{"id":664628,"date":"2017-03-31T15:06:10","date_gmt":"2017-03-31T13:06:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=664628"},"modified":"2017-03-31T15:06:10","modified_gmt":"2017-03-31T13:06:10","slug":"gallup-studie-aus-einem-in-sich-gekehrten-technokraten-wird-kein-froehlicher-und-mitreissender-chef-replik-von-martin-wollziefer-gastbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/03\/31\/gallup-studie-aus-einem-in-sich-gekehrten-technokraten-wird-kein-froehlicher-und-mitreissender-chef-replik-von-martin-wollziefer-gastbeitrag\/","title":{"rendered":"Gallup-Studie: Aus einem in sich gekehrten Technokraten wird kein fr\u00f6hlicher und mitrei\u00dfender Chef &#8211; Replik von Martin Wollziefer (Gastbeitrag)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Replik von Personalberater Martin Wollziefer von SW Recht &amp; Personal zum Interview mit Gallup-Experte Marco Nink:<\/strong><\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"vopA14i7vw\"><p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/03\/30\/gallup-interview-nink-fuehrung-erledigt-sich-nicht-nebenbei-sie-kostet-zeit\/\">Interview mit Gallup-Experte Marco Nink: &#8222;F\u00fchrung erledigt sich nicht nebenbei, sie kostet Zeit&#8220;<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Interview mit Gallup-Experte Marco Nink: &#8222;F\u00fchrung erledigt sich nicht nebenbei, sie kostet Zeit&#8220;&#8220; &#8212; Management-Blog\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/03\/30\/gallup-interview-nink-fuehrung-erledigt-sich-nicht-nebenbei-sie-kostet-zeit\/embed\/#?secret=uSSdPlv6gd#?secret=vopA14i7vw\" data-secret=\"vopA14i7vw\" width=\"584\" height=\"329\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_654021\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-654021\" class=\"size-medium wp-image-654021\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/wollziefer.neu_-300x150.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/wollziefer.neu_-300x150.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/wollziefer.neu_-500x250.jpg 500w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/wollziefer.neu_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-654021\" class=\"wp-caption-text\">Martin Wollziefer, Chef der Personalberatung SW Recht &amp; Personal<\/p><\/div>\n<p><strong>Aus einem in sich gekehrten Technokraten wird kein fr\u00f6hlicher und mitrei\u00dfender Chef<\/strong><\/p>\n<p>.<br \/>\nDie These, Vorgesetzte m\u00fcssen sich f\u00fcr ihre Mitarbeiter als Mensch interessieren&#8220; ist grundfalsch. Passender w\u00e4re: \u201eVorgesetzte interessieren sich f\u00fcr andere Menschen.\u201c Nur so veranlagte Menschen werden n\u00e4mlich in der besten aller Personalwelten zum Vorgesetzten. Fachliche Defizite kann man n\u00e4mlich bei mittlerer geistiger F\u00e4higkeit einfacher nachschulen als Empathie und Menschenorientierung.<\/p>\n<p>Oder: \u201eChefs sollten ihren Blick in die Zukunft richten und dabei die Erwartungen, Erfolge und H\u00fcrden des Mitarbeiters in den Mittelpunkt stellen. Daraus lassen sich dann individuelle und zielgerichtete Schulungen und Entwicklungsprogramme ableiten.\u201c Das ist nur teilweise richtig. Finden die Befragten von Gallup doch selbst das Item Aufstiegschancen und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten ziemlich unwichtig. Mit Schulungen und besonders mit Entwicklungsprogrammen f\u00fchlt sich so mancher mehr gequ\u00e4lt als gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mitarbeitergespr\u00e4che als unternehmenssch\u00e4digendstes Werkzeug im Managementbaukasten<\/strong><\/p>\n<p>Au\u00dferdem kommt zum Desinteresse auch noch die Tatsache hinzu, dass es ehrlicherweise f\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte H\u00fcrden gibt, die sie weder \u00fcberspringen wollen noch k\u00f6nnen. Letzteres sagt man ihnen aber ungern und entwickelt stattdessen lieber alle Mitarbeiter ziemlich ziellos \u2013 und oft falsche Erwartungen s\u00e4end \u2013 irgendwohin.<\/p>\n<p>Gallup-Experte Marco Nink sagt: \u201eF\u00fchrung erledigt sich nicht einfach nebenbei, sie kostet Zeit. Empfehlenswert sind zwei bis vier Mitarbeitergespr\u00e4che im Jahr sowie ein regelm\u00e4\u00dfiger kurzer Austausch zwischendrin.\u201c<br \/>\nDas finde ich fatal. Moderne Unternehmen erkennen zunehmend, dass st\u00e4ndige und ritualisierte Mitarbeitergespr\u00e4che zu den ungeliebtesten und auch teilweise unwirksamsten, wenn nicht gar unternehmenssch\u00e4digendsten Werkzeugen im Managementbaukasten geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Besch\u00e4ftige wollen nicht pausenlos vermessen und optimiert werden<\/strong><\/p>\n<p>Ich frage mich: Misst eigentlich irgendjemand, ob sich Aufwand und Nutzen auch wirklich mindestens die Waage halten?<\/p>\n<p>Erstens: Besch\u00e4ftige wollen nicht pausenlos vermessen und optimiert werden.<\/p>\n<p>Und zweitens m\u00f6chten sie auch nicht gelobt oder mit Feedback beseelt werden, nur weil das so im Handbuch steht. Das demotiviert sonst nur zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>Drittens wird man durch vier Mitarbeitergespr\u00e4che im Jahr kein guter Chef.<br \/>\nMein Fazit: Man muss es sein. Und nicht werden. Das ist der allerwichtigste Punkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Top-Sprinter muss man bestimmte k\u00f6rperliche Eignungskriterien erf\u00fcllen. Ebenso wie ein Gro\u00dfmeister im Schach: Ohne bestimmte kognitive F\u00e4higkeiten wird man das nicht werden. Dasselbe gilt f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte. Vorgesetzte m\u00fcssen ebenfalls zun\u00e4chst einmal bestimmte F\u00e4higkeiten mitbringen. Die entsprechenden Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale hat man aber mit 26, 29 oder 35 Jahren schon sehr weit ausgepr\u00e4gt. Oder eben nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Training und \u00dcbung alleine reichen da einfach nicht. Auch wenn etliche Coach suggerieren, man k\u00f6nne Chef-Sein lernen kann. Aus einem in sich gekehrten Technokraten wird kein fr\u00f6hlicher und mitrei\u00dfender Chef.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gilt der bew\u00e4hrte Satz: Auswahl kommt vor Training und Schulung. W\u00e4hlt die Unternehmensspitze ihre Manager nach ihrer F\u00fchrungseignung aus, dann werden k\u00fcnftig auch etwas weniger Leistungstr\u00e4ger die innere K\u00fcndigung einreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Replik von Personalberater Martin Wollziefer von SW Recht &amp; Personal zum Interview mit Gallup-Experte Marco Nink: Interview mit Gallup-Experte Marco Nink: &#8222;F\u00fchrung erledigt sich nicht nebenbei, sie kostet Zeit&#8220; &nbsp; &nbsp; Aus einem in sich gekehrten Technokraten wird kein &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/03\/31\/gallup-studie-aus-einem-in-sich-gekehrten-technokraten-wird-kein-froehlicher-und-mitreissender-chef-replik-von-martin-wollziefer-gastbeitrag\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1984,427,2269,2927,4354,6499],"class_list":["post-664628","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-fuhrung","tag-gallup-studie","tag-marco-nink","tag-martin-wollziefer","tag-mitarbeitergesprach","tag-replik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/664628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=664628"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/664628\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=664628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=664628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=664628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}