{"id":668685,"date":"2018-09-17T22:49:59","date_gmt":"2018-09-17T20:49:59","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=668685"},"modified":"2018-09-17T22:49:59","modified_gmt":"2018-09-17T20:49:59","slug":"buchauszug-marketing-fuer-kanzleien-und-wirtschaftspruefer-corinna-budras-ueber-die-tuecken-der-pressearbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2018\/09\/17\/buchauszug-marketing-fuer-kanzleien-und-wirtschaftspruefer-corinna-budras-ueber-die-tuecken-der-pressearbeit\/","title":{"rendered":"Buchauszug: &#8222;Marketing f\u00fcr Kanzleien und Wirtschaftspr\u00fcfer&#8220; &#8211; Corinna Budras \u00fcber die T\u00fccken der Pressearbeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug Claudia Schieblons &#8222;Marketing f\u00fcr Kanzleien und Wirtschaftspr\u00fcfer&#8220;.\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die T\u00fccken der Pressearbeit.<\/strong><br \/>\n<strong>Von Corinna Budras von der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668701\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668701\" class=\"size-full wp-image-668701\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/09\/Budras.corinna.2018.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/09\/Budras.corinna.2018.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/09\/Budras.corinna.2018-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/09\/Budras.corinna.2018-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-668701\" class=\"wp-caption-text\">Corinna Budras (<span style=\"color: #1f497d\"><u>F.A.Z.-Foto\/Wolfgang Eilmes<\/u><\/span><span style=\"color: #1f497d\">\u201c.<\/span><\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anw\u00e4lte und Journalisten k\u00f6nnten sich wunderbar verstehen: Beide sind schon von berufs wegen neugierig, stellen die richtigen Fragen und sind darauf angewiesen, ihre Erkenntnisse einem komplett unwissenden Publikum verst\u00e4ndlich zu machen: Anw\u00e4lte ihren Mandanten, Journalisten ihren Lesern. Deshalb ist es erstaunlich, wie viel Reibereien, Entt\u00e4uschungen und Frustrationen es noch immer auf beiden Seiten gibt. H\u00f6chste Zeit, dass sich das \u00e4ndert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Gegensatz: Diskrete Anw\u00e4lte &#8211; Journalisten, die alles Indiskrete lieben<\/strong><\/p>\n<p>Jeder gute Erkenntnisprozess sollte allerdings nicht nur die Gemeinsamkeiten, sondern auch die Unterschiede in den Blick nehmen. Diese m\u00f6gen trivial klingen, wenn man sie offen ausspricht, nur kommt das viel zu selten vor. Deshalb wird gerne vergessen, dass beide Berufsgruppen v\u00f6llig unterschiedliche Interessen verfolgen. Anw\u00e4lte n\u00e4mlich sind schon von Natur aus diskret, um Interessenkonflikte besorgt und daran gew\u00f6hnt, in Grunds\u00e4tzen und Ausnahmen zu denken: einerseits, andererseits.<\/p>\n<p>Journalisten dagegen lieben alles Indiskrete, schon weil die Leser Indiskretionen lieben. Allein mit diskreten Inhalten lassen sich keine Zeitung f\u00fcllen. Das hat seine Grenzen, aber die liegen im Presserecht. Und Journalisten denken schon zwangsl\u00e4ufig in Schwarz-Wei\u00df-Kategorien. Nicht etwa, weil sie nicht anders k\u00f6nnten, wie b\u00f6se Zungen es immer wieder \u00fcber die \u201eUniversaldilettanten\u201c behaupten. Sondern schon allein deshalb, weil allzu viel Differenzierung dem eiligen Publikum auf 80 Zeilen nicht zu vermitteln ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Von der Kunst des \u201eZeitungsmachens\u201c: Handwerk, Gesp\u00fchr und Erfahrung<\/strong><\/p>\n<p>Das alles ist leicht zu benennen, aber in der Praxis erstaunlich schwer zu beherzigen. Viele Leser, auch Juristen, haben eine allzu simple Vorstellung vom \u201eZeitungsmachen\u201c: Wer Zeitung lesen kann, so scheinen viele zu denken, kann sie auch genauso gut machen. Solche Naturtalente mag es geben, ich allerdings habe noch keinen pers\u00f6nlich kennen gelernt. Journalismus ist eine Mischung aus Handwerk, Gesp\u00fcr, Erfahrung und sicherlich auch Talent.<\/p>\n<p>Schon die Gewichtung der Themen ist eine Wissenschaft an sich, an der selbst erfahrene Journalisten noch scheitern. Wer in einem Bereich einmal Expertise aufgebaut hat, h\u00e4lt schnell alles f\u00fcr relevant, was dem unbedarften Leser nur ein m\u00fcdes L\u00e4cheln abgewinnen kann. Das zu sortieren geh\u00f6rt zu den schwierigsten Aufgaben des Journalisten und ist eine, bei der man immer wieder Kollegen und Kooperationspartner vor den Kopf st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Die neuen Medien haben dazu gef\u00fchrt, dass im Handumdrehen nachvollzogen werden kann, wie beliebt Artikel bei den Lesern sind. Die Zahl der Klicks werden erbarmungslos gemessen und die Redaktionen reagieren darauf: zun\u00e4chst im Internet, aber diese neue Art der Qualit\u00e4tskontrolle setzt sich zunehmend auch in der Printausgabe durch. Erkl\u00e4rung ist essentiell, nur wenig darf vorausgesetzt werden. Das hat nichts mit Ignoranz oder Dummheit des Lesers zu tun. Es ist vielmehr der Kern der Arbeit eines jeden Journalisten \u2013 und all jene, die in die Zeitung dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>An Zeitungsleser denken nur wenige Juristen &#8211; nur an Mandanten und Kollegen<\/strong><\/p>\n<p>Wer dies tun m\u00f6chte, muss sich zwangsl\u00e4ufig in den Leser hineinversetzen, den er mit seinen Erg\u00fcssen zu begl\u00fccken gedenkt. Auch daran krankt es bei vielen Juristen. Denn beim Schreiben scheinen sie vor allem an die zu denken, mit denen sie sich tagt\u00e4glich umgeben: An ihre Kollegen oder an ihre Mandanten, die sie beeindrucken wollen. Aber nur wenige denken an jene, die die Zeitung auch kaufen. Und die Leserschaft ist wesentlich bunter und wesentlich heterogener als die Klientel, die jeden Tag in deutschen und internationalen Wirtschaftskanzleien ein- und ausgeht. Das m\u00fcssen Sie im Kopf behalten, wenn Sie einem Journalisten als Experte in einer Sachfrage zur Seite stehen oder wenn Sie einen Gastbeitrag schreiben. Sowohl Ihre Kollegen, als auch Ihre Mandanten sind durch Ihre hervorragende Aufkl\u00e4rung schon bestens informiert. Eine zuf\u00e4llige Bekanntschaft auf einer Party ist es nicht. Die m\u00fcssen Sie f\u00fcr ihr Thema auch noch begeistern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was die Menschen Interessiert: Themen mitten aus dem Leben<\/strong><\/p>\n<p>Bei Ihrer Arbeit m\u00fcssen Sie deshalb ganz zwangsl\u00e4ufig ihren Blick weiten und etwas tun, was Ihnen bisher wom\u00f6glich stets erspart blieb: dem normalen Mann und der normalen Frau auf der Stra\u00dfe zu erkl\u00e4ren, was an Ihrer Arbeit eigentlich so spannend ist. Das Beruhigende zuerst: Anw\u00e4lte sitzen oft auf einem ganzen Berg von strittigen Fragestellungen und praxisrelevanten Streitigkeiten. Es ist eins der gr\u00f6\u00dften Missverst\u00e4ndnisse, Jura als \u201elebensfern\u201c zu bezeichnen. Das ist allenfalls die Vermittlung in der \u00d6ffentlichkeit. Aber die Themen selbst sind mitten aus dem Leben gegriffen und betreffen oft nicht nur einen Mandanten, sondern viele. Und wenn man es genau betrachtet auch deren Mitarbeiter oder deren Kunden, jedenfalls wenn es um Unternehmen geht. Oder viele Nachbarn, Kollegen, Freunde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ist eine gute Geschichte?<\/strong><\/p>\n<p>Interessanterweise ist auch das wieder leichter gesagt als tats\u00e4chlich umgesetzt. Was ist schon eine wirklich gute Geschichte? Darauf gibt es eine erstaunlich klare Antwort: Wenn sie in eine von drei Kategorien f\u00e4llt. Interessant ist sie dann, wenn sie von grunds\u00e4tzlicher Bedeutung ist: das Streikrecht f\u00fcr Beamte zum Beispiel oder das NPD-Verbotsverfahren geh\u00f6ren zweifelsohne dazu, weil sich diese Themen um die Rechte und Pflichten von Menschen drehen, und sich an ihnen deshalb Prinzipien ableiten lassen.<\/p>\n<p>Wichtig ist ein Thema auch dann, wenn es zwar nicht von grundlegender Bedeutung ist, aber dennoch viele Menschen betrifft, der Diesel-Skandal von Volkswagen f\u00e4llt in diese Kategorie.<\/p>\n<p>Und drittens: Wenn ein Sachverhalt zwar nicht von grundlegender Bedeutung ist und auch nicht besonders viele Menschen betrifft, aber doch so anders, skurril oder auch erschreckend ist, dass das Thema auf einer Party locker ein Gespr\u00e4ch von zwanzig Minuten f\u00fcllen k\u00f6nnte. Sollte Ihr Thema in eine dieser Schublade fallen, haben Sie voraussichtlich viel Erfolg, wenn Sie das Thema Zeitungen, Radio oder gar dem Fernsehen anbieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die richtige Pressearbeit: Inhouse oder externe Agentur?<\/strong><\/p>\n<p>Doch schon der richtige Kanal f\u00fcr das Anbieten von Themen ist eine Wissenschaft f\u00fcr sich. Die Pressearbeit in Kanzleien ist kein Neuland mehr, in vielen Soziet\u00e4ten gibt es schon seit mehr als 15 Jahren Kommunikationsexperten \u2013 und trotzdem scheint sich noch immer kein vorherrschendes Modell herausgebildet zu haben.<\/p>\n<p>Dabei ist die Daumenregel so simpel: Je n\u00e4her die \u201ePR-Abteilungen\u201c an den Kanzleien dran sind, desto besser sind sie in der Regel auch, weil sie sich ein Standing unter den Partnern und Associates erarbeiten k\u00f6nnen, das f\u00fcr ihre Arbeit unerl\u00e4sslich ist. Leider tendieren Kanzleien immer noch dazu, ihre PR-Arbeit als Kostenschlucker und l\u00e4stiges Anh\u00e4ngsel anzusehen und versuchen, den Aufwand so gering wie m\u00f6glich zu halten. Doch dann kann man sich diese Aufgaben auch ganz sparen und dorthin zur\u00fcckkehren, wo Kanzleien jahrzehntelang waren: hinter verschlossenen T\u00fcren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wo Erfahrung ausschlaggebend ist &#8211; an der PR-Front intern wie extern<\/strong><\/p>\n<p>Wer dagegen raus in die Welt m\u00f6chte, muss die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich als Partner auf Augenh\u00f6he betrachten und darf sich nicht nur mit Berufsanf\u00e4ngern aus dem Marketingbereich umgeben. Auch f\u00fcr diese Mitarbeiter ist eine juristische Expertise essentiell (sonst \u00fcberleben sie auch nicht lange in dieser speziellen Branche).<\/p>\n<p>Denn zu den Aufgaben der PR-Abteilung geh\u00f6rt es auch, \u201eErwartungsmanagement\u201c sowohl auf Seiten der Journalisten als auch innerhalb der Kanzlei zu betreiben. Dazu geh\u00f6rt, unrealistische W\u00fcnsche abzubiegen und wenn n\u00f6tig, Forderungen zu stellen. Und dazu geh\u00f6rt auch, unangenehme Wahrheiten auszusprechen, bevor es der Journalist tut \u2013 und wom\u00f6glich die Zusammenarbeit aus Frust gleich wieder einstellt.<\/p>\n<p>Viele Fehler lassen sich vermeiden, wenn man die n\u00f6tige Erfahrung hat. Die wird aber kein Anwalt, keine Anw\u00e4ltin sammeln k\u00f6nnen, der sich vollst\u00e4ndig auf seinen Job und nur nebenbei auf seine Ver\u00f6ffentlichungen konzentriert. Das m\u00f6ge er und sie doch bitte den Experten \u00fcberlassen \u2013 und diese Expertise kann vor allem innerhalb der Kanzleien entstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Massenbegl\u00fcckung ist unprofessionell<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es einige PR-Berater, die es auch au\u00dferhalb von Kanzleien quasi auf eigenen Beinen zu einem beeindruckenden Standing gebracht haben. Doch diese Exemplare sind noch immer sehr selten. Viel mehr \u00fcberwiegt die Schar von PR-Agenturen, die sich neben vielen anderen Bet\u00e4tigungsfeldern auch im Themenbereich \u201eRecht\u201c tummeln, die mehr schlecht als recht Themenvorschl\u00e4ge absondern und diese dann gro\u00dfr\u00e4umig in den Redaktionen verteilen. Manchmal werden gleichzeitig drei, vier oder f\u00fcnf Journalisten des gleichen Mediums aber aus unterschiedlichen Redaktionen mit ein- und demselben Thema behelligt. Es dauert meist nicht mehr als f\u00fcnf Minuten, bis diese Massenbegl\u00fcckung auffliegt und einen Eindruck der Unprofessionalit\u00e4t hinterl\u00e4sst: Wenn schon so viele Redakteure eines Mediums damit bombardiert werden \u2013 wie viele andere Zeitungen und Radiosender sind dann wom\u00f6glich auch bedacht worden? Exklusivit\u00e4t ist auch in den Zeiten der Massenmedien wichtig \u2013 wom\u00f6glich wichtiger denn je.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Zw\u00e4nge der Medien muss man kennen<\/strong><\/p>\n<p>Zu der Expertise der PR-Beauftragten geh\u00f6rt es zudem, die Anw\u00e4lte in ihren St\u00e4rken und Schw\u00e4chen zu kennen und f\u00fcr den Journalisten eine Vorauswahl zu treffen. Nicht immer sind die gr\u00f6\u00dften Experten auch die \u00fcberzeugendsten Gespr\u00e4chspartner. Einen Sachverhalt kurz und knapp und wom\u00f6glich sogar geistreich auf den Punkt zu bringen, ist eine Kunst an sich. Wer diese beherrscht, kann es zu den wenigen Stars der Jura-Experten bringen. Umgekehrt wird sich jeder Anh\u00e4nger von Schachtels\u00e4tzen schon nach f\u00fcnf Minuten entlarven, und schnell ist dann klar: Wer schon im gesprochenen Wort auf Ketten-Relativs\u00e4tze nicht verzichten mag, wird es auch nicht tun wollen, wenn er seine Worte in geschriebener Form sieht.<\/p>\n<p>Absolut unerl\u00e4sslich ist es jedoch, dass die PR-Profis mit den Abl\u00e4ufen in einem Medienhaus vertraut sind. Mit den Ablauf der Konferenzen, den Zw\u00e4ngen einer gedruckten Presse (kaum Platz) und von Funk und Fernsehen (keine Zeit). Wer niemals einen Verlag von ihnen gesehen hat, bekommt kaum eine Vorstellung davon, wie Medien entstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Von Formen und Fristen &#8211; wer unzuverl\u00e4ssig ist, muss aussortiert werden<\/strong><\/p>\n<p>Form und Frist sind dem Juristen gel\u00e4ufig: Nur ein p\u00fcnktlicher Anwalt ist auch ein guter Anwalt. Das lernt jeder Jurastudent; sp\u00e4testens im Referendariat wird dieses Thema unumg\u00e4nglich. Umso erstaunlicher ist es, welche Freiheiten sich Anw\u00e4lte in der Zusammenarbeit mit Journalisten nehmen, ganz so als g\u00e4be es keinen Redaktionsschluss, als lie\u00dfe sich zur Not auch Freiraum drucken \u2013 als Platz f\u00fcr die eigenen Notizen. Das Gegenteil ist der Fall: Prompte und p\u00fcnktliche \u201eLieferung\u201c ist die Grundvoraussetzung f\u00fcr jede Art der Zusammenarbeit. Wer sich als unzuverl\u00e4ssig erweist, wird schnell aussortiert. Bei mehr als 166.000 Anw\u00e4lten in Deutschland wahrlich keine schwierige Aufgabe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die gnadenlose Arbeitstaktung der Journaille<\/strong><\/p>\n<p>Dazu muss man sich nur einmal kurz gedanklich mit der Arbeitstaktung der Journaille auseinandersetzen: Online-Redaktionen kennen keinen Redaktionsschluss mehr. Hier herrscht die Grundregel 24\/7. Im Printjournalismus ist noch immer ein Redaktionsschluss von sp\u00e4testens 17 Uhr die Regel, danach sind die Druckereien kaum mehr aufzuhalten, nur um ein Zitat noch schnell umzuschreiben. Und nur wenig ist schlimmer, als den Redaktionsschluss wegen eines s\u00e4umigen Experten zu rei\u00dfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die t\u00e4gliche Berichterstattung bedeutet das konkret: Ein Urteil ist vor allem an dem Tag interessant, an dem es verk\u00fcndet wird, nicht zwei Tage oder zwei Wochen danach. Das hei\u00dft, eine schnelle Einsch\u00e4tzung ist vonn\u00f6ten. Dass dabei auch Fehler geschehen k\u00f6nnen, ist nachvollziehbar und leider nicht zu vermeiden. Aber das hei\u00dft nicht, dass es man es deshalb nicht versuchen sollte.<\/p>\n<p>Fachjournalisten stehen jeden Tag vor diesem Problem. Das Bundesarbeitsgericht nimmt in seiner Rechtsprechung nur wenig R\u00fccksicht auf den Redaktionsschluss der Zeitung, oft kommt noch gegen 16 Uhr ein Urteil von grunds\u00e4tzlicher Bedeutung. Mit der n\u00f6tigen Expertise ist das auch zu bew\u00e4ltigen, die Fachjuristen wissen schlie\u00dflich ganz genau, auf welchen Halbsatz es in einem Urteil ankommt. Nur auf das Bundesverfassungsgericht ist Verlass: Die gro\u00dfen Urteile, die es verk\u00fcndet, werden lange angek\u00fcndigt und stets um 10 Uhr ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Etwas mehr Zeit kann man sich bei der Bewertung Gesetzesvorhaben nehmen. In der aktuellen Berichterstattung nehmen ohnehin die Reaktionen der Fachpolitiker und der Opposition einen breiten Raum ein. Eine Einordnung der Juristen ist oft erst dann gefordert, wenn es an die Umsetzung geht, also kurz vor Inkrafttreten der Regelungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Von der Sch\u00f6nheit der einfachen Sprache<\/strong><\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Missverst\u00e4ndnis beherrscht den Schreibprozess selbst: Der leichte, eing\u00e4ngige Text ist keineswegs auch der, der am einfachsten von der Hand geht. Es kommt einer Mammutaufgabe gleich, einen komplizierten Sachverhalt so herunter zu brechen, dass auch Tante Erna ihn versteht. Es bedeutet n\u00e4mlich, dass der Autor den Sachverhalt und seine juristische Bedeutung komplett versteht, ihn in den Kontext setzen und bewerten kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sobald der Leser nicht mehr folgen kann, ist er weg<\/strong><\/p>\n<p>Umgekehrt ist nichts einfacher, als einen komplizierten Artikel ins Blatt zu heben: Dann n\u00e4mlich muss man gar nichts selbst verstehen, sondern kann andere sprechen lassen: Richter, Gesetzgeber und die Juristen, die in besonders akkurater Form von der \u201eFeststellungsklage\u201c schwadronieren oder mit der gr\u00f6\u00dften Selbstverst\u00e4ndlichkeit die Voraussetzungen eines \u201eAmtshaftsanspruchs\u201c durchdeklinieren. Dass sich diese Begriffe mitnichten selbst erkl\u00e4ren, haben sie nach sechs Jahren Ausbildung und etlichen Jahren Berufserfahrung vergessen.<\/p>\n<p>Der Leser jedoch ist ungeduldig: St\u00f6\u00dft er auf Widerstand, stellt er das Lesen ein. Von einer Sekunde auf die n\u00e4chste, denn inzwischen gibt es genug anderes, mit dem er sich besch\u00e4ftigen kann.<\/p>\n<p>Schon der Altmeister des deutschen Journalismus, Wolf Schneider, sagte einmal: \u201eEiner wird viel Arbeit haben \u2013 entweder Sie oder der Leser.\u201c Die Wahl mag es fr\u00fcher einmal gegeben haben, doch inzwischen ist sie l\u00e4ngst entschieden: Der Leser weigert sich, die Arbeit zu erledigen, deshalb m\u00fcssen sie Journalisten leisten, wenn sie wollen, dass sie gelesen werden. Das gleiche gilt f\u00fcr Gastautoren, die Gelegenheit bekommen, sich \u00fcber 120 Zeilen oder mehr zu einem Thema auszubreiten. Die Zeiten, in denen einfach nur durchgewinkt wurde, sind lange vorbei.<\/p>\n<p>Die Redaktionen, meist best\u00fcckt mit vielen und leidenschaftlichen Nicht-Juristen, sind nicht mehr bereit, Fachjargon kommentarlos zu drucken \u2013 weil wiederum die Leser nicht mehr bereit sind, diesen widerstandslos zu konsumieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer Passiva nutzt, ist nur faul<\/strong><\/p>\n<p>Meist macht die Form vielen Juristen noch Schwierigkeiten, dabei sollten gewisse Grundregeln der Ausdrucksweise eigentlich auch in der Kommunikation mit Gerichten und Mandanten selbstverst\u00e4ndlich sein: Passivkonstruktionen sind kein Ausweis von Eleganz, sondern von Faulheit. Wer die passive Ausdrucksweise praktiziert, macht sich keine Gedanken \u00fcber die handelnden Personen. Doch die sind immer wichtig.<\/p>\n<p>Der Nominalstil mag irgendwann einmal seinen Reiz gehabt haben, in der Zeitung hat er genauso wenig zu suchen, wie im Gespr\u00e4ch. Das gleiche gilt f\u00fcr Abk\u00fcrzungen. Juristen m\u00f6gen verr\u00fcckt nach Abk\u00fcrzungen sein und sie auch so geschickt im eigenen Redefluss einbauen, dass es f\u00fcr Zuh\u00f6rer mit Zusatzexpertise eine wahre Freude ist, au\u00dferhalb von Fachzeitschriften haben sie dagegen nichts zu suchen. Sie st\u00f6ren den Lesefluss und bringen Nichtjuristen zum Gr\u00fcbeln, sie st\u00f6ren mehr als dass sie helfen.<\/p>\n<p>Ob ein Artikel gelungen ist, zeigt ein einfacher Trick: Wer seinen eigenen Text laut vorlesen kann, ohne sich zu verhaspeln oder das Gesicht zu verziehen, kann sicher sein, dass er auch gelesen wird. Wem das nicht gelingt, dem harrt eine harte Redigatur.<br \/>\nDie harrt \u00fcbrigens auch dem, der sich nicht an L\u00e4ngenvorgaben halten kann.<\/p>\n<p>Unl\u00e4ngst ist ein Jurastudent mit einer Klage gegen die Benotung seiner Hausarbeit gescheitert. Er hatte den Rand der Hausarbeiten absichtlich zu knapp bemessen, um noch m\u00f6glichst viel Inhalt auf die Seiten zu pressen. Das ist kein Ausweis von besonderer Schlauheit, fand der Professor, sondern ein Hinweis darauf, dass der Student noch nicht in der Lage ist, Schwerpunkte zu setzen und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Der Professor hat ihm deshalb f\u00fcr jede \u00fcbersch\u00fcssige Seite einen Punkt von der Gesamtnote abgezogen \u2013 mit dem Ergebnis, dass der Student die Hausarbeit nicht bestanden hat.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches w\u00fcnschen sich \u00fcbrigens auch Journalisten, die mit Gastautoren zu k\u00e4mpfen haben, die in sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit die vorgegebenen Seitenzahlen sprengen. 75 Zeilen sind 75 Zeilen und werden selten mehr. Nichts ist schlimmer als der t\u00e4gliche Kampf mit dem Layout und den m\u00f6chten Journalisten nicht deshalb f\u00fchren, weil Anw\u00e4lte sich nicht kurz halten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das taugliche Zitat oder die Kontrollwut der Anw\u00e4lte<\/strong><\/p>\n<p>Womit wir bei einem weiteren heiklen Punkt in der Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Juristen sind: Das geschriebene Wort kann Entsetzen ausl\u00f6sen \u2013 vor allem bei dessen Urheber. Dass Anw\u00e4lte sich vor Gericht nicht selbst vertreten sollen, hat einen guten Grund. Ebenso zentral ist die Erkenntnis, dass sie auch schlecht dazu geeignet sind, ihre Wirkung in Medien einzusch\u00e4tzen, besonders \u00fcbrigens, wenn es um ein Portr\u00e4t gibt. Zu trivial, zu undifferenziert, zu umgangssprachlich finden viele Anw\u00e4lte ihre eigenen Zitate, die sie nach einem langen Interview in kurzen S\u00e4tzen auf Papier gedruckt sehen.<\/p>\n<p>Gerne wollen sie dann noch eine kleine Relativierung einbringen oder wenigsten ein bisschen Nominalstil, damit das Zitat mehr wie gedruckt und nicht wie gesprochen daherkommt. Das ist meist der eigentlich Grund hinter dem oft ge\u00e4u\u00dferten Wunsch, die Zitate vor Abdruck noch einmal \u00fcberpr\u00fcfen, also \u201eautorisieren\u201c zu k\u00f6nnen. H\u00f6chst selten kommt es vor, dass wirklich einmal ein Zitat falsch ist oder aus dem Kontext gerissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Angst vor den eigenen Mandanten l\u00e4sst Zitate kippen<\/strong><\/p>\n<p>Nichts jedoch marginalisiert ein Zitat mehr als eine Relativierung einer ansonsten klaren Aussage, eine Schachtelkonstruktion in einer ansonsten launigen Formulierung. Sie machen ein Zitat schlicht unbrauchbar. Das muss erkennen, wer in die Zeitung will. Die Regel ist einfach: Wer Angst vor den schiefen Blicken des Kollegen oder einer vermeintlichen Entbl\u00f6\u00dfung vor den Mandanten, sollte keine Interviews geben oder Gastbeitr\u00e4ge schreiben. F\u00fcr den Journalisten z\u00e4hlt nur, ob der interessierte Leser die Ausf\u00fchrungen versteht \u2013 und nicht etwa, ob die Gesch\u00e4ftskontakte des Autoren einen g\u00fcnstigen Eindruck bekommen.<\/p>\n<p>Das ist auch der Grund daf\u00fcr, dass Journalisten Autorisierungen in der Regel ablehnen, Kanzleien jedoch der Meinung sind, sie k\u00f6nnen ohne gar nicht mehr arbeiten. Diesen grunds\u00e4tzlichen Widerspruch wird man nicht aus dem Weg r\u00e4umen k\u00f6nnen, deshalb ist es umso wichtiger, dass man professionell mit ihnen umgeht. Hier gilt die Regel: Wer Zitate autorisieren m\u00f6chte, muss dies vorher absprechen. Journalisten werden das nicht von sich aus ansprechen, deshalb m\u00fcssen es die PR-Beauftragten tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Fehleinsch\u00e4tzung der Relevanz der Zitate f\u00fcr die Welt<\/strong><\/p>\n<p>Ohnehin sch\u00e4tzen viele falsch ein: Es gibt in der Regel nur einen Menschen, der sich vertieft mit einer konkreten Formulierung auseinandersetzt \u2013 der Urheber selbst. Der Rest der Menschheit liest locker \u00fcber den Text, freut oder \u00e4rgert sich, wenn er einen bekannten Namen sieht, aber das hat weniger mit der Formulierung selbst, als mit der langj\u00e4hrigen Zusammenarbeit zuvor zu tun. Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Leser aber verbindet \u2013 pardon &#8211; rein gar nichts mit dem Gastautoren oder dem zitierten Experten und dann z\u00e4hlt nur, ob das Thema pointiert und verst\u00e4ndlich umschrieben ist. Umso besser ist es, wenn man sich dabei als Leser auch noch am\u00fcsieren kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zu guter Letzt: Anw\u00e4lte sind Partei, Journalisten m\u00fcssen unabh\u00e4ngig berichten<\/strong><\/p>\n<p>Gut recherchierte Nachrichten, Kommentare, Analysen, Reportagen sind heute wichtiger denn je, seit die Kan\u00e4le voll sind von Menschen, die \u201eirgendwas mit Medien\u201c machen wollen und soziale Medien wie Twitter und Facebook die Nachrichtenlage bestimmen. Anw\u00e4lte k\u00f6nnen dabei helfen, juristische Themen einzuordnen und zu sortieren. Sie sind dabei aber nur bedingt unabh\u00e4ngig und frei, sondern im besonderen Ma\u00dfe ihren Mandanten verpflichtet. Allzu h\u00e4ufig werden Juristen deshalb auch zur \u201ePartei\u201c und kommen deshalb im Konflikt mit Journalisten, die gehalten sind, neutral und abgewogen zu berichten. Dazu geh\u00f6rt eben auch, Interessen offen zu legen. Wer das im Hinterkopf beh\u00e4lt, kann auf eine fruchtbare Zusammenarbeit hoffen: Juristen und Journalisten haben sich viel zu sagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-668702\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/09\/Cover_Schieblon_2018.Marketing-002.jpg\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/09\/Cover_Schieblon_2018.Marketing-002.jpg 443w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/09\/Cover_Schieblon_2018.Marketing-002-204x300.jpg 204w\" sizes=\"auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zur Autorin:\u00a0Corinna Budras ist seit April 2014 Redakteurin im Wirtschaftsressort der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&#8220;. Sie berichtet dort \u00fcber rechtliche Themen und Neuigkeiten aus der Anwaltsbranche. Sie studierte Jura in Berlin und Belgien und absolvierte die Berliner Journalisten-Schule. Ab 2003 arbeitete sie als &#8218;Legal Reporter&#8216; f\u00fcr Bloomberg News, bevor sie 2005 als Redakteurin ins Wirtschaftsressort der &#8222;FAZ&#8220; wechselte. Dort schrieb sie \u00fcber Wirtschaftsrecht und betreute \u201eRecht und Steuern\u201c sowie \u201eBeruf und Chance\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Der neue Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Claudia Schieblons &#8222;Marketing f\u00fcr Kanzleien und Wirtschaftspr\u00fcfer&#8220;.\u00a0 &nbsp; Die T\u00fccken der Pressearbeit. Von Corinna Budras von der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&#8220; &nbsp; &nbsp; Anw\u00e4lte und Journalisten k\u00f6nnten sich wunderbar verstehen: Beide sind schon von berufs wegen neugierig, stellen die richtigen &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2018\/09\/17\/buchauszug-marketing-fuer-kanzleien-und-wirtschaftspruefer-corinna-budras-ueber-die-tuecken-der-pressearbeit\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[7665,61,1890,230,2001,2247,1355,2246,7666],"class_list":["post-668685","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-marketing-fuer-kanzleien-und-wirtschaftspruefer","tag-anwalte","tag-buchauszug","tag-claudia-schieblon","tag-corinna-budras","tag-journalisten","tag-kanzleien","tag-pressearbeit","tag-zitate"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/668685","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=668685"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/668685\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":668753,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/668685\/revisions\/668753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=668685"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=668685"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=668685"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}