{"id":665865,"date":"2017-09-03T02:27:51","date_gmt":"2017-09-03T00:27:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=665865"},"modified":"2017-09-03T02:27:51","modified_gmt":"2017-09-03T00:27:51","slug":"buchauszug-christian-klaer-die-7-regeln-guter-fuehrung-bestechend-einfach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/09\/03\/buchauszug-christian-klaer-die-7-regeln-guter-fuehrung-bestechend-einfach\/","title":{"rendered":"Buchauszug Christian Kl\u00e4r: &#8222;Die 7 Regeln guter F\u00fchrung &#8211; Bestechend einfach&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug &#8222;Die 7 Regeln guter F\u00fchrung &#8211; Bestechend einfach&#8220; von Christian Kl\u00e4r, Management-Berater und Ex-Vorstand bei Reemtsma mit 30 Jahren F\u00fchrungserfahrung.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unternehmensf\u00fchrung \u2013 7 klassische Fehler<\/strong><\/p>\n<p>Viele Manager klagen, dass alles immer schwieriger wird: Globalisierung, Regulierung, B\u00fcrokratie. Der Wettbewerb am Markt wird immer h\u00e4rter. Die Entscheidungen werden immer komplexer, risikoreicher.<\/p>\n<p>Am Scheitern haben immer die Anderen schuld \u2013 unf\u00e4hige F\u00fchrungskr\u00e4fte, zu hohe Lohnkosten, die Zulieferer, der globale Wettbewerb, die schwache Konjunktur \u2013 oder \u201edie an der Regierung\u201c.<\/p>\n<p>Dabei liegen die Ursachen regelm\u00e4\u00dfig in der Unternehmensf\u00fchrung selbst. Das Management ist der im Wortsinn \u2013 \u201aentscheidende\u2019 \u2013 Teil des Problems. Das sind die typischen Fehler:<\/p>\n<p>Erstens: &#8222;Mehr Umsatz, mehr Gewinn\u201c werden als Unternehmensziele ausgegeben.<\/p>\n<p>Aber sind sie das wirklich? Umsatz und Gewinn sind nicht Ziele, sondern Messgr\u00f6\u00dfen f\u00fcr das Ergebnis erfolgreichen Handelns. Daher: Nicht beim Ergebnis m\u00fcssen Unternehmensziele ansetzen, sondern bei dessen Ursachen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-665864\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/Cover.klaer_.jpg\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/Cover.klaer_.jpg 305w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/Cover.klaer_-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/><\/p>\n<p><strong>Christian Kl\u00e4r: &#8222;Die 7 Regeln guter F\u00fchrung &#8211; Bestechend einfach&#8220; . Hanser Verlag, 136 Seiten, 24 Euro \u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hanser-fachbuch.de\/buch\/Die+7+Regeln+guter+Fuehrung\/9783446451872\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\">http:\/\/www.hanser-fachbuch.de\/buch\/Die+7+Regeln+guter+Fuehrung\/9783446451872\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zweitens: In den F\u00fchrungsetagen regiert der Tunnelblick.<\/strong><\/p>\n<p>Nicht das Ganze wird gesehen, sondern nur ein Ausschnitt. Oft wird nur das gesehen, was in das eigene Bild passt. In der Phase der Faktenanalyse wird die Perspektive allzu eng fokussiert. Dabei geraten scheinbar periphere Faktoren oder ein kleines, aber zentrales Detail au\u00dferhalb des Blickfeldes. Die Folge:\u00a0 Wichtige Zusammenh\u00e4nge werden falsch eingesch\u00e4tzt oder zulange ausgeklammert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Drittens: Sachverhalte werden gr\u00fcndlich gekl\u00e4rt, aber nur soweit oder nur solange, wie es in die vorgefasste Meinung passt.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Viertens: Emotionen sind allzu h\u00e4ufig tabu.<\/strong><\/p>\n<p>Das emotionale Spannungsfeld, in dessen Rahmen die Aufgabe zu l\u00f6sen ist, wird nicht oder nur unzureichend beachtet. Es besteht eine gewaltige Diskrepanz zwischen\u00a0 der Tiefe, in der\u00a0 rationale Sachzusammenhang analysiert werden, und ihrer emotionalen Durchdringung. Die Folge: Zuwenig Geduld oder zuwenig Fantasie bei der Suche nach L\u00f6sungen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnftens: Die L\u00f6sung \u2013 eigentlich ganz einfach. Aber tradiertes Denken, das Springen auf die erstbeste L\u00f6sung f\u00fchren zu konventionellen, oft nur zweitbesten L\u00f6sungen. Die \u201eeinfache\u201c L\u00f6sung wird \u00fcbersehen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sechstens: Entscheidungen am Gr\u00fcnen Tisch bringen nichts.<\/strong><\/p>\n<p>Die Planung wird zulange hinter verschlossenen T\u00fcren. ohne diejenigen gemacht, die sie ausf\u00fchren sollen. Die so gefundene L\u00f6sung wird von \u201eoben nach unten\u201c mit Druck \u201everkauft\u201c, nicht im Dialog mit den Betroffenen top-down-bottom-up erarbeitet.<\/p>\n<p>Organisationsstrukturen werden gebildet und Positionen geschaffen, bevor Prozesse solide beschrieben sind. Zu viele k\u00e4mpfen dann um Positionen, zu wenige arbeiten f\u00fcr das gemeinsame Ziel, dienen der gemeinsamen Sache. Als Ergebnis kommt etwas heraus, was am Ende keiner gewollt hat. Die Rechnung wurde ohne den Wirt gemacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Siebtens: Der gefasste Plan wird von oben nach unten umgesetzt, durchgesetzt, auch gegen die Widerst\u00e4nde der Betroffenen.<\/strong><\/p>\n<p>Sieben klassische, aber heute zuwenig gelebte Grunds\u00e4tze guten Managements helfen diese Fehler zu vermeiden. Sie ersetzen nicht die professionellen Management-Tools, sondern liefern den Rahmen f\u00fcr deren Anwendung. Sie sind also nicht alles, aber ohne sie ist alles andere nichts.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund vermeintlich \u00fcberlegener moderner Management-Techniken, wird das erforderliche geistige Band, das Ethos als kulturelle Grundlage unternehmerischen Handelns zunehmend weniger beachtet.<\/p>\n<p>Darum entstand dieses Management-Brevier. Aus gelebter Erfahrung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die einfache L\u00f6sung finden<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Man muss die Dinge so einfach machen wie m\u00f6glich, aber nicht einfacher.&#8220;<\/p>\n<p>Albert Einstein<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcberzeugt sein, dass es die einfache L\u00f6sung gibt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gute L\u00f6sungen sind immer einfache L\u00f6sungen.<\/strong><\/p>\n<p>Einfache L\u00f6sungen sind oft L\u00f6sungen mit geringem Aufwand, immer sind sie leicht zu kommunizieren, sie lassen sich in ein, zwei S\u00e4tze fassen, jeder versteht sie, alle k\u00f6nnen sich an ihnen orientieren.<\/p>\n<p>Einfache L\u00f6sungen erkennt man sofort \u2013 wenn man sie denn hat. Sie zu finden, ist dagegen selten einfach. Es bedarf der Kreativit\u00e4t, der Erfahrung, vor allem der Ausdauer. Und der Neugier, \u00fcber den Zaun zu sehen, hinein in ganz andere Sachgebiete, in denen vergleichbare Herausforderungen gel\u00f6st wurden. Es bedarf des intellektuellen Muts bei ungew\u00f6hnlichen, scheinbar abwegigen L\u00f6sungsans\u00e4tzen die Frage zu stellen \u201eWarum eigentlich nicht so?\u201c<\/p>\n<p>Erstens und vor allem aber bedarf es der \u00dcberzeugung, dass es eine einfache L\u00f6sung gibt. Wer daran nicht glaubt, wird sie nicht finden und sich vorschnell mit einer schnell gefundenen, aber bestenfalls zweitbesten L\u00f6sung zufrieden geben.<\/p>\n<p>Verhaltenstheoretische Experimente beweisen das: Von zwei Gruppen, vor die gleiche Denksportaufgabe gestellt, findet meist nur diejenige die ganz ungew\u00f6hnliche, \u00fcberraschend einfache L\u00f6sung, der man vorher gesagt hat, dass es sie gibt. Oder die Lebenserfahrung, frei nach Ringelnatz: Zwei Ameisen in Hamburg wollten nach Australien vereisen. In Altona auf der Chaussee, da taten Ihnen die F\u00fc\u00dfe weh. Da verzichteten sie weise auf den zweiten Teil der Reise. \u201eMan will so viel und kann doch nicht und leistet dann recht gern Verzicht.\u201c<\/p>\n<p>Vielleicht w\u00e4re die Reise per Frachter in einem Sack mit Saatgut erfolgreicher verlaufen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nie mit nur einer L\u00f6sung zufrieden sein.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Immer mindestens drei L\u00f6sungen finden.<\/strong><br \/>\nEine einzige gefundene L\u00f6sung ist noch keine L\u00f6sung. Mit der ersten machbaren L\u00f6sung f\u00e4ngt die Arbeit der Suche nach der einfachen L\u00f6sung erst an. Nur wer mehrere L\u00f6sungen vergleichen, bewerten und zwischen ihnen w\u00e4hlen kann, kann auch das Gute vom Besseren scheiden, entscheiden.<\/p>\n<p>Eine alternative L\u00f6sung ist dabei immer schon gegeben \u2013 und sollte auch immer ernsthaft bewertet werden \u2013 n\u00e4mlich die, nichts zu tun. (Darauf haben sich die Ameisen dann ja auch besonnen.)<\/p>\n<p>Damit die Suche jedoch nicht hier bereits endet, sollten zus\u00e4tzlich mindestens zwei weitere realistische L\u00f6sungsalternativen entwickelt werden. Wer gegen dieses Prinzip verst\u00f6\u00dft, wird mit seiner Empfehlung scheitern, wenn von den Entscheidern die Frage kommt: \u201eWelche Alternativen gibt es, was w\u00e4ren deren Vor- und Nachteile?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>L\u00f6sungen vom Ende her suchen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4missen aufl\u00f6sen. Neu denken.<\/strong><br \/>\nEinfache L\u00f6sungen findet man immer vom Ende, vom gewollten Ergebnis her. Was genau soll mit der L\u00f6sung erreicht werden? Dieses Ziel, dieses Resultat ist pr\u00e4zise \u2013 und einfach \u2013 zu beschreiben (siehe Grundsatz 2). Nebenbedingungen, die zu erf\u00fcllen sind, sollten aufgelistet werden, aber dann auf die Seite gelegt und zun\u00e4chst gedanklich ausgeblendet werden. Sie kommen oft aus einer tradiierten Sicht \u2013 in der Produktion aus vorhandenen Maschinen, Arbeitsabl\u00e4ufen, im Marketing aus dem vorhandenen Angebot vermeintlich bekannten Kundenverhalten. Sie lenken die L\u00f6sungssuche damit auch immer in tradiierte Denkrichtungen.<\/p>\n<p>Wer sich ausschlie\u00dflich als Hersteller von Innenverkleidungen f\u00fcr Autos versteht, wird nicht wie der kanadische Zulieferer von Ford auf die Idee kommen, dass seine durch die Absatzflaute im Automarkt verursachte Leerkapazit\u00e4t auch durch die Produktion von Hartschalen f\u00fcr Koffer gef\u00fcllt werden kann. Ein Produktionsleiter in der Getr\u00e4nkeindustrie, der umweltfreundlichere Verpackungsl\u00f6sungen finden soll und dabei seine vorhandenen Abf\u00fcllstrassen im Kopf hat, wird sich mit Gedanken \u00fcber eine neue Form der Milchkanne nicht besch\u00e4ftigen. Wer unter Ertragsschw\u00e4che leidet, denkt nicht als erstes daran, seine Preise zu senken. Der Vertriebschef, der neue Produkte nicht auf den Markt bringen will, weil sie seine vorhandenen Produkte kannibalisieren, wird nicht selten mit eben diesen Produkten von einem Wettbewerber \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nach L\u00f6sungen suchen, die nichts kosten.<\/strong><br \/>\nAls Denkansatz auf der Suche nach der einfachen L\u00f6sung ist das \u201eDenken an der Grenze\u201c hilfreich. Erster Denkansatz: Die L\u00f6sung soll nichts kosten.<\/p>\n<p>Manche lernen das fr\u00fch: Der Rebbe in der Schul erkl\u00e4rt die Allmacht Gottes, offenbart in seinen Wundern. Er erz\u00e4hlt von einem fastenden S\u00e4ulenheiligen. Der findet ein Findelkind am Fu\u00dfe seiner S\u00e4ule. Er bittet Gott, den allm\u00e4chtigen Herrn, ihm Geld vom Himmel zu schicken zum Kauf von Milch und Brei. \u201eWas aber macht Gott, der Herr?\u201c fragt der Lehrer. Der Allm\u00e4chtige l\u00e4sst ihm eine Brust zur Nahrung des S\u00e4uglings wachsen. So der Rebbe. Befragt, von einem Sch\u00fcler, warum Gott hier gegen jede Natur handelt, statt einfach die Bitte des Einsiedlers zu erf\u00fcllen, antwortet der Lehrer seinem Sch\u00fcler: \u201eWo wird Gott, der Herr nehmen vom teuren Baren, wenn er kann tun ein billiges Wunder \u2013 umsonst!\u201c<\/p>\n<p>L\u00f6sungen zum Nulltarif? Die Einf\u00fchrung der Selbstbedienung im Handel, das Selbsttanken an Zapfs\u00e4ulen sind solche inzwischen selbstverst\u00e4ndliche L\u00f6sungen, das Selbst-Abrechnen an Scanner-Kassen beginnt gerade. Die Abwicklung von Reisebuchungen, Ticketverk\u00e4ufen, Theaterkarten, via Internet entwickeln sich zur Standardl\u00f6sung.<\/p>\n<p>Oder: Kann das gesetzte Ziel den technischen Kundenservice zu verbessern, vielleicht durch eine Produktgestaltung gel\u00f6st werden, die den technischen Service v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig macht? Der Kauf von Fahrscheinen im \u00d6ffentlichen Personennahverkehr \u00fcber das Handy wird in wenigen Jahren den teuren Vertrieb \u00fcber Fahrscheinautomaten ersetzen \u2013 und f\u00fcr den Kunden bequemer, einfacher machen. Welchen Einfluss auf die Kundenakzeptanz h\u00e4tte es, wenn man ein kostenintensives Teil eines Produkts \u2013 und das damit verbundene Leistungsmerkmal \u2013 einfach eliminiert? So entstand der Walkman von Sony.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kleine Unternehmen finden eher innovative L\u00f6sungen &#8211; wegen kleinerer Budgets<\/strong><\/p>\n<p>Der Anteil des Mittelstands und der Start-Ups an innovativen L\u00f6sungen ist \u00fcberproportional gro\u00df. Das ist\u00a0 kein Zufall. Kleine Unternehmen k\u00f6nnen sich keine teuren Projekte leisten. Sie m\u00fcssen nach einfachen, innovativen, anderen L\u00f6sungen suchen als Unternehmen mit gro\u00dfen Entwicklungsetats. Not macht erfinderisch.<\/p>\n<p>So entstand die Davidoff-Zigarette als erfolgreichste internationale Premium-Marke seit der Marlboro: Der Vorstand f\u00fcr das Auslandsgesch\u00e4ft des Herstellers deutscher Zigarettenmarken, Reemtsma verf\u00fcgte \u00fcber keine internationale Marke und keinen Marketingetat f\u00fcr eine globale Einf\u00fchrung. Er brauchte eine\u201eInstant-Marke\u201c zum Nulltarif. Er kreierte zusammen mit den \u2013 begeisterten \u2013 Tabakexperten aus den besten Tabaken die technologisch und geschmacklich bestm\u00f6gliche Zigarette \u2013 auch mit gr\u00f6\u00dferem Durchmesser, weil sie so mit deutlich geringerer Temperatur weniger Schadstoffe freisetzt.<\/p>\n<p>Und er nutze das \u00fcberragende Tabak-Image der Marke Davidoff und deren internationale Vertriebswege zur Einf\u00fchrung seiner exklusiven und bewusst teuren Zigarette \u2013 ohne\u00a0 Mittel f\u00fcr klassisches Marketing. Auf der Basis des international erfolgreichen Luxusprodukts, \u201eaus dem Nichts\u201c, entstand eine im Konsumpreissegment erfolgreiche Markenfamilie mit einem Markenwert von mehreren Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Fast w\u00e4re diese einfache L\u00f6sung nie realisiert worden, eine Idee geblieben. Der Lizenzinhaber der Marke \u201eDavidoff\u201c, war das kubanische Tabakmonopol. Der zust\u00e4ndige Minister hatte dem Reemtsma-Vorstand im Blick auf die gro\u00dfz\u00fcgige finanzielle Regelung die Lizenzvergabe zugesichert, mit seinem Ehrenwort! Er hatte sie aber wenige Wochen sp\u00e4ter dem spanischen Tabakmonopol ebenfalls fest versprochen. Spanien, ein Markt mit einem hohen Anteil \u201eschwarzer\u201c Zigaretten war der gr\u00f6\u00dfte Abnehmer kubanischen Tabaks.<\/p>\n<p>Was konnte Reemtsma tun? Streiten? Aufgeben? Die L\u00f6sung: Reemtsma empfahl, die Davidoff-Linzenz den Spaniern zu geben f\u00fcr Zigaretten mit schwarzem Tabak und Reemtsma die Lizenz f\u00fcr Zigaretten mit blondem Tabak. Der Minister konnte sein Ehrenwort halten und zugleich auch sein Versprechen. Er war sofort einverstanden. Es war eine einfache L\u00f6sung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_665866\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-665866\" class=\"size-full wp-image-665866\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/Klaer.IMG_0318-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/Klaer.IMG_0318-Kopie.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/Klaer.IMG_0318-Kopie-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/09\/Klaer.IMG_0318-Kopie-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-665866\" class=\"wp-caption-text\">Autor, Management-Berater und Ex-Reemtsma-Vorstand Christian Kl\u00e4r (Foto: Privat)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nach 100%-L\u00f6sungen suchen.<\/strong><\/p>\n<p>Ebenso fruchtbar ist als Denkansatz an der Grenze die Suche nach 100%-L\u00f6sungen. Ein Null-Fehler-Produkt verursacht keine Reklamationen. Das Denken, Perfektion sei grunds\u00e4tzlich auch teuer, \u201e80%-L\u00f6sungen\u201c dagegen kosteng\u00fcnstig, ist verf\u00fchrerisch und meistens falsch. Zum einen verhindert es das Weitersuchen nach der einfachen perfekten L\u00f6sung. Zum anderen wird \u00fcbersehen, dass 20% Fehler in der Folge oft 80% der Kosten verursachen.<\/p>\n<p>Unternehmen, die bei der Auftragsannahme Zeit sparen, zahlen daf\u00fcr mit Reklamationen, Umtausch, Umbuchungen. Hersteller, die weniger zuverl\u00e4ssige Produkte anbieten \u2013 oft nur bei einer Modellreihe \u2013 zahlen daf\u00fcr zweimal: einmal mit Kulanzregelungen und doppelt durch den Imageverlust bei all ihren Produkten.<\/p>\n<p>100% L\u00f6sungen sind eben nicht notwendigerweise komplexe, teure L\u00f6sungen. Zum einen gilt auch hier: Was weggelassen wird, kann nicht kaputt gehen, was nicht angeboten wird, kann nicht reklamiert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unt\u00e4tige Bezirksleiter? Die Hierarchieebene abschaffen ist die Antwort<\/strong><\/p>\n<p>G\u00f6tz W. Werner, dem Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der dm-M\u00e4rkte f\u00e4llt in einem Markt auf, dass die Warenpr\u00e4sentation der teuren Kosmetika den Ladendiebstahl sehr einfach macht. Die dazu befragte Verk\u00e4uferin: \u201eIch habe das doch dem Bezirksleiter schon vor drei Wochen gemeldet, aber der ist noch nicht dazu gekommen.\u201c Die Folge? Eine Ermahnung an den Bezirksleiter? Nein, weil es kein Einzelfall war, wird die Hierarchieebene der Bezirksleiter gestrichen, auch die Ebene dar\u00fcber, die der der Gebietsleiter wird aufgel\u00f6st. Die Markleiter sollen direkt verantwortlich sein, selbst entscheiden. Ganz einfach: Mehr Eigenverantwortung, mehr Motivation, bessere Ergebnisse. Einfach, genial. Eine 100%-L\u00f6sung, die Kosten spart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fast Food-Anbieter und Top-Restaurants zeichnen sich durch sehr begrenzte Men\u00fcs aus \u2013 die bieten sie aber 100%ig in der erwarteten Qualit\u00e4t an. Japanische Automobilhersteller bieten eine umfangreiche Standardausstattung und nur sehr begrenzte Zubeh\u00f6rlisten \u2013 das vereinfacht die Produktionsabl\u00e4ufe und die Einhaltung des Null-Fehler-Prinzips. Zum anderen sind 100%-L\u00f6sungen in aller Regel nicht kompliziert: Eine gr\u00fcndliche 100% Eingangskontrolle gelieferter Vorprodukte ist immer billiger als die Fertigung mit defekten Teilen und einfacher als das Eliminieren dieser Teile im Produktionsprozess. Das Prinzip der Selbstz\u00fcndung des Diesels ist einfacher und zuverl\u00e4ssiger als das eines Benzinmotors, erst recht eines elektronisch gesteuerten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer seine Auftragsabwicklung um 10% beschleunigen will, sollte sich das Ziel setzen, 100% der Auftr\u00e4ge sofort zu erledigen. Wer den Marktanteil eines Produkts um 10% verbessern will, sollte fragen, wie das Produkt gestaltet werden m\u00fcsste, um 100% Marktanteil in seinem Segment zu erreichen. Diese Denkans\u00e4tze \u2013 das Prinzip der Null-Kosten-, Null-Fehler- oder 100%-L\u00f6sungen \u2013 setzen die notwendige Kreativit\u00e4t frei, um einfache L\u00f6sungen zu finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einfach \u201ever-r\u00fcckte\u201c L\u00f6sungen suchen: Das Warum-eigentlich-nicht-Prinzip.<\/strong><br \/>\nEin weiterer Zugang zu einfachen L\u00f6sungen ist das \u201eWarum-eigentlich-nicht-Prinzip\u201c. Denn \u00fcberraschend einfache L\u00f6sungen verkleiden sich nicht selten als \u201everr\u00fcckte Ideen\u201c. Das Aldi-Konzept, einen Supermarkt ohne Ladeneinrichtung zu betreiben, mit Swatch-Uhren in billiger, aber modischer Machart die Uhrenindustrie f\u00fcr die Schweiz zu retten sind leuchtende Beispiele. Die Idee, B\u00fcroboten in Metropolen auf Fahrr\u00e4dern einzusetzen, leuchtet unmittelbar als genial ein \u2013 jetzt, wo es sie gibt. Die Empfehlung die Zigarrenmarke Davidoff als Marke f\u00fcr eine Premium-Zigarette zu nutzen, erschien dem Weltkonzern Philip Morris als zu verr\u00fcckt \u2013 erst vom deutschen Hersteller Reemtsma wurde sie aus der Not, dem Fehlen einer internationalen Marke \u2013 und gegen den Widerstand des Mehrheitsgesellschafters \u2013 eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Manche verr\u00fcckte Idee wird nicht als intelligente L\u00f6sung erkannt, weil sie scheinbar der Logik widerspricht. Es scheint nicht logisch, dass die Abschaffung des K\u00fcndigungsschutzes zu mehr Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fchren soll. Gleichwohl beweist die Praxis in den skandinavischen L\u00e4ndern die Richtigkeit dieser These.<\/p>\n<p>Strenge Umweltauflagen in Deutschland, faktisch eine Belastung f\u00fcr Unternehmen, haben andererseits eine international wettbewerbsstarke deutsche Umweltindustrie geschaffen. Umgekehrt f\u00fchren im internationalen Vergleich die schwachen deutschen Auflagen f\u00fcr die Abgasemissionen \u2013 und erst recht deren \u201enachsichtige\u201c \u00dcberpr\u00fcfung \u2013 international jetzt zu einem Wettbewerbsnachteil f\u00fcr die deutschen Automobilhersteller.<\/p>\n<p>Der Internet-Boom hat verr\u00fcckten Ideen das Tor weit ge\u00f6ffnet, manchmal erfolgreich wie bei ebay oder google, oft mit schlimmen Folgen f\u00fcr Investoren. Nicht alles was verr\u00fcckt ist, ist auch gut. Kluge etablierte Unternehmer geben verr\u00fcckten Ideen im Zweifel eine Chance, aber sie setzen nie zuviel auf eine solche Karte. Sie legen erst nach, wenn sie sich die intelligente L\u00f6sung am Markt als erfolgreich zu entpuppen beginnt. Denn gerade unkonventionelle L\u00f6sungen setzten sich meist erst z\u00f6gerlich durch \u2013 weil das Vorurteil des vermeintlich Anormalen erst \u00fcberwunden, das Angebot vom Rand in die Mitte ver-r\u00fcckt werden muss.<\/p>\n<p>Manchen mangelt es dabei an Geduld oder an Fantasie. Das ist die Chance der innovativen Start-Ups, die ihrer Zukunft weit voraus sind, die aber gar keine andere M\u00f6glichkeit haben, als alles auf ihre Karte zu setzen. Wenn die Idee tr\u00e4gt, die Unternehmen mit ganz schlanken Kostenstrukturen arbeiten \u2013 und mit entschlossener \u00dcberzeugung, erzielen sie aus Nischen heraus spektakul\u00e4re Erfolge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bew\u00e4hrte Kreativtechniken nutzen.<\/strong><br \/>\nEs gibt viele Kreativit\u00e4tstechniken, von der Morphologie, oder der Wertanalyse, bei der die einzelnen Elemente eines Produkts, einer Dienstleistung, separat auf ihren Beitrag zum Ganzen und ihr Optimierungspotenzial untersucht werden, \u00fcber das laterale Denken nach Edward de Bono, das hilft die \u201eandere\u201c, die \u00fcbersehene L\u00f6sung zu finden, bis hin zur Chaostheorie, die hilft, Denkblockaden zu \u00fcberwinden. Diese Techniken muss gute F\u00fchrung beherrschen.<\/p>\n<p>Auch, sich bei besonderen Herausforderungen zur\u00fcck zu lehnen und \u00fcber den Zaun zu sehen, was andere machen. Der Blick \u00fcber den Zaum nur zum Wettbewerber allerdings reicht nicht. Das Adaptieren \u00fcberlegener L\u00f6sungen des Wettbewerbs ist \u00fcberlebenswichtig, aber es beseitigt nur Wettbewerbsnachteile.<\/p>\n<p>Deutliche Innovationsvorteile kann dagegen das analoge \u00dcbertragen von L\u00f6sungen aus ganz anderen Wissens- oder Lebensbereichen verschaffen. Die Entwicklung von selbstreinigenden Oberfl\u00e4chen nach dem Muster der Lotusbl\u00fcte, die Anwendung der Thermik f\u00fcr die Klimatisierung von R\u00e4umen ohne Energie verbrauchende Klimaanlagen wie im Reichstagsgeb\u00e4ude, Klettb\u00e4nder nach dem Muster rankender Pflanzen.<\/p>\n<p>Oder: Die Einf\u00fchrung industrieller Fertigungsprozesse in Verbindung mit dem zentralen \u201eVorbacken\u201c und dem lokalen Aufbacken hat im B\u00e4ckerhandwerk zu einem dramatischen R\u00fcckgang selbst\u00e4ndiger Gesch\u00e4fte gef\u00fchrt. Im Baugewerbe beginnt der Einsatz von computergesteuerten Automaten die Arbeit von Maurern und Schwei\u00dfern zu ersetzen, Au\u00dfenputz wird gro\u00dffl\u00e4chig und einfach in Form von Tapeten aufgebracht. Oder ganz fr\u00fch: Gutenberg hat in seiner Erfindung nur eine Reihe bekannter Teile zusammengef\u00fchrt, seine geniale Idee war dann das Prinzip der Weinpresse f\u00fcr den Buchdruck zu nutzen.<\/p>\n<p>Auch ungew\u00f6hnliche Marketing-Erfolge helfen: Netscape war ein wirtschaftlicher Erfolg, weil es seinen Internet-Browser gratis anbot. Billigflieger arbeiten nach dem Prinzip der Wertanalyse und verzichten auf alles Beiwerk, nutzen das Internet als Vertriebsweg und fliegen zwischen preiswerten Flugh\u00e4fen. ebay hat das zwischen Firmen bereits vorhandene Internet-Einkaufen schlicht f\u00fcr Privatkunden adaptiert.<\/p>\n<p>Einfache L\u00f6sungen sind nicht solche, bei denen einfach mehr vom gleichen Mittel eingesetzt wird \u2013 mehr Geld f\u00fcr das Marketing, st\u00e4rkerer Stahl in der Konstruktion, mehr D\u00fcnger oder Insektizide in der Landwirtschaft \u2013 getreu nach der Devise \u201eviel hilft viel\u201c. Es sind die \u201eanderen\u201c L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Wer sein Ziel am Ganzen gespiegelt, die Sachzusammenh\u00e4nge gekl\u00e4rt hat und die Emotionen richtig einsch\u00e4tzt, l\u00e4uft kaum Gefahr aus Begeisterung oder Selbstzufriedenheit die f\u00fcr L\u00f6sung relevanten Rahmenbedingungen zu \u00fcbersehen. Die vielen kleinen Stolpersteine allerdings m\u00fcssen noch beseitigt werden, die Feinheiten der Umsetzung sind noch auszuarbeiten mit den Verantwortlichen\u00a0 \u2013 im Dialog mit ihnen. Geniale Ideen bed\u00fcrfen der kompetenten Umsetzung.<\/p>\n<p>Vor allem in Konzernen braucht es Unternehmer, welche den Genies gegen die Bedenken der Fachleute den R\u00fccken st\u00e4rken. Sonst erreichen die einfachen L\u00f6sungen hier nie das Stadium der Planung, w\u00e4hrend andere, kreativere Wettbewerber schon dabei sind, sie umzusetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-664324\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug &#8222;Die 7 Regeln guter F\u00fchrung &#8211; Bestechend einfach&#8220; von Christian Kl\u00e4r, Management-Berater und Ex-Vorstand bei Reemtsma mit 30 Jahren F\u00fchrungserfahrung. &nbsp; Unternehmensf\u00fchrung \u2013 7 klassische Fehler Viele Manager klagen, dass alles immer schwieriger wird: Globalisierung, Regulierung, B\u00fcrokratie. 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