{"id":661762,"date":"2016-06-29T01:01:45","date_gmt":"2016-06-28T23:01:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=661762"},"modified":"2016-07-07T01:39:34","modified_gmt":"2016-07-06T23:39:34","slug":"fuehrungskraefte-lassen-sich-nicht-auf-online-bewerbungen-ein-exklusiv-studie-mit-details-zur-bewerbersuche-der-personalabteilungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2016\/06\/29\/fuehrungskraefte-lassen-sich-nicht-auf-online-bewerbungen-ein-exklusiv-studie-mit-details-zur-bewerbersuche-der-personalabteilungen\/","title":{"rendered":"F\u00fchrungskr\u00e4fte lassen sich nicht auf Online-Bewerbungen ein &#8211; Exklusiv-Studie mit Details zur Bewerbersuche der Personalabteilungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Online-Bewerbungen? Nichts f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte. Kontaktpflege zu Kandidaten \u00fcber Netzwerke? Nichts f\u00fcr Personalchefs. Details \u00fcber das deutsche Bewerbungs-Unwesen zeigt eine Studie der Personalberatung Signium:\u00a0<\/strong><strong>Personalabteilungen investieren keine M\u00fche in Berufe-Netzwerke, sie bleiben lieber passiv und schieben Bewerber dann auch noch auf Online-Formulare ab. \u00a0Die Headhunter haben dagegen Umsatzzuw\u00e4chse und erreichen einen Rekord bei den vermittelten Kandidaten. Eine Studie der <a href=\"http:\/\/www.signium.de\/\">Personalberatung Signium<\/a> zeigt Details aus den Personalabteilungen, ihre Arbeitsweisen und fehlenden Kapazit\u00e4ten.<\/strong><\/p>\n<p>Die digitalen Medien haben dem Gesch\u00e4ft der Headhunter nicht geschadet &#8211; anders als erwartet. Und insbesondere nicht bei Besetzungen von Jobs im oberen Management (32 Prozent) und im mittleren (19 Prozent): Insgesamt schalten 51 Prozent der Unternehmen f\u00fcr die Suche auf dieser Ebene Personalberater ein &#8211; \u00f6fter noch als fr\u00fcher.\u00a0Das geschieht, obwohl die Unternehmen durch die Nutzung neuer Medien viel mehr selbst machen k\u00f6nnten, um geeignete Bewerber zu finden. Wenn sie denn wollten oder mehr Zeit h\u00e4tten. Denn die Suche nach Kandidaten, die noch bei anderen Unternehmen sind, ist auch im Internet durchaus zeitaufw\u00e4ndig &#8211; und wom\u00f6glich ergebnislos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mehr Umsatz f\u00fcr Headhunter &#8211; nicht weniger, wie erwartet<\/strong><\/p>\n<p>Dies hat die US-Personalberatung Signium bei einer Befragung von 220 Unternehmen im Handel und den Personalvorst\u00e4nden, Personalgesch\u00e4ftsf\u00fchrern und Personalchefs von Unternehmen herausgefunden. Die Ergebnisse lassen sich auf andere Branchen \u00fcbertragen, sagt Margareta Glass, Managing-Partnerin bei Signium in M\u00fcnchen.\u00a0Die gute Konjunktur f\u00fcr Personalberater best\u00e4tigen die Zahlen vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater: Die Headhunter haben 2014 ihren Umsatz um 5,7 Prozent gesteigert und vermittelten zwei Prozent mehr Leute, also insgesamt 53.000 \u2013 ein neuer Rekord.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_661768\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-661768\" class=\"size-full wp-image-661768\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/signium.Margareta-Glass.png\" alt=\"Margareta Glass, Managing-Partnerin von Signium\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-661768\" class=\"wp-caption-text\">Margareta Glass, Managing-Partnerin von Signium<\/p><\/div>\n<p>Dabei machen sich die Unternehmen das Internet beim Rekrutieren neuer Mitarbeiter &#8211; egal f\u00fcr welche Hierarchieebene &#8211; durchaus zunutze, wenn auch nur passiv, beim Entgegennehmen von Bewerbungen: 26 Prozent der Unternehmen akzeptieren ausschlie\u00dflich Bewerbungen per E-Mail, weitere acht Prozent nur Online-Bewerbungen \u00fcber die vorgegebenen Formulare auf ihren eigene Homepages. 66 Prozent der Befragten nehmen beides an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fchrungskr\u00e4fte bewerben sich kaum online<\/strong><\/p>\n<p>Auf Online-Bewerbungen lassen sich F\u00fchrungskr\u00e4fte allerdings nicht ein: egal ob \u00fcber Online-Plattformen oder Online-Bewerbungsformulare auf Firmenhomepages. 20 Prozent der Firmen bekommen nie Manager-Bewerbungen \u00fcbers Internet, 40 Prozent sehr selten, laut Signium-Umfrage. Bei 24 Prozent sind es seltene Zufallstreffer. Nur 16 Prozent der Befragten kennen Bewerbungen von F\u00fchrungskr\u00e4ften via Internet. Hinzukommt: 47 Prozent der Unternehmen schreiben F\u00fchrungspositionen auch nie auf ihrer Homepage aus und weiter 30 Prozent nur sehr selten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was in der Presse zwar oft genannt wird, findet im Unternehmensalltag dann doch nicht oft statt: Dass Besetzungen mit Managern \u00fcber Empfehlungen entweder von den eigenen Mitarbeitern oder \u00fcber Kontakte aus den sozialen Medien \u00fcber Berufe-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn geschehen. 62 Prozent der Befragten haben erst sehr selten F\u00fchrungskr\u00e4ftejobs mit empfohlenen Kandidaten besetzt und vier Prozent noch nie. 17 Prozent der Personaler haben immerhin schon erlebt, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte \u00fcber Empfehlungen in die eigene Firma kamen. Nur 17 Prozent der Personalverantwortlichen besetzen regelm\u00e4\u00dfig F\u00fchrungskr\u00e4ftepositionen mit empfohlenen Kandidaten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Deutschen m\u00f6gen keine Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme<\/strong><\/p>\n<p>Warum Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme &#8211; also Besetzungs-Tipps von den eigenen Arbeitnehmern gegen Pr\u00e4mien &#8211; hierzulande nicht so verbreitet sind wie zum Beispiel in den USA, wei\u00df Signium-Partnerin Ann Frances Kelly: Sie seien f\u00fcr manche Personalchefs das Eingest\u00e4ndnis, dass es ihnen nicht selbst gel\u00e4nge, Positionen zu besetzen. Dass man sozusagen die Mitarbeiter um Hilfe bitten m\u00fcsse. Die Mitarbeiter dagegen scheuten das Risiko, eine falsche Empfehlung zu geben, die ihnen am Ende schaden kann. Um diese H\u00fcrde zu \u00fcberwinden, sei der ausgelobte Betrag denn auch nicht hoch genug, so Personalexpertin Kelly. Die Konzernmitarbeiter h\u00e4tten sogar diese Haltung: Sie seien daf\u00fcr nicht zust\u00e4ndig, f\u00fcr die hochbezahlten Profis in den Personalabteilungen die Probleme zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_661778\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-661778\" class=\"size-medium wp-image-661778\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/signium.AnnFrances-Kelly-st\u00e4rker-bearbeitet-28229-300x200.jpg\" alt=\"Ann Frances-Kelly, Headhunterin und Partnerin bei Signium \" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/signium.AnnFrances-Kelly-st\u00e4rker-bearbeitet-28229-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/signium.AnnFrances-Kelly-st\u00e4rker-bearbeitet-28229-450x300.jpg 450w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/signium.AnnFrances-Kelly-st\u00e4rker-bearbeitet-28229.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-661778\" class=\"wp-caption-text\">Ann Frances Kelly, Headhunterin und Partnerin bei Signium<\/p><\/div>\n<p>Auch wenn 77 Prozent der Unternehmen keine Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme haben, so sind zehn Prozent damit in einer Testphase und eine Minderheit von 13 Prozent haben eins. Laut Signium-Umfrage bitten manche Unternehmen ihre Angestellten auch darum, sie als Arbeitgeber in sozialen Netzwerken zu empfehlen und zumindest indirekt von den Berufe-Netzwerken zu profitieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Netzwerk pflegen? Fehlanzeige &#8211; keine Kapazit\u00e4ten, keine Kompetenz<\/strong><\/p>\n<p>Unterentwickelt ist in fast allen Unternehmen das Thema Netzwerkpflege, sei es \u00fcber die Social-Media-Kan\u00e4le Xing und LinkedIn oder bei Fachtagungen. Personalprofi Glass Manager und Personalverantwortliche sollten dar\u00fcber externe Kontakte laufend pflegen, um potenzielle, externe F\u00fchrungskr\u00e4fte im Fall der F\u00e4lle ansprechen zu k\u00f6nnen, so Signium-Beraterin Glass. \u00a0Dumm nur, dass die Unternehmen hierf\u00fcr keine Kapazit\u00e4ten haben: Die Managern haben keine Zeit, ein Netzwerk zu pflegen und auch insgesamt fehlen den Unternehmen hierf\u00fcr die personellen Ressourcen, sagt Glass.<\/p>\n<p>Das spiegeln auch die Umfrageergebnisse wider: Nur 13 Prozent der Personalverantwortlichen sehen die dringende Notwendigkeit, feste Abl\u00e4ufe zur Kontaktpflege zu externen F\u00fchrungskr\u00e4ften auszubauen, weitere 16 Prozent finden das sehr wichtig. 42 Prozent der Befragten sagen, dass ihnen die Kapazit\u00e4ten und Kompetenzen hierf\u00fcr fehlen oder dass diese Kontaktpflege nicht in ihrem Interesse liegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-660836\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg\" alt=\"K%c3%b6nige%20der%20Blogosph%c3%a4re\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re-424x300.jpg 424w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/04\/Kc3b6nige20der20Blogosphc3a4re.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Online-Bewerbungen? 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