{"id":656481,"date":"2015-05-03T23:30:43","date_gmt":"2015-05-03T21:30:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=656481"},"modified":"2022-01-31T22:55:46","modified_gmt":"2022-01-31T21:55:46","slug":"vorstande-in-die-zange-genommen-vom-aufsichtsrat-aktionaren-medien-oder-kartellamt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2015\/05\/03\/vorstande-in-die-zange-genommen-vom-aufsichtsrat-aktionaren-medien-oder-kartellamt\/","title":{"rendered":"Vorst\u00e4nde: In die Zange genommen &#8211; vom Aufsichtsrat, Aktion\u00e4ren, Medien oder Kartellamt"},"content":{"rendered":"<p><strong>In die Zange genommen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vorst\u00e4nde<\/p>\n<p>Der Druck auf Unternehmenslenker steigt. Aufsichtsr\u00e4te kujonieren die Unternehmenslenker, um selbst keine Haftung zu riskieren.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>(Langfassung des Print-St\u00fccks in WiWo 7\/2015)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hartmut Mehdorn wurde kurz vor Weihnachten deutlich. So deutlich, wie Top-Manager sonst nie werden: \u201eInquisitorisch\u201c sei der Aufsichtsrat des Flughafens BER. Es regiere \u201eMisstrauenskultur\u201c, warf der 72-j\u00e4hrige Vorstand den Eigent\u00fcmern des Skandalflughafens in einem zweiseitigen Brief vor. Alles berichtet von der \u201eBild am Sonntag\u201c. Das Blatt zitierte Mehdorn weiter: \u201eIhren Hinweis auf einen guten Geist und gute Zusammenarbeit empfinden wir als Zynismus und v\u00f6llige Unkenntnis des Unternehmens und seiner angespannten Lage\u201d. Im \u201eTagesspiegel\u201c legte er nach: \u201cEin Aufsichtsrat muss Vertrauen in seine Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung haben. Entweder er traut seiner Gesch\u00e4ftsleitung oder er sucht sich eine neue. Dazwischen gibt es nichts.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Wie ein Schuljunge&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Mehdorns Wunsch nach blindem Vertrauen wird nun nicht mehr erf\u00fcllt werden, das Verh\u00e4ltnis zwischen Management und Kontrolleuren \u2013 Mehdorn k\u00fcndigte.<br \/>\nAuch der Ex-CDU-Politiker Roland Koch bekam die Macht der Aufsichtsr\u00e4te mit voller Wucht zu sp\u00fcren. Er musste im vergangenen Sommer als Vorstandschef beim Baukonzern Bilfinger zur\u00fccktreten, nachdem er \u201ewie ein Schuljunge\u201c von Aufsichtsrat Udo Stark in die Zange genommen worden war. Der Anlass waren mehrere Gewinnwarnungen kurz nacheinander, die zeigten, dass Koch das Unternehmen offensichtlich nicht in Griff hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eingriffe ins Tagesgesch\u00e4ft<\/strong><\/p>\n<p>Keine Frage, auch wenn die meisten Spitzenmanager wirklich nicht zu bemitleiden sind, der Job an der Spitze von Konzernen wird ungem\u00fctlicher. Insbesondere das Verh\u00e4ltnis zwischen Vorst\u00e4nden und Aufsichtsr\u00e4ten verkompliziert sich: Die einen f\u00fchlen sich von immer mehr Anfragen nach Zahlen und Fakten, von Eingriffen ins Tagesgesch\u00e4ft oder juristischer Bevormundung in die Enge getrieben. Die anderen sehen nur, dass sich ihre Aufsichtspflichten versch\u00e4rft haben \u2013 und glauben, entsprechend handeln zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mehr als jeder zweite Vorstand bekommt immer mehr Druck vom Aufsichtsrat<\/strong><\/p>\n<p>Ergebnis: Bei einer Panel-Befragung exklusiv f\u00fcr die WirtschaftsWoche von der Personalberatung Lab &amp; Company, bei der rund 500 Manager Auskunft gaben, sagte mehr als jeder zweite, dass der Druck durch die Aufsichtsr\u00e4te gestiegen ist.<br \/>\nAls wenn das nicht genug w\u00e4re, verkomplizieren noch weitere Einfl\u00fcsse die t\u00e4gliche Unternehmensf\u00fchrung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Immer sch\u00e4rfere Beobachtung<\/strong><\/p>\n<p>Headhunter Klaus Aden, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Lab &amp; Company skizziert das Dilemma der Vorst\u00e4nde so: \u201eSie stehen unter immer sch\u00e4rferer Beobachtung von Aufsichtsr\u00e4ten, Anteilseignern und der \u00d6ffentlichkeit. Fehler werden gnadenlos aufgedeckt und f\u00fchren zu Konsequenzen. Gleichzeitig stehen sie unter starkem Performance- und Wettbewerbsdruck, m\u00fcssen also mutig handeln.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_655488\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/02\/Aden_KLaus_LAB_72dpi-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-655488\" class=\"size-medium wp-image-655488\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/02\/Aden_KLaus_LAB_72dpi-2-300x199.jpg\" alt=\"Klaus Aden, Lab\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/02\/Aden_KLaus_LAB_72dpi-2-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/02\/Aden_KLaus_LAB_72dpi-2-450x300.jpg 450w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/02\/Aden_KLaus_LAB_72dpi-2.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-655488\" class=\"wp-caption-text\">Klaus Aden, Lab &amp; Company<\/p><\/div>\n<p><strong>Komplett \u00fcberlastete Vorst\u00e4nde<\/strong><\/p>\n<p>Und so spricht der Ex-Chef eines gro\u00dfen Reise-Unternehmens, der noch immer in Aufsichtsgremien sitzt, vielen Konzernlenkern aus der Seele, wer er sagt: \u201eDie gestiegene Belastung sp\u00fcrt jeder im Job.\u201c Der h\u00f6here Druck r\u00fchrt f\u00fcr die meisten aber weniger daher, dass sie sich komplett \u00fcberlastet f\u00fchlen. \u201eMein gr\u00f6\u00dftes Problem war zuletzt, dass wir als Chefs m\u00f6glichst schnell entscheiden sollen, aber schnelle Entscheidungen fast unm\u00f6glich sind\u201c, sagt der Manager. Klar scheint: die zum Teil \u00fcppig gestiegenen Managergeh\u00e4lter der vergangenen Jahre sind zum Teil auch Leidensgeld f\u00fcr neue Scherereien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anw\u00e4lte-Gutachten zur eigenen Absicherung &#8211; sogar unsinnige<\/strong><\/p>\n<p>Das liegt, wie nicht nur Mehdorn und Koch zeigen, vor allem am ge\u00e4nderten Rollenverst\u00e4ndnis der Aufsichtsr\u00e4te: die regieren immer st\u00e4rker ins Tagesgesch\u00e4ft hinein, nicht nur bei Unternehmen in Familienhand. Die Z\u00fcgel selbst in die Hand zu nehmen, ist f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te in deutschen Aktiengesellschaften tabu, aber geschickt fragen, Zahlen-Vorgaben erstellen oder Genehmigungen f\u00fcr alle m\u00f6glichen Entscheidungen einfordern, d\u00fcrfen sie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oft sichern sich alle Beteiligten durch teure Gutachten von Anw\u00e4lten, Wirtschaftspr\u00fcfern oder anderen Beratern ab. Damit sie im Zweifelsfall denen die Schuld weiterreichen k\u00f6nnen. \u201cManchmal werden sogar unsinnige Gutachten bestellt, nur um sich abzusichern. Und dann am besten gleich drei, damit es nicht pari-pari ausgehen kann\u201c, spottet ein MDax-Vorstand, der anonym bleiben will.<\/p>\n<p>Das war in den sp\u00e4ten 90-er Jahren noch anders, vergleicht Headhunterin Sabine Hansen von Amrop-Delta \u00a0Damals erlebte der Manager noch, wie Vorstands-Chefs selbst gr\u00f6\u00dfere Entscheidungen wie Zuk\u00e4ufe quasi aus dem Bauch heraus f\u00e4llen konnten, durch den Vorstand brachten und dann relativ einfach die Zustimmung des Aufsichtsrats bekamen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die R\u00fcckversicherungsmanie<\/strong><\/p>\n<p>Heute hingegen sei der Prozess extrem aufwendig und komplex geworden. \u201eDa herrscht eine R\u00fcckversicherungsmanie, bei dem jeder Beteiligte ungern etwas riskiert und sich lieber dreifach als doppelt absichert,\u201c sagt der Manager, der ungenannt bleiben will. Bereits bevor eine Entscheidung \u00fcberhaupt in den Vorstand komme, w\u00fcrden viel mehr Beteiligte aus allen m\u00f6glichen Fachgebieten eingebunden.<\/p>\n<p>Grund sei weniger der Zwang zur betrieblichen Mitbestimmung, sondern am Ende die gestiegene pers\u00f6nliche Haftung vor allem im Aufsichtsrat, wenn ein Mitglied bestimmte Gesichtspunkte nicht ber\u00fccksichtigt habe. Das beginne bei noch verst\u00e4ndlichen Dingen wie klassischen Corporate-Governance-Fragen, ob bei der Entscheidung irgendwelche pers\u00f6nlichen Vorteile oder gar Bestechungsgelder eine Rolle gespielt haben. \u201eJeder h\u00e4lt uns die schlanken Prozesse der Mittelst\u00e4ndler vor, fordert schnelle und unternehmerische Entscheidungen \u2013 aber nur wenn er selbst kein Risiko damit eingeht\u201c, so der Manager.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chuzpe &#8211; und nie ans Hinwerfen denken<\/strong><\/p>\n<p>Meist sind Vorst\u00e4nde Typen, die Chuzpe haben, sich nicht mit Selbstzweifeln plagen und hart im Nehmen wie im Austeilen sind. \u00c4ngste? \u201eNie\u201c antwortete Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke mal in einem Interview. Jemals ans Hinwerfen denken? \u201eNein\u201c.<\/p>\n<p>Eher kampflustig wie Mehdorn, der seine Job schon mal so beschrieb: Es geh\u00f6re zur Rolle des Vorstandsvorsitzenden, Angriffsfl\u00e4chen zu bieten, damit einer die Pfeile auf sich zieht und die anderen ungest\u00f6rt arbeiten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Suizid nach Streit: Pierre Wauthier<\/strong><\/p>\n<p>Gelegentlich erwachse daraus auch pers\u00f6nliche \u00dcberforderung, sagt Personalprofi Klaus Aden von Lab &amp; Company. So war es auch im Fall des Finanzvorstands der Zurich Versicherung, Pierre Wauthier im August vergangenen Jahres. Der Schweizer beging im Alter von 53 Jahren Selbstmord und warf seinem Chef, dem Verwaltungsratsvorsitzenden und Ex-Deutsche-Bank-Manager Josef Ackermann, in seinem Abschiedsbrief vor, er habe ihn unter \u201eungeb\u00fchrlichen Druck\u201c gesetzt und ein \u201eunertr\u00e4gliches Arbeitsklima\u201c geschaffen. Es hatte einen Streit zwischen beiden um eine Formulierung im Quartalsbericht gegeben, bei dem sich Ackermann durchgesetzt hatte und eine aggressivere Fassung k\u00fchl per Anweisung erzwang. Nach Wauthiers Freitod attackierte seine Familie Ackermann heftig, \u201ewenn auch ohne Schuld\u201c einzugestehen trat der von seinem Verwaltungsratsposten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Rolle des Aufsichtsratschefs in Deutschland ist traditionell weniger stark als die des <span style=\"background-color: #ffffff;color: #333333;font-family: 'Helvetica Neue', Helvetica, Arial, 'Nimbus Sans L', sans-serif;font-size: 15px\">Verwaltungsrats in der Schweiz. Dennoch ist die Versuchung offenbar gro\u00df, die eigene Machtposition auszubauen. Strafverteidiger J\u00fcrgen Wessing sagt: \u201eAufsichtsr\u00e4te haben eine Verm\u00f6gensbetreuungspflicht gegen\u00fcber Unternehmen und Aktion\u00e4ren. Sie m\u00fcssen den Vorstand \u00fcberwachen und je mehr Anhaltspunkte sie haben, dass etwas schief l\u00e4uft, der Vorstand \u00fcberfordert ist oder die Gesellschaft in eine Krise ger\u00e4t, umso h\u00f6her ist ihre \u00dcberwachungspflicht.\u201c<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_643920\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-643920\" class=\"size-thumbnail wp-image-643920\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/05\/wessing-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-643920\" class=\"wp-caption-text\">J\u00fcrgen Wessing, Strafverteidiger<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"background-color: #ffffff;color: #333333;font-family: 'Helvetica Neue', Helvetica, Arial, 'Nimbus Sans L', sans-serif;font-size: 15px\">Entsprechend gestiegen ist der Arbeitseinsatz der Kontrolleure. Ein Dax30-Aufsichtsrat ist heute f\u00fcr sein Mandat zweieinhalb Monate im Jahr im Einsatz, sch\u00e4tzt Hans-Ulrich Wilsing, Gesellschaftsrechtler bei der Soziet\u00e4t Linklaters. So wie es es fr\u00fcher oft funktionierte, sich nur auf der Hinfahrt zu den Treffen vorzubereiten, geht es heute nicht mehr.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_646784\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/11\/wilsing.laterazza.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-646784\" class=\"size-medium wp-image-646784\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/11\/wilsing.laterazza-300x225.jpg\" alt=\"Hans-Ulrich Wilsing, Anwalt bei Linklaters\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/11\/wilsing.laterazza-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/11\/wilsing.laterazza.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-646784\" class=\"wp-caption-text\">Hans-Ulrich Wilsing, Anwalt bei Linklaters<\/p><\/div>\n<p><strong>Renditevorgaben im Detail<\/strong><\/p>\n<p>Wer im Aufsichtsrat sitzt und Anteilseigner ist, geht umso mehr in die Tiefe. Beim Technologiekonzern SGL etwa mischt sich der Aufsichtsrat stark ein, seit die Quandt-Erbin Susanne Klatten darin sitzt. Sehr schnell reduzierte die BMW-Gro\u00dfaktion\u00e4rin den Vorstand des Karbonherstellers von f\u00fcnf auf drei Mitglieder, senkte die Vorstandsgeh\u00e4lter und legte eine neue Dienstwagen-Richtlinie fest. Im Firmen-Fuhrpark von SGL sind 7er BMWs, S-Klasse-Daimler und Audi A8 seitdem tabu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor allem aber macht der SGL-Aufsichtsrat harte Vorgaben: Renditeziele gibt es nicht nur f\u00fcr den Gesamtkonzern, sondern auch f\u00fcr einzelne Produkte. Das eingesetzte Kapital soll sich um stolze 15 Prozent verzinsen, so die Forderung des Aufsichtsrats \u2013 und zwar gemessen am Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. SGL-Carbon Vorstand J\u00fcrgen K\u00f6hler best\u00e4tigt: \u201eHeute muss ein Aufsichtsrat schon allein aus Haftungsgr\u00fcnden viel mehr Fragen an das Unternehmen stellen.\u201c Die Haftungsangst geht um in deutschen Unternehmen. Wegschauen kann sich niemand mehr leisten. Machen Vorst\u00e4nde teure Fehler, haben sie im Hinterkopf, dass sie pers\u00f6nlich zur Kasse gebeten werden. Jetzt kommt die Angst der Aufsichtsr\u00e4te hinzu: Sehen sie tatenlos Fehlern der Vorst\u00e4nde zu, und verlangen keinen Schadenersatz vom eigenen Management, begehen sie eine Untreue, die strafbar ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>20.000 verfolgte Manager &#8211; nach den Vorst\u00e4nden nun die Aufsichtsr\u00e4te<\/strong><\/p>\n<p>Auf die Aufsichtsr\u00e4te rollt nun die Welle zu, die die Vorst\u00e4nde l\u00e4ngst erreicht hat. Vor den Gerichten sind rund 6000 Managerhaftungsverfahren anh\u00e4ngig, sch\u00e4tzt Michael Hendricks, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Spezialberatung f\u00fcr Managerhaftpflichtversicherungen (D &amp; O) Hendricks &amp; Co in D\u00fcsseldorf. Hinzu kommen die F\u00e4lle, die als Schadensf\u00e4lle gemeldet sind, ohne am Gericht zu landen. Bei durchschnittlich zwei bis drei Beklagten je Fall bedeutet das: Rund 20 000 Manager sind derzeit Schadensersatzforderungen ausgesetzt, so Hendricks. Vier F\u00fcnftel der Forderungen kommen vom Ex-Unternehmen, der Rest beispielsweise von Gl\u00e4ubigern. (siehe WiWo 50\/2013).<\/p>\n<div id=\"attachment_646577\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/11\/hendricks.michael.offizi\u00f6s.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-646577\" class=\"size-medium wp-image-646577\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/11\/hendricks.michael.offizi\u00f6s-300x213.jpg\" alt=\"Managerhaftungs-Experte Michael Hendricks\" width=\"300\" height=\"213\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-646577\" class=\"wp-caption-text\">Managerhaftungs-Experte Michael Hendricks<\/p><\/div>\n<p>Die meisten Auseinandersetzungen finden hinter verschlossenen T\u00fcren statt, weder die Firma noch der Manager sind auf Image-Sch\u00e4den scharf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schrempp bliebt verschont<\/strong><\/p>\n<p>Vorbei sind jedenfalls die Zeiten, in denen eine Aktiengesellschaft ihren Vorstand verschonen kann, so wie es noch bei J\u00fcrgen Schrempp von DaimlerChrysler lief. Der Vorstandschef hatte durch eine \u00c4u\u00dferung vor der Presse, die Fusion mit Chrysler sei tats\u00e4chlich eine \u00dcbernahme gewesen, dem Konzern einen Schaden von 300 Millionen Dollar eingebrockt. Von dem die Managerhaftpflichtversicherer &#8211; ein Konsortium &#8211; nur 168 Millionen Dollar 2007 \u00fcbernahmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zur Kasse gebeten wurde Schrempp selbst nicht. Der Aufsichtsrat hatte bei zwei Kanzleien, die Frage von Schrempps Haftung per Rechtsgutachten kl\u00e4ren lassen und entschied, keine Entsch\u00e4digung von ihm zu fordern. Wer die Kanzleien waren, wird nicht preisgegeben. Auch auf der Tagesordnung der Hauptversammlung landete der Vergleich mit den D&amp;O-Versicherern nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chefetage: Jeder gegen jeden<\/strong><\/p>\n<p>Inzwischen werden dagegen in den Chefetagen die Messer gewetzt. Der Trend: Niemand will auf einem Schaden mehr sitzen bleiben, der \u00dcbelt\u00e4ter muss gefunden werden &#8211; und wenn es nur darum geht, auf dem Wege an die Versicherungssumme der Managerhaftpflichtversicherung zu kommen. J\u00fcngstes Beispiel ist der Schienenkartellfall: Hersteller und Lieferanten von Eisenbahnschienen wie ThyssenKrupp, Moravia Steel, Voestalpine oder Stahlberg Roensch hatten viele Jahre lang illegale Absprachen getroffen. Sie hatten so die Preise k\u00fcnstlich hoch gehalten, wenn die Deutsche Bahn, Bau- oder Nahverkehrsunternehmen wie die Verkehrsbetriebe in D\u00fcsseldorf und Essen \u2013 Auftr\u00e4ge ausschrieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zahnl\u00fccke, HB-M\u00e4nnchen oder Schnuffi<\/strong><\/p>\n<p>Man traf sich bis zu 20-mal im Jahr und agierte mit Tarnnamen wie Zahnl\u00fccke, HB-M\u00e4nnchen oder Schnuffi. Alles kam heraus, als Voestalpine alles beim Bundeskartellamt verpfiff, Millionenstrafen waren die Folge. 14 Beschuldigte inklusive Ex-Manager wurden von der Staatsanwaltschaft angeklagt.<\/p>\n<p>Nachdem ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger eine interne Null-Toleranz-Richtlinie gegen Vergehen von Mitarbeitern erlie\u00df, verklagte der Stahlkonzern prompt seinen Ex-Manager Uwe Sehlbach vorm Landesarbeitsgericht D\u00fcsseldorf. Der Spartenchef der Gft-Gleistechnik soll dem Konzern 191 Millionen Euro Schadenersatz leisten: f\u00fcr das Bu\u00dfgeld ans Bundeskartellamt, das das Unternehmen zahlen musste.<\/p>\n<p>Dass angestellte Manager nicht diese Millionensummen aufbringen k\u00f6nnen, ist den Unternehmen von vorneherein klar. Schlie\u00dflich haben die meisten von ihnen nicht so viel Geld auf der hohen Kante, sondern nur ein paar Festgeldkonten oder Immobilien, sagt Arbeitsrechtsanwalt Christoph Abeln, der auf Manager spezialisiert ist. Die Unternehmen wollen auf dem Weg aber an die D&amp;O-Versicherungssummen herankommen &#8211; die aber nur zahlen wollen, wenn auch die T\u00e4ter nicht wenigstens einen Teil des Schadens aus eigener Kasse zahlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_651835\" style=\"width: 254px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/02\/AbelnChristophArbeitsrechtler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-651835\" class=\"size-medium wp-image-651835\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/02\/AbelnChristophArbeitsrechtler-244x300.jpg\" alt=\"Christoph Abeln, Arbeitsrechtler aus Berlin\" width=\"244\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/02\/AbelnChristophArbeitsrechtler-244x300.jpg 244w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/02\/AbelnChristophArbeitsrechtler.jpg 528w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-651835\" class=\"wp-caption-text\">Christoph Abeln, Arbeitsrechtler aus Berlin<\/p><\/div>\n<p>ThyssenKrupp lie\u00dfen die Gerichte in den ersten beiden Instanzen abblitzen: Kartellbu\u00dfen k\u00f6nne sich ein Unternehmen grunds\u00e4tzlich nicht von Mitarbeitern erstatten lassen. Die H\u00f6chstgrenze f\u00fcr pers\u00f6nliche Kartellstrafen liegt bei einer Million Euro und die w\u00fcrde unterlaufen, wenn Firmen ihre Unternehmensbu\u00dfen weiterreichen k\u00f6nnten. Doch der Konzern will noch entscheiden, ob er bis vors Bundesarbeitsgericht geht. Ohnehin legte der Konzern erst vor wenigen Tagen nach und forderte weitere 100 Millionen Euro von Sehlbach. Die n\u00e4mlich musste das Unternehmen der Deutschen Bahn \u2013 als Opfer dieses Kartells \u2013 wegen der \u00fcberbezahlten Schienen erstatten.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn hat als erstes Unternehmen eine eigene Abteilung eingerichtet, die nur daf\u00fcr da ist, Schadenersatzforderungen gegen Kartells\u00fcnder durchzusetzen, deren Opfer sie wurde \u2013 egal ob beim Schienen- oder Zuckereinkauf f\u00fcr die Speisewagen.<\/p>\n<p>Das Vorbild macht Schule. Weil die Lufthansa mit weiteren neun Airlines illegal die Preise f\u00fcr Frachtfl\u00fcge abgesprochen hatte, verklagte die Deutsche Bahn f\u00fcr ihre Transporttochter Schenker die Kartell-Teilnehmer im Dezember aus 1,2 Milliarden Euro Schadenersatz. Doch jetzt schlossen sich weitere gro\u00dfe Unternehmen wie BMW, Bosch und Continental an und sie verlangen gemeinsam zwei Milliarden Euro Schadenersatz plus 900 Millionen Euro Zinsen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine Milliarde Bussgeld f\u00fcrs Bundeskartellamt in 2014<\/strong><\/p>\n<p>Die Rekordsumme von mehr als einer Milliarde Euro an Bu\u00dfgeldern kassierte das Bundeskartellamt \u2013 eine immer schlagkr\u00e4ftigere Beh\u00f6rde \u2013 allein im vergangenen Jahr von 67 Unternehmen und weiteren 80 Privatpersonen. Zum Vergleich: Um das Jahr 2000 herum waren diese Strafen ein F\u00fcnftel so hoch. Heute d\u00fcrfen sie nach Gesetzes\u00e4nderungen bis zu einem Zehntel des Jahresumsatzes betragen. Ob Zuckerhersteller, Bierbrauer, Wurst- oder Autoscheiben-Produzenten, Zement- oder Tapetenhersteller \u2013 quer durch die Industrie ist das Bonner Amt den T\u00e4tern auf den Fersen. Die Zahl der Verfahren steigt laufend. Seit es Kronzeugenregelungen mit Rabatten bei den Bu\u00dfen und Strafbefreiung f\u00fcr Whistleblowing und tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung f\u00fcrs Amt gibt, wird es f\u00fcr die Kartellw\u00e4chter auch immer einfacher, Kartells\u00fcnder zu erwischen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>26 der 30 Dax-Unternehmen wiesen &#8222;Kartellrisiken&#8220; aus<\/strong><\/p>\n<p>Und die scheinen eher Massenph\u00e4nomen als Einzelfall zu sein: Von den Dax30-Unternehmen k\u00fcndigen immerhin 26 bereits \u201eKartellrisiken\u201c in ihrem Gesch\u00e4ftsbericht schon f\u00fcr 2012 an, ermittelte k\u00fcrzlich die Gro\u00dfkanzlei Noerr.<\/p>\n<p>\u201eDie Anforderungen an die Kontrollpflichten von Vorst\u00e4nden sind deutlich gestiegen\u201c sagt, Kartellrechtsexpertin Daniela Seeliger von der Gro\u00dfkanzlei Linklaters. Die Devise ist aber immer weniger `alle ziehen an einem Strang\u00b4, sondern man schaue sich gegenseitig auf die Finger \u2013 ob der andere alles getan hat, was er tun musste.<\/p>\n<div id=\"attachment_644590\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/06\/seeliger.linklaters.casaluigi1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-644590\" class=\"size-medium wp-image-644590\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/06\/seeliger.linklaters.casaluigi1-300x225.jpg\" alt=\"Daniela Seeliger, Kartellrecht-Profi und Partnerin bei Linklaters\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/06\/seeliger.linklaters.casaluigi1-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/06\/seeliger.linklaters.casaluigi1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-644590\" class=\"wp-caption-text\">Daniela Seeliger, Kartellrecht-Profi und Partnerin bei Linklaters<\/p><\/div>\n<p>Schlie\u00dflich haftet der Vorstand insgesamt als Organ, nicht jeder nur f\u00fcr seinen Part \u2013 und deshalb habe auch jeder seine eigenen Berater.<\/p>\n<p>Sobald in einem Konzern ein Verdacht von Preisabsprachen mit Wettbewerbern oder eine Kundenbeschwerde beim Bundeskartellamt aufschl\u00e4gt, wird die Sache zur Vorstandssache gemacht. Mit der Folge, dass sich der Vorstand regelm\u00e4\u00dfig und viel mehr berichten l\u00e4sst \u2013 allein schon wegen der hohen Strafen und dem Wandel, welcher Wert der Compliance beigemessen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn das Kartellamt kommt, ist das Tagesgesch\u00e4ft lahmgelegt<\/strong><\/p>\n<p>Vor allem aber k\u00f6nnen sich Vorst\u00e4nde, wenn Durchsuchungen passieren und Kartellamtsuntersuchungen \u00fcber Jahre laufen, nicht mehr um die Unternehmensstrategie k\u00fcmmern: \u201eViel Managementzeit geht verloren, die Altlasten hemmen die Konzentration auf die Zukunft der Firma\u201c, res\u00fcmiert Seeliger. Sie erlebt Mandanten, die total gestresst und aufgel\u00f6st sind, deren Tagesgesch\u00e4ft leidet. Die vielen Fragen wie \u201eWas mache ich mit denen, die verwickelt waren in die Taten? Kann man sie entlassen oder verliert man zu viel Gesch\u00e4ft? Wer einen Kronzeugenantrag stellen will beim Kartellamt, um das Bu\u00dfgeld zu senken, braucht sie noch f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung. Wie sieht die firmeninterne Strategie aus, mit dem Fall umzugehen? Welcher Mitarbeiter wird interviewt, wie kl\u00e4rt man den Fall auf, mit wem redet man?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz abgesehen davon, wenn das Weiterarbeiten unm\u00f6glich ist: Weil das Kartellamt eine Vielzahl von Akten \u2013 f\u00fcr die es kein Doppel gab \u2013 bei der Durchsuchung einfach abtransportiert hat. \u201eAntr\u00e4ge auf R\u00fcckgabe oder wenigstens die Erlaubnis, Kopien anzufertigen, haben dann erst nach mehreren Wochen Erfolg\u201c, sagt Seeliger.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was ebenso blockiert: Die Sachverhalte m\u00fcssen intensiv aufgearbeitet werden, das komplette und das beschlagnahmte Material gesichtet und ausgewertet werden, um es danach mit der Unternehmensleitung durchzusprechen. Alle Querverbindungen im Konzern gilt es zu checken. Hunderte E-Mails m\u00fcssen auch in angrenzenden Bereichen gesichtet, viele Interviews mit Beteiligten oder potenziell Beteiligten gef\u00fchrt werden und danach die entsprechenden Berichte an Vorstand und Aufsichtsrat geschrieben werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn der Vorstand direkt antreten muss beim Aufsichtsrat<\/strong><\/p>\n<p>Die Situation ist so brenzlig, dass die Aufsichtsr\u00e4te sich am selben Tag einschalten. Sie lassen den Compliance-Vorstand antreten und sich von ihm informieren, um selbst keine Fehler zu machen. Sicherheitshalber nehmen sie sich heute selbst zus\u00e4tzlich eine Anwaltskanzlei \u2013 eine andere als der Vorstand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Folge: Die Unternehmen, die f\u00fcr unerlaubte Preisabsprachen, Gebietsaufteilungen und \u00e4hnliche unzul\u00e4ssige Verabredungen auf dem R\u00fccken der Kunden zur Kasse gebeten werden, wollen auf diesen Kosten aber nicht mehr sitzen bleiben und versuchen, sich von den verantwortlichen Managern das Geld wieder zu holen. Wie Falle Sehlbach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auch Staatsanw\u00e4lte sind heute Managern auf den Fersen<\/strong><\/p>\n<p>Dabei k\u00f6nnen Manager von Gl\u00fcck reden, wenn es bei Schadenersatzforderungen bleibt. Wer heute den Wirtschaftsteil der Tageszeitung aufschl\u00e4gt, findet fast t\u00e4glich Meldungen, wen Staatsanw\u00e4lte so alles verfolgen &#8211; und dass sie sich ganz klar zu ernst zu nehmenden Gegner f\u00fcr Top-Manager entwickelt haben. Nie h\u00e4tte sich doch ein Deutsche-Bank-Vorstandschef J\u00fcrgen Fitschen tr\u00e4umen lassen, dass er eines Tages wegen Prozessbetrags vor dem Kadi landet. Oder Fraport-Chef Stephan Schulte, dass er von einem l\u00e4rmgeplagten Flughafenanwohner wegen K\u00f6rperverletzung angezeigt wird. Ganz zu schweigen von Thomas Middelhoff, der so lange in U-Haft verbringen musste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In die Zange genommen Vorst\u00e4nde Der Druck auf Unternehmenslenker steigt. Aufsichtsr\u00e4te kujonieren die Unternehmenslenker, um selbst keine Haftung zu riskieren.\u00a0 (Langfassung des Print-St\u00fccks in WiWo 7\/2015) &nbsp; Hartmut Mehdorn wurde kurz vor Weihnachten deutlich. 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