{"id":666415,"date":"2017-11-13T18:56:06","date_gmt":"2017-11-13T17:56:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=666415"},"modified":"2018-03-05T17:12:28","modified_gmt":"2018-03-05T16:12:28","slug":"die-fuenf-mythen-der-digitalisierung-gastbeitrag-von-simon-kucher-partners","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/11\/13\/die-fuenf-mythen-der-digitalisierung-gastbeitrag-von-simon-kucher-partners\/","title":{"rendered":"Die f\u00fcnf Mythen der Digitalisierung &#8211; Gastbeitrag von Simon-Kucher &amp; Partners"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die f\u00fcnf Mythen der Digitalisierung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gastbeitrag von\u00a0Georg Tacke und Annette Ehrhardt von Simon-Kucher &amp; Partners<\/strong><\/p>\n<p>Bei der\u00a0Digitalisierung\u00a0ist vielen\u00a0noch nicht ganz klar, was sich genau dahinter verbirgt. Sie hat\u00a0Einfluss auf\u00a0fast\u00a0jeden Bereich in unserer Gesellschaft und ver\u00e4ndert unsere Business-Gewohnheiten. Viele Unternehmenslenker sind unsicher, welchen Einfluss die Digitalisierung\u00a0auf ihr Unternehmen hat und wie ihre n\u00e4chsten Schritte aussehen sollten. Daher r\u00e4umen wir hier mit den f\u00fcnf g\u00e4ngigsten Mythen der Digitalisierung auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mythos Nummer 1:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Digitalisierung ist kein reines IT-Thema<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_666468\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-666468\" class=\"size-medium wp-image-666468\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/11\/simonkucher2017Annette-Ehrhardt_klein-2-1-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/11\/simonkucher2017Annette-Ehrhardt_klein-2-1-199x300.jpg 199w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/11\/simonkucher2017Annette-Ehrhardt_klein-2-1.jpg 432w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><p id=\"caption-attachment-666468\" class=\"wp-caption-text\">Annette Ehrhardt von Simon-Kucher &amp; Partners (Foto: Simon-Kucher &amp; Partners)<\/p><\/div>\n<p>Das ist falsch. Digitalisierung als reines IT-Thema zu betrachten, w\u00e4re\u00a0zu kurzsichtig. Digitalisierung ist viel mehr als nur ein Software-Update. Und es ist nicht damit getan, einen CIO oder CDO einzustellen.<\/p>\n<p>Digitalisierung hat Einfluss auf die unterschiedlichsten Unternehmensbereiche. Sie erh\u00f6ht zum Beispiel die Effizienz der Prozesse, verbessert die Datentransparenz und hilft, Umsatz und Gewinne zu steigern. Wer sie\u00a0&#8211; insbesondere im Kundenkontakt &#8211; richtig nutzt, kann sich einen deutlichen Vorsprung gegen\u00fcber der Konkurrenz verschaffen.<\/p>\n<p>Was ist also zu tun? Manager m\u00fcssen\u00a0neue Erl\u00f6squellen erschlie\u00dfen und \u2013 wo n\u00f6tig \u2013 neue Businessmodelle aufsetzen. Und: Wichtig ist auch der Akquiseprozess:\u00a0Aufmerksamkeit generieren, Kunden gewinnen, zu Umsatz verhelfen und Kunden langfristig ans Unternehmen binden. \u00a0Die Kernfrage ist: Was ist aus kommerzieller Sicht sinnvoll? Bieten meine digitalen Produkte einen Mehrwert f\u00fcr Kunden? Lassen sie sich\u00a0monetarisieren? Wie lassen sich die Vertriebswege und -prozesse optimieren? All diese Themen sind in wirtschaftlicher und strategischer Hinsicht relevant f\u00fcr das Kerngesch\u00e4ft Ihres Unternehmens \u2013 es geht um viel mehr als\u00a0IT.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine App reicht nicht und auch kein Datensammeln<\/strong><\/p>\n<p>Es ist leicht, in die IT-Falle zu tappen \u2013 schlie\u00dflich schien es lange so, dass die IT-Abteilung der richtige Ort im Unternehmen ist, das Thema Digitalisierung zu verankern. Und da CEOs und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer oft unsicher sind, welche konkreten Schritte die Digitalisierung erfordert, verlassen sich viele darauf, dass es ausreicht, Daten zu sammeln und diese (irgendwie) zu verwerten. Oder eine App zu entwickeln. Dieser Ansatz ist zum Scheitern verurteilt.<\/p>\n<p>Wer mit seinen digitalen Angeboten erfolgreich sein m\u00f6chte, braucht all seine Erfahrung und sein pers\u00f6nliches Wissen \u00fcber Kunden, M\u00e4rkte und den Wettbewerb. Nur so l\u00e4sst sich das volle Potenzial der Digitalisierung aussch\u00f6pfen. Sogar Google bleibt hier nicht verschont, was sich bei der Einf\u00fchrung von Google Glass gezeigt hat: Das Produkt funktionierte nicht hundertprozentig und bot den Nutzern keinen direkten Mehrwert. Das zeigt: Die Tatsache, dass ein Produkt technisch machbar ist, macht es noch lange nicht erfolgreich.<\/p>\n<p>Auch wenn sich die wenigsten an Google messen: Dennoch gilt das auch f\u00fcr andere Unternehmen. Es ist klar, dass die IT einen festen Platz in der Digitalisierungsstrategie haben muss. Die IT-Abteilung wei\u00df am besten, was sie wie, wann und zu welchen Kosten umsetzen kann. Sie sollte immer involviert sein, aber eben nicht ausschlie\u00dflich und vor allem nicht als Entscheider.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_666470\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-666470\" class=\"size-medium wp-image-666470\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/11\/simonkucher.2017foto_georg_tacke_portrait_2013_nah-2-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/11\/simonkucher.2017foto_georg_tacke_portrait_2013_nah-2-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/11\/simonkucher.2017foto_georg_tacke_portrait_2013_nah-2.jpg 270w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-666470\" class=\"wp-caption-text\">Georg Tacke von Simon-Kucher &amp; Partners (Foto: Simon-Kucher &amp; Partners)<\/p><\/div>\n<p><strong>Mythos Nummer 2:<\/strong> Jedes Unternehmen muss sein Gesch\u00e4ftsmodell komplett neu erfinden, um in einer digitalisierten Welt zu \u00fcberleben<\/p>\n<p>Das ist falsch. Nicht jedes. Manche m\u00fcssen das tun, manche nicht. Nicht alle Unternehmen sind gleich strukturiert, also warum sollten sie alle auf die gleiche Weise auf die Digitalisierung reagieren?<\/p>\n<p>Wie stark Sie Ihr Unternehmen anpassen sollten, h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab: Wie fortschrittlich ist die Branche allgemein in Sachen Digitalisierung? Wie digital sind die Bed\u00fcrfnisse und Pr\u00e4ferenzen der eigenen Kunden? Wie erfolgreich sind Sie, wenn Sie Ihr Gesch\u00e4ft genauso fortf\u00fchren, wie Sie es immer gemacht haben? Und was macht der Wettbewerb? Gibt es vielleicht neue digitale Konkurrenten am Horizont? Um eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung anzugehen, sind viele kleine Schritte oft der bessere Weg als eine Big-Bang-Aktion.<\/p>\n<p>In vielen Gro\u00dfst\u00e4dten ist Carsharing ein Trend. Folglich m\u00fcssen Erstausr\u00fcster\u00a0Carsharing- und Mobilit\u00e4tskonzepte entwickeln \u2013 die sich erheblich vom klassischen Autoverkauf unterscheiden.<\/p>\n<p>Unter der Dienstleistungsmarke Mercedes Move Me betreibt Mercedes verschiedene Mobilit\u00e4tskonzepte, darunter car2go (das traditionelle Carsharing in Innenst\u00e4dten), Mobility- und ConnectedCar-Apps, klassische Autovermietung sowie Kooperationen: zum Beispiel mit dem Chaffeuranbieter Blacklane, mit myTaxi sowie mit Bus- und Bahndienstleistern. Zwar macht dieser Bereich derzeit erst einen kleinen Anteil des Umsatzes von Mercedes beziehungsweise\u00a0bei anderen Automobilherstellern aus. Jedoch ist bereits jetzt abzusehen, dass sich die Mobilit\u00e4tsgewohnheiten in den Gro\u00dfst\u00e4dten weiter \u00e4ndern und die Autoverk\u00e4ufe zur\u00fcckgehen werden. Die Automobilhersteller werden gezwungen sein, ihre Umsatzmodelle nachhaltig zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>In anderen Branchen wie im Mode-Einzelhandel, w\u00e4re solch ein Sharing-Modell dagegen realit\u00e4tsfremd. F\u00fcr den Einzelhandel und Markenhersteller liegt die Herausforderung woanders: Sie m\u00fcssen ihre Online- und Offline-Kan\u00e4le so gut aufeinander abstimmen, dass das Kundenerlebnis konstant hoch bleibt. Den Kundendialog zu verbessern, das station\u00e4re Gesch\u00e4ft um E-Commerce-Angebote zu bereichern und die Ertr\u00e4ge den verschiedenen Kan\u00e4len zuzuordnen bedeutet zwar nicht, das Gesch\u00e4ftsmodell neu zu erfinden. Es erfordert dennoch ausgepr\u00e4gte Managementf\u00e4higkeiten und kaufm\u00e4nnisches Know-how.<\/p>\n<p>Um das zusammenzufassen:\u00a0Digitale Transformation bedeutet nicht Ja oder Nein, schwarz oder wei\u00df, alles oder nichts. Es gibt viele Mittelwege zwischen \u00b4bei-der-alten-Vorgehensweise-bleiben\u00b4 und \u00b4das-Gesch\u00e4ft-neu-erfinden. Jeder sollte f\u00fcr sich pr\u00fcfen, ob sein Gesch\u00e4ftsmodell zukunftsf\u00e4hig ist. Falls ja, behalten Sie es und pr\u00fcfen Sie, ob es an der einen oder anderen Stelle\u00a0ein kleines Update braucht. Falls nicht, verabschieden Sie sich davon und erfinden Sie Ihr Gesch\u00e4ftsmodell neu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mythos Nummer 3: Digitalisierung bedeutet, dass man unbedingt die neuesten Technologien braucht<\/strong><\/p>\n<p>Das ist falsch. Am erfolgreichsten ist, wer bereits bestehende Technologie (zum Beispiel Smartphones, GPS-Daten, Rating Software) auf smarte und neue Weise einsetzt. Uber und AirBnB beispielsweise sind vor allem deshalb so erfolgreich, weil ihre Services so benutzerfreundlich und einfach sind. Man l\u00e4dt sich mit einem Fingertipp die App herunter, sieht alle Angebote auf einen Blick und mit einem weiteren Klick ist die Buchung abgeschlossen.<\/p>\n<p>Insbesondere in der digitalen Welt gilt: Nutzerfreundlichkeit und Komfort stehen an oberster Stelle \u2013 noch vor den neuesten Innovationen oder Gadgets. Wieso? Viele neue Technologien, wie Augmented Reality oder Virtual-Reality-Brillen sind einfach zu teuer f\u00fcr den Massenmarkt \u2013 und werden deshalb im Alltag von Kunden kaum genutzt. Bei einem neuen Produkt m\u00fcssen immer auch die technische Affinit\u00e4t und die Nutzergewohnheiten der Kunden ber\u00fccksichtigen werden. Das hei\u00dft nicht, dass man gar nicht in neue Technologien investieren sollte. Aber: Nur Technologie allein ist eben auch nicht die L\u00f6sung. Genauso wenig d\u00fcrfen fehlende Technologien wiederum keine Ausrede daf\u00fcr sein, den Schritt in die digitale Welt gar nicht erst zu wagen.<\/p>\n<p>Entscheidend ist, an welcher Stelle welche Technologie eingesetzt wird. Mit Sicherheit braucht man die topaktuellsten Sensoren, wenn man zum Beispiel im Bereich Internet of Things und Smart Home arbeitet \u2013 schon alleine um sicherzustellen, dass alle Komponenten reibungslos miteinander kommunizieren. Aber am Ende jeder Produktentwicklung steht eine Benutzeroberfl\u00e4che \u00a0\u2013 und wenn die zu kompliziert ist f\u00fcr die Menschen, wird niemand sie nutzen. An dieser Stelle ist es dann besser, Technologien zu verwenden, die von den meisten Nutzern ohnehin schon genutzt werden (wie Smartphones und Apps). Nutzerfreundlichkeit und Komfort stehen also immer ganz vorne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mythos Nummer 4: Digitalisierung bedeutet, dass Ihr gesamtes Unternehmen sofort auf digital umstellen muss<\/strong><\/p>\n<p>Das ist falsch. Letztlich gilt es, die Digitalisierung im Ganzen und mit all ihren Auswirkungen zu ber\u00fccksichtigen. Das muss nicht mal direkt am Anfang geschehen. Digitalisierung ist eine Reise, die viele verschiedene Schritte umfasst \u2013 sowohl interne als auch externe. Sie ist nicht einfach ein Schalter, den man umlegt und mit dem alle Schritte zeitgleich umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Entscheidend ist nat\u00fcrlich auch immer, wie digital Ihr Unternehmen bereits aufgestellt ist. Wenn Sie eine Online-Plattform betreiben, dann ist Ihr Unternehmen wahrscheinlich bereits zu 80 Prozent digitalisiert. Die restlichen 20 Prozent sollten Sie dann auch noch gehen, um die Effizienz und den Kundenwert zu steigern.<\/p>\n<p>Microsoft zum Beispiel \u2013\u00a0digital ziemlich weit vorne und ein Hightech-Unternehmen \u2013 hat erst im Sommer 2015 die Umstellung zu einem \u201emobile-first, cloud-first\u201c-Unternehmen abgeschlossen, nachdem CEO Sataya Nadella sich von\u00a0Steve Ballmers Kurs\u00a0abgewendet hat. Viele etablierte Unternehmen sind aber immer noch altmodisch und analog unterwegs. Sie betreiben hier und da E-Commerce \u2013 der Gro\u00dfteil des Gesch\u00e4fts kommt jedoch immer noch aus traditionellen Kan\u00e4len. Sollten Sie in\u00a0so einem Unternehmen arbeiten, so versuchen Sie nicht, alles auf einmal neu zu erfinden und von der Ressourcenplanung \u00fcber das Bewerbermanagement bis hin zu den Verkaufsprozessen alles gleichzeitig umstellen. Setzen Sie Priorit\u00e4ten und starten Sie Ihre Digitalisierungsreise Schritt f\u00fcr Schritt.<\/p>\n<p>\u201eJetzt ist die Zeit, zu handeln!\u201c Ja. Aber Handeln bedeutet, den gesunden Menschenverstand und das kaufm\u00e4nnische Know-How auf die konkrete Situation anzuwenden. Zerlegen Sie den Prozess der digitalen Transformation in mundgerechte H\u00e4ppchen. Unterscheiden Sie zwischen internen und kundenorientierten Prozessen. Gehen Sie den Weg in Ihrem eigenen Tempo. Und verlieren Sie auf diesem weder Ihre Kunden noch Ihre Mitarbeiter noch Ihre Prozesse aus dem Auge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mythos Nummer 5: Den Marktf\u00fchrer als Vorbild zu nehmen, ist sicher der richtige Weg<\/strong><\/p>\n<p>Das ist falsch. Denn es sind tats\u00e4chlich meist die erfolgreichsten Unternehmen, die sich gegen eine Ver\u00e4nderung str\u00e4uben. Warum? Weil ihr laufendes Gesch\u00e4ft gut funktioniert.<\/p>\n<p>Die meisten Unternehmen gehen erst dann Ver\u00e4nderungen an, wenn es nicht gut l\u00e4uft. Oder wenn die Konkurrenz sie dazu zwingt. Etablierte Firmen sehen eher selten die Notwendigkeit, sich neu zu erfinden. Denn sie haben viel zu verlieren: sichere Einkommensstr\u00f6me, Gewinne, Strukturen und etablierte Prozesse.<\/p>\n<p>Eine Ver\u00e4nderung bedeutet f\u00fcr sie: Geld in neue IT-Systeme zu investieren, Prozesse zu \u00e4ndern und IT-neue Mitarbeiter mit neuen Kompetenzen einzustellen.\u00a0Ver\u00e4nderungsprozesse beginnen deshalb oft zuerst in Start-Ups, rein digitalen Firmen oder weniger ertragreichen Unternehmen: Sie sehen die in der Digitalisierung mehr Chancen als Risiken.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass\u00a0Marktf\u00fchrer aus ihrer Komfortzone kommen und\u00a0den Blick auf die Konkurrenz behalten m\u00fcssen \u2013 sowohl auf Start-Ups als auch auf etablierte Unternehmen, die Dinge neu angehen. Auch k\u00f6nnen Killer-Apps das Gesch\u00e4ft von Marktf\u00fchrern beeinflussen, ebenso wie ver\u00e4ndertes Kundenverhalten und neue Kundenerwartungen. Zum\u00a0Beispiel Walmart. Seit den 1960er Jahren ist Walmart der \u00a0f\u00fchrende Einzelh\u00e4ndler in den USA, aber sein Online-Handel und die Ums\u00e4tze damit lagen vor sechs Jahren\u00a0deutlich hinter Amazon und Staples zur\u00fcck. Erst dann realisierte das Unternehmen, dass es etwas \u00e4ndern muss, um weiterhin an erster Stelle zu bleiben. Mit Erfolg: Sie haben die digitale Transformation gemeistert.<\/p>\n<p>Gleiches gilt f\u00fcr Otto, den traditionellen deutschen Marktf\u00fchrer im Versandhandel. Die Hamburger\u00a0brauchten erst einen Weckruf von aufkommenden Online-H\u00e4ndlern, bevor es sich ver\u00e4nderte und sich an die Digitalisierung anpasste. H\u00e4tten sie das nicht getan, w\u00fcrden sie wom\u00f6glich immer noch auf der Stelle treten und nach wie vor eine zunehmend alternde Kundengruppe bedienen, die noch den traditionellen Versandhandel nutzt.<\/p>\n<p>Alle Unternehmen, die keine Marktf\u00fchrer sind, m\u00fcssen sich noch genauer mit neuen Gesch\u00e4ftsmodellen und Verbesserungspotenzialen besch\u00e4ftigen, die sich aus digitalen Technologien ergeben. Bei der Digitalisierung funktioniert der Ansatz, einfach wie \u00fcblich dem Marktf\u00fchrer zu folgen, n\u00e4mlich nicht. Ganz im Gegenteil: Sind diese Unternehmen schnell und finden einen neuen und unverbrauchten Gesch\u00e4ftsansatz, haben sie die M\u00f6glichkeit, den Marktf\u00fchrer sogar zu \u00fcberholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-664324\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f\u00fcnf Mythen der Digitalisierung Gastbeitrag von\u00a0Georg Tacke und Annette Ehrhardt von Simon-Kucher &amp; Partners Bei der\u00a0Digitalisierung\u00a0ist vielen\u00a0noch nicht ganz klar, was sich genau dahinter verbirgt. 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