{"id":663598,"date":"2016-12-06T16:53:27","date_gmt":"2016-12-06T15:53:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=663598"},"modified":"2016-12-07T18:33:44","modified_gmt":"2016-12-07T17:33:44","slug":"buchauszug-stefan-wachtel-12-taktiken-fuer-mehr-fuehrungswirkung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2016\/12\/06\/buchauszug-stefan-wachtel-12-taktiken-fuer-mehr-fuehrungswirkung\/","title":{"rendered":"Buchauszug Stefan Wachtel: &#8222;Executive Modus &#8211; 12 Taktiken f\u00fcr mehr F\u00fchrungswirkung&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stefan Wachtel ist\u00a0Coach f\u00fcr Top-Manager, nach eigener Aussage sind 17 der DAX30-Konzerne seine Kunden. Seine Spezialit\u00e4t:\u00a0Die Begleitung von Pr\u00e4sentationen und Keynotes bei\u00a0internationalen Meetings. F\u00fcr ARD und ZDF coachte er Moderatoren und macht Ansagentraining f\u00fcr Piloten. &#8222;Executive-Modus &#8211; 12 Taktiken f\u00fcr mehr F\u00fchrungswirkung&#8220; ist sein zehntes Werk, hier ein Buchauszug:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kapitel:\u00a0Den Auftritt planen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_663599\" style=\"width: 447px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-663599\" class=\"size-full wp-image-663599\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/12\/wachtel.stefan2016.jpg\" alt=\"Stefan Wachtel, Autor und Coach\" width=\"437\" height=\"592\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/12\/wachtel.stefan2016.jpg 437w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/12\/wachtel.stefan2016-221x300.jpg 221w\" sizes=\"auto, (max-width: 437px) 100vw, 437px\" \/><p id=\"caption-attachment-663599\" class=\"wp-caption-text\">Stefan Wachtel, Autor und Coach<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ist der Auftritt professionell wie alles \u00fcbrige Managen und F\u00fchren? Oft hei\u00dft die Antwort Nein. Einer hat Sonntagnachmittag lustlos auf ein paar Charts herumgemalt, f\u00fcr ein Event am Dienstag, das war\u2019s.\u00a0 Das kommt Ihnen zu Recht nicht ganz professionell vor. Sie k\u00f6nnten fragen: Was haben Sie eigentlich hinter sich, was gute F\u00fchrungswirkung\u00a0 schafft, was haben Sie um sich herum? Gibt es einen Plan?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Keine gute Kommunikationsleistung ohne Planung<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt keine gute Kommunikationsleistung ohne gute Planung. Sie sollten f\u00fcr Ihre F\u00fchrungswirkung drei Weisen der Dramaturgie kennen. Erstens die Dramaturgie im Sinne eines Planes von Auftritten, der Inszenierung im Zeitverlauf, zweitens die Dramaturgie von Veranstaltungen und drittens die Dramaturgie von \u00c4u\u00dferungen in Rede und Antwort, den Redeplan. Wenn etwas schiefgeht, dann weil es keinen Plan gab, weil er nicht durchdacht oder nicht geprobt wurde oder beides nicht, oder weil jemand schlauer sein wollte als der Plan.<\/p>\n<p>Wenn jemand etwas sagt, antwortet oder einfach nur erscheint, auftritt, und wenn daran etwas gut oder schlecht ist, dann ist es, so denken wir, irgendeine Art von Rhetorik. Aber dieser Blick ist zu kurz. Man kann an Menschen noch so viel reparieren, und ich erlebe genug Menschen, an denen schon dies und das repariert wurde. Ert\u00fcchtigung Einzelner bringt zu wenig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der richtige Rahmen macht\u00b4s<\/strong><\/p>\n<p>Meist stellt sich sofort heraus, dass der Rahmen nicht stimmt. Was wollen wir sagen, warum geht er da \u00fcberhaupt hin? Brauchen wir Charts? Oder besser einen Plan, ein paar Stichw\u00f6rter, vielleicht eine Haltung? Nichts davon hat mit den auftretenden Personen zu tun, wenn es hakt. Es gibt oft gar kein M\u00fcller-Problem; es gibt oft kein Meier-Problem.<\/p>\n<p>Es gibt zuallererst ein strukturelles Problem, eines des Systems. Deshalb werden Sie so lange keine F\u00fchrungswirkung entfalten, solange die Vorbereitungsmaschinen hinter Ihnen Sie auf die linke Seite ziehen \u2013 und solange Sie sich kritiklos ausliefern. Zu Anfang hatte ich dieses Konzept aufgespannt zwischen system- bezogen und personenbezogen. Beides muss zusammen gehen. Also, ein Kapitel \u00fcber systembezogene F\u00fchrungswirkung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Expertenmodus<\/strong><\/p>\n<p>Das System besteht aus Menschen, die ihren Chefs zuarbeiten, Menschen, die selbst im Expertenmodus arbeiten. Und der hei\u00dft, nach soundsoviel Seiten wissen wir es: Fakten sammeln, komprimieren, archivieren, akkumulieren, erkl\u00e4ren, erl\u00e4utern und rechtfertigen. Wer t\u00e4glich im Expertenmodus spielt, wird nicht per se seinen Chefs gute Auftritte vorbereiten k\u00f6nnen. Die Organisation m\u00fcsste den Executive Modus kennen, das w\u00e4re ein Teil der L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Am sichersten sollten Sie Ihre pers\u00f6nliche Wirkung integriert mit dem Hinterland vorbereiten: Text und Bild, B\u00fchne und Aktion, Rede und Antwort.<\/p>\n<p>Der integrierte Auftritt ist die Gesamtheit der Ma\u00dfnahmen, um Auftritte des Spitzenmanagements in allen internen und externen Auftritten zu planen, zu platzieren, vorzubereiten und durchzuf\u00fchren. Seine Komponenten sind: Die Anbindung an Themen sowie deren rhetorische Aufbereitung in Denkstil und Sprachstil, Methoden zum Sprechstil des Vortragenden im Rahmen eines Executive-Coachings, Inszenierung, Dresscode sowie Fotoplanung\u00a0 des Auftritts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn Sie Auftritte vorbereiten, m\u00fcssen Sie auf einen Punkt hin denken: Wof\u00fcr steht der Auftritt? Danach Antworten auf die Fragen: Wo platziert? Wer zu welchen Themen? Mit welchen zitierbaren \u00c4u\u00dferungen, welchen Soundbites? In welchem Ton? In welcher Prozedur? Vorlesen, frei reden etc.: Wie inszeniert? In welchem Dress und in welchem B\u00fchnenbild?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Mechanik hinter dem Auftritt<\/strong><\/p>\n<p>Danach Themen und Stichwortmodule, und am Schluss Coaching oder Probe. Man plant Auftritte integriert, indem man ein paar klare Punkte stimmig macht. Es sind zugleich die Arbeitsgebiete, auf denen Sie mit Ihrem Kommunikationsteam arbeiten m\u00fcssen. Sie sollten daf\u00fcr sorgen, dass die Kommunikateure und Assistenten die Mechanik hinter Ihrem Auftritt kennen. Die vier Ps: Processes \u2013 Procedures \u2013 Papers \u2013 Preparations.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Prozesse am Ergebnis ausrichten<\/strong><\/p>\n<p>Prozesse werden effizienter, indem Sie von Anfang an an das Ergebnis denken. Und das ist im Executive Modus nicht irgendein Papier. F\u00fchrungswirkung unterst\u00fctzt das, wof\u00fcr der Auftritt steht, und ist an die Strategie gekoppelt. Zun\u00e4chst entsteht ein Plan \u00fcber Botschaften, dann eine Liste von Befindlichkeiten des Publikums, die anzusprechen sind, sodann eine erste Dramaturgie. Dann Stichwortkonzept und Probe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Prozedur des Sprechens w\u00e4hlen<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt drei Prozeduren des Sprechens: vorlesen, auswendig sprechen und frei formulieren.<\/p>\n<p>Vorlesen:\u00a0 Man macht einen Plan! Man setzt sich hin und schreibt auf, was man sagen will, sauber, grammatisch korrekt, am liebsten vollst\u00e4ndig. Aber das bringt zwei Probleme:<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Der Text k\u00f6nnte langweilig werden, sobald Sie ihn sprechen wollen.<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Der Text wird wahrscheinlich beim Vorlesen falsch betont werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-663600\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/12\/cover.wachtel.jpg\" alt=\"cover-wachtel\" width=\"160\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/12\/cover.wachtel.jpg 160w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/12\/cover.wachtel-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/><\/p>\n<p><strong>Stefan Wachtel: &#8222;Executive Modus &#8211; 12 Taktiken f\u00fcr mehr F\u00fchrungswirkung&#8220;, Carl Hanser Verlag, 224 Seiten, 30 Euro: <a href=\"http:\/\/www.hanser-fachbuch.de\/buch\/Executive+Modus\/9783446449312\">http:\/\/www.hanser-fachbuch.de\/buch\/Executive+Modus\/9783446449312<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer abliest, erh\u00f6ht das Tempo &#8211; und wirkt monoton, es ist also unklug<\/strong><\/p>\n<p>Wissenschaftlich bewiesen sind seit fast 90 Jahren, seit dem Beginn der Sprechwissenschaft,\u00a0 zwei Umst\u00e4nde:<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Text vorzulesen treibt das Sprechtempo.<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Text vorzulesen macht Melodien monoton (wenn Sie nicht gerade professioneller Vorleser sind: eine Kunst, die fast nur noch in \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern gelehrt wird).<\/p>\n<p>Diese Umst\u00e4nde lassen kein gutes Haar am Vorlesen. Also, wir wollen es kurz machen: Vorlesen ist immer die falsche Prozedur \u2013 von der Hauptversammlung abgesehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8230;das gilt auch f\u00fcr auswendig Gelerntes<\/strong><\/p>\n<p>Auswendig\u00a0 sprechen: Sie wollen ganz frei in der Landschaft stehen. Das ist sch\u00f6n, wie Steve Jobs, hab ihn selig. Aber Sie haben nicht eine ganze Woche Zeit, den Auftritt zu proben. Ist der Text fertig, bedeutet das einen weiten Weg von der Kreation zur Aktion. Redeplanung und Satzplanung in verschiedenen Situationen, das behindert Flexibilit\u00e4t. Die Idee des Auswendigen ist nicht neu, auf Theaterb\u00fchnen wird sie t\u00e4glich umgesetzt. Schon die Antike kannte die memoratio als Teil jeder rhetorischen Performance. Aber ist das f\u00fcr Ihre F\u00fchrungswirkung geeignet? Das Auswendige verliert fast immer das Gegen\u00fcber; es ist an niemanden gerichtet. Das Auswendige wird deshalb oft zu schnell, das treibt das Tempo. Die Melodie wird isoton, gleichf\u00f6rmig, mit eigent\u00fcmlichem Singsang. Tun Sie es nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Frei sprechen als K\u00f6nigsweg &#8211; das geht auch mit Stichworten<\/strong><\/p>\n<p>Frei formulieren: Frei sprechen bedeutet Satzplanung in der Situation. Kein Text, nichts Memoriertes. Frei sprechen ist Sprechdenken in aktueller Situation, das meist auf ein reales oder fiktives Gegen\u00fcber gerichtet ist \u2013 oder als Selbstgespr\u00e4ch an sich selbst. Die Redeplanung, die Reihenfolge also, muss nicht frei sein, aber die Satzplanung ist die der Situation. Frei sprechen bedeutet nicht planlos zu sprechen. Deshalb sind Stichw\u00f6rter hilfreich. Es sollten aber eben nur W\u00f6rter da stehen, nicht S\u00e4tze.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Redeplan<\/strong><\/p>\n<p>Ihr frei Formuliertes sollte einem Redeplan folgen, wie beginne ich, wie ende ich? Redeplan und Satzplan werden gern verwechselt; \u00bbganz frei\u00ab \u2013 ohne Redeplan \u2013 ist oft viel zu authentisch und gef\u00e4hrlich. Es assoziiert.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich h\u00f6ren wir oft: Auf den Charts steht ja was. Sorgen Sie besser daf\u00fcr, dass auf den Slides wenig steht, und in keinem Fall Ihr Stichwortkonzept, das die H\u00f6rer dann vorher lesen. Deshalb sind oft \u00fcberf\u00fcllte Charts verd\u00e4chtig. \u00bbVom Chart\u00ab frei zu reden ist im F\u00fchrungsalltag die h\u00e4ufigste Prozedur, und die schlechteste (siehe Gesetze\/Taktiken:\u00a0 \u00bbVon Papier zur Aktion\u00ab, \u00bbVon schriftlich zu m\u00fcndlich\u00ab).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Geeignete Papiere herstellen oder beauftragen<\/strong><\/p>\n<p>Hier liegt ein entscheidender Punkt f\u00fcr die G\u00fcte jedes Auftritts. Der Weg in den Executive Modus ist einer vom Produkt zur Aktion; von schriftlich zu m\u00fcndlich. Manche F\u00fchrungswirkung wird heruntergezogen durch schlechte Charts und grausigen Text. Also fragen wir: Was haben Sie am Ende als Produkt vor sich? Was die Papiere auch immer sind, sie wollen Ihre Wirkung unterst\u00fctzen und nicht blockieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Blo\u00df kein Schriftdeutsch<\/strong><\/p>\n<p>Schriftdeutsche Papiere sollten verschwinden oder zu praktikablen Redevorlagen werden, Q&amp;A sollten zu Themensettings werden, Vorlesetexte\u00a0 werden teils unn\u00f6tig oder sehen nicht mehr so aus, Charts sind nicht mehr \u00fcberf\u00fcllt und \u00bbselbsterkl\u00e4rend\u00ab. Wenn schon Papiere, dann solche, die den Auftritt st\u00fctzen \u2013 und nicht umgekehrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sich professionell vorbereiten<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbIch hatte mit ihr gesprochen! Das ist immer das Beste. Ich hatte sofort einen sehr guten Eindruck. Schon die ersten Worte, die sie sagte \u2026 so klar.\u00ab Das sagte mir der Aufsichtsratsvorsitzende eines DAX-30-Konzerns, als er einen Personalvorstand suchte. Sie wurde es dann. Ich musste erwidern: \u00bbNur Rhetorik!\u00ab Und wir mussten beide lachen. Die Kandidatin hatte sich offenbar \u2013 auf diese ersten Worte \u2013 gut vorbereitet. Es konnte nur so gewesen sein. Das Wirksame kommt nicht authentisch aus uns heraus; es ist fast immer ge\u00fcbt. Wer etwas aus einem \u00c4rmel sch\u00fcttelt, muss vorher etwas hineingetan haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nur fachlich gut sein reicht nicht, perfekt\u00a0inszenieren hilft mehr<\/strong><\/p>\n<p>Warum in aller Welt sind Bewerbungsgespr\u00e4che gegen\u00fcber allem Papier das ultimative Mittel der Entscheidung? Bewerbungsgespr\u00e4che werden vorrangig und oft \u00fcberhaupt nur gef\u00fchrt, um einen unverstellten Eindruck zu bekommen. Aber genau das bekommt man ja dort nicht! Gerade die, die sich besonders gut vorbereiten, die besonders lange \u00fcber ihr Outfit nachgedacht haben, die besonders intensiv ihre ersten Worte einge\u00fcbt haben, erreichen Wirkung. So war es auch in diesem Fall. Die Kandidatin wurde eingestellt, und das war richtig. Sie war nicht nur 1a, was den Eindruck angeht, sie war es auch sonst. Aber sie w\u00e4re nie dort gelandet, wenn sie nur \u00bbfachlich gut\u00ab gewesen w\u00e4re. Das war sie auch, aber sie hatte sich besser vorbereitet. Sie war auf der rechten Seite, im Executive Modus. Vorbereitung,\u00a0 preparation, muss sein: Ohne Prep kein Pep.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass man lernen sollte, ist klar, aber warum \u00fcberhaupt sollten Sie sich f\u00fcr Auftritte professionell vorbereiten? Weil das Folgende auf Sie zutrifft?<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Unwohlsein mit der kommenden Situation.<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Unzufrieden sein mit bisherigen Vorbereitungsprozessen.<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Unzufrieden sein mit Papieren\/Produkten.<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Zu wenig Feedback \u2013 nur positives Feedback.<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Angst vor Risiken.<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Termine, die wie Pr\u00fcfungen sind: Gremien, Aufsichtsrat etc.<\/p>\n<p>\u2022\u00a0 Generelle Lust am Lernen und an Auftritten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was holprig wirkt, kann gerade so inszeniert sein<\/strong><\/p>\n<p>Der PayPal-Mitgr\u00fcnder und Investor Peter Thiel sprach in der Frankfurter Paulskirche im Deutschen Wirtschaftsforum der ZEIT. Er schwitzte, er war hoch konzentriert, er sprach teils Deutsch, obwohl es nicht seine Muttersprache ist. Ein Milliard\u00e4r, der nun wirklich sagen k\u00f6nnte, was immer er will, die Veranstalter und das Publikum k\u00f6nnen froh sein, wenn der \u00fcberhaupt da ist. Aber es war anders. Ich habe einen Riecher daf\u00fcr. Mit jedem seiner Atemz\u00fcge, in jeder seiner Formulierungen sp\u00fcrte ich: Er hatte sich pr\u00e4pariert, vorbereitet und geprobt. Ein Profi im Executive Modus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hauen Sie tats\u00e4chlich mit der Faust auf einen Tisch<\/strong><\/p>\n<p>Professionelle Vorbereitung betrifft immer auch Ihr Team! Qualifizieren Sie Kommunikateure und\u00a0 Assistenten weiter, wenn Sie in der gl\u00fccklichen\u00a0 Lage sind, welche zu haben. Oft gibt es eben kein Meier-Problem und kein M\u00fcller-Problem, sondern es hakt irgendwo in einem der vier Ps. Hauen Sie auf einen in der N\u00e4he stehenden Tisch, wenn Sprachmaterial und Frameworks nicht zu gebrauchen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gehen Sie nur dahin, wo Ihre Rolle klar ist<\/strong><\/p>\n<p>Im Ernst: Fragen Sie nach dem Plan, Lesen Sie nichts vor, lehnen Sie Industrielyrik ab, erl\u00e4utern Sie keine selbsterkl\u00e4renden\u00a0Charts. Fragen Sie nach der B\u00fchne, nach all den anderen vermeintlichen Kleinigkeiten: Wie soll ich da stehen? Wer soll welche Fragen beantworten? Stellen Sie sich vor, wie die Wirkung sein soll. Und gehen Sie vor allem nirgendwo hin, wo Ihre Rolle nicht klar ist. Lassen Sie sich nicht in den falschen Modus locken. Und nehmen Sie Rat an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-660836\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg\" alt=\"K%c3%b6nige%20der%20Blogosph%c3%a4re\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stefan Wachtel ist\u00a0Coach f\u00fcr Top-Manager, nach eigener Aussage sind 17 der DAX30-Konzerne seine Kunden. Seine Spezialit\u00e4t:\u00a0Die Begleitung von Pr\u00e4sentationen und Keynotes bei\u00a0internationalen Meetings. 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