{"id":660732,"date":"2016-03-23T00:43:10","date_gmt":"2016-03-22T23:43:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=660732"},"modified":"2016-03-23T11:57:04","modified_gmt":"2016-03-23T10:57:04","slug":"immer-hoeherer-arbeitsdruck-immer-mehr-wochenstunden-auf-kosten-der-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2016\/03\/23\/immer-hoeherer-arbeitsdruck-immer-mehr-wochenstunden-auf-kosten-der-familie\/","title":{"rendered":"Immer h\u00f6herer Arbeitsdruck, immer mehr Wochenstunden &#8211; auf Kosten der Familie"},"content":{"rendered":"<p>Der Druck f\u00fcr Arbeitnehmer steigt immer weiter &#8211; ob in der Industrie oder anderen Organisationen wie Krankenh\u00e4usern, wo \u00c4rzte \u00fcber akuten Zeitmangel klagen. <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/66114\">\u00a0http:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/66114<\/a>\u00a0.\u00a0F\u00fcr 17 Prozent der Besch\u00e4ftigten hat die Arbeitsbelastung stark zugenommen, f\u00fcr weitere 55 Prozent ist sie jedenfalls gestiegen &#8211; und zwar so sehr, dass sie oft Probleme haben, Familie und Job noch unter einen Hut zu bringen. \u00a0Addiert sind das immerhin 72 Prozent, die unter der Arbeitsverdichtung leiden. \u00a0Erforscht hat es die WP-Gesellschaft EY bei einer Umfrage unter rund 2200 Besch\u00e4ftigten in Deutschland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>40 Prozent der Zerrissenen haben mehr Wochenstunden<\/strong><\/p>\n<p>Leidtragende sind die Familien: F\u00fcr 44 Prozent der Arbeitnehmer ist die Vereinbarkeit von Job und Privatleben wegen dieses immer h\u00f6heren Drucks im Job schwieriger geworden: 42 Prozent der Befragten, die diese Probleme anf\u00fchren, haben mehr Arbeitsstunden als fr\u00fcher und 40 Prozent mehr Verantwortung im Job. Nur 25 Prozent versp\u00fcren den Druck aus dem Privatleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arbeitsverdichtung: Weniger Leute, mehr Arbeit<\/strong><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die stetige Arbeitsverdichtung d\u00fcrften zum einen die vielen Entlassungswellen der vergangenen 15 Jahre sein. Zumal bei denen auch gleich alle Personalreserven wie Springer &#8211; die auch mal Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen machen konnten &#8211; , Sekretariate oder Firmen-Postboten radikal abgeschafft wurden.<\/p>\n<div id=\"attachment_660752\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-660752\" class=\"size-medium wp-image-660752\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/03\/EY.Ana-Cristina-Grohnert-440-300x198.jpg\" alt=\"Ana-Christina Grohnert von EY\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/03\/EY.Ana-Cristina-Grohnert-440-300x198.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/03\/EY.Ana-Cristina-Grohnert-440-453x300.jpg 453w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2016\/03\/EY.Ana-Cristina-Grohnert-440.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-660752\" class=\"wp-caption-text\">Ana-Christina Grohnert von EY<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dauernd erreichbar und im Antwort-Modus, mehr Reisen, nachts kommunizieren<\/strong><\/p>\n<p>EY-Managing Partnerin Ana-Christina Grohnert sagt dazu: &#8222;Die Anforderungen an die Besch\u00e4ftigten haben eindeutig zugenommen.&#8220; Schuld daran seien zahlreiche Faktoren: &#8222;Die Kommunikation durch E-Mail, Chat und Messenger-Dienste ist rasanter geworden, und der Druck auf\u00a0 Arbeitnehmer, st\u00e4ndig erreichbar zu sein, steigt. Und weiter: &#8222;Zugenommen hat die Internationalisierung, was mehr Reisen oder ungew\u00f6hnliche Arbeitszeiten mit sich bringt, um sich mit Kollegen in den USA, China oder anderswo austauschen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Immer h\u00f6herer Druck, immer noch produktiver und immer noch profitabler zu sein<\/strong><\/p>\n<p>Damit nicht genug: \u201eGleichzeitig ist die steigende Belastung aber auch eine Folge des Erfolgs der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahren\u201c, laut Grohnert. \u201eNeue M\u00e4rkte werden erschlossen und neue Technologien entwickelt. F\u00fcr diesen Erfolg m\u00fcssen die Betriebe und ihre Besch\u00e4ftigten hart arbeiten.&#8220; Durch die Globalisierung hat der Wettbewerb in allen Branchen zugenommen und \u00fcberall steigt der Druck, noch produktiver und noch profitabler zu werden. Und das f\u00fchrt, so Grohnert, auch zu steigenden Anforderungen an den einzelnen Arbeitnehmer.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Belastung f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner hoch \u2013 M\u00e4nner haben gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten bei der Work-Life-Balance<\/strong><\/p>\n<p>Sowohl Frauen als auch M\u00e4nner berichten von steigenden Anforderungen: 57 Prozent der Frauen sagen, dass die Arbeitsbelastung zugenommen hat, bei den M\u00e4nnern sind es mit 54 Prozent nur etwas weniger. Doch w\u00e4hrend nur 14 Prozent der m\u00e4nnlichen Arbeitnehmer angeben, die Arbeitsbelastung habe stark zugenommen, sind immerhin 21 Prozent der Frauen dieser Ansicht.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hoher Arbeitsdruck &#8211; und trotzdem gl\u00fccklich mit dem Job<\/strong><\/p>\n<p>Dennoch lieben die meisten ihre Arbeit: 59 Prozent der Frauen und 52 Prozent der M\u00e4nner. Am zufriedensten sind diejenigen, die zwischen 81.000 und 100.000 Euro im Jahr verdienen (63 Prozent), am geringsten die in der Gehaltsstufe von 61.000 bis 80.000 Euro (48 Prozent).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Druck f\u00fcr Arbeitnehmer steigt immer weiter &#8211; ob in der Industrie oder anderen Organisationen wie Krankenh\u00e4usern, wo \u00c4rzte \u00fcber akuten Zeitmangel klagen. \u00a0http:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/66114\u00a0.\u00a0F\u00fcr 17 Prozent der Besch\u00e4ftigten hat die Arbeitsbelastung stark zugenommen, f\u00fcr weitere 55 Prozent ist sie jedenfalls &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2016\/03\/23\/immer-hoeherer-arbeitsdruck-immer-mehr-wochenstunden-auf-kosten-der-familie\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[5582,73,5583,92,94,4344,333,3525,365,3524,775,880,3416,5585,1080,1960,5581,5584,1190],"class_list":["post-660732","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-ana-christin-grohnert","tag-arbeitnehmer","tag-arbeitsdruck","tag-arbeitsverdichtung","tag-arbeitszeit","tag-beschaftigte","tag-ernst-young","tag-ey","tag-familie","tag-globalisierung","tag-mitarbeiter","tag-privatleben","tag-produktivitat","tag-profitabilitaet","tag-umfrage","tag-unternehmen","tag-wirtschaftspruefungsgesellschaft","tag-wochenstunden","tag-wp-gesellschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660732","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=660732"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/660732\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=660732"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=660732"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=660732"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}