{"id":666049,"date":"2019-02-08T12:00:48","date_gmt":"2019-02-08T11:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=666049"},"modified":"2019-02-11T12:38:02","modified_gmt":"2019-02-11T11:38:02","slug":"der-teller-mit-steak-mit-salat-bei-unternehmensberater-kerkhoff-der-seine-kunden-in-ein-cockpit-setzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2019\/02\/08\/der-teller-mit-steak-mit-salat-bei-unternehmensberater-kerkhoff-der-seine-kunden-in-ein-cockpit-setzt\/","title":{"rendered":"Ein Teller mit Steak mit Salat bei Unternehmensberater Kerkhoff, der seine Kunden in ein Cockpit setzt"},"content":{"rendered":"<p>Bei Unternehmensberatern gibt es nur B\u00fcros und Konferenzr\u00e4ume zu sehen, meinen Sie? Alles tr\u00e8s chic, aber austauschbar?\u00a0Dachte ich auch. Bis ich bei\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kerkhoff-group.com\/unternehmen.html\">Kerkhoff Group<\/a>\u00a0in der D\u00fcsseldorfer City war. Gerd Kerkhoff hatte zum Business-Lunch geladen &#8211; gleich gegen\u00fcber dem St\u00e4ndehaus am Kaiserteich an der Elisabethstrasse. Zu sehen gab es dann viel Spannenderes als den Teller mit Steak und Salat, den Kerkhoff organisiert hatte &#8211; so spannend, dass ich ganz vergessen habe, wie \u00fcblich den Teller zu fotografieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_667701\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-667701\" class=\"size-full wp-image-667701\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.3.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.3.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.3-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.3-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-667701\" class=\"wp-caption-text\">Gerd Kerkhoff<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daf\u00fcr gibt\u00b4s dieses Mal mehr und andere Bilder. Der Rundgang durch die Katakomben des Hauses f\u00fchrten als erstes in einen Raum, der aussieht wie ein Flugzeug-Cockpit. Dorthin setzt der geb\u00fcrtige Essener n\u00e4mlich am liebsten seine Kunden &#8211; und vor allem die Noch-Nicht-Kunden. Die w\u00fcrden ja bei anderen Beratungen und deren\u00a0 Pr\u00e4sentationen immer dieselben, austauschbaren B\u00fcros zu sehen bekommen. An Gerd Kerkhoff und sein Flugzeug-Ambiente werde man sich aber im Nachhinein besser erinnern k\u00f6nnen als an die Konkurrenten. Dann, wenn entscheiden wird, wer schlussendlich den Auftrag bekommt. Womit er vermutlich recht hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-667700\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.2.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.2.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.2-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.2-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Ich bin Mr. Mittelstand&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Unsere Zielgruppe ist der Mittelstand, ich bin &#8222;Mr.Mittelstand&#8220;, sagt Kerkhoff beim Souterrain-Rundgang. Urspr\u00fcnglich war seine Unternehmensberatung auf den Einkauf der Firmen spezialisiert.\u00a0\u00a0Er analysierte den Bedarf seines Kunden, machte Ausschreibungen f\u00fcr die Lieferanten und verhandelte mit ihnen danach. Auch bestehende Liefervertr\u00e4ge kamen auf seinen Pr\u00fcfstand: Wo er Verbesserungen erzielte, &#8222;manchmal gleich drei bis vier Millionen Euro&#8220;. F\u00fcr Kerkhoff gibt\u00b4s danach ein anteiliges Honorar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Nur ein Sekundengl\u00fcck&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Dumm nur war eins: In zwei bis vier Jahren war dieser Vorteil f\u00fcr seine Kunden schon wieder dahin. Weil der Lieferant nach sechs Monaten schon mit den ersten Preiserh\u00f6hungen konterte. Und wieder und wieder. Dann aber hatten sich die Unternehmen an den g\u00fcnstigsten Lieferanten gebunden und wenn der mehr Geld verlangte, kamen sie nicht mehr so schnell von ihm weg. Man vereinbarte also Preisgleitklauseln, identifizierte gemeinsam die Kostentreiber und einigte sich auf einen neuen Preis. Undsoweiterundsoweiter. Ungef\u00e4hr wie bei Hase und Igel lief das Spiel.\u00a0Nach einigen Jahren war klar: Das Thema Sparen beim Einkauf ist auf Dauer &#8222;nur ein Sekundengl\u00fcck&#8220;, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Erkenntnis reifte bei ihm dann vor rund zehn Jahren.\u00a0Mittlerweile ist Kerkhoff eine Gruppe mit einer ganzen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer- und Partnerriege und rund 100 Mitarbeitern, zehn verschiedenen Sparten von der Herstellkostenoptimierung bis zur Personalberatung. Seine Kunden sind bekannte Namen wie Coppenrath &amp; Wiese, Warsteiner, Leifheit oder Voith.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erst mal zerlegen und selbst kalkulieren<\/strong><\/p>\n<p>Was die Aufgabenstellungen sind? Zum Beispiel, wenn ein Immobilienkonzern Fenster oder Aufz\u00fcge f\u00fcr all seine Tausende von Mietwohnungen ordern will. F\u00fcr solche Vorhaben nehmen Kerkhoffs Leute n\u00e4mlich diese Produkte erst mal auseinander und ermitteln die Preise anhand aller einzelnen Bestandteile. F\u00fcr das Prozedere hat er eigene Datenbanken und kann am Ende die eigentlichen Herstellungskosten nachvollziehen, erz\u00e4hlt Kerkhoff. Kunststoffe, Rohstoffe oder Chemiebestandteile sind da erfasst und deren Tagespreise abrufbar. Die kann der Einkaufsberater dann bei seinen Verhandlungen als Preisargument gegen\u00fcber den Produzenten zu Felde f\u00fchren. Die Trefferquote f\u00fcr den wahren Preis liege bei 95 bis 98 Prozent sagt der Unternehmer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-667702\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.4.jpg\" alt=\"\" width=\"488\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.4.jpg 488w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.4-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Volks-Aufzug f\u00fcr Immobilienkonzerne<\/strong><\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel gef\u00e4llig: K\u00fcrzlich lie\u00df Gerd Kerkhoff einen ganzen Aufzug in all seine Einzelteile zerlegen und den Preis berechnen. Die Frage des Immobilienkonzerns war: Kann man einen Volks-Aufzug bauen? Mit einem Antrieb aus der Schweiz und vielleicht weniger teuren Teilen aus Polen oder der Ukraine? Man kann, sagt er.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-667703\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Kerkhoff5.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Kerkhoff5.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Kerkhoff5-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Kerkhoff5-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-667704\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff6.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff6.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff6-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff6-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Clean Desk Philosophy in der Versuchswerkstatt<\/strong><\/p>\n<p>Der einzige Unterschied zu einer echten Werkstatt: alles ist clean und super aufger\u00e4umt. Keine Atmosph\u00e4re. Hier wird eben weder gehobelt, noch fallen Sp\u00e4ne. Zumindest nicht bei meinem Rundgang. Da\u00a0 l\u00e4sst sich die Unternehmensberatung eben doch nicht verleugnen. Clean-Desk-Philosophy wie bei einer Bank selbst in den Katakomben, selbst in einer Werkstatt. Keine echte Arbeitsatmosph\u00e4re so wie im Atelier eines Malers.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-667705\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.7.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.7.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.7-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/kerkhoff.7-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten R\u00e4ume, die ich ich beim Rundgang zu sehen bekomme, sind dann zum einen f\u00fcr Tests der eigenen Mitarbeiter &#8211; aber auch f\u00fcr Trainingstage f\u00fcr Mitarbeiter der Kunden. Da wird eine Produktion nachgestellt. Wenn Mitarbeiter im Vorgespr\u00e4ch berichten, dass ihre Siebe schlecht funktionieren, werden Siebe hingestellt, die nicht funktionieren, sagt Kerkhoff. So sollen reale Ineffizienzen aufgesp\u00fcrt werden.<\/p>\n<p>Oder als Trainingslager: Wenn etwa ein\u00a0 Getr\u00e4nkeproduzente neue Fertigungsprozesse einf\u00fchren will. Dann treten schon mal 150 Mitarbeiter in der Elisabethstrasse an und trainieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-667706\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Kerkhoff8.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Kerkhoff8.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Kerkhoff8-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/05\/Kerkhoff8-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_668407\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-668407\" class=\"size-medium wp-image-668407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2018\/07\/Grafik_DieKo\u0308nigeDerBlogospha\u0308re_A4_DRAFT_02-1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-668407\" class=\"wp-caption-text\">Der neue Blogger-Relevanz-Index 2018<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Unternehmensberatern gibt es nur B\u00fcros und Konferenzr\u00e4ume zu sehen, meinen Sie? 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