{"id":662337,"date":"2016-11-30T01:01:00","date_gmt":"2016-11-30T00:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=662337"},"modified":"2016-11-30T01:01:00","modified_gmt":"2016-11-30T00:01:00","slug":"wie-sich-frauen-um-ihre-karriere-bringen-etwa-indem-sie-mit-fachlichem-koennen-langweilen-gastbeitrag-von-silvia-haenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2016\/11\/30\/wie-sich-frauen-um-ihre-karriere-bringen-etwa-indem-sie-mit-fachlichem-koennen-langweilen-gastbeitrag-von-silvia-haenig\/","title":{"rendered":"Wie sich Frauen um ihre Karriere bringen &#8211; etwa indem sie mit fachlichem K\u00f6nnen langweilen. Gastbeitrag von Silvia H\u00e4nig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Womit bringen Frauen sich selbst um ihre Karriere?\u00a0Silvia H\u00e4nig von Ikom, strategische Beraterin von Professional Services wie Microsoft und Hays, zeigt die Fallen. Sie unterst\u00fctzt Unternehmen bei ihrer F\u00fchrungskommunikation und Frauenkarrieren in der digitalen \u00c4ra.\u00a0 (Gastbeitrag)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_662575\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-662575\" class=\"size-full wp-image-662575\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/h\u00e4nigsilvia.jpg\" alt=\"Silvia H\u00e4nig \" width=\"650\" height=\"484\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/h\u00e4nigsilvia.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/h\u00e4nigsilvia-300x223.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/09\/h\u00e4nigsilvia-403x300.jpg 403w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><p id=\"caption-attachment-662575\" class=\"wp-caption-text\">Silvia H\u00e4nig<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Klischees, die die Karriere kosten<\/strong><\/p>\n<p>Einmal mehr das Meeting-Protokoll f\u00fchren, zum wiederholten Mal den Kaffee in der Team-Besprechung nachschenken oder dem m\u00e4nnlichen Kollegen auf seine Bitte hin: \u201eDu kannst das doch so sch\u00f6n\u201c, die l\u00e4ngst f\u00e4llige Pr\u00e4sentation aufh\u00fcbschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Schublade Arbeitsbiene<\/strong><\/p>\n<p>Was Frau anfangs noch als nette Geste oder kleinen Gefallen f\u00fcr ihre m\u00e4nnlichen F\u00fchrungskollegen wertet, wird ihr sp\u00e4testens auf dem\u00a0Karriere-Weg nach oben zum Verh\u00e4ngnis. Fast immer haben die m\u00e4nnlichen Kollegen schon l\u00e4ngst gedanklich in die Schublade\u00a0Arbeitsbiene\u00a0einsortiert: emsig, akribisch und stets\u00a0bem\u00fcht.\u00a0Also taugt sie maximal f\u00fcr\u00a0als Teamchefin\u00a0oder\u00a0f\u00fcr\u00a0eine\u00a0Fachkarriere. Aber mehr nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Karriere\u00a0\u2013\u00a0mit\u00a0gesch\u00e4ftlicher\u00a0Gesamtverantwortung &#8211; ist schon vorbei, bevor sie \u00fcberhaupt begonnen hat. Denn Frauen werden\u00a0in der Assistentinnen-Rolle wahrgenommen.\u00a0M\u00e4nner als Chefs\u00a0\u00e4ndern ihre Perspektive\u00a0da auch kaum mehr\u00a0und machen aus: \u201esie ist bem\u00fcht\u201c\u00a0ein\u00a0\u201esie hat Potenzial\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>M\u00e4nnliche Verhaltensmuster: Ihre unbewusst eingesetzten und erlernten F\u00fchrungslogiken machen es Frauen unm\u00f6glich, Karriere zu machen. Jedenfalls nicht\u00a0mit \u00dcberzeugen durch\u00a0Leistung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Versteckte Spielregeln<\/strong><\/p>\n<p>Anders sieht das aus, wenn man um die Wirkung dieser\u00a0versteckten Spielregeln\u00a0wei\u00df, und sie bereits im Vorfeld geschickt aushebelt. So\u00a0wie\u00a0beispielsweise die neue LinkedIn Deutschland-Chefin Barbara Wittmann. \u201eIch habe mich intern um einen Job beworben, den niemand machen wollte\u201c, sagt sie.\u00a0Damit hat sie sich aus der\u00a0Au\u00dfenposition Respekt und Vertrauen des Managements\u00a0erworben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manchmal ist\u00a0ein unbequemer Weg\u00a0eben notwendig, damit Chefs die Managementqualit\u00e4ten bei Frauen\u00a0sehen und sch\u00e4tzen lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit fachlichem K\u00f6nnen langweilen<\/strong><\/p>\n<p>Viel Luft nach oben hat so manche Dame aus dem mittleren Management auch, wenn es darum geht,\u00a0ihr Gegen\u00fcber in seinen Erwartungen einzusch\u00e4tzen und danach zu handeln. Wie oft kommt es vor, dass Frauen mit exzellenten Fachkenntnissen meinen, sie seien allein\u00a0wegen ihres immensen Wissens schon geeignet f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Und dann stehen sie vor dem Europa-Chef und langweilen ihn mit fachlichem K\u00f6nnen, was ihn nicht wirklich interessiert. Er will sich\u00a0vielmehr\u00a0vergewissern: habe ich hier die richtige Person auf der richtigen Position, um die Unternehmensergebnisse zu erzielen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein Fazit:\u00a0Frauen m\u00fcssen lernen, ihr Verhalten am Interesse ihres Gegen\u00fcbers auszurichten. Je nach Position ist dieses Interesse allerdings unterschiedlich:\u00a0Sind\u00a0Vorst\u00e4nde und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer an Resultaten und ihrem\u00a0eigenen\u00a0Image interessiert, wollen Teamassistentinnen, Marketingreferentinnen und Vertriebsassistenzen meist nur wissen, ob etwas erledigt wurde. Projektleiter haben in aller Regel nur\u00a0ihren eigenen Nutzen, das Aufwand-Nutzen-Verh\u00e4ltnis, im Visier.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weniger k\u00fcmmern<\/strong><\/p>\n<p>Es\u00a0wundert mich,\u00a0wie\u00a0selten\u00a0Frauen\u00a0bisher\u00a0mit\u00a0diesem Werkzeugkasten der Augenh\u00f6he-Diskussion\u00a0arbeiten. Denn eigentlich m\u00fcssten\u00a0sie, denen man hohes Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen und Intuition zuschreibt,\u00a0Meister dieses Fachs sein. Ein bisschen weniger\u00a0k\u00fcmmern wie M\u00fctter, ein bisschen am Selbstbewusstsein arbeiten und Reflektion an den Tag legen, dann\u00a0sollten die vorurteilsbeladenen\u00a0Handlungsmuster\u00a0irgendwann perdu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-660836\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg\" alt=\"K%c3%b6nige%20der%20Blogosph%c3%a4re\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Womit bringen Frauen sich selbst um ihre Karriere?\u00a0Silvia H\u00e4nig von Ikom, strategische Beraterin von Professional Services wie Microsoft und Hays, zeigt die Fallen. 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