{"id":662041,"date":"2016-08-02T01:50:54","date_gmt":"2016-08-01T23:50:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=662041"},"modified":"2016-08-04T12:42:26","modified_gmt":"2016-08-04T10:42:26","slug":"fragebogen-nahaufnahme-mit-legalbase-chef-daniel-biene-ich-reagiere-allergisch-auf-papierstapel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2016\/08\/02\/fragebogen-nahaufnahme-mit-legalbase-chef-daniel-biene-ich-reagiere-allergisch-auf-papierstapel\/","title":{"rendered":"Fragebogen &#8222;Nahaufnahme&#8220; mit Legalbase-Chef Daniel Biene:  &#8222;Ich reagiere allergisch auf Papierstapel&#8220;"},"content":{"rendered":"<div><strong>Den Fragebogen &#8222;Nahaufnahme&#8220; hat Daniel Biene, Mitbegr\u00fcnder des Rechtsdienstleistungs-Start-ups Legalbase, beantwortet:<\/strong><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><\/div>\n<div>\n<div id=\"attachment_662043\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-662043\" class=\"size-full wp-image-662043\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/07\/bienedaniel.jpg\" alt=\"Daniel Biene von Legalbase\" width=\"400\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/07\/bienedaniel.jpg 400w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/07\/bienedaniel-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-662043\" class=\"wp-caption-text\">Daniel Biene von Legalbase<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erkl\u00e4ren Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut? <\/strong><\/p>\n<p>Legalbase.de ist eine Online-Plattform, auf der Konsumenten und Unternehmer Rechtschecks, Beratungen, Patientenverf\u00fcgungen, Testamente, Unternehmensgr\u00fcndungen oder Markenanmeldungen zum Fixpreis bekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Womit beginnt Ihr Arbeitstag? <\/strong><\/p>\n<p>Gegen acht Uhr zuhause mit dem Durchsehen und Beantworten der E-Mails. Ich fr\u00fchst\u00fccke nie. Im B\u00fcro geht es dann erst gegen 9:30 Uhr weiter, denn die Digitalbranche z\u00e4hlt nicht zu den Fr\u00fchaufsteherbranchen. Das kommt mir sehr entgegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie w\u00fcrden Sie sich selbst als Chef beschreiben? <\/strong><\/p>\n<p>Ich bin entscheidungsfreudig und gradeheraus, man wei\u00df bei mir, woran man ist \u2013 und das stimmt sogar. Ich h\u00f6re zu, nehme Mitarbeiter ernst und lasse viel Freiraum f\u00fcr eigene Ideen und Vorgehensweisen. Ich bin kein tyrannischer oder erratischer Chef und keiner, der sich in Einzelheiten verliert. Allerdings erwarte von meinen Mitarbeitern viel Engagement. Es geht mir um Sorgfalt, hohe Geschwindigkeit, offene Kommunikation und gute Ergebnisse. Das funktioniert am besten mit Mitarbeitern, die von sich aus leistungsorientiert, motiviert und organisiert sind. Ich sehe Mitarbeiter als Partner, nicht als Hilfskr\u00e4fte. Wir sollten alle Spa\u00df an der Sache haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><strong>&#8230; und was w\u00fcrden Ihre Mitarbeiter darauf antworten? <\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Verl\u00e4sslich, sachlich, pragmatisch, all\u00fcrenfrei und sehr schnell. Lieber eine schnelle Entscheidung, von denen auch mal eine falsch sein kann, als langsam sein. Hin und wieder werde ich auf meine Herkunft als geb\u00fcrtiger Westfale angesprochen. Und schnell bin ich wegen meiner ausgepr\u00e4gten amerikanischen Sozialisation: Ich habe einige Jahre in New York studiert, gearbeitet und gelebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong> <strong> Tee oder Kaffee?<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Kaffee.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><strong>Ihr Spitzname ist&#8230;? <\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Biene \u2013 nat\u00fcrlich. Aber sp\u00e4testens seit dem Abitur ist der Spitzname ad Acta gelegt. Kassierer, die meinen Nachnamen auf der EC-Karte lesen, freuen sich aber immer noch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><strong>Verraten Sie eine Marotte?<\/strong> <\/strong><\/p>\n<p>Ich reagiere allergisch auf Papierstapel und Aktenordner. Was angesichts meiner juristischen Ausbildung viele verwundert. Auf meinem Tisch werden Sie kein St\u00fcck Papier finden, und Schreibtischschubladen gibt es nicht. Alles geht durch Scanner und Schredder. Was dort nicht hinkommt, wird sofort entsorgt. Zuhause wie im B\u00fcro habe ich jeweils nur einen einzigen schmalen Ordner mit Papieren und keinen festen Arbeitsplatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><strong>Was kann Sie in Harnisch bringen?<\/strong> <\/strong><\/p>\n<p>Umst\u00e4ndlichkeit, also wenn Dinge unn\u00f6tig verkompliziert werden. Das ist gerade in der Rechtsberatungsbranche ja leider gang und g\u00e4be, und h\u00e4ufig wesentlicher Teil des Gesch\u00e4ftsmodells. Dar\u00fcber rege ich mich t\u00e4glich auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><strong>&#8230;und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?<\/strong> <\/strong><\/p>\n<p>Weil bei mir nichts liegen bleibt, f\u00fchlen sich Kollegen manchmal von mir bombardiert. Und wenn ich darauf bestehe, dass Arbeitsprodukte, die an Kunden und Partner gehen, 100-prozentig konsistent und fehlerfrei sind, empfinden das manche als kleinkariert. Meine mangelnde Toleranz gegen\u00fcber Verm\u00fcllung auf und unter Schreibtischen kommt auch nicht immer gut an. Aber ich bin \u00fcberzeugt: Man kann die Qualit\u00e4t des Inhalts meist schon an der Qualit\u00e4t der Form ablesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><strong>Was m\u00f6chten Sie gerne im Ruhestand machen? <\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Ich arbeite nicht darauf hin, nicht mehr arbeiten zu m\u00fcssen. Ich betrachte das Leben als eine Reise, bei der es um den Weg geht, nicht um das Ziel Ruhestand. Irgendwie wird es schon immer weitergehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong> <strong> Was sch\u00e4tzen Sie an anderen Menschen am meisten?<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Ich mag es, wenn jemand eine ehrliche Haut ist. Schauspieler-Typen, die tricksen und Show machen, sch\u00e4tze ich nur auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><strong>Wenn Sie f\u00fcr einen Tag den Job von jemand anderem \u00fcbernehmen k\u00f6nnten &#8211; welcher w\u00e4re das?<\/strong> <\/strong><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde etwas komplett anderes machen: Krankenpfleger, Taxifahrer oder Kellner. Den Kellner-Job hatte ich \u00fcbrigens f\u00fcr einige Jahre im M\u00f6venpick Hotel M\u00fcnster, nachdem ich erst im Hauskeeping B\u00f6den und Fu\u00dfleisten geputzt und dann Minibars aufgef\u00fcllt habe. Das hat mir viel Spa\u00df gemacht. Mein Meisterst\u00fcck war, als ich nach einem Konzert die Suite von Udo Lindenberg reinigen musste \u2014 da galt es einige Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen. Ich denke, es hilft sehr, andere Perspektiven einzunehmen. Zumal es zwischen fast allen Berufen gewisse Parallelen gibt: es geht fast immer um den Umgang mit Menschen. Nur die Rollen wechseln.<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-662044\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/07\/biene.foto_.3-e1469184027489.jpg\" alt=\"biene.foto.3\" width=\"488\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/07\/biene.foto_.3-e1469184027489.jpg 488w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/07\/biene.foto_.3-e1469184027489-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">Im B\u00fcrok\u00fchlschrank von Legalbase liegt eine Fleischlieferung nach der anderen: Daniel Biene ist &#8222;gef\u00fchlt Kunde aller US-Frischfleischversender von Otto, Click\u00b4n Grill, Bosfood bis Gut Kleppelshagen&#8220;. Der\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">Hobby-Koch<\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">grillt, smoked und br\u00e4t in der Pfanne. Auf seiner Terasse steht\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">ein Big Green EGG aus Keramik, das US-Kultger\u00e4t. Biene: &#8222;Nur f\u00fcr einen Tisch habe ich nun keinen Platz mehr.&#8220;<\/span><\/span><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-660836\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg\" alt=\"K%c3%b6nige%20der%20Blogosph%c3%a4re\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Fragebogen &#8222;Nahaufnahme&#8220; hat Daniel Biene, Mitbegr\u00fcnder des Rechtsdienstleistungs-Start-ups Legalbase, beantwortet: &nbsp; &nbsp; Erkl\u00e4ren Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut? 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