{"id":665446,"date":"2017-09-09T03:11:38","date_gmt":"2017-09-09T01:11:38","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=665446"},"modified":"2017-09-09T03:11:38","modified_gmt":"2017-09-09T01:11:38","slug":"buchauszug-paul-sahner-ich-hatte-sie-fast-alle-die-geheimnisse-eines-promireporters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/09\/09\/buchauszug-paul-sahner-ich-hatte-sie-fast-alle-die-geheimnisse-eines-promireporters\/","title":{"rendered":"Buchauszug Paul Sahner: &#8222;Ich hatte sie fast alle &#8211; Die Geheimnisse eines Promireporters&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buchauszug Paul Sahner: &#8222;Ich hatte sie fast alle &#8211; Die Geheimnisse eines Promireporters&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Paul Sahner galt als &#8222;Gottvater der Intimbeichte&#8220;, schrieb die &#8222;taz&#8220;. Er hatte in seinem Leben \u00fcber 3.000 Interviews gef\u00fchrt bei &#8222;Bild&#8220;, &#8222;Bunte&#8220;, &#8222;H\u00f6rzu&#8220;, &#8222;Abendzeitung&#8220;, &#8222;Stern&#8220; und als Chefredakteur von &#8222;Penthouse&#8220;. Vor zwei Jahren starb Sahner und hatte an dieser Biographie bis zuletzt gearbeitet.<\/p>\n<p>Viele seiner Interviews habe ich gelesen &#8211; weil sie von Sahner waren, selbst wenn mich der Interviewte zun\u00e4chst mal nicht besonders interessierte. Bei Sahner wurde jeder interessant, \u00a0Immer wieder habe ich mich gefragt, wie er es angestellt hat, dass ihm Promis &#8211; meist gewiefte Leute &#8211; so viel von sich preisgaben und dass sie diese Offenbarungen vor allem auch im Nachhinein stehen lie\u00dfen. Dass sie bei Sahner nicht so feige waren wie viele Interviewte, die bei Vorlage und Zitatabstimmung ihrer Aussagen pl\u00f6tzlich einen R\u00fcckzieher machen. Nach dem Motto: Ja, habe ich gesagt, ist auch richtig, aber gedruckt will ich es nicht sehen. Kurz: Autorisierung? Och, lieber nicht.<\/p>\n<p>Sahner passierten diese Vetos offenbar auch seltener als anderen. Eins seiner ber\u00fchmtesten\u00a0<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/liebesgruesse-aus-mallorca-neckische-wasserspiele-mit-minister-scharping-a-151457.html\">Interviews war das f\u00fcr die &#8222;Bunte&#8220; auf Mallorca mit Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping und der Anw\u00e4ltin Gr\u00e4fin Kristina Pilati \u00a0&#8211; w\u00e4hrend die Bundeswehr gleichzeitig Milit\u00e4reins\u00e4tze in Mazedonien hatte.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/liebesgruesse-aus-mallorca-neckische-wasserspiele-mit-minister-scharping-a-151457.html\">http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/liebesgruesse-aus-mallorca-neckische-wasserspiele-mit-minister-scharping-a-151457.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/leute\/Rudolf-Scharping-und-Graefin-trennen-sich-article16866231.html\">http:\/\/www.n-tv.de\/leute\/Rudolf-Scharping-und-Graefin-trennen-sich-article16866231.html<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_665447\" style=\"width: 419px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-665447\" class=\"size-full wp-image-665447\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/07\/Cover_PaulSahner_Ichhattesiefastalle_300dpi-2.jpg\" alt=\"\" width=\"409\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/07\/Cover_PaulSahner_Ichhattesiefastalle_300dpi-2.jpg 409w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/07\/Cover_PaulSahner_Ichhattesiefastalle_300dpi-2-189x300.jpg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 409px) 100vw, 409px\" \/><p id=\"caption-attachment-665447\" class=\"wp-caption-text\">Paul Sahner (Foto: Presse)<\/p><\/div>\n<p><strong>Paul Sahner: &#8222;Ich hatte sie fast alle &#8211; Geheimnisse eines Promireporters&#8220; , Blanvalet Verlag, 384 Seiten, 15,99 Euro \u00a0<a href=\"https:\/\/www.randomhouse.de\/ebook\/Ich-hatte-sie-fast-alle\/Paul-Sahner\/Blanvalet-Hardcover\/e479395.rhd\">https:\/\/www.randomhouse.de\/ebook\/Ich-hatte-sie-fast-alle\/Paul-Sahner\/Blanvalet-Hardcover\/e479395.rhd<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ich, Chef!<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem ich Socki versorgt hatte, lie\u00df ich mich am K\u00fcchentisch\u00a0nieder, richtete den Blick durch das Fenster auf die Berge\u00a0und begann ihr zu erz\u00e4hlen. Ganz klassisch.\u00a0Geboren wurde ich am 21. Juni im Jahre 1944 in Westfalen,\u00a0in einer kleinen Stadt namens Bockum-H\u00f6vel. Meine Mutter\u00a0Elisabeth war sehr fromm, las jeden Tag in der Bibel, spielte\u00a0Marienlieder auf dem Klavier. Am Sonntag gingen wir in die Kirche. Ich musste immer mit meinen Schwestern mitgehen,\u00a0in meinem schwarzen Kommunionsanzug, wei\u00dfes Hemd,\u00a0die Krawatte fest geknotet, die Schuhe blitzblank poliert. Ich\u00a0sch\u00e4mte mich.<\/p>\n<p>Walter, mein Vater, war sehr streng. Als preu\u00dfischer Finanzbeamter hatte er eine trockene Art, aber er verstand es, Kritik\u00a0und Tadel sachlich anzuwenden, und sprach mit mir von\u00a0Mann zu Mann, nicht wie von Vater zu Sohn. Das gefiel mir,\u00a0denn so gab er mir die M\u00f6glichkeit zu begreifen, warum er oft\u00a0anderer Meinung war. Er f\u00fcgte zu seinen Argumenten stets\u00a0hinzu: \u00bb\u00dcberlege es dir noch einmal gr\u00fcndlich.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bb\u00dcberlege es dir noch einmal gr\u00fcndlich\u00ab, sagte nun auch Socki und sah von ihrem Napf auf. Da war etwas Zwingendes in\u00a0ihrem Blick, das mich innehalten lie\u00df. Wer jemals behauptet\u00a0hat, ich h\u00e4tte in meinen Interviews etwas geradezu Hypnotisches, um meinen Opfern pikante Details zu entlocken, der\u00a0kennt Socki nicht.<\/p>\n<p>\u00bbDu hast also vor, den Leuten von deinem schillernden\u00a0Leben zu erz\u00e4hlen\u00ab, res\u00fcmierte sie. \u00bbSch\u00f6n und gut. Ich will\u00a0dir keineswegs zu nahe treten, aber w\u00e4re es nicht ungleich besser, um nicht zu sagen authentischer, dein Leben im Spiegel eines Weggef\u00e4hrten zu betrachten \u2026?\u00ab<\/p>\n<p>Ich hatte keine Ahnung, worauf sie mit ihrem Gemaunze hinauswollte. \u00bbIch muss wohl deutlicher werden\u00ab, sagte Socki denn auch.\u00a0\u00bbGeschichten von Mutter und Vater anno 44 sind ja ganz nett,\u00a0aber da ist mehr drin. Um mit unserem gemeinsamen Freund Reich-Ranicki zu sprechen: \u203aIch muss n\u00f6rgeln.\u2039 Mit ein bisschen Kalbsleber ist es da nicht getan.\u00ab<\/p>\n<p>Ich seufzte leicht ungehalten, was Sockis Redefluss jedoch\u00a0nicht aufhalten konnte. \u00bbSieh es mal so. Wenn du beispielsweise mich deine Biografie erz\u00e4hlen lie\u00dfest, w\u00fcrdest du nicht als Paul Sahner, Reporter,\u00a0in die Geschichte eingehen, sondern zugleich als Entdecker\u00a0junger, vielversprechender Talente, Begr\u00fcnder einer neuen Art Literatur \u2026\u00ab Ihr Blick bekam etwas Vision\u00e4res, dann fuhr sie unbeirrt fort. \u00bbUnd \u00fcberhaupt. Der Mensch kann nicht immer\u00a0nur an sich denken. Auf dem Zenit seines Ruhmes gilt es, die\u00a0Begabung anderer anzuerkennen und ihnen den Stift in die Hand zu dr\u00fccken. Oder in die Pfote.\u00ab<\/p>\n<p>Darauf lief es also hinaus. Wie so oft wusste ich mich gegen\u00a0Sockis Argumentation nicht zu wehren.\u00a0In meinem Berufsleben habe ich Tausende von Interviews gef\u00fchrt, etliche Skandale enth\u00fcllt und manche verschwiegen.\u00a0Ich habe recherchiert, verbl\u00fcfft, polarisiert, wurde verklagt,\u00a0gehasst, hofiert und geliebt. Im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch ist es mir gelungen, Zugang zu den unterschiedlichsten Menschen zu finden. Manchmal habe ich auch von mir erz\u00e4hlt, wenn es\u00a0der Sache dienlich war, denn Offenheit schafft eine Basis des\u00a0Vertrauens, sie verbindet. Und doch habe ich immer eine gewisse Distanz zur Prominenz gewahrt. Nicht wenige haben\u00a0sich \u00fcber die Jahre hinweg gefragt, wer der Mann hinter der\u00a0Schreibe ist, dem alle so bereitwillig ihre intimsten Geheimnisse beichten.<\/p>\n<p>Nun aber, wo ich tats\u00e4chlich mal \u00fcber mein eigenes Leben zu erz\u00e4hlen begann, unterbrach mich ausgerechnet meine Katze.\u00a0Ich ahnte schon die Headlines: \u00bbSahner wird senil. Biografie\u00a0von der Katze verfasst.\u00ab Oder: \u00bbAndere in seinem Alter kommen wenigstens auf den Hund.\u00ab Oder am Ende gar: \u00bbTypisch Sahner: Alles f\u00fcr die Katz!\u00ab<\/p>\n<p>Wer Katzen kennt, wei\u00df, dass man ihnen nichts abschlagen\u00a0kann. Und Socki hatte gar nicht mal unrecht. Schreiben, das\u00a0liegt ihr im Blut. Mehr als vielen, die es t\u00e4glich tun, davon\u00a0k\u00f6nnen Verlage ein Lied singen. In der Tat hatte sie ihr Talent schon zu einem fr\u00fcheren Zeitpunkt unter Beweis gestellt,\u00a0genauer gesagt mit einem Leserbrief anl\u00e4sslich eines Stern-Beitrags vom 15. November 2012.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sockis Stern-Leserbrief<\/strong><\/p>\n<p>Die Redaktion vom Stern hatte mal wieder ein Titelstoryproblem, genau wie BUNTE. Es war Montag. BUNTE entschied\u00a0sich wie meistens, wenn Not an knackigen Themen herrscht,\u00a0f\u00fcr einen Titel mit Caroline. Monaco, das lief bisher immer gut. Diesmal fand sich f\u00fcr die Nr. 47 vom 15. November 2012\u00a0im Archiv ein strahlendes Foto. Caroline mit Diadem, besetzt\u00a0mit funkelnden Diamanten. Genauso gl\u00e4nzte die Headline:\u00a0\u00bbSie stiehlt Charl\u00e8ne die Show\u00ab.<\/p>\n<p>Der Stern Nr. 47 spekulierte mit gro\u00dfartigem Katzencover\u00a0auf die Kauflust von zw\u00f6lf Millionen deutscher Katzenbesitzer\u00a0und gewann das Rennen in den Zeitungsl\u00e4den am Donnerstag. Der Titel: \u00bbGeliebtes Biest\u00ab. Unterzeile: \u00bbHaustyrann und Seelentr\u00f6ster. Die wundersame Zuneigung der Deutschen zu\u00a0ihren Katzen.\u00ab<\/p>\n<p>Socki r\u00fcmpfte die Nase, als sie BUNTE mit der monegassischen\u00a0Prinzessin auf dem K\u00fcchentisch sah, schnappte sich den\u00a0Katzen-Stern und machte es sich auf der Terrasse mit Blick\u00a0auf den Wilden Kaiser bequem. Sie verzog sich hinter ihrem winzigen Sonnenschirm, putzte ihre Sonnenbrille und wollte\u00a0nicht gest\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>Sie las, anfangs begeistert. \u00bbIch, Chef!\u00ab Auf einem Foto riss\u00a0eine Katze ihr Maul wie ein Tiger auf, auf dem n\u00e4chsten zermalmte\u00a0ein liebliches K\u00e4tzchen einen Singvogel. Ein anderes\u00a0lie\u00df einen blauen Luftballon vom Bett aus gegen die Zimmerdecke steigen. Schlie\u00dflich sah man noch einen gestreiften Katzenschwanz\u00a0unter einem Schrank hervorlugen.<\/p>\n<p>Socki g\u00e4hnte gelangweilt. \u00bbMein Dasein ist viel spannender\u00a0als dieses d\u00e4mliche Frauchen- und Herrchengeprahle. Ich werde\u00a0den Menschen vom Stern jetzt einen gepfefferten Leserbrief\u00a0\u00fcber mein Leben schreiben.\u00ab Sie begann mit ihren flinken Krallen\u00a0auf Martinas iPad zu h\u00e4mmern. Nach zehn Minuten schob sie mir erwartungsvoll ihre Zeilen her\u00fcber. Dem Leuchten meiner\u00a0Augen entnahm sie, dass ihr ein kleiner Wurf gelungen war.<\/p>\n<p>Ich f\u00fcllte den Rest Kalbsleber in ihren Napf.\u00a0Am Montag, den 12. November 2012 rief ich meinen Freund\u00a0und Kollegen Andreas Petzold an, einen der beiden Chefredakteure des Stern.\u00bbGr\u00fc\u00df dich, Andy, meine seltsame Katze hat sich in den Kopf gesetzt, dass sie den Leserbrief, den sie am Wochenende\u00a0verfasst hat, ver\u00f6ffentlicht haben will.\u00ab Petzold cool: \u00bbDann soll sie ihn mir mailen.\u00ab<\/p>\n<p>Socki, die selbstverst\u00e4ndlich \u00fcber ihre eigene Mailadresse verf\u00fcgt, lie\u00df ihre Pfoten \u00fcber die Tastatur springen. Minuten\u00a0sp\u00e4ter rief Petzold zur\u00fcck: \u00bbEcht geil, wir haben uns kaputtgelacht.\u00a0Sag deiner Katze, es wird der l\u00e4ngste Leserbrief, den der Stern seit dem Ausscheiden von Henri Nannen ver\u00f6ffentlicht\u00a0hat. Wir hauen eine Anzeige auf eine andere Seite.\u00ab<\/p>\n<p>Drei Tage sp\u00e4ter stand es im Stern zu lesen:\u00a0Ich bin eine italienische Wildkatze und hei\u00dfe Socki. F\u00fcr\u00a0Berlusconi, mein fr\u00fcheres Herrchen, musste ich einst scharfe M\u00e4use anschleppen und dann auch noch selber\u00a0Bunga Bunga tanzen. B\u00e4h! Ich riss also aus, streunte von\u00a0Mailand runter in die Toskana. Dort adoptierte mich Martina, mein neues Frauchen. Ich begleitete sie nach M\u00fcnchen,\u00a0wo ich seit sechs Jahren lebe. Mein neues Herrchen\u00a0hat auch schon \u00fcber Berlusconi geschrieben. Er ist Journalist. Und weil er wollte, dass ich seine Geschichten\u00a0verstehe, besonders die ungedruckten, brachte er mir\u00a0lesen bei. Manche Storys zerriss ich, weil sie mich interessierten wie feuchter M\u00e4usedreck. Doch eines Tages\u00a0kam er nach Hause mit der Wahnsinnsstory eines Hamburger\u00a0Magazins.<\/p>\n<p>Auf dem Titel streckte mir eine Katze die Zunge raus. \u00c4tsch. Echt geil. Ich versp\u00fcrte sofort Lust. Es war\u00a0wohl ein Kater. \u00bbGeliebtes Biest\u00ab, stand darunter, und mein Herrchen schlug die Seite 110 auf, denn er hatte\u00a0mir zwar Lesen, aber nicht Bl\u00e4ttern beigebracht. Hach,\u00a0war das lustig! Ich las von meiner Kollegin Penny, die rasend, wenn alle weg sind, \u00bbvergn\u00fcglich per Bewegungsmelder\u00a0die Alarmanlage ausl\u00f6st\u00ab.<\/p>\n<p>So what, dachte ich und erinnerte Frauchen und Herrchen\u00a0daran, wie ich k\u00fcrzlich dem frechen Nachbarkater,\u00a0Herrn Schmidt, die Z\u00fcndholzschachtel abgejagt hatte, als er gerade unser sch\u00f6nes Bauernhaus abfackeln wollte.\u00a0Dann las ich von Frau M\u00fcller, die ihrem Frauchen Julia\u00a0in die Schuhe pinkelt, \u00bbund zwar in alle\u00ab, wenn sie das Haus verl\u00e4sst. Das frustrierte mich. Warum schreibt\u00a0denn, verdammt noch mal, keiner dar\u00fcber, dass ich meine\u00a0Menschen beschei\u00dfe, wenn sie mir statt frischer Kalbsleber fetten Tofu unterjubeln wollen.<\/p>\n<p>Auch meine Kollegin, die eine sch\u00fctzende Plastikfolie zerkratzt, um auf Frauchens Matratze zu pinkeln, kann\u00a0noch von mir lernen. Zum Beispiel, dass man sein Gesch\u00e4ft erst dann verrichtet, wenn Frauchen und Herrchen im Bett liegen. Affenkatzengeil allerdings fand ich die\u00a0Geschichte \u00fcber Menschen, die unsere Gewohnheiten so lieben, \u00bbdass sie seit 20 Jahren jeden Donnerstag den\u00a0Stern lesen, nur um uns nicht zu verwirren\u00ab. Hey, das\u00a0entlockte mir aber ein fr\u00f6hliches Miau-miau-miau, fast h\u00e4tte ich sogar vor Freude gepupst, weil mein Herrchen\u00a0mir donnerstags auch immer nur die BUNTE gibt, um mich\u00a0nicht zu verwirren. Nein, das habe ich mir jetzt nur so ausgedacht. Aber alles andere stimmt.<\/p>\n<p><strong>Socki Sahner, Lanzing<\/strong><\/p>\n<p>Seit ihrem Leserbrief meint Socki jedenfalls, sie sei ein aufsteigender Stern am Journalistenhimmel. Einmal den Namen\u00a0gedruckt sehen und schon Starall\u00fcren. Sie hat sich sogar\u00a0Premium-Businesskarten anfertigen lassen: Socki Sahner \u2013 Freelancer: spezialisiert auf knifflige F\u00e4lle.\u00a0Was sollte ich tun? Ihr Anliegen, meine Biografie zu schreiben, ignorieren? Ihr Talent verk\u00fcmmern lassen? Oder sie ranlassen an den Text und es mir mit den Katzenhassern verderben?<\/p>\n<p>\u00bbDu hast eh keine Wahl\u00ab, sagte sie charmant, wenn auch\u00a0bestimmt, und spreizte die Pfoten, sodass ihre kleinen, scharfen\u00a0Krallen sichtbar wurden. Doch es war nicht die subtile\u00a0Androhung von Gewalt, die mich kapitulieren lie\u00df, sondern der fuchsige Blick, gepaart mit der samtenen Stimme. Von\u00a0wem sie sich das wohl abgeguckt hat \u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/paul-sahner-nachruf-auf-den-bunte-reporter-a-1037708.html\">http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/paul-sahner-nachruf-auf-den-bunte-reporter-a-1037708.html<\/a><\/p>\n<p>http:\/\/www.n-tv.de\/leute\/Rudolf-Scharping-und-Graefin-trennen-sich-article16866231.html<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-664324\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchauszug Paul Sahner: &#8222;Ich hatte sie fast alle &#8211; Die Geheimnisse eines Promireporters&#8220; Paul Sahner galt als &#8222;Gottvater der Intimbeichte&#8220;, schrieb die &#8222;taz&#8220;. 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