{"id":662607,"date":"2017-01-03T01:41:18","date_gmt":"2017-01-03T00:41:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=662607"},"modified":"2017-01-19T11:33:42","modified_gmt":"2017-01-19T10:33:42","slug":"chef-fraud-oder-enkeltrick-4-0-wie-betrueger-millionen-ergaunern-und-ihnen-der-antwort-button-dabei-hilft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/01\/03\/chef-fraud-oder-enkeltrick-4-0-wie-betrueger-millionen-ergaunern-und-ihnen-der-antwort-button-dabei-hilft\/","title":{"rendered":"Chef-Fraud oder Enkeltrick 4.0: Wie Betr\u00fcger Millionen ergaunern &#8211; und ihnen der Antwort-Button dabei hilft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Betr\u00fcger geben sich als Unternehmenschefs aus und erbeuten so Millionen, einfach per Bank\u00fcberweisung. Das Ph\u00e4nomen grassiert, gerade im Mittelstand. Auf den Spuren eines unheimlich einfachen Verbrechens.<\/strong> (zuerst erschienen in WiWo-Print)<\/p>\n<p>Die E-Mail, die den Buchhalter Hermann Walden an diesem Montagvormittag im Fr\u00fchsommer erreicht, ist vielleicht etwas ungew\u00f6hnlich, Verdacht aber sch\u00f6pft er nicht. Schlie\u00dflich kommt sie von seinem obersten Vorgesetzten Ulrich Zink, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Firma Schwarz, eines Hightech-Unternehmens in S\u00fcddeutschland mit mehr als 2000 Mitarbeitern an einem Dutzend Standorten: \u201eIch m\u00f6chte Sie beauftragen, die weitere Bearbeitung einer vertraulichen Angelegenheit im Zusammenwirken mit der von uns beauftragten Kanzlei F\u00f6rster &amp; Partner zu \u00fcbernehmen. Bez\u00fcglich der Details informiere ich Sie in K\u00fcrze.\u201c Und weiter hie\u00df es: \u201eDieser Vorgang muss \u00e4u\u00dferst vertraulich behandelt werden und niemand darf zur Zeit dar\u00fcber informiert sein. Nur E-Mail-Verkehr ist erlaubt. Ich vertraue auf Ihre Diskretion. Hat Rechtsanwalt Dahmen Sie bereits kontaktiert? MfG, Ulrich Zink.\u201c<\/p>\n<p>Walden, 54, ist schon viele Jahre im Unternehmen und hat als einer von zwei Buchhaltern die Verf\u00fcgungsbefugnis \u00fcber die Firmenkonten. Die Kanzlei F\u00f6rster &amp; Partner ist ihm gel\u00e4ufig. Wenige Minuten nach dem Eingang der Mail klingelt dann auch sein Telefon, der Anruf kommt \u00fcber seine Durchwahl. Der Anrufer stellt sich vor als Peter Dahmen, spricht ohne Akzent,\u00a0in gew\u00e4hlten Worten und er benimmt sich so, wie man es von einem Firmenanwalt erwartet. Ob er \u00fcber das \u201eaktuelle Projekt\u201c informiert sei? Nein, antwortet Walden. Und der Rechtsanwalt erwidert: \u201eAh gut, dann rede ich noch einmal mit Herrn Zink, er wird sich bei Ihnen melden.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Enkeltrick f\u00fcr Unternehmensr\u00e4uber<\/strong><\/p>\n<p>Und so beginnt eine Geschichte, die in deutschen Unternehmen nicht ungew\u00f6hnlich, aber so au\u00dfergew\u00f6hnlich ist, dass wir alle Namen der beteiligten Firmen und Personen anonymisieren. Eine Geschichte, die Buchhalter Walden in Kontakt mit dem organisierten Verbrechen und die Firma von Unternehmer Zink beinahe um Millionen bringt. Sie steht beispielhaft f\u00fcr Vorf\u00e4lle, die geeignet sind, gestandene Mittelst\u00e4ndler in die Verzweiflung oder gar in den Ruin zu treiben.\u00a0Es ist die Geschichte eines alten Gaunertricks, neu aufgelegt, auf effektive Art, nennen wir ihn Enkeltrick f\u00fcr Unternehmensr\u00e4uber: Fremde geben sich als Vorgesetzte aus und \u00fcberzeugen Mitarbeiter der Buchhaltung durch Detailkenntnisse, ihnen Millionen vom Firmenkonto zu \u00fcberweisen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Leoni verlor 40 Millionen Euro durch einen Enkeltrick<\/strong><\/p>\n<p>CEO-Fraud oder Chef-Trick nennen Ermittler das Ph\u00e4nomen. Allein 45 F\u00e4lle mit 120 Millionen Euro Schaden hat der Kreditversicherer Euler Hermes in den vergangenen zwei Jahren registriert. Das Bundeskriminalamt z\u00e4hlte seit 2013 rund 250 dieser Betrugsf\u00e4lle mit 110 Millionen Euro Gesamtschaden. Zuletzt geriet der Autozulieferer Leoni in die Schlagzeilen, der durch den Enkeltrick 40 Millionen Euro verloren hat. Der \u00f6sterreichische Luftfahrtzulieferer FACC verlor durch eine Transaktion in falschem Namen gar 50 Millionen Euro \u2013 als Konsequenz musste der echte Vorstandsvorsitzende seinen Platz r\u00e4umen. Kurzum, \u201edas Fake-President-Ph\u00e4nomen ist in Deutschland enorm auf dem Vormarsch\u201c, sagt R\u00fcdiger Kirsch, der bei Euler Hermes den Schadensbereich der Vertrauensschadenversicherungen leitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eil\u00fcberweisung nach Hongkong<\/strong><\/p>\n<p>Es ist elf Uhr an jenem Montag, als Walden eine weitere Mail von seinem Chef Zink erh\u00e4lt. Wieder scheint das Schreiben von der Firmenadresse des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers zu stammen, im cc-Feld: Rechtsanwalt Dahmen. Wer genau hinsieht, k\u00f6nnte erkennen, dass im Mail-to-Feld als Absender nicht die Firmen-E-Mailadresse steht, sondern ulrich.zink@mail.com; dass die Kanzlei-E-Mailadresse des Anwalts robert.dahmen@consultant.com lautet. Walden aber liest nur die folgende Anweisung: \u201eWir bereiten zurzeit die \u00dcbernahme eines Unternehmens vor, die Abwicklung erfolgt \u00fcber die Huber GmbH. Die gesamte Angelegenheit ist, insbesondere in Abstimmung mit dem Bundesaufsichtsamt f\u00fcr Finanzdienstleistungen, absolut vertraulich zu behandeln.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann wird der Ton direkt und pers\u00f6nlich: \u201eAufgrund Ihrer bisher einwandfreien Arbeit in unserem Unternehmen m\u00f6chte ich Sie pers\u00f6nlich beauftragen, die weitere Bearbeitung dieser Angelegenheit zu \u00fcbernehmen. Ich erwarte, dass Sie die von uns beauftragte Kanzlei F\u00f6rster &amp; Partner, insbesondere Herrn Dahmen, nach Kr\u00e4ften unterst\u00fctzen. Da wir gegebenenfalls kurzfristige Zahlungen im Au\u00dfenwirtschaftsverkehr erhalten und auch selbst vornehmen, bitte ich Sie daher, zun\u00e4chst unsere Bankverbindung f\u00fcr die Huber GmbH per E-Mail an Herrn Dahmen zu \u00fcbermitteln.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist 13 Uhr, als Dahmen sich erneut meldet. Keine Minute dauert der Anruf. Wieder kommt der Hinweis, \u201ealle Kommunikation bitte \u00fcber Mail\u201c. Ab dann wechseln zwischen Walden und Dahmen 13 Mails hin und her, in denen es um die Abwicklungsmodalit\u00e4ten der Zahlung geht: um die Nennung der Bankverbindung in Hongkong etwa, den Swift-Code und die exakte Adresse der Bank, um die Summe in H\u00f6he von rund 500 000 Euro und darum, dass sie per Eil\u00fcberweisung geschickt werden soll. Pflichtbewusst \u00fcberweist Walden das Geld &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Inszenierung eines Verbrechens<\/strong><\/p>\n<p>Wie die Betr\u00fcger ausgerechnet auf Walden gekommen sind? Vermutlich, weil er mit Bild im Internet auf der Homepage der Firma steht nach dem Motto \u201eIhr direkter Draht in der Buchhaltung\u201c. Wo es nicht so einfach ist, behelfen sich die Betr\u00fcger mit einem Trick: Sie rufen die Zentrale an und geben vor, eine \u00dcberweisung an die Firma sei zur\u00fcckgekommen. Man wolle sie nun erneut abschicken und ben\u00f6tige die korrekte Kontonummer. Bei wem man da in der Buchhaltung nachfragen k\u00f6nne?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auch Clere &#8211; Ex-Balda &#8211; wurde attackiert<\/strong><\/p>\n<p>So war es auch beim ostwestf\u00e4lischen Kunststoffspezialisten Balda, mittlerweile Clere AG. Dort bat der vermeintliche Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer einer Obergesellschaft einen Buchhalter, eine Million Euro auf ein ausl\u00e4ndisches Konto zu \u00fcberweisen. Balda wolle angeblich diskret Anteile an einem Wettbewerber \u00fcbernehmen. Die Betr\u00fcger hatten allerdings nicht genau genug recherchiert. Die Person, die sie angemailt hatten, arbeitete nicht mehr dort.<\/p>\n<p>Der Vorgang landete deshalb beim Vorgesetzten \u2013 und der fragte erst einmal intern nach. \u201eBeide h\u00e4tten die \u00dcberweisung ohne die Unterschrift eines zweiten Zeichnungsberechtigten ohnehin nicht durchf\u00fchren k\u00f6nnen\u201c, sagt Vorstand Oliver Oechsle. Er setzt auf eine offene Unternehmenskultur als Schutz vor solchen Betr\u00fcgereien. \u201eDie Mitarbeiter m\u00fcssen wissen, dass sie Anweisungen hinterfragen sollen, statt sie einfach umzusetzen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das gro\u00dfe Risiko: Der Antwort-Button<\/strong><\/p>\n<p>Beim Techunternehmen Schwarz dagegen denkt Buchhalter Walden nicht ans Hinterfragen. Stattdessen mailt er am Dienstagnachmittag um 15.30 Uhr die Ank\u00fcndigung der Swift-Best\u00e4tigung und fragt beim vermeintlichen Anwalt nach, wann die n\u00e4chsten Zahlungen f\u00e4llig sind. Doch mit dieser Mail wendet sich das Blatt \u2013 wegen eines kleinen Details: Per Antwort-Button will Walden an Dahmen mailen. Damit auch sein Chef Zink im Bilde bleibt, setzt er dessen Mailadresse selbst ins cc-Feld ein: Es ist die erste Mail, die nicht ausschlie\u00dflich zur\u00fcck an die Betr\u00fcger geht, sondern auch beim Vorstandschef landet. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Zink liest die E-Mail am folgenden Morgen. Sofort geht er zu Walden und fragt ihn, was es mit dieser \u00dcberweisung auf sich habe. Der Betrug fliegt auf.<\/p>\n<div id=\"attachment_662726\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-662726\" class=\"size-medium wp-image-662726\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/EY-Reinartz-A-1861-300x196.jpg\" alt=\"Anita Kim-Reinartz (Foto: EY)\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/EY-Reinartz-A-1861-300x196.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/EY-Reinartz-A-1861-459x300.jpg 459w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/EY-Reinartz-A-1861.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-662726\" class=\"wp-caption-text\">Anita Kim-Reinartz (Foto: EY)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>G\u00e4be es f\u00fcr Buchhaltungen das Verbot, Antwortbutton zu nutzen, immer eine neue E-Mail anzulegen und Adressen eigenh\u00e4ndig einzutippen, h\u00e4tten technische Tricks &#8211; bei denen hinter der Mailadresse unsichtbar eine weitere liegt, direkt zu den Betr\u00fcgern &#8211; , keine Chance. &#8222;Ebenso wenig wie Endungen der Betr\u00fcger-Mailadressen mit einem eingef\u00fcgten i wie `comi\u00b4 statt \u00b4.com\u00b4 \u201c oder \u00b4.coim\u00b4, was man schnell \u00fcberliest\u201c, sagt Anita Kim-Reinartz, Expertin f\u00fcr forensische Datenanalyse bei der Beratungsgesellschaft EY.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bei der Risikobewertung wird der menschliche Faktor untersch\u00e4tzt<\/strong><\/p>\n<p>Dass die Gauner \u00fcberhaupt so weit kommen konnten, lag neben der detaillierten Inszenierung des Verbrechens an der Kultur im Hause. \u201eWas die Unternehmen bei der Risikobewertung untersch\u00e4tzen, ist der menschliche Faktor\u201c, sagt Kim-Reinartz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Angst der Mitarbeiter vor der Hierarchie<\/strong><\/p>\n<p>Das Problem sei, dass die meisten Mitarbeiter Angst vor der h\u00f6heren Hierarchieebene h\u00e4tten. Diese Angst nutzen die Banden aus. Scheut sich ein Mitarbeiter, nach einem Betrug seinen Vorgesetzten zu informieren oder den vermeintlichen Chef-Absender anzusprechen, geht wertvolle Zeit verloren, in der das Geld wom\u00f6glich zur\u00fcckgeholt werden k\u00f6nnte. Familienunternehmen wiederum, die \u00fcber Jahre erfolgreich sind und wachsen, verpassen es oft, ihre Strukturen der neuen Gr\u00f6\u00dfe anzupassen. Durchwahl und Mailadresse jedes Mitarbeiters stehen auf der Homepage, \u00dcberweisungen werden auf Zuruf ausgef\u00fchrt. Vier-Augen-Prinzip? Ist was f\u00fcr Gro\u00dfkonzerne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beliebte Opfer: Firmen, die expandieren<\/strong><\/p>\n<p>Genau solche Unternehmen w\u00e4hlen die Betr\u00fcger f\u00fcr ihre Attacken gerne aus. Besonders beliebt sind zudem Unternehmen, die potenziell andere Firmen kaufen und expandieren. Daf\u00fcr durchforsten die Verbrecher Register und Fachpresse.<\/p>\n<p>Denn \u201edie T\u00e4ter haben Know-how und Business-Intelligenz, sie arbeiten wie kleine Konzerne und sind gut organisiert,\u201c sagt Bodo Meseke, ebenfalls Fraud-Experte bei EY. Die Angreifer bereiten sich akribisch vor und recherchieren gr\u00fcndlich \u00fcber die Unternehmen, sagt Meseke. \u201eSie kennen die Vorstandsnamen, suchen nach Firmen mit hohen Eigenkapitalquoten und finden ihre Opfer auch \u00fcber Facebook oder Berufsnetzwerke wie Xing.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_662727\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-662727\" class=\"size-medium wp-image-662727\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/EY-Meseke-B-2619-300x198.jpg\" alt=\"Tim Meseke, Fraud-Experte bei EY (Foto: EY)\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/EY-Meseke-B-2619-300x198.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/EY-Meseke-B-2619-453x300.jpg 453w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/EY-Meseke-B-2619.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-662727\" class=\"wp-caption-text\">Bodo Meseke, Fraud-Experte bei EY (Foto: EY)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nach zwei Tagen ist das Geld gerettet<\/strong><\/p>\n<p>Am Mittwoch gegen zehn Uhr ruft Zink schlie\u00dflich seine Hausbank an und verst\u00e4ndigt die Polizei. Das Geld ist l\u00e4ngst in Hongkong. Er zieht seinen Rechtsabteilungsleiter ins Vertrauen, der sofort die Stammkanzlei der Firma mit ins Boot holt. So beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. \u201eHandelt ein betrogenes Unternehmen schnell und schaltet Polizei und Anw\u00e4lte ein, hat es eine Chance, das Geld, sofern es bei einer Bank deponiert ist, vom Gericht einfrieren zu lassen und zur\u00fcckzubekommen\u201c, sagt Kim Lars Mehrbrey von der Kanzlei Hogan Lovells. Vorausgesetzt, es gelingt, einen Richter vor Ort zu \u00fcberzeugen, Konten vorl\u00e4ufig zu sperren.<\/p>\n<div id=\"attachment_658776\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-658776\" class=\"size-medium wp-image-658776\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/10\/Mehrbrey_Kim_Lars_Duesseldorf_19_11_2013_008-300x300.jpg\" alt=\"Kim Lars Mehrbrey von Hogan Lovells\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/10\/Mehrbrey_Kim_Lars_Duesseldorf_19_11_2013_008-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/10\/Mehrbrey_Kim_Lars_Duesseldorf_19_11_2013_008-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/10\/Mehrbrey_Kim_Lars_Duesseldorf_19_11_2013_008.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-658776\" class=\"wp-caption-text\">Kim Lars Mehrbrey von Hogan Lovells<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zinks Anw\u00e4lte schalten umgehend ein B\u00fcro in Hongkong ein. Er und Buchhalter Walden m\u00fcssen an Eides statt versichern, dass sie get\u00e4uscht wurden. Dann gehen die Juristen an die Arbeit. Freitagmorgen um sechs ist endlich klar: Das Geld ist gerettet.<\/p>\n<p>Dass die Sache gl\u00fccklich ausgeht, ist jedoch die Ausnahme. Deshalb werden Versicherungen gegen solche Fake-President-Risiken immer attraktiver. Euler Hermes, das bei der Vertrauensschadenversicherung in Deutschland auf einen Marktanteil von 50 Prozent kommt, baut das schwierige Nischen-Segment gerade kr\u00e4ftig aus. Billig sind die Produkte allerdings nicht. Wer bei Euler Hermes Fake-President-Risiken bis zu einer Obergrenze von f\u00fcnf Millionen Euro versichern will, zahlt auf die Pr\u00e4mie f\u00fcr die Vertrauensschadenversicherung 30 Prozent Aufschlag.<\/p>\n<p>Die Firma Schwarz zumindest hat andere Konsequenzen aus dem Fall gezogen: Auf der Webseite sucht man inzwischen vergebens nach einem \u201edirekten Draht\u201c in die Buchhaltung.<\/p>\n<p>Mitarbeit: Melanie Bergermann, Matthias Kamp<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-660836\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg\" alt=\"K%c3%b6nige%20der%20Blogosph%c3%a4re\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betr\u00fcger geben sich als Unternehmenschefs aus und erbeuten so Millionen, einfach per Bank\u00fcberweisung. Das Ph\u00e4nomen grassiert, gerade im Mittelstand. Auf den Spuren eines unheimlich einfachen Verbrechens. (zuerst erschienen in WiWo-Print) Die E-Mail, die den Buchhalter Hermann Walden an diesem Montagvormittag &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2017\/01\/03\/chef-fraud-oder-enkeltrick-4-0-wie-betrueger-millionen-ergaunern-und-ihnen-der-antwort-button-dabei-hilft\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[6253,3113,6254,6086,6255,6085,6252,6171,526,5140,6088],"class_list":["post-662607","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-anita-kim-reinartz","tag-betrug","tag-bodo-meseke","tag-chef-fraud","tag-clere-ex-balda","tag-enkeltrick-4-0","tag-euler-hermes","tag-ey-ernst-young","tag-hogan-lovells","tag-kim-lars-mehrbrey","tag-leoni"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/662607","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=662607"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/662607\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=662607"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=662607"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=662607"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}