500 \u20ac\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Commerzbank, Fresenius<\/p>\n<p>Quelle: DSW 2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unter den Top-Ten-Aufsichtsr\u00e4ten nur eine Frau<\/strong><\/p>\n<p>Gleich vier Neue haben es in die Top-Ten\u00a0der m\u00e4chtigsten Aufsichtsr\u00e4te in Deutschlands geschafft. Zum ersten Mal eine Frau: BWL-Professorin Ann-Kristin Achleitner, die die eintr\u00e4glichen wie haftungsgeneigten Nebenjobs bei der Deutschen B\u00f6rse, Linde und der M\u00fcnchener R\u00fcck hat (2017: Rang elf). Trotzdem sind unter den Top 50 der Aufsichtsr\u00e4te erst f\u00fcnf Frauen &#8211; \u00fcbrigens genauso viele beziehungsweise wenige wie im Vorjahr.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Den gr\u00f6\u00dften Sprung nach vorn machte der neue Chef des Siemens-Aufsichtsrats, Jim Hagemann Snabe, der d\u00e4nische Ex-SAP-Manager und -Aufsichtsrat, der im vergangenen Jahr noch auf Rang 28 war. Paul Achleiter, Chef-Kontrolleur bei der Deutschen Bank, arbeitet sich von Platz f\u00fcnf auf Platz drei vor<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Ulrich Lehner ist nicht mehr unter den Top-Ten, sondern auf Platz 20, seit er seinen Nebenjob bei Thyssenkrupp quittiert hat.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Insgesamt zahlten die DAX30-Konzerne 2017 rund 88,4 Millionen Euro (Vorjahresvergleich: Plus 6,2 Prozent) 2016: an ihre Aufsichtsr\u00e4te &#8211; so viel wie nie (bisheriges Rekordjahr 2014: vier Prozent oder knapp 3,5 Millionen Euro weniger als 2017).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BMW, Siemens und Continental zahlen Aufsichtsr\u00e4ten f\u00fcr ihre Beratervertr\u00e4ge am meisten<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Am besten bezahlte BMW seine 20 Aufsichtsr\u00e4te: rund 5,6 Millionen Euro (4,6 Prozent mehr als 2016).\u00a0Zweitgr\u00f6\u00dfter Zahler im DAX30 ist Siemens mit 5,2 Millionen Euro. Auf Platz drei liegt Continental mit\u00a0knapp 5,2 Millionen Euro (5,7 Prozent Plus gegen\u00fcber 2016).<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Die gr\u00f6\u00dften Spr\u00fcnge gab es bei der Aufsichtsr\u00e4teverg\u00fctung bei Adidas mit einem Plus von 43,3 Prozent sowie Fresenius Medical Care mit einem Plus von 48,2 Prozent. Bei Adidas wurden allerdings auch vier Aufsichtsr\u00e4te zus\u00e4tzlich mandatiert.\u00a0Auch bei E.on gab es 24,4 Prozent Plus, Fresenius 19,8 Prozent Plus und Daimler 19,7 Prozent Plus.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Demgegen\u00fcber ist das gr\u00f6\u00dfte Minus ziemlich klein: 6,6 Prozent b\u00fc\u00dften die Volkswagen-Aufsichtsr\u00e4te ein &#8211; und landete trotz Dieselskandal mit insgesamt rund 3,8 Millionen Euro immer noch auf Rang acht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>378.000 Euro kassieren DAX30-Aufsichtsratschefs im Durchschnitt<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Das bestbezahlte Mandat hat mit 800.000 Euro Paul Achleitner als Aufsichtsratschef der Deutschen Bank. Auf den Pl\u00e4tzen zwei und drei folgen der BMW-Aufsichtsratsvorsitzende Norbert Reithofer und der &#8211; mittlerweile Ex- &#8211; Siemens-Chefkontrolleur Gerhard Cromme. Alle drei waren schon 2016 die Top-drei.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">DAX30-Aufsichtsratschefs bekamen 2017 im Durchschnitt\u00a0 rund 378.000 Euro (4,9 Prozent \u00fcber Vorjahresschnitt).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Warum werden Vize-Aufsichtsratschefs \u00fcberdurchschnittlich bezahlt? Weil sie von der Arbeitnehmerbank kommen?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668914\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668914\" class=\"size-thumbnail wp-image-668914\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/10\/JellaBenner-Heinacher-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-668914\" class=\"wp-caption-text\">Jella Benner-Heinacher (Foto: DSW)<\/p><\/div>\n<p>Kritik \u00fcbt Jella Benner-Heinacher von der\u00a0DSW (Deutsche Schutzvereinigung f\u00fcr Wertpapierbesitz) an den \u00fcberh\u00f6hten Verg\u00fctungen der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Job hat keine besonderen Anforderungen\u00a0 &#8211; wird aber trotzdem &#8211; also grundlos &#8211; oft um das eineinhalb- bis zweifache \u00fcber den der normalen Aufsichtsr\u00e4te bezahlt.<\/p>\n<p>Ein Schelm, wer B\u00f6ses dabei denkt: <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2018\/04\/25\/die-freude-ueber-die-frauen-doppelspitze-bei-henkel-mit-der-aufsichtsrats-vizechefin-birgit-helten-kindlein\/\">Den Aufsichtsrats-Vize stellt traditionell die Arbeitnehmerbank, so Personalberaterin Sabine Hansen von Kienbaum<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_666653\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-666653\" class=\"size-thumbnail wp-image-666653\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/12\/hansen.alex2_-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-666653\" class=\"wp-caption-text\">Sabine Hansen<\/p><\/div>\n<p>Mehr Rechte oder Pflichten bedeutet er aber nicht:\u00a0\u201eDer Vize hat n\u00e4mlich rechtlich keine besonderen Rechte oder herausgehobene Stellung. Er ist regelm\u00e4\u00dfig \u2013 aber nicht zwingend \u2013 Mitglied des Pr\u00e4sidiums und \u2013 ebenso wie der Vorsitzende \u2013 Pflichtmitglied im Vermittlungsausschuss mitbestimmter Aufsichtsr\u00e4te.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_656716\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-656716\" class=\"size-thumbnail wp-image-656716\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/05\/wilsing1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-656716\" class=\"wp-caption-text\">Hans-Ulrich Wilsing<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor allem: \u201eDas Gesetz stellt ausdr\u00fccklich klar, dass dem Stellvertreter nicht das Doppelstimmrecht des Vorsitzenden zusteht\u201c, so <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2018\/04\/25\/die-freude-ueber-die-frauen-doppelspitze-bei-henkel-mit-der-aufsichtsrats-vizechefin-birgit-helten-kindlein\/\">Hans-Ulrich Wilsing, der Spezialist ist f\u00fcr die Beratung von Vorst\u00e4nden und Aufsichtsr\u00e4ten<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\"><strong>Wie viele Termine die Top-drei-Aufsichtsr\u00e4te so haben<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Die meisten Sitzungen absolvierte Paul Achleitner: 70 Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen (2016: 104) den Vorsitz hatte er bei 35 Terminen hatte (2016: 40).\u00a0Karl-Ludwig Kley hatte insgesamt 55 Sitzungstermine und 27 mal den Vorsitz. Michael Diekmann, der &#8222;F\u00fchrende in der Einflussliga der DAX-Aufsichtsr\u00e4te&#8220; laut DSW, hatte insgesamt 45 Sitzungstermine und hatte in neun Terminen den Vorsitz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Risiko: Betriebsblindheit wegen zu langer Mitgliedschaft in einem Aufsichtsrat<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Ein Problem kann eine zu lange Zugeh\u00f6rigkeitsdauer zu einem Gremium sein. Doch mit der unternehmensspezifischen Expertise w\u00e4chst gleichzeitig die Gefahr, dass ein zu langes Aufsichtsratsmandat zu einer gewissen Betriebsblindheit f\u00fchrt laut DSW. Die meisten, also 26 der 30 DAX-Unternehmen haben eine Begrenzung der Zugeh\u00f6rigkeitsdauer f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te &#8211; meist sind es 15 Jahre. Ausnahmen: Adidas, Commerzbank, Fresenius und FMC.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">In der Realit\u00e4t ist die durchschnittliche Zugeh\u00f6rigkeit zum Aufsichtsrat eines DAX30-Unternehmens von der 15-Jahres-Grenze noch weit entfernt: Aufsichtsr\u00e4te &#8211; egal ob auf der Arbeitgeber- oder der Arbeitnehmerbank &#8211; sind im Schnitt gut f\u00fcnf Jahre dabei.\u00a0Die Aufsichtsratsvorsitzenden sind im Schnitt 7,9 Jahre dabei.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Wer am l\u00e4ngsten dabei ist? Interessanterweise sind es zwei Arbeitnehmervertreter:\u00a0Manfred Schoch von BMW und Heidi Thaler-Veh von Adidas sind seit 1988 beziehungsweise 1994 in ihren Aufsichtsr\u00e4ten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gleichstellung klappt auf Druck &#8211; zumindest beim Besetzen<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Die Bilanz der Geschlechtergleichstellung der vergangenen Jahre: Betrug der Frauenanteil in den DAX30-Aufsichtsr\u00e4ten 11,6 Prozent, so liegt er jetzt, 2018, bei knapp 34 Prozent.\u00a0 Allerdings betrug der Frauenanteil 2006 auf der Arbeitnehmerbank bereits 18,2 Prozent &#8211; und heute 35,7 Prozent.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Die Frauenquote sorgte f\u00fcr Handlungsdruck bei der Arbeitgeberbank. Der Sprung von f\u00fcnf Prozent auf\u00a032 Prozent gelang durchaus. &#8222;Insgesamt wird das 30-Prozent-Ziel erf\u00fcllt&#8220;, so die DSW. Jedoch: Dies tr\u00e4fe allerdings nach wie vor besonders auf die Gesellschaften zu, deren Aufsichtsrat parit\u00e4tisch besetzt ist. Nur diese sind gesetzlich zur Einhaltung verpflichtet.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Im Detail: Von den DAX30 haben drei Konzerne weniger als 30 Prozent Frauen im Aufsichtsrat. Bei Beiersdorf fehlt auf der Arbeitnehmerseite eine Frau.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Macht liegt nach wie vor bei den M\u00e4nnern<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Insgesamt liegt die Macht aber klar bei den M\u00e4nnern: Selbst bei den Aufsichtsr\u00e4ten, die das 30-Prozent-Ziel schaffen, ballt sich die Machtverteilung noch deutlich bei den m\u00e4nnlichen Aufsichtsratsmitgliedern. Gut 78 Prozent der Ausschusssitze besetzen M\u00e4nner, nur knapp 22 Prozent Frauen. Den Aufsichtsratsposten hat im DAX mit Simone Bagel-Trah bei Henkel nur eine Frau inne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Frauen-Bilanz in DAX, MDAX, TecDAx und SDAX<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">In allen vier DAX-Indizes sind es insgesamt nur sieben Frauen, die die Aufsichtsr\u00e4te der 160 gr\u00f6\u00dften deutschen Unternehmen f\u00fchren. Im einzelnen:<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">DAX: Henkel<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">MDAX: Aareal Bank<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">TecDAX: Pfeiffer Vacuum, Telefonica Deutschland<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">SDAX: Hamborner Reit, SGL Carbon und Steinhoff<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Transparenz f\u00fcr alle im MDAX, TecDax und SDAX erst in zwei Jahren<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Dank der EU-Aktion\u00e4rsrechterichtlinie (ARUG II) wird es k\u00fcnftig zu einigen Ver\u00e4nderungen kommen: Zuk\u00fcnftig wird die Verg\u00fctung des Aufsichtsrats, genau wie die des Vorstands, Teil der Verg\u00fctungspolitik des Unternehmens sein. Das bedeutet, dass dar\u00fcber bei jeder \u00c4nderung, mindestens aber alle vier Jahre auf der Hauptversammlung abzustimmen ist. Und:\u00a0die Transparenz der Verg\u00fctung wird, genau wie bei den Vorst\u00e4nden, massiv erh\u00f6ht. DSW: Denn k\u00fcnftig m\u00fcssen die Unternehmen auch die Verg\u00fctung der Aufsichtsratsmitglieder individualisiert offenlegen, sp\u00e4testens im Jahre 2020.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unter der Verg\u00fctungs-Tarnkappe: Fielmann, Axel Springer, Hugo Boss, Jungheinrich und Wacker Chemie<\/strong><\/p>\n<p>Bei den DAX30 gibt es keine Transparenzverweigerer beim Ver\u00f6ffentlichen individualisierter Aufsichtsratshonorare mehr. Doch anders\u00a0sieht es bei vielen kleineren Gesellschaften aus: Im MDAX beispielsweise nutzen etwa der Medienkonzern Axel Springer, die Optikerkette Fielmann, der Modekonzern Hugo Boss, der Maschinenbauer Jungheinrich und Wacker Chemie die sogenannte Tarnkappenregelung und benennen nur die Gesamtsumme f\u00fcr all ihre Aufsichtsr\u00e4te.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Der neue Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die DSW\u00a0(Deutsche Schutzvereinigung f\u00fcr Wertpapierbesitz) hat die DAX30-Aufsichtsratsverg\u00fctungen analysiert und kritisiert die hohen Honorare der Vize-Aufsichtsratschefs von der Arbeitnehmerseite. 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