{"id":664268,"date":"2017-03-14T01:14:59","date_gmt":"2017-03-14T00:14:59","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=664268"},"modified":"2017-03-15T00:29:13","modified_gmt":"2017-03-14T23:29:13","slug":"anwalt-thomas-klindt-erfindet-einen-neuen-vorstandsposten-data-asset-manager-ein-gastbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/03\/14\/anwalt-thomas-klindt-erfindet-einen-neuen-vorstandsposten-data-asset-manager-ein-gastbeitrag\/","title":{"rendered":"Anwalt Thomas Klindt erfindet einen neuen Vorstandsposten: Data Asset Manager. Ein Gastbeitrag"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thomas Klindt, Industrie- und Technikanwalt bei Noerr und Professor an der Uni Bayreuth, verl\u00e4sst die juristischen Gefilde und schl\u00e4gt eine neue Vorstandsposition vor: Den Data Asset Manager, der &#8211; wie ein zweiter Vertriebsvorstand &#8211; daf\u00fcr verantwortlich sein soll, dass die Daten, die das Unternehmen Tag f\u00fcr Tag generiert, zu Geld gemacht werden. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Klindt meint in seinem Gastbeitrag:\u00a0Unternehmen verschenken jeden Tag bares Geld \u2013 und sich dessen nicht bewusst, weil sie den Datenschatz, auf dem sie sitzen, nicht heben.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-657851\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/08\/klindt.interconti.stehend.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/08\/klindt.interconti.stehend.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/08\/klindt.interconti.stehend-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/08\/klindt.interconti.stehend-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hauptamtlicher Datenk\u00fcmmerer gesucht: Data Asset Manager<\/strong><\/p>\n<p>Auf den Datenservern und den Clouds der Unternehmen liegen in riesigen Mengen ganz allt\u00e4gliche und banale Daten, die beim Gesch\u00e4ftsbetrieb oder der Produktion quasi nebenbei anfallen. Und f\u00fcr die sich bislang niemand verantwortlich f\u00fchlt, geschweige denn daraus neue Einnahmequellen generiert.<\/p>\n<p>Schlimmer noch: Wenn sie ungenutzt bleiben oder sogar unentgeltlich weiter gegeben werden. Daf\u00fcr brauchen Unternehmen in Zukunft einen hauptamtlichen K\u00fcmmerer, den Data Asset Manager. Zumal viele Daten nicht personenbezogen sind, der Datenschutz also kein Problem ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sind Autodaten bald teurer als die Fahrzeuge selbst?<\/strong><\/p>\n<p>Unternehmen nutzen heute nur einen Teil ihres Datenschatzes, auch wenn Vernetzung und k\u00fcnstliche Intelligenz die Gesch\u00e4ftsmodelle von Unternehmen gerade rasant umkrempeln. Wer fr\u00fcher nur Autos baute, vermarktet jetzt auch Mobilit\u00e4tskonzepte. Oder verkauft Daten, die beim Betrieb der Fahrzeuge anfallen und aus denen andere Unternehmen dann zum Beispiel Verkehrs-Apps basteln. Schon bald sind die Autodaten teurer als die Fahrzeuge selbst, orakeln Branchenkenner. Klingt verr\u00fcckt? Das ist erst der Anfang.<\/p>\n<p>Denn erst die Vermarktung nahezu aller anfallenden Unternehmensdaten zeigt das wahre revolution\u00e4re Ausma\u00df des digitalen Wandels. Daf\u00fcr braucht es aber ganz neue Vertriebskonzepte. Der Data Asset Manager wird als zweiter Vertriebsvorstand nicht das klassische Produkt des Unternehmens vertreiben, sondern eben die intern anfallenden, allt\u00e4glich generierten Daten aller Art und G\u00fcte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schokoladenproduzenten ebenso wie Reiser\u00fccktrittsversicherer<\/strong><\/p>\n<p>Dabei ist unbedeutend, was das Hauptvertriebsprodukt des Unternehmens ist: Ich denke ebenso an einen Hersteller von Schokolade wie von Winterreifen wie f\u00fcr den Vertrieb von Reiser\u00fccktrittsversicherungen oder von Damenstr\u00fcmpfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der rund um die Uhr intern erzeugte Datenberg betrifft s\u00e4mtliche Daten des gesamten Beleuchtungsmanagements eines Unternehmens: Alle Benutzungsl\u00e4ngen, Benutzungszeitpunkte, Benutzungsorte und (\u00fcberfl\u00fcssige) Beleuchtungsdauern \u2013 ein hochinteressanter Datensatz f\u00fcr Unternehmen mit just dem Gesch\u00e4ftsmodell, Energiekosten durch effizientes Lichtmanagement zu steuern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Stadtortsuche mit den Daten der Zahlungsarten &#8211; von einem Warenhaus<\/strong><\/p>\n<p>Konkretes Beispiel gef\u00e4llig? Ein bundesweit t\u00e4tiges Warenhausunternehmen kennt f\u00fcr jeden einzelnen Standort die Zahlungsarten der Kunden im Detail. Mehr Bargeldzahlung? EC- oder Kreditkarten? Wo wird viel mit dem Smartphone gezahlt? Diesen Datenschatz kann das Warenhaus anderen Unternehmen verkaufen, die dann beispielsweise mit der Einf\u00fchrung neuer Zahlungssysteme an den geeigneten Standorten beginnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oder: Stellt das Unternehmen in eigenen Werkhallen Produkte her, generiert es im Maschinenpark zudem unz\u00e4hlige Maschinendaten etwa \u00fcber K\u00fchlmittelst\u00e4nde, Auslaufdauern, Erhitzungs- und Temperaturwechsel oder Schmier\u00f6lverbrauch \u2013 ein riesiger Datenschatz f\u00fcr jedes Gesch\u00e4ftsszenario im Zusammenhang mit Kostensenkungen bei Betriebsmitteln wie auch f\u00fcr die Vorhersage von St\u00f6rungen. Auf englisch predictive maintenance.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ausbildung? Kompetenz? Am besten Vertriebsprofi<\/strong><\/p>\n<p>Ein Data Asset Manager sollte am besten aus dem Vertrieb kommen. Als Datenk\u00fcmmerer kann er &#8211; systematisch vermarktet &#8211; signifikant zum Umsatz des Unternehmens beitragen. Je nach Art und G\u00fcte der Daten beziehungsweise der weiteren Einsatzm\u00f6glichkeiten kann sich aus dieser T\u00e4tigkeit eine eigene Sparte des Unternehmens entwickeln: Der Unternehmensbereich Data Assets.<\/p>\n<p>Anders als Digitalvorst\u00e4nde besch\u00e4ftigen sich Data Asset Manager mit der Transformation von analogen in digitale Gesch\u00e4ftsmodelle und sie entwickeln neue digitale Gesch\u00e4ftsmodelle. Sie checken anfallenden Daten im Hinblick auf weitere Verwertungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-664324\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2017\/02\/Blog-Ranking2017.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Thomas Klindt, Industrie- und Technikanwalt bei Noerr und Professor an der Uni Bayreuth, verl\u00e4sst die juristischen Gefilde und schl\u00e4gt eine neue Vorstandsposition vor: Den Data Asset Manager, der &#8211; wie ein zweiter Vertriebsvorstand &#8211; daf\u00fcr verantwortlich sein soll, &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/03\/14\/anwalt-thomas-klindt-erfindet-einen-neuen-vorstandsposten-data-asset-manager-ein-gastbeitrag\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[813,1627],"class_list":["post-664268","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-noerr","tag-thomas-klindt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/664268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=664268"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/664268\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=664268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=664268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=664268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}