{"id":658314,"date":"2015-10-13T10:32:29","date_gmt":"2015-10-13T08:32:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=658314"},"modified":"2016-03-02T23:25:43","modified_gmt":"2016-03-02T22:25:43","slug":"gastbeitrag-headhunterin-hansen-das-marchen-von-der-vielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2015\/10\/13\/gastbeitrag-headhunterin-hansen-das-marchen-von-der-vielfalt\/","title":{"rendered":"Hinter den Kulissen der Unternehmen &#8211; Headhunterin Sabine Hansen redet Tacheles (Gastbeitrag): Das M\u00e4rchen von der Vielfalt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Headhunterin Sabine Hansen von Delta Management Consultants\u00fcber das M\u00e4rchen von der Vielfalt: Das Quotengesetz ist ein wichtiger Schritt. Das Thema Diversity ist damit aber noch lange nicht abgehakt. Ganz und gar nicht. Denn der Begriff umfasst ja bei Weitem nicht nur weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte und ihre nachhaltige F\u00f6rderung.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_656250\" style=\"width: 502px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/Sabine_Hansen_011_C_350dpi-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-656250\" class=\"size-full wp-image-656250\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/Sabine_Hansen_011_C_350dpi-2.jpg\" alt=\"Sabine Hansen, Headhunterin bei Delta\" width=\"492\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/Sabine_Hansen_011_C_350dpi-2.jpg 492w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/Sabine_Hansen_011_C_350dpi-2-227x300.jpg 227w\" sizes=\"auto, (max-width: 492px) 100vw, 492px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-656250\" class=\"wp-caption-text\">Sabine Hansen, Headhunterin bei Delta<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schweizer und \u00d6sterreicher sind keine Symbole der Globalisierung<\/strong><\/p>\n<p>Von Diversity kann in den DAX30-Vorst\u00e4nden jedoch keine Rede sein: Zwar suggerieren\u00a0viele Studien, dass mittlerweile fast 30 Prozent der Vorstandsmitglieder der Dax30-Unternehmen keine geb\u00fcrtigen Deutsche sind. Sch\u00f6n und gut, aber sind sie wahrhafte Ausl\u00e4nder, die der Globalisierung tragen? Oder der zweitgr\u00f6\u00dften Exportnation helfen, ihre internationalen Gesch\u00e4ftspartner besser zu verstehen?<\/p>\n<p>Ehr nicht, Denn sie kommen aus der Schweiz, \u00d6sterreich oder den USA. Gelungene Integration, m\u00f6chte manch einer behaupten. Mit Nichten.\u00a0Wo aber sind die Vorstandschefs- und Chefinnen mit Migrationshintergrund? Jene aus unserer Mitte, deren Eltern als Gastarbeiter aus Italien, Griechenland, Marokko oder der T\u00fcrkei nach Deutschland kamen. Jene, die erst in ihrer Jugend zu uns fanden?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wo sind Vorst\u00e4nde mit Migrationshintergrund?<\/strong><\/p>\n<p>Die Antwort ist besch\u00e4mend: Es gibt sie nicht beziehungsweise ihre Anzahl ist so gering, dass sie in Studien und Analysen nicht wahrgenommen werden. Erst k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte das Statistische Bundesamt anl\u00e4sslich des Weltbildungstages am 8.September 2015 eine interessante Untersuchung: 2014 hatten 30 Prozent der Bev\u00f6lkerung mit Migrationshintergrund Abitur oder Fachhochschulreife, die meisten mit Wurzeln in Frankreich, Gro\u00dfbritannien, der Ukraine, Bulgarien, Spanien, Ungarn und \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Jedoch: Kaum einer von ihnen klettert Jahre sp\u00e4ter die Vorstandsleiter hinauf. Die Frage ist: An welchem Punkt der Karriere geht die Vielfalt, wie wir sie im Bundesdurchschnitt und auch unter Studierenden und Abiturienten haben, verloren?<\/p>\n<p>Die Forderungen nach mehr Diversity, nach Vielfalt in Unternehmen, nehmen viele Konzerne bereits ernst.\u00a0 Mehr als die H\u00e4lfte der Dax30-Unternehmen ist nach eigenen Angaben im Diversity Management aktiv. Nur: Sichtbare Ver\u00e4nderungen sind leider noch nicht sp\u00fcrbar. Der Wirtschaft entgehen damit Potentiale, um Themen wie Nachhaltigkeit, Zukunftsf\u00e4higkeit aber auch Employer Branding zu adressieren. Man bekommt den Eindruck, dass zwar viel geredet, aber tats\u00e4chlich wenig getan wird. Dabei steht die Frage nach dem Warum pr\u00e4sent im Raum. Denn dass talentierte F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten mit Migrationshintergrund en masse existieren, steht au\u00dfer Frage.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Warum gibt es keine homosexuellen Vorst\u00e4nde?<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Ungleichgewicht in punkto Nachfrage und Verf\u00fcgbarkeit m\u00fcssen wir abfangen und aus dem Potential sch\u00f6pfen, dass wir am Markt tats\u00e4chlich haben. Einhergehend mit dieser Thematik stellt sich ebenso die Frage, warum Vorstandspers\u00f6nlichkeiten &#8211; anders als in der Unterhaltungsbranche oder der Politik &#8211; so selten offen mit ihrer sexuellen Ausrichtung umgehen.<\/p>\n<p>Arbeitgeber erkl\u00e4ren diese Thematik oft als Privatsache, die in der \u00f6ffentlichen Darstellung keinen Raum ben\u00f6tigt. Anders sehen das aber die schwulen und lesbischen Vertreter, die einen klaren, ehrlichen Umgang und Anerkennung w\u00fcnschen. So setzen sich beispielsweise der V\u00f6lklinger Kreis f\u00fcr schwule F\u00fchrungskr\u00e4fte oder die Wirtschaftsweiber f\u00fcr lesbische Managerinnen f\u00fcr offene Kommunikation ein. Offenheit, die Vielfalt erm\u00f6glicht, damit diese nicht l\u00e4nger Wunschdenken bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Headhunterin Sabine Hansen von Delta Management Consultants\u00fcber das M\u00e4rchen von der Vielfalt: Das Quotengesetz ist ein wichtiger Schritt. 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