{"id":667884,"date":"2018-05-29T00:59:43","date_gmt":"2018-05-28T22:59:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=667884"},"modified":"2018-05-29T11:54:23","modified_gmt":"2018-05-29T09:54:23","slug":"das-manifest-fuer-mindsetwandel-es-ist-fuenf-vor-zwoelf-ein-weckruf-fuer-deutschlands-fuehrungskultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2018\/05\/29\/das-manifest-fuer-mindsetwandel-es-ist-fuenf-vor-zwoelf-ein-weckruf-fuer-deutschlands-fuehrungskultur\/","title":{"rendered":"Das Manifest f\u00fcr #MindsetWandel &#8211; Es ist f\u00fcnf vor zw\u00f6lf. Ein Weckruf f\u00fcr Deutschlands F\u00fchrungskultur."},"content":{"rendered":"<h2>Die Wirtschaft sollte endlich aufwachen &#8211; und ihre F\u00fchrungskultur nicht nur auf dem Papier, sondern tats\u00e4chlich \u00e4ndern. Nichts Geringeres als ein Manifest haben Insa Klasing &#8211; die Young-Global-Leader vom Weltwirtschaftsforum in Davos, Ex-Top- Managerin und jetzt Jungunternehmerin &#8211; und das Aspen-Institut, laut Wikipedia eine US-amerikanische Denkfabrik &#8211; zusammen mit 33 Unterst\u00fctzern erstellt.<\/h2>\n<h2>Ein Manifest? Wof\u00fcr bitte das? F\u00fcr einen #MindsetWandel, sagt Klasing und meint damit eine dringend n\u00f6tige, neue F\u00fchrungskultur, die zukunftsf\u00e4hig ist. Damit die deutsche Wirtschaft nicht von den anderen L\u00e4ndern abgeh\u00e4ngt wird, denen Umdenken und vor allem das Neue auch umzusetzen, nicht so schwer f\u00e4llt.<\/h2>\n<h2>Zusammen getrommelt hat diese ungew\u00f6hnliche Allianz f\u00fcrs erste 33 Pers\u00f6nlichkeiten aus Wirtschaft, Gesellschaft und\u00a0 Politik &#8211; so wie Frank Riemensperger von\u00a0Accenture oder Peter Albiez von Pfizer. Beteiligt sind an diesem Manifest au\u00dfer den Gr\u00fcndern und Managern auch Start-up-Inhaber und Nichtregierungsorganisationen (siehe Liste unten).\u00a0Dabei heraus gekommen ist ein Manifest aus F\u00fcnf Werten, das die Grundlage f\u00fcr das F\u00fchrungsverhalten von morgen bilden sollen.<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Initiatorin Insa Klasing hat aufgeschrieben, worum es genau geht:<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_666238\" style=\"width: 252px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-666238\" class=\"size-medium wp-image-666238\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/10\/Klasinginsa-242x300.jpg\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/10\/Klasinginsa-242x300.jpg 242w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/10\/Klasinginsa.jpg 525w\" sizes=\"auto, (max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/><p id=\"caption-attachment-666238\" class=\"wp-caption-text\">Insa Klasing<\/p><\/div>\n<p>Das Aspen Institut besch\u00e4ftigt sich mit wertebasierter F\u00fchrung und TheNextWe begleitet als Online-Coach tagt\u00e4glich Unternehmen beim Umdenken, insbesondere bei Restrukturierungen.<\/p>\n<p>Meine Erkenntnis: Zu viele F\u00fchrungskr\u00e4fte in den Unternehmen blockieren die Digitalisierung, die alles in Frage stellt &#8211; und sie debattieren gar nicht erst dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Die Digitalisierung zwingt uns, alles neu zu denken. Dumm nur, viele Manager hierzulande m\u00f6gen nicht umdenken. Der Grund: Was n\u00f6tig ist \u2013 radikale Innovation \u2013 ist komplett kontr\u00e4r zu allem, was sie bisher in Deutschland erfolgreich gemacht hat: Sorgfalt, Kontrolle und Sicherheit. Diese Werte rutschen gegen\u00fcber neuen Werten wie Entscheidungsfreiheit oder Innovation in der Priorit\u00e4tenliste hinab.<\/p>\n<p>Was schief l\u00e4uft? Zum Beispiel: Die Unternehmen halten an ihren veralteten Werten mit straffer Hierarchie und preu\u00dfischer Gr\u00fcndlichkeit fest. Gleichzeitig fordern sie von ihren Belegschaften radikale Innovation, bei denen das h\u00f6chste Ziel wieder die Perfektion ist. Sprich: Fehler lassen sie nicht zu. Die Menschen, die das Experimentieren wagen und zwangsl\u00e4ufig Fehler machen und machen m\u00fcssen, strafen sie ab.<\/p>\n<p>Die Sorge ist, dass Deutschland seinen Wettbewerbsvorteil verlieren wird. Und zwar viel schneller, als wir denken.<\/p>\n<p>Ein Indiz: Im Koalitionsvertrag ist immerhin 92 Mal von Digitalisierung die Rede und 49 Mal von Werten. Doch da geht es keineswegs, um die Werte, von denen man bei F\u00fchrung spricht. Da geht es meist um N\u00e4hrwerte, Bodenwerte und Verm\u00f6genswerte. Und das ist typisch f\u00fcr Deutschland: wir digitalisieren die Prozesse und Strukturen und vergessen dabei, die Menschen mitzunehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Entscheider in den Unternehmen brauchen Mut zum Risiko<\/strong><\/p>\n<p>Dass Mut im Manifest an erster Stelle steht, ist vorhersehbar &#8211; und doch auch \u00fcberraschend.<\/p>\n<p>Vorhersehbar, weil es im Zuge der Digitalisierung immer wieder gefordert wird, dass wir in Deutschland mehr Mut zu Ver\u00e4nderung brauchen. In Amerika w\u00fcrde dieser Wert in einem solchen Manifest wahrscheinlich gar nicht auftauchen, so selbstverst\u00e4ndlich ist Risikobewu\u00dftsein dort in der kulturellen DNA.<\/p>\n<p>Und \u00fcberraschend ist es, weil fehlender Mut in unserem Land Thema ist und bleibt. Aber eben nur Thema. Keine Umsetzung. Warum nicht?<\/p>\n<p>Weil die Angst gr\u00f6\u00dfer ist. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust wegen Digitalisierung, zum Beispiel. Um diese \u00c4ngste abzubauen, muss man den Betroffenen die Chancen der Digitalisierung sichtbar machen. Ihnen zeigen, wie sie auch ihre Arbeit erleichtern kann und welche neuen Jobs dadurch entstehen. Ihnen zeigen, welche M\u00f6glichkeiten Technologie und deren zielgerichteter Einsatz schafft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Alle sprechen nur untereinander &#8211; nicht miteinander<\/strong><\/p>\n<p>Beim Entstehen der f\u00fcnf Manifest-Forderungen wurde jedenfalls eins klar: Technologie-Entwickler, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft sprechen fast nicht miteinander, sondern nur untereinander.<\/p>\n<p>In Israel und in Skandinavien etwa sieht das anders aus, dort hat der Staat klare Ziele gesetzt &#8211; zum Beispiel in Schweden f\u00fcr Energieeffizienz &#8211;\u00a0\u00a0und g\u00fcnstige Rahmenbedingungen wie in Israel die gezielte F\u00f6rderung von technischer Forschung und steuerliche Anreize f\u00fcr Tech-Investoren geschaffen, um Technologie und Fortschritt zu erm\u00f6glichen. Genau das brauchen wir auch in Deutschland, wo ein Gro\u00dfteil unserer Industrien ihren H\u00f6hepunkt \u00fcberschritten hat. Nur so l\u00e4sst sich langfristig Gemeinwohl sichern. Mehr Vertrauen in die neuen M\u00f6glichkeiten w\u00fcrde schon viel bewirken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hier die Liste der Unterst\u00fctzer des Manifests:<\/strong><\/p>\n<p>Hanns-Bertin Aderhold, Founder &amp; Managing Director, Cobrainer<\/p>\n<p>Peter Albiez, Country Manager Germany, Pfizer<\/p>\n<p>Thomas Andrae, Chief Strategy Officer, Nucleus Scientific<\/p>\n<p>Frank Behrendt, Senior Advisor, Serviceplan Public Relations &amp; Content<\/p>\n<p>Frank Behrendt, Professor und Sprecher des Innovationszentrums Energie, TU Berlin<\/p>\n<p>Catherine Bischoff, Chief Strategy Officer, Factory Berlin<\/p>\n<p>Natascha Bonnermann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, PanAm Lounge<\/p>\n<p>Matthias Brendel, Head of Audi Denkwerkstatt<\/p>\n<p>Wolfgang Dierker, National Executive Deutschland, GE<\/p>\n<p>Andreas Engel, Founder &amp; CEO, Engel PR<\/p>\n<p>Moritz Ettl, Co-Founder &amp; Managing Director, 4ED1<\/p>\n<p>Thomas Heiden, Partner &amp; Gr\u00fcnder, heiden associates<\/p>\n<p>Florian Hoffmann, Founder &amp; CEO, The DO School<\/p>\n<p>Anke Kaupp, Founder &amp; Chief Psychologist, TheNextWe<\/p>\n<p>Carina Kempf, Senior Program Officer, Aspen Institute Germany<\/p>\n<p>Insa Klasing, Founder &amp; CEO, TheNextWe<\/p>\n<p>Klaas Klasing, Founder &amp; CTO, TheNextWe<\/p>\n<p>Kathrin Koehler, Digital Coach,\u00a0<a href=\"http:\/\/kathrinkoehler.com\">kathrinkoehler.com<\/a><\/p>\n<p>R\u00fcdiger Lentz, Executive Director, Aspen Institute Germany<\/p>\n<p>Astrid Moix, Owner, Glocal Talent<\/p>\n<p>Nancy Nemes, General Manager Hardware, Google<\/p>\n<p>Valentin Nemes, Founder, Nemes Ventures<\/p>\n<p>Tijen Onaran, CEO &amp; Founder, Global Digital Women<\/p>\n<p>Verena Pausder, CEO &amp; Founder, Fox &amp; Sheep<\/p>\n<p>Ernesta Redi Neudert, Board of Directors, Province Brands<\/p>\n<p>Frank Riemensperger, Senior Managing Director, Accenture<\/p>\n<p>Stephanie Schorp, Managing Partner, Comites<\/p>\n<p>Robin Tech, Managing Director &amp; Co-Founder, Atomleap<\/p>\n<p>Andrea Teichmann, Manager Digital Business Transformation, Henkel<\/p>\n<p>Paul Williams, Managing Partner, paul williams &amp; associates<\/p>\n<p>Lisa Witter, Co-Founder &amp; Executive Chairman, Apolitical<\/p>\n<p>Matthias Woppmann, CFO, Decimo<\/p>\n<p>Sandra Zschasch, CEO, Trip.me<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-667906\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/ManifestFu\u0308rMindsetWandel_unterzeichnet-1.jpg\" alt=\"\" width=\"460\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/ManifestFu\u0308rMindsetWandel_unterzeichnet-1.jpg 460w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/ManifestFu\u0308rMindsetWandel_unterzeichnet-1-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/www.aspeninstitute.de\">http:\/\/www.aspeninstitute.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.thenextwe.com\">www.thenextwe.com<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #0b0122\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wirtschaft sollte endlich aufwachen &#8211; und ihre F\u00fchrungskultur nicht nur auf dem Papier, sondern tats\u00e4chlich \u00e4ndern. 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