{"id":665378,"date":"2017-07-20T18:49:12","date_gmt":"2017-07-20T16:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=665378"},"modified":"2017-07-21T11:04:57","modified_gmt":"2017-07-21T09:04:57","slug":"manager-die-nur-senden-statt-gut-zuzuhoeren-werden-in-chefetagen-ueberfluessig-gastbeitrag-von-spencer-stuart-chef-nicolas-von-rosty","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/07\/20\/manager-die-nur-senden-statt-gut-zuzuhoeren-werden-in-chefetagen-ueberfluessig-gastbeitrag-von-spencer-stuart-chef-nicolas-von-rosty\/","title":{"rendered":"Manager, die nur senden, statt gut zuzuh\u00f6ren, werden in Chefetagen \u00fcberfl\u00fcssig &#8211; Gastbeitrag von Spencer-Stuart-Chef Nicolas von Rosty"},"content":{"rendered":"<p><strong>Viele Chefs haben immer noch nicht verstanden, dass gerade im Digitalisierungszeitalter das Zuh\u00f6ren-K\u00f6nnen eine der wichtigsten F\u00fchrungsst\u00e4rken ist. Nicolaus von Rosty, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Executive-Search-Beratung Spencer Stuart Deutschland wundert sich dar\u00fcber hier in seinem Gastbeitrag.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_665407\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-665407\" class=\"size-full wp-image-665407\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/06\/Rostyvon_Nicolas_HR.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"458\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/06\/Rostyvon_Nicolas_HR.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/06\/Rostyvon_Nicolas_HR-300x211.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/06\/Rostyvon_Nicolas_HR-426x300.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-665407\" class=\"wp-caption-text\">Nicolas von Rosty von Spencer Stuart<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Manager und allwissend? Wohl kaum<\/strong><\/p>\n<p>Was haben Hollywood-Streifen, deutsche Romatik-Kom\u00f6dien und popul\u00e4re Erfolgsratgeber gemeinsam? Unternehmenslenker werden fast ausnahmslos dargestellt als smarte, von Natur aus erfolgreiche Business-Typen. Frei nach der Great-Man-Theorie aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, wonach erfolgreiche Manager allwissend, respekteinfl\u00f6\u00dfend und maskulin zu sein hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anforderungsprofil: Zuh\u00f6ren k\u00f6nnen<\/strong><\/p>\n<p>Allein, eine wissenschaftlich Best\u00e4tigung gab es hierf\u00fcr nie und inzwischen sind auch andere Typen als Top-Manager gefragt: Die weniger heroisch sind und die situative, erlernbare Faktoren aufweisen wie Flexibilit\u00e4t und Teamf\u00e4higkeit. Eine Tugend, auf die es ankommt, fehlt bei der Beschreibung des erfolgreichen Managers besonders h\u00e4ufig: Die F\u00e4higkeit, zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer nur im Sende-Modus ist, wird in der Chefetage bald \u00fcberfl\u00fcssig sein<\/strong><\/p>\n<p>Denn Experten mit siloartigem Spezialwissen, autokratischem F\u00fchrungsstil und einseitigem Sendungsmodus sind in Deutschlands Chefetagen immer weniger gefragt. Im Visier ist eine neue Art von F\u00fchrungskr\u00e4ften: In einem zunehmend schnelldrehenden, transformationellen und disruptiven Umfeld wollen und m\u00fcssen Manager agil sein. Hierzu geh\u00f6rt auch die F\u00e4higkeit zur Kommunikation. Auf der Bewertungsskala liegt sie mitunter sogar noch \u00fcber der fachlichen Eignung.<\/p>\n<p>Das ist eine logische Entwicklung: Wenn Wissen im Digitalzeitalter leicht verf\u00fcgbar ist und schnell veraltet, ist klar, dass ein Einzelner nicht allein \u00fcber alle entscheidenden Informationen verf\u00fcgen kann. Es geht darum, die richtigen Experten zu vereinen und ihnen Raum f\u00fcr ihre Ideen zu geben \u2013 denn es gibt keinen perfekten CEO, sondern nur ein perfektes Team.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fchrungsst\u00e4rke durch gezieltes Fragen<\/strong><\/p>\n<p>Wissen ist schon lange keine Macht mehr f\u00fcr Einzelne, sondern der Wert entsteht durchs Teilen und durchs Mitteilen. Manager m\u00fcssen durch gezieltes Fragen F\u00fchrungsst\u00e4rke beweisen. Es geht darum,\u00a0 die Mitarbeiter nicht par ordre du mufti zu demotivieren, sondern intrinsisch zur Probleml\u00f6sung zu motivieren. Mit einseitigen Anweisungen ist kein Vertrauen zu gewinnen, sie dr\u00fccken auf die Innovationsbremse. Wichtig ist stattdessen der Mut zum Delegieren und Loslassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Manager, die scheitern, weil sie nicht erst mal zuh\u00f6ren<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe etliche Manager erlebt, die daran gescheitert sind, dass sie nur sendeten. Nehmen wir zwei Beispiele: Da ist der Chef eines Gro\u00dfkonzerns, der abgehoben und \u00fcber die K\u00f6pfe der Mitarbeiter hinweg Ver\u00e4nderungsprozesse anst\u00f6\u00dft, die die Basis nicht erreichen. Oder der neue Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, der in seinen ersten 100 Tagen bereits die L\u00f6sungen parat hat, ohne die konkreten Probleme \u00fcberhaupt erst durch Zuh\u00f6ren ermittelt zu haben. Und oft scheitern Manager schon im Bewerbungsgespr\u00e4ch \u2013 viele Kandidaten schalten zu schnell in den Sendermodus, ohne auf ihr Gegen\u00fcber einzugehen oder sich anzuh\u00f6ren, vor welchen speziellen Herausforderungen das Unternehmen eigentlich steht.<\/p>\n<p>Es geht also immer wieder darum, die Menschen dort abzuholen, wo sie sind \u2013 und nicht, wo man selbst gerade steht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Chefs haben immer noch nicht verstanden, dass gerade im Digitalisierungszeitalter das Zuh\u00f6ren-K\u00f6nnen eine der wichtigsten F\u00fchrungsst\u00e4rken ist. Nicolaus von Rosty, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Executive-Search-Beratung Spencer Stuart Deutschland wundert sich dar\u00fcber hier in seinem Gastbeitrag. &nbsp; Manager und allwissend? 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