{"id":667629,"date":"2018-05-05T03:19:36","date_gmt":"2018-05-05T01:19:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=667629"},"modified":"2018-05-08T11:31:10","modified_gmt":"2018-05-08T09:31:10","slug":"fragebogen-nahaufnahme-mit-ifs-ceo-wilfried-gschneidinger-dem-absoluten-informationsjunkie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2018\/05\/05\/fragebogen-nahaufnahme-mit-ifs-ceo-wilfried-gschneidinger-dem-absoluten-informationsjunkie\/","title":{"rendered":"Fragebogen &#8222;Nahaufnahme&#8220; mit IFS-CEO Wilfried Gschneidinger, dem &#8222;absoluten Informationsjunkie&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Den Fragebogen &#8222;Nahaufnahme&#8220; beantwortet\u00a0Wilfried\u00a0<span id=\"0.7649598537335913\" class=\"highlight\">Gschneidinger<\/span>, Deutschland-Chef des Business-Software-Unternehmens IFS aus Schweden, das weltweit \u00fcber 3.500 Mitarbeiter hat und Referenzkunden wie K2 oder V\u00f6lkl Sports.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_667709\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-667709\" class=\"size-full wp-image-667709\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Gschneidinger.WilfriedGschneidinger_IFS.png\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Gschneidinger.WilfriedGschneidinger_IFS.png 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Gschneidinger.WilfriedGschneidinger_IFS-300x200.png 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Gschneidinger.WilfriedGschneidinger_IFS-450x300.png 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-667709\" class=\"wp-caption-text\">Wilfried Gschneidinger (Foto: IFS)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erkl\u00e4ren Sie bitte in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.<\/strong><\/p>\n<p>Wir machen Business Software und paaren dabei unsere technologischen Innovationen so mit dem Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass m\u00f6glichst smarte Kundenl\u00f6sungen entstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Womit beginnt Ihr Arbeitstag?<\/strong><\/p>\n<p>An einem normalen B\u00fcrotag checke ich so ab sieben Uhr zuhause meine Mails und sonstigen Nachrichten. Gegen halb acht sitze ich dann meistens im Auto und da geht\u2019s dann auch schon mit den ersten Telefonaten los.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie w\u00fcrden Sie sich selbst als Chef beschreiben?<\/strong><\/p>\n<p>Da ich einen sehr hohen Anspruch an mich selbst habe, bin ich auch bei meinen Erwartungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr fordernd. Ich sehe mich als teamorientierten Chef mit einem von Werten gepr\u00e4gten und offenen F\u00fchrungsstil. Ich versuche immer, soweit das m\u00f6glich ist, meine Manager die Entscheidungen selbst treffen zu lassen, damit sie sich stark damit identifizieren und auch die Verantwortung daf\u00fcr \u00fcbernehmen. Nat\u00fcrlich will ich meine Standpunkte dabei bestm\u00f6glich einbringen und freue mich auch sehr, wenn sich diese dann in den Entscheidungen wiederfinden.<br \/>\n<strong>&#8230; und was w\u00fcrden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?<\/strong><\/p>\n<p>Sie w\u00fcrden mich als eine starke und durchsetzungsf\u00e4hige F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit mit viel Empathie beschreiben, die immer ein offenes Ohr f\u00fcr die Belange des Teams hat. Sie vertrauen mir, folgen mir und gehen auch die Extrameile f\u00fcr mich. Ich hoffe, dass ich als immer fairer Chef respektiert und geachtet werde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tee oder Kaffee?<\/strong><\/p>\n<p>Kaffee. mit Milch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ihr Spitzname ist&#8230;?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMed\u201c. Abgeleitet von \u201eDr. med.\u201c, weil ich als begeisterter Sportler schon als Jugendlicher immer \u00fcber Verletzungen aller Art bestens Bescheid wusste und meistens auch richtig damit umgegangen bin. Meine \u201eTherapien\u201c waren dabei zugegebenerma\u00dfen teilweise etwas rustikal. Das hat aber zu meinen Sportarten Eishockey und Fu\u00dfball durchaus gepasst. In meiner niederbayrischen Heimat werde ich auch heute noch von alten Freunden mit \u201eMed\u201c angesprochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Verraten Sie eine Marotte?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin ein leidenschaftlicher Sammler \u2013 sehr zum Leidwesen meiner Frau. Ich kann mich immer nur sehr schwer von Dingen wie alter Kleidung trennen. In unserem Keller finden finden wir deshalb auch immer wieder noch Skibekleidung oder Motorradhelme, die ich selbst schon gar nicht mehr auf dem Schirm hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was bringt Sie in Harnisch?<\/strong><\/p>\n<p>Unp\u00fcnktlichkeit und Unverbindlichkeit. Das sind Eigenschaften, die ich einfach nicht akzeptieren kann; weder im Beruf noch privat. Ich bin ein sehr werteorientierter Mensch und habe daher auch einen sehr hohen Anspruch hinsichtlich Integrit\u00e4t und Ehrlichkeit in meinem pers\u00f6nliches Umfeld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026\u00a0und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?<\/strong><\/p>\n<p>Man kann mir Korrespondenz, Publikationen oder Pr\u00e4sentationen nie so vorbereiten, dass sie mich vollumf\u00e4nglich zufrieden stellen. Ich muss mich dann immer noch jedes Mal selbst einbringen und sie \u201egschneidingerisieren\u201c. Was meine Mitarbeiter durchaus strapaziert und Nerven kostet, bis die Sachen dann endlich zu meiner Zufriedenheit finalisiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was m\u00f6chten Sie gerne im Ruhestand oder dann machen, wenn Sie wirtschaftlich unabh\u00e4ngig sind, nicht mehr in Ihrer Firma t\u00e4tig sind und ganz viel Zeit haben?<\/strong><\/p>\n<p>Ich werde nur noch Dinge machen, die mich erf\u00fcllen, aber nicht mehr ern\u00e4hren m\u00fcssen. Als bekennender Rotarier will ich mich noch st\u00e4rker in karitative Projekte einbringen und mehr Zeit in das Gemeinwohl investieren. Nach einem sehr privilegierten Berufsleben m\u00f6chte ich gerne etwas an Menschen zur\u00fcckgeben, die nicht ganz so viel Gl\u00fcck hatten wie ich. Desweiteren werde ich mich dann st\u00e4rker meinem gro\u00dfen Hobby widmen k\u00f6nnen \u2013 Oldtimern mit zwei und vier R\u00e4dern. Ich will dann reizvolle Veranstaltungen genie\u00dfen, wie etwa die Oldtimer-Rallye Schenna Classic in S\u00fcdtirol, wozu mir heute einfach die Zeit fehlt. Au\u00dferdem w\u00fcrde ich gerne junge Unternehmer als Advisor oder Sparringspartner mit meiner Erfahrung unterst\u00fctzen. Au\u00dferderm steht Reisen ganz weit ober auf meiner Ruhestands-Agenda. Ich denke da an Ziele wie S\u00fcdafrika, Singapur oder Oman, f\u00fcr die man mehr Zeit braucht, als ich heute habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was sch\u00e4tzen Sie an anderen Menschen am meisten?<\/strong><\/p>\n<p>Ich liebe Menschen mit viel Empathie, Toleranz und Respekt f\u00fcr andere, unabh\u00e4ngig von Herkunft, Beruf oder Status. Deshalb kann ich mich auch immer wieder f\u00fcr Menschen begeistern, die ihren Job mit gro\u00dfer Leidenschaft aus\u00fcben und immer bestrebt sind, ihn bestm\u00f6glich zu machen. Erst letzte Woche habe ich einem jungen Service-Angestellten in einem Hotel in Holland ein Kompliment f\u00fcr seine Aufmerksamkeit und Kundenorientierung gemacht. Seine Antwort, wie gerne er seinen Job macht und seine Kunden bedient, hat mich schwer beeindruckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auf welche drei Dinge k\u00f6nnten Sie niemals verzichten?<\/strong><\/p>\n<p>Familie, Freunde und \u2013 als absoluter Informationsjunkie \u2013 das Internet. Aber auch auf das Sportstudio w\u00fcrde ich, ehrlich gesagt, nur sehr ungern verzichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn Sie f\u00fcr einen Tag den Job von jemand anderem \u00fcbernehmen k\u00f6nnten &#8211; welcher w\u00e4re das?<\/strong><\/p>\n<p>Als junger Sportler war mein Traumberuf immer Eishockeyprofi. Ich bewundere heute noch diesen Sport in seiner Perfektion. Daher w\u00fcrde ich sehr gerne mal einen Tag den Job eines Profis \u00fcbernehmen und ein wichtiges Playoff-Match vor 15.000 Zuschauern spielen. Und nat\u00fcrlich dann in der Overtime das Siegtor erzielen, das w\u00e4re das Nonplusultra.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_667710\" style=\"width: 443px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-667710\" class=\"size-full wp-image-667710\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Gschneidinger.Sponsoring_Eishockey-IFS_WilfriedGschneidinger.png\" alt=\"\" width=\"433\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Gschneidinger.Sponsoring_Eishockey-IFS_WilfriedGschneidinger.png 433w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Gschneidinger.Sponsoring_Eishockey-IFS_WilfriedGschneidinger-200x300.png 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 433px) 100vw, 433px\" \/><p id=\"caption-attachment-667710\" class=\"wp-caption-text\">(Foto IFS)<\/p><\/div>\n<p>Als IFS von 2005 bis 2008 die Landshut Cannibals &#8211; heute EV Landshut &#8211; gesponsert hat, bekam Gschneidinger diesen Helm von der letzten Sponsoring-Saison \u00fcbergeben. Seitdem hat er einen Ehrenplatz auf dem Stehtisch in seinem B\u00fcro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Fragebogen &#8222;Nahaufnahme&#8220; beantwortet\u00a0Wilfried\u00a0Gschneidinger, Deutschland-Chef des Business-Software-Unternehmens IFS aus Schweden, das weltweit \u00fcber 3.500 Mitarbeiter hat und Referenzkunden wie K2 oder V\u00f6lkl Sports.\u00a0 &nbsp; &nbsp; Erkl\u00e4ren Sie bitte in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut. 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