{"id":656968,"date":"2015-06-16T01:55:08","date_gmt":"2015-06-15T23:55:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=656968"},"modified":"2015-06-16T10:56:43","modified_gmt":"2015-06-16T08:56:43","slug":"managerinnen-diskriminierung-ofter-als-vor-drei-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2015\/06\/16\/managerinnen-diskriminierung-ofter-als-vor-drei-jahren\/","title":{"rendered":"Managerinnen: Mehr Diskriminierungen als vor drei Jahren"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;font-weight: bold\">Weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte: Mehr als 75 Prozent wurden am Arbeitsplatz schon diskriminiert<\/span><\/p>\n<div>.<\/div>\n<p>76 Prozent der weiblichen F\u00fchrungskr\u00e4fte wurden im Job schon diskriminiert wegen ihres Geschlechts. Der Berufsverband Die F\u00fchrungskr\u00e4fte (DFK) hat 120 Managerinnen befragt und \u00a0findet das Ergebnis als erschreckend, denn: Die Zahl ist in den vergangenen drei Jahren gestiegen &#8211; und zwar um 14 Prozentpunkte (2012: 62 Prozent).<\/p>\n<p>\u201eDass sich die Anzahl der Diskriminierungsf\u00e4lle gegen\u00fcber den Umfrageergebnissen aus 2012 nochmal deutlich erh\u00f6ht, haben wir nicht erwartet. Das ist ein Ergebnis sollte jede Unternehmensleitung aufhorchen lassen. So ist es kein Wunder, dass es noch immer zu wenig Frauen in F\u00fchrungsfunktionen gibt\u201c, urteilt Heike Kroll, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin bei Den F\u00fchrungskr\u00e4ften.<\/p>\n<p>\u201eFr\u00fcher war ich davon \u00fcberzeugt, dass das Geschlecht f\u00fcr weitere Karriereschritte keine Rolle spielt. Eine Quote hielt ich f\u00fcr Bl\u00f6dsinn: Jeder, der etwas k\u00f6nne, werde auch etwas\u201c, sagt Heike Kroll. \u201eDoch meine Erfahrungen in der Beratung von Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften haben mich anderes gelehrt, so dass ich \u2013 leider \u2013 sagen muss: Wir brauchen die Quote tats\u00e4chlich.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_656992\" style=\"width: 443px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/06\/Kroll.2015_small.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-656992\" class=\"size-full wp-image-656992\" alt=\"Heike Kroll, Verband der F\u00fchrungskr\u00e4fte\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/06\/Kroll.2015_small.jpg\" width=\"433\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/06\/Kroll.2015_small.jpg 433w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/06\/Kroll.2015_small-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 433px) 100vw, 433px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-656992\" class=\"wp-caption-text\">Heike Kroll, Verband der F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/p><\/div>\n<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<p>Die DFK-Umfrage zeigt: Frauen sind nicht mehr bereit, abzuwarten, sondern bef\u00fcrworten immer mehr Quoten, die mit Sanktionen verbunden sind. Der Rat des DFK an Unternehmen: sie sollten gerechte Personalpolitik durchsetzen. Denn den Ruf, frauendiskriminierend zu sein, k\u00f6nne sich wegen der Demographie und dem Fachkr\u00e4ftemangel kein Unternehmen erlauben. Bei der Entscheidung f\u00fcr einen Arbeitgeber spiele diese Frage eine mitentscheidende Rolle.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Welche Diskriminierungen sich Frauen gefallen lassen m\u00fcssen?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Heike Kroll beschreibt die\u00a0typischen Diskriminierungsbeispiele<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; bei Vollzeitkr\u00e4ften:<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0trotz vergleichbarer Vita f\u00fcr Bef\u00f6rderungen nicht einmal f\u00fcr die Auswahl vorgesehen zu sein,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0schlechtere Entlohnung trotz vergleichbarer Position,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0nicht den ersten Zugriff bei Projektvergaben zu haben (die besten\/interessantesten Projekte sind bereits vorab &#8211; offenbar unter der Hand &#8211; vergeben),<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0bei bestimmten Netzwerkrunden (gemeinsames, spontanes Bier nach Feierabend) nicht angefragt zu werden,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0bei Geldfragen im Rahmen von Gehalt, Bonus, Abfindungen und dergleichen einen gut verdienenden Partner vorgehalten zu bekommen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>bei Teilzeitkr\u00e4ften &#8211; selbst bei sogenannten vollzeitnahen Teilzeitkr\u00e4ften:<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0wichtige Meetings werden (bewusst?) au\u00dferhalb der vereinbarten Arbeitszeit angesetzt<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0es fallen Kommentare wie: \u201eSie k\u00f6nnen ja vermutlich beim Treffen nicht bis zum Ende bleiben, oder?\u201c, selbst wenn man nur ein einziges Mal wegen eines Notfalls fr\u00fcher gehen musste<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0F\u00fchrungspositionen scheiden per se aus<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Kommentare wie: \u201eSie haben ja jetzt Kinder\u201c \u2013 als ob Kinder jegliche weiteren Entwicklungen von vorn herein verbieten<\/p>\n<p>Laut Kroll k\u00f6nnen die weiblichen Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte auf Anhieb\u00a0gleich mehrere Diskriminierungen nennen. Bei den j\u00fcngeren Managerinnen in spe sind es oft profane Dinge. Kroll: &#8222;Immer werden die jungen Frauen, nie die jungen M\u00e4nner, bei Sitzungen gebeten neuen Kaffee zu holen, kurz mal Kopien zu machen und dergleichen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte: Mehr als 75 Prozent wurden am Arbeitsplatz schon diskriminiert . 76 Prozent der weiblichen F\u00fchrungskr\u00e4fte wurden im Job schon diskriminiert wegen ihres Geschlechts. 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