{"id":662805,"date":"2016-10-07T00:37:12","date_gmt":"2016-10-06T22:37:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=662805"},"modified":"2016-10-07T00:37:12","modified_gmt":"2016-10-06T22:37:12","slug":"woydich-in-new-delhi-4-ein-wirtschaftsstudent-in-indien-ein-motorrad-fuer-eine-ganze-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2016\/10\/07\/woydich-in-new-delhi-4-ein-wirtschaftsstudent-in-indien-ein-motorrad-fuer-eine-ganze-familie\/","title":{"rendered":"Woydich in New Delhi (4) &#8211; ein Wirtschaftsstudent in Indien: Ein Motorrad f\u00fcr eine ganze Familie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tobias Woydich, 26, studiert Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal, macht seinen Master und absolviert f\u00fcr\u00a0drei Monate ein Auslandssemester am Management Development Institute (MDI) in Gurgaon, einer Satellitenstadt 20 Kilometer von New Delhi entfernt. Folge 4.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gestern war ich \u00fcberrascht: als ich gemeinsam mit einem Kommilitonen durch den Sector 14 in Gurgaon schlenderte &#8211; eine ruhige Gegend mit kleinen Gesch\u00e4ften und breiten B\u00fcrgersteigen &#8211; standen wir pl\u00f6tzlich bei einer richtigen Konditorei, Mit selbstgemachten Pralinen und vielen Torten &#8211; sogar einer Torte im Deutschland-Look, schwarz-rot-golden dekoriert. Wir probierten ein St\u00fcck Zitronentorte. Unser Urteil: sehr, sehr s\u00fc\u00df, aber auch sehr lecker.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-662812\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4e.jpg\" alt=\"woydich4e\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4e.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4e-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4e-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Passt einfach immer: Samosa<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt ern\u00e4hre ich mich, wie meine Mutter sagt, tendenziell ungesund. Hier in Indien kommt man problemlos an Reis, H\u00fchnchen und meist scharfe So\u00dfen, aber Gem\u00fcse ist schon seltener. Merkw\u00fcrdigerweise.<\/p>\n<p>Da ich nicht t\u00e4glich Reis esse, versorge ich mich mit den \u00fcbrigen Alternativen. Die sind aber meist in Teigtaschen eingepackt, frittiert oder sehr fettig gebacken. Das Paradebeispiel hei\u00dft Samosa und das gibt es in edleren Restaurants ebenso wie am Stra\u00dfenstand. Meist ist es dreieckig. Diese Teigtaschen sind mit Gem\u00fcsecurry und Kartoffeln gef\u00fcllt und haben mich schon durch manchen Tag gebracht. Auch wenn es nicht so aussieht: sie machen sehr satt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Luxus im Studentenwohnheim<\/strong><\/p>\n<p>Das Problem mit der Ern\u00e4hrung ist auch, dass ich mir nichts kochen kann. Wir haben zwar einen Gemeinschaftsraum mit einer K\u00fcche f\u00fcr alle Austauschstudenten. Diese K\u00fcche besteht allerdings nur aus einem K\u00fchlschrank, einem Wasserkocher und einer Mikrowelle. Kochen entf\u00e4llt also leider. Daf\u00fcr muss ich mich auf dem Campus auch nicht um die anderen Dinge k\u00fcmmern, die ich zuhause allein erledigen muss. Es gibt eine W\u00e4scherei, in der die W\u00e4sche gewaschen wird. Sie wird mir dann ordentlich zusammengelegt aufs Zimmer gebracht. Au\u00dferdem gibt es in jedem Wohnheim Reinigungskr\u00e4fte, die t\u00e4glich die Zimmer durchfegen und wischen. Das ist schon ein besonderer Luxus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine Familie, ein Motorrad<\/strong><\/p>\n<p>In Delhi und Umgebung sind viel mehr Motorradfahrer als bei uns unterwegs. Bei dem Verkehr und den st\u00e4ndigen Staus kann ich allerdings gut verstehen, wieso man sich f\u00fcr ein wendiges Motorrad entscheidet. Lustig ist, dass die Personen auf dem Motorrad fast immer in gleicher Formation sitzen. Der Fahrer ist immer ein Mann, eine Frau sitzt seitlich hinter ihm und &#8211; falls noch ein Kind dabei ist -, sitzt es entweder vor dem Mann oder zwischen Mann und Frau. Je nachdem wie alt es ist. Vier Personen &#8211; bei zwei Kindern &#8211; auf einem Motorrad sind durchaus \u00fcblich. Wie es mit Sicherheitsvorkehrungen aussieht? Ganz mau. Einen Helm hat allenfalls der Fahrer an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-662820\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4.c.jpg\" alt=\"woydich4-c\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4.c.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4.c-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4.c-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Maut-Station mit Reis to go<\/strong><\/p>\n<p>Auf den Highways muss in Indien Maut bezahlt werden. Die Kosten richten sich nach der L\u00e4nge der Strecke und der Gr\u00f6\u00dfe des Autos. An einigen Mautstationen wird sogar Essen direkt durch das Fenster ins Auto verkauft. Allerdings sollte man lieber die Finger davon lassen. Sicherheitshalber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-662810\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4b.jpg\" alt=\"woydich4b\" width=\"366\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4b.jpg 366w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4b-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 366px) 100vw, 366px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcberraschende Verkehrsteilnehmer<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem Weg nach Jaipur, eine Stadt etwa 250 km s\u00fcdwestlich von Delhi, kann es passieren, dass man pl\u00f6tzlich an einem Elefanten vorbei f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-662809\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4a.jpg\" alt=\"woydich4a\" width=\"650\" height=\"441\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4a.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4a-300x204.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4a-442x300.jpg 442w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schul-Tuk-Tuk<\/strong><\/p>\n<p>Statt den Schulbus zu nehmen, teilte sich hier anscheinend eine halbe Schulklasse das Tuk-Tuk auf dem Heimweg. In Indien ist die Schuluniform Pflicht. Jungen tragen Hemd und Hose, M\u00e4dchen haben entweder ein Kleid oder eine Bluse mit einem Rock oder einer Hose an. Es unterscheidet sich nur durch die Farben &#8211; als Insider w\u00fcrde man daran vielleicht die entsprechende Schule erkennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-662811\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4d.jpg\" alt=\"woydich4d\" width=\"650\" height=\"519\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4d.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4d-300x240.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/10\/woydich4d-376x300.jpg 376w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tobias Woydich, 26, studiert Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal, macht seinen Master und absolviert f\u00fcr\u00a0drei Monate ein Auslandssemester am Management Development Institute (MDI) in Gurgaon, einer Satellitenstadt 20 Kilometer von New Delhi entfernt. 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