{"id":661568,"date":"2016-06-14T01:33:57","date_gmt":"2016-06-13T23:33:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=661568"},"modified":"2016-06-14T01:33:57","modified_gmt":"2016-06-13T23:33:57","slug":"fragebogen-nahaufnahme-mit-designerin-claudia-fischer-appelt-die-am-mittelmaessigen-schnell-das-interesse-verliert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2016\/06\/14\/fragebogen-nahaufnahme-mit-designerin-claudia-fischer-appelt-die-am-mittelmaessigen-schnell-das-interesse-verliert\/","title":{"rendered":"Fragebogen &#8222;Nahaufnahme&#8220; mit Designerin Claudia Fischer-Appelt, die &#8222;am Mittelm\u00e4\u00dfigen schnell das Interesse verliert&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Den Fragebogen &#8222;Nahaufnahme&#8220; hat die Hamburger Designerin Claudia Fischer-Appelt und Chefin der Design-Agentur Karl Anders mit Kunden wie Vitra oder Volkswagen beantwortet:<\/strong><\/p>\n<div class=\"box box_25 masonry-brick\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"attachment_661576\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-661576\" class=\"size-full wp-image-661576\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/claudia-fischer-appelt-karlanders.jpg\" alt=\"Claudia Fischer-Appelt\" width=\"520\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/claudia-fischer-appelt-karlanders.jpg 520w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/claudia-fischer-appelt-karlanders-240x300.jpg 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><p id=\"caption-attachment-661576\" class=\"wp-caption-text\">Claudia Fischer-Appelt<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erkl\u00e4ren Sie in\u00a0einem\u00a0Satz, was Ihr Unternehmen tut?<\/strong><\/p>\n<p>Karl Anders ist ein Studio f\u00fcr Brand Profiling und hilft local heros, hidden champions und global brands noch attraktiver und wertvoller zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Womit beginnt Ihr Arbeitstag und wann?<\/strong><\/p>\n<p>Mein Arbeitstag beginnt um 6.45 Uhr mit dem Wecken meiner Kinder. Um 7.45 Uhr sind die dann auf dem Weg in die Schule und ich mache mir meinen dritten Kaffee. Dann lese ich E-Mails, strukturiere den Tag im Kopf und um 9.00\/ 9.30 Uhr bin ich dann meistens im Studio, aber nicht ohne vorher unterwegs noch einen Kaffee zu holen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie w\u00fcrden Sie sich selbst als Chef beschreiben?<\/strong><\/p>\n<p>Eher als nicht-chefig so im klassischen Sinne, sondern kooperativ und inhaltlich konstruktiv. Ich lasse viel Freiraum, erwarte aber im Gegenzug aber auch sehr viel Eigeninitiative und Eigenverantwortung. Wenn das mittelm\u00e4\u00dfig bleibt, verliere ich schnell das Interesse. Mir ist wichtig, das Beste beziehungsweise Kreativste f\u00fcr eine Aufgabe herauszuholen, daf\u00fcr sind meine Mitarbeiter kostbare Sparringspartner. Mir macht es Freude, ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis zu erarbeiten, ich will Kollaboration und selbst herausgefordert werden. Es geht mir nicht darum, meine eigenen Ideen durchzusetzen. Ich hoffe, ich motiviere und gebe ausreichend Hilfestellung. Das Schaffen einer kreativen Atmosph\u00e4re und der offene Umgang miteinander sind mir superwichtig, anders kann ich mir kreatives Arbeiten gar nicht mehr vorstellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8230; und was w\u00fcrden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe meine Art Direktorin gefragt, sie sagte was \u00e4hnliches \u2013 aber es sei auch eine ganz sch\u00f6ne Herausforderung mit dieser Verantwortung und dem Anspruch umzugehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tee oder Kaffee?<\/strong><\/p>\n<p>Kaffee, Kaffee und nochmals Kaffee. Tee nur bei Erkrankung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ihr Spitzname ist&#8230;?<\/strong><\/p>\n<p>Ich hab zwei Spitznamen. Meine Schwester nennt mich Sledge. Genau, wegen der Band. Obwohl wir beide \u00fcberhaupt nicht singen k\u00f6nnen. Und w\u00e4hrend meiner WG-Zeit wurde ich von meinem Mitbewohner immer liebevoll Hansen genannt. Nein, das hatte wirklich nichts mit dem Rum zu tun, sondern mit meinem M\u00e4dchennamen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Verraten Sie eine Marotte?<\/strong><\/p>\n<p>Ich kann mir Namen \u00fcberhaupt nicht merken, das ist nicht sch\u00f6n und hat schon zu peinlichen Situationen gef\u00fchrt. Menschen, die mich gut kennen, helfen mir unaufgefordert. Gesichter merke ich mir aber daf\u00fcr ein Leben lang!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was bringt Sie in Harnisch?<\/strong><\/p>\n<p>Ungerechtigkeit. Durchschnittlichkeit, Interessenlosigkeit, Stillstand.\u00a0Und: Alte, die \u00fcber die Jungen schimpfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8230;und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?<\/strong><\/p>\n<p>Das ewige Tiefgestapel: Ich bin fast nie zufrieden und Erfolge feiern ist auch nicht grad meine St\u00e4rke.\u00a0Und Sachen die mich nicht interessieren, kann ich echt gut ignorieren, sagt mein Gesch\u00e4ftspartner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was m\u00f6chten Sie gerne im Ruhestand machen?<\/strong><\/p>\n<p>Ruhestand, das Wort ist mir schon fremd. Ich m\u00f6chte nie aufh\u00f6ren zu machen, mich zu interessieren, will dranbleiben, weiterlernen, neue Menschen kennen lernen und kreativen Kram gestalten. F\u00fcr mich gab es vor Jahren ein Schl\u00fcsselerlebnis. Laurie Anderson singt in der Volksb\u00fchne Berlin davon, wie es ist, wenn man morgens aufwacht und pl\u00f6tzlich ist diese Karotte nicht mehr da. Der Motor ist weg\u2026Da habe ich eine regelrechte Panik entwickelt und dachte: oh Mist, das gibt es auch?\u00a0Aber Reisen will ich nat\u00fcrlich trotzdem oder gerade. Vom kleinen Conil de la Frontera bis New York. Die Mischung macht\u00b4s. Und in Asien habe ich auch noch einiges auf der Liste. Grunds\u00e4tzlich m\u00f6chte ich gern viel mehr in die Kunstwelt eintauchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was sch\u00e4tzen Sie an anderen Menschen am meisten?<\/strong><\/p>\n<p>Verstand, Humor, Gradlinigkeit. Und ich stehe auf Menschen, die bereit sind ihre Komfortzone zu verlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn Sie f\u00fcr einen Tag den Job von jemand anderem \u00fcbernehmen k\u00f6nnten &#8211; welcher w\u00e4re das?<\/strong><\/p>\n<p>Dann h\u00e4tte ich gern den Chefjob einer gro\u00dfen internationalen Kulturinstitution, ich dachte zum Beispiel an das MoMa \ud83d\ude42\u00a0Ich w\u00fcrde mich f\u00fcr mehr Interdisziplinarit\u00e4t einsetzen, ok, was man halt so schaffen kann an einem Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-661577\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/claudiafischerappeltisch.jpeg\" alt=\"claudiafischerappeltisch\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/claudiafischerappeltisch.jpeg 640w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/claudiafischerappeltisch-300x225.jpeg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/06\/claudiafischerappeltisch-400x300.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Claudia Fischer-Appelt \u00fcber &#8222;eine Ecke meiner Schreibtischkoje. Hier horte ich Dinge, die mir Spa\u00df machen, die mir \u00fcber den Weg laufen oder die ich geschenkt bekomme. Die schwarz-wei\u00dfe Fotografie zeigt mich als kleines Kind mit meinen Gro\u00dfeltern. Wir sind viel zusammen verreist, als ich klein war. Immer mit Klasse und Stil, einfach tolle Gro\u00dfeltern.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Fragebogen &#8222;Nahaufnahme&#8220; hat die Hamburger Designerin Claudia Fischer-Appelt und Chefin der Design-Agentur Karl Anders mit Kunden wie Vitra oder Volkswagen beantwortet: &nbsp; &nbsp; Erkl\u00e4ren Sie in\u00a0einem\u00a0Satz, was Ihr Unternehmen tut? 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