{"id":656325,"date":"2015-05-29T02:06:29","date_gmt":"2015-05-29T00:06:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=656325"},"modified":"2015-05-29T11:52:11","modified_gmt":"2015-05-29T09:52:11","slug":"ein-teller-lachs-mit-vdi-chef-appel-papa-ohne-nutella-geht-gar-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2015\/05\/29\/ein-teller-lachs-mit-vdi-chef-appel-papa-ohne-nutella-geht-gar-nicht\/","title":{"rendered":"Ein Teller Lachs mit VDI-Chef Appel: &#8222;Papa ohne Nutella geht gar nicht&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Kommen Sie nicht in die Firma!&#8220;, hatte ihn seine Sekret\u00e4rin versucht zu waren. Der aufgeregte Telefonanruf ereilte Ralph Appel fr\u00fch am Morgen, als er gerade zur Arbeit fahren wollte. Die outgesourcte Buchhaltung in Sophia hatte unter anderem die Werkstattrechnung seines Dienstwagens liegen lassen, statt sie zu begleichen. Und prompt stand der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Autowerkstatt in Appels Ex-Firma und wollte das Auto h\u00f6chstpers\u00f6nlich abholen. Als Sicherheit. Doch Appel fuhr trotz der Warnung hin und regelte es an Ort und Stelle.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<div id=\"attachment_656326\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-656326\" class=\"size-full wp-image-656326\" alt=\"VDI-Direktor Ralph Appel\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.jpg\" width=\"650\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-656326\" class=\"wp-caption-text\">VDI-Direktor Ralph Appel<\/p><\/div>\n<p>.<\/p>\n<p>Das war noch in Norddeutschland, denn\u00a0&#8222;aus Hamburch, da komm\u00b4ich wech&#8220;, erz\u00e4hlt der Direktor des VDI, dem Verband Deutscher Ingenieure. Zwar ist Hamburg f\u00fcr ihn die &#8222;sch\u00f6nste Stadt der Welt und optimaler Austragungsort der n\u00e4chsten olympischen Spiele&#8220;. Er ist in Hamburg-Bergedorf aufgewachsen, auch studiert hat der Wirtschaftsingenieur in der Hansestadt und auch gleich seine erste Stelle &#8211; bei Maizena -, angetreten. Doch dem Job zuliebe zog der\u00a0Fast-Zwei-Meter-Mann Appel &#8211; er ist 1,97 Meter gro\u00df -, vor 29 Jahren dann mitsamt seiner Familie nach Krefeld. Seit zwei Jahren arbeitet er in D\u00fcsseldorf beim VDI, auf den er ungemein stolz ist mit seinen &#8222;154 000 Mitgliedern und bei dem jedes Jahr 2.000 Neue dazukommen&#8220;.<\/p>\n<p>Und er erz\u00e4hlt, dass bei den Mitgliedern, die noch Studenten sind, schon 20 Prozent Frauen sind. Oder dass es beim VDI Arbeitsgruppen zum Beispiel f\u00fcr tief h\u00e4ngende Klosch\u00fcsseln gibt, weil die entsprechenden Richtlinien \u00fcberarbeitet werden m\u00fcssen. Denn: &#8222;Die Leute werden immer gr\u00f6\u00dfer&#8220;, sagt er. Ganz abgesehen davon, es es so einfach nat\u00fcrlich nicht ist, sondern auch diese Teile hochtechnologisch sein k\u00f6nnen und mit allen Schikanen. Und dass er sich in seinem Job oft wie ein Dirigent oder Kapellmeister f\u00fchlt. Dass es insgesamt 1,6 Millionen Ingenieure in Deutschland gibt und jeder f\u00fcnfte Akademiker ein Ingenieur ist. Aber dass Ingenieure bald Mangelware seien.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Dennoch ist es Appels Vision: Dass der VDI in zehn Jahren 250.000 oder am liebsten gar 300.000 Mitglieder hat. Allein auf der Hannover Messe warb der VDI 1001 neue Mitglieder an. Der gr\u00f6\u00dfte Berufsverband Deutschlands ist der VDI schon heute. Was Appel stolz macht: Von \u00dcberalterung ist keine Rede, ein Drittel der Mitglieder seien unter 34 Jahren.<\/p>\n<p>Sorgen bereitet es ihm hingegen, dass es schon heute zu wenige Ingenieure hierzulande gibt. Oder dass die Japaner heute durchaus wettbewerbsf\u00e4hig mit den deutschen Ingenieuren seien, nachdem sie in den 50-er-Jahren die deutsche Ingenieursausbildung kopiert hatten.<\/p>\n<div id=\"attachment_656327\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.fisch_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-656327\" class=\"size-full wp-image-656327\" alt=\"Lachs mit Thunfisch mit xy im Casa Luigi\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.fisch_.jpg\" width=\"650\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.fisch_.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.fisch_-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.fisch_-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-656327\" class=\"wp-caption-text\">Lachs mit Seeteufel \u00a0im Casa Luigi<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier im &#8222;Casa Luigi&#8220; bestellt sich Appel Lachs und Seeteufel mit Kartoffeln und Gem\u00fcse. Fisch, nat\u00fcrlich &#8211; wie man es von einem Hamburger erwartet. Und schmecken tut\u00b4s ihm durchaus. Sein Teller ist ruckzuck leer. So wie er auch im Gespr\u00e4ch ungeheuer reaktionsschnell kontert, gegenfragt oder kommentiert. Je nachdem.<\/p>\n<p>Appel erz\u00e4hlt: &#8222;Das Dessert lasse ich mir in Restaurants immer vom Kellner empfehlen.&#8220; \u00a0Die Dolce seien seine Leidenschaft. Auch hier l\u00e4sst er sich darauf ein, was der Kellner r\u00e4t &#8211; auf ein Tiramisu. &#8222;Die italienische K\u00fcche ist mein Favorit&#8220;, schw\u00e4rmt er. Obwohl \u00a0er als Kind\u00a0Italien nicht ausstehen konnte &#8211; f\u00fcr ihn war es das Land gruselig, nur laut und unfreundlich. Doch das hat sich ge\u00e4ndert. Sp\u00e4testens seit er f\u00fcr seinen fr\u00fcheren Arbeitgeber &#8211; dem Nahrungsmittel-Rohstoffhersteller Cargill &#8211; oft in dessen Fabrik in die italienische Po-Ebene \u00a0reisen musste.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.dessert.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-656328\" alt=\"appel.dessert\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.dessert.jpg\" width=\"650\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.dessert.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.dessert-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/04\/appel.dessert-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Appel erz\u00e4hlt mir von einem weiteren Ritual: Jeden morgen fr\u00fchst\u00fcckt er erst mal zu Hause und in aller Ruhe. Egal ob sein Flieger um vier Uhr oder um neun Uhr fr\u00fch losgeht. Und was er fr\u00fchst\u00fcckt? Auch das ein Ritual: Frisches Wei\u00dfbrot mit Nutella und einem Glas kalter Milch. So war es sein Leben lang und erst danach kommt Gesundes wie M\u00fcsli. Der Kommentar seiner beiden Kinder, mit denen er \u00fcbrigens den ganzen Tag \u00fcber Whats-app in einem Family-Chat in Verbindung steht: &#8222;Papa ohne Nutella geht gar nicht&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Kommen Sie nicht in die Firma!&#8220;, hatte ihn seine Sekret\u00e4rin versucht zu waren. Der aufgeregte Telefonanruf ereilte Ralph Appel fr\u00fch am Morgen, als er gerade zur Arbeit fahren wollte. 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