{"id":668882,"date":"2018-10-11T01:39:08","date_gmt":"2018-10-10T23:39:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=668882"},"modified":"2018-10-11T01:40:57","modified_gmt":"2018-10-10T23:40:57","slug":"schnell-ist-ein-headhunter-wenn-er-sechs-monate-braucht-sagt-personalberater-expertin-christel-gade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2018\/10\/11\/schnell-ist-ein-headhunter-wenn-er-sechs-monate-braucht-sagt-personalberater-expertin-christel-gade\/","title":{"rendered":"\u201eSchnell ist ein Headhunter, wenn er sechs Monate braucht\u201c sagt Personalberater-Expertin Christel Gade"},"content":{"rendered":"<p><strong>Headhunter bleiben trotz Xing oder LinkedIn unersetzlich, sagt Christel Gade, Personalberater-Expertin und Professorin an der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef\/Bonn. Das gilt vor allem, wenn Top-Manager rekrutiert werden sollen, sagt sie im Interview.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_663370\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-663370\" class=\"size-medium wp-image-663370\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/11\/Gade.christel.2016b-3-2-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><p id=\"caption-attachment-663370\" class=\"wp-caption-text\">Christel Gade, Professorin an der Internationalen Hochschule Bad Honnef<\/p><\/div>\n<p><strong>Frau Gade, vor wenigen Jahren war die Devise, wechselwillige F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten sich direkt bei den Headhuntern melden. Und jetzt?<\/strong><br \/>\nEhrlich gesagt ist das aus Sicht der Personalberater nicht mehr unbedingt so, jedenfalls nicht aus Sicht derjenigen Beratungen, die sich als Headhunter &#8211; im Sinne des BDU mit seinen Standesregeln &#8211; verstehen. Da diese nur im Auftrag arbeiten, machen sie sich in jedem Einzelfall\u00a0selbst auf die Suche \u00fcber Netzwerke und eigene Datenbanken. Meldete sich fr\u00fcher ein Kandidat selbst, konnte das zur Bereicherung der Datenbank beitragen. Aber nur sehr selten passten diese Kandidaten dann auch zu einer gerade freien Stelle in ihrem Portfolio. Kandidaten, die auf Suche sind, vertrauen sich den gro\u00dfen Beratern an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8230;und die Berufe-Netzwerke im Netz?<\/strong><\/p>\n<p>Kandidaten k\u00f6nnen ihre Wechselbereitschaft heute mehr oder weniger offen an den einschl\u00e4gigen Orten im Internet wie LinkedIn oder Xing kundtun. Hier werden sie von Unternehmen und gegebenenfalls auch Headhuntern gefunden und angesprochen. Da hat sich nicht viel ge\u00e4ndert, au\u00dfer, dass nun alles viel transparenter und zug\u00e4nglicher ist. In vielen F\u00e4llen, wo man fr\u00fcher einen Headhunter brauchte, ist das gar nicht mehr n\u00f6tig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Manche Headhunter schicken unaufgefordert Lebensl\u00e4ufe von f\u00fcnf oder gar gleich 20 Kandidaten an Unternehmen. Ist die Methode erfolgversprechend?<\/strong><br \/>\nDieses sogenannte CV-Trading hassen Unternehmen wie Kandidaten. Der Gau ist, wenn ein und derselbe Kandidat anschlie\u00dfend zwei Vorstellungstermine \u00fcber zwei verschiedene Personalberater bei ein- und derselben Firma bekommt &#8211; so etwas passiert durchaus. Oder wenn Kandidaten von einem wildfremden Unternehmen zum Vorstellungsgespr\u00e4ch eingeladen werden, aber nicht einmal wissen,\u00a0wie dieses auf sie kommt. Das ist inakzeptabel, weil es zeigt, dass ein Personalberater gegen alle Spielregeln und sogar den Datenschutz verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie reagieren wechselwillige Manager?<\/strong><br \/>\nHeute k\u00fcmmern sie sich einfach selbst um ihre Karriere, sie ergreifen sie Initiative und warten nicht mehr darauf, gefunden zu werden. Sie melden sich auf Offerten von Managementpositionen auf den Homepages der Unternehmen, pr\u00e4sentieren sich auf Portalen, nehmen aktiv an Foren teil, netzwerken auf die alte Art und zeigen sich auf Konferenzen und Branchentreffs. Diese Haltung \u201eich lasse fragen\u201c ist vorbei. Jemand, der sich um seine eigene Karriere k\u00fcmmert, gilt nicht mehr als suspekt wie fr\u00fcher. Damals hie\u00df es \u00f6fter: \u201eWir suchen niemanden, der selbst auf der Suche ist\u201c. Wer heute daran festhalten w\u00fcrde, verl\u00f6re einen Gro\u00dfteil seiner Auswahlm\u00f6glichkeiten an Talenten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was sind die Anforderungen der Unternehmen heute an Headhunter?<\/strong><br \/>\nSchnell m\u00fcssen sie sein. Dann zahlen die Unternehmen auch gerne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welcher Zeitraum ist dann schnell?<\/strong><br \/>\nSchnell ist ein Headhunter, der sechs Monate braucht, um einen passenden Entwicklungsingenieur zu finden und zu \u00fcberzeugen, so dass er den neuen Arbeitsvertrag unterschreibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aber das kann nicht das einzige Kriterium sein.<\/strong><br \/>\nUnternehmen sagen oft, dass auch ein ein Jahr in Ordnung sei. Aber dann muss der Kandidat auch da sein, also mit der Arbeit im neuen Job anfangen. Das h\u00f6rt sich einfach an, aber oft sind ganz spezielle Expertisen gesucht. Zum Beispiel ein Ingenieur f\u00fcr Spezialfahrzeuge, die nur ein Unternehmen in Deutschland entwickelt und produziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ist den Unternehmen denn sonst eine hohe Headhunter-Provision wert? K\u00f6nnten sie nicht via Internet und \u00fcber die Job-Portale selbst und billiger Kandidaten suchen?<\/strong><br \/>\nDurchaus, da findet man Kandidaten und kann auch freie Stellen bekanntmachen. Aber es gibt F\u00e4lle, in denen Personalberater eben einfach besser sind als das Internet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Und wof\u00fcr bezahlen Unternehmen die Personalberater?<\/strong><br \/>\nEs gibt immer Positionen wie etwa in Ad-hoc-mitteilungspflichtigen Gesellschaften, die sehr diskret besetzt werden m\u00fcssen. Da darf nichts an die \u00d6ffentlichkeit dringen, da sind Personalberater unersetzlich. Und die Unternehmen erwarten von ihren Personalberatern, dass sie eine Meinung zu den Kandidaten haben &#8211; sie sollen also Diagnose-Kompetenz mitbringen. Und ganz entscheidend ist, dass man mit manchen gefragten Top-Managern nur \u00fcber pers\u00f6nliche Ansprache und meist auch nur mit einer gro\u00dfen Personalberater-Marke im Hintergrund in Kontakt kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>In eigener Sache: Die WirtschaftsWoche sucht Deutschlands beste Personalberater f\u00fcr den\u00a0Personalberater-Index 2018 und fragt daf\u00fcr bei den Unternehmen, den Auftraggebern, nach: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Headhunter?<a href=\"https:\/\/hr-index.limequery.com\/201801?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nehmen Sie jetzt an der Umfrage teil:\u00a0<\/a><a href=\"https:\/\/hr-index.limequery.com\/201801?lang=de\">https:\/\/hr-index.limequery.com\/201801?lang=de<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Der neue Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Headhunter bleiben trotz Xing oder LinkedIn unersetzlich, sagt Christel Gade, Personalberater-Expertin und Professorin an der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef\/Bonn. 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