{"id":655643,"date":"2015-03-02T01:02:31","date_gmt":"2015-03-02T00:02:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=655643"},"modified":"2015-03-02T01:05:48","modified_gmt":"2015-03-02T00:05:48","slug":"serie-fuhrung-im-21-jahrhundert-i-zuckerbrot-oder-peitsche-wer-eint-integriert-freiraume-gibt-und-zuwendung-zeigt-gewinnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2015\/03\/02\/serie-fuhrung-im-21-jahrhundert-i-zuckerbrot-oder-peitsche-wer-eint-integriert-freiraume-gibt-und-zuwendung-zeigt-gewinnt\/","title":{"rendered":"Serie: F\u00fchrung im 21. Jahrhundert (I) &#8211; Zuckerbrot oder Peitsche? Wer eint, integriert, Freir\u00e4ume gibt und Zuwendung zeigt, gewinnt."},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><i>Teil 1 der Serie &#8222;F\u00fchrung im 21. Jahrhundert&#8220; von Sabine H\u00fcbner und Carsten K. Rath, dem Gr\u00fcnderduo Managementberatung RichtigRichtig.com. <\/i><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_655644\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-655644\" class=\"size-full wp-image-655644\" alt=\"Sabine H\u00fcbenr und ...von richtigrichtig\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/02\/h\u00fcbner.richtigrichtig.jpg\" width=\"650\" height=\"455\" \/><p id=\"caption-attachment-655644\" class=\"wp-caption-text\">Sabine H\u00fcbner und Carsten K. Rath von der Managementberatung richtigrichtig.com<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Machtspiele sind en vogue \u2013 nicht nur auf der Kinoleinwand bei &#8222;50 Shades of Grey&#8220;, sondern auch in Unternehmen. Doch bleibt die Frage: Arbeiten Mitarbeiter besser, wenn sie die Peitsche zu f\u00fcrchten haben? Die Antwort ist eindeutig. Und sie lautet: Nein. Denn kurzfristig mag F\u00fchrung durch H\u00e4rte oder Bestrafung oder auch nur deren Andeutung zu besseren Ergebnissen f\u00fchren. Mittel- und langfristig n\u00fctzt sie dem Unternehmen aber nichts. Denn sie f\u00fchrt im besten Fall zu Dienst nach Vorschrift und im schlimmsten Fall zur Sabotage des Unternehmens durch die eigenen Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Wer sich davon \u00fcberzeugen will, muss nur einmal die &#8211; \u00f6ffentlich sichtbaren &#8211; Arbeitgeber-Bewertungen auf Internetportalen wie kununu.de lesen. In den allermeisten F\u00e4llen geht die w\u00fctende Kritik dort auf das Fehlverhalten dominanter F\u00fchrungskr\u00e4fte zur\u00fcck. Dieses Verhalten ist auch der Grund f\u00fcr eine hohe Fluktuation im Unternehmen, denn wenn Menschen k\u00fcndigen, verlassen sie eigentlich nur ihren Chef.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mitarbeiter sind keine Maschinen, die auf Knopfdruck reagieren<\/strong><\/p>\n<p>Wie funktioniert Motivation stattdessen? Wie sieht das Zuckerbrot aus, das Mitarbeiter zu H\u00f6chstleistungen anspornt? Leider ist diese Antwort nicht ganz so eindeutig. Denn: Mitarbeiter sind keine Maschinen, bei denen man auf einen Knopf dr\u00fcckt und dann reagiert der eine genauso wie alle anderen. Mitarbeiter sind Menschen mit individuellem Antrieb, und sie reagieren auf unterschiedliche Anreize, die in den unterschiedlichsten Schattierungen daherkommen. Dennoch gibt es einige Verhaltensgrunds\u00e4tze, die auf zeitgem\u00e4\u00dfe Weise die Wertsch\u00e4tzung des Mitarbeiters zum Ausdruck bringen und ihn so motivieren, f\u00fcr das Unternehmen sein Bestes zu geben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1. Werte und F\u00fchrung: Missionen des Unternehmen leben, statt L\u00fcgenb\u00e4ume<\/strong><\/p>\n<p>Wir arbeiteten einmal mit einem Unternehmen zusammen, in dessen Eingangshalle ein selbst gefertigtes Bild alle Blicke auf sich zog: Die Abdru\u0308cke der Ha\u0308nde aller Fu\u0308hrungskra\u0308fte waren hier in Gips gegossen und zu einem Baum zusammengestellt worden. Als Zeichen dafu\u0308r, dass alle die gemeinsame Philosophie unterstu\u0308tzen. Nun war das Unternehmen aber gebeutelt von internen Problemen, die bei kleinen Intrigen begannen und bei gro\u00dfen Machtspielen noch lange nicht endeten. Intern wurde dieses Kunstwerk deshalb nur spo\u0308ttisch \u00b4Der Lu\u0308genbaum\u00b4 genannt. Dass das nicht motiviert, ist klar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mitrei\u00dfend sind stattdessen F\u00fchrungskr\u00e4fte, die die Vision, die Werte und die Mission des Unternehmens leben und weitergeben. Sie motivieren Mitarbeiter dazu, an einem Strang zu ziehen und f\u00fcr das Unternehmen einzustehen. Die Hausaufgabe f\u00fcr Unternehmen besteht darin, f\u00fcr eine glaubw\u00fcrdige Unternehmensphilosophie zu sorgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2. Interaktion: miteinander reden statt Anweisungen geben<\/strong><\/p>\n<p>Durch die Digitalisierung der Unternehmenskommunikation sprechen Fu\u0308hrungskra\u0308fte, Team-Leiter und Mitarbeiter immer weniger miteinander \u2013 stattdessen schreiben sie sich Kurznachrichten. Einerseits beschleunigt dies viele Prozesse, andererseits aber entstehen so erst etliche Missversta\u0308ndnisse. Viele relevante Themen werden nicht mehr besprochen und eine wichtige Quelle der Motivation versiegt. F\u00fchrungskr\u00e4fte sind also gefordert, f\u00fcr eine klare und konsequente Gespr\u00e4chskultur im Unternehmen zu sorgen, wenn sie motivierte Mitarbeiter haben m\u00f6chten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3. Wertsch\u00e4tzung: Anerkennung und Weiterbildung<\/strong><\/p>\n<p>Jeder Mensch sehnt sich nach Feedback, nach Wertscha\u0308tzung, nach Zuwendung. Das kann eine konstruktive Kritik sein, ein \u00b4Danke\u00b4 , das Lob vor versammelter Mannschaft oder eine interne Auszeichnung. Exzellente Unternehmen feiern die Gemeinsamkeit und sta\u0308rken so das Selbstbewusstsein und die Motivation jedes Einzelnen genau wie die des Teams. So entsteht eine hohe Loyalita\u0308t, die sich auch in Zeiten des zunehmenden Job-Patchworkings als tragfa\u0308hig erweist. Eine besondere Form der Wertsch\u00e4tzung ist die Investition in die eigenen Mitarbeiter. Wer sie schult und weiterbildet, zeigt ihnen: \u201eWir glauben an Dein Potenzial.\u201c Das motiviert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>4. Die Motivation: Freiheiten<\/strong><\/p>\n<p>Eigenverantwortung f\u00f6rdert die Motivation. Aber wirklich eigenverantwortlich k\u00f6nnen Mitarbeiter nur handeln, wenn sie dazu die n\u00f6tigen Freiheiten haben. Daf\u00fcr brauchen sie das Vertrauen ihrer F\u00fchrungskr\u00e4fte, Entscheidungskompetenz und n\u00f6tigenfalls ein eigenes Budget, u\u0308ber das sie ohne Ru\u0308cksprache sofort verfu\u0308gen ko\u0308nnen. Der positive Effekt auf die Motivation und Kundenzufriedenheit ist nachweisbar so gro\u00df, dass sich derartige Investitionen lohnen. Und die Fehlerquote ist erstaunlich gering. Hier ist manchmal mehr Mut auf Seiten der F\u00fchrungskr\u00e4fte zum sinnvollen Delegieren und Loslassen gefragt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><\/b><strong>5. Beste Ergebnisse: Wer viele Kunden- und Mitarbeitermeinungen anh\u00f6rt<\/strong><\/p>\n<p>Mitarbeiter wu\u0308nschen sich manchmal einen Chef, der alles kann und immer genau wei\u00df, welche Schritte zum Erfolg fu\u0308hren. Und mancher Chef tra\u0308umt davon, als ein solcher U\u0308bervater zu agieren. Doch in der Realita\u0308t hat sich la\u0308ngst gezeigt, dass die besten Ergebnisse dann entstehen, wenn mo\u0308glichst viele Meinungen geho\u0308rt werden. Die besten Unternehmen haben besondere Systeme eingerichtet, um die Stimmen der Kunden und Mitarbeiter wirksam werden zu lassen. Und nichts motiviert mehr, als das Gef\u00fchl, dass die eigenen Ideen ernst genommen werden.<\/p>\n<p>Es zeigt sich: So reizvoll dominante Verf\u00fchrer in der Literatur und auf der Leinwand auch sein m\u00f6gen \u2013 in der Unternehmensrealit\u00e4t ist das Zuckerbrot eindeutig die bessere Methode.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber RichtigRichtig.com:\u00a0Sabine H\u00fcbner und Carsten K. Rath sind das Gr\u00fcnderduo von <a href=\"http:\/\/RichtigRichtig.com\/\"><span style=\"text-decoration: underline\">RichtigRichtig.com<\/span><\/a>\u00a0 \u2013 einer Management- und Unternehmensberatung f\u00fcr Leadership- und Service-Excellence. \u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die n\u00e4chste Folge:\u00a0<\/strong>Die Chefinnen der Zukunft &#8211; was die weiblichen F\u00fchrungskr\u00e4fte tats\u00e4chlich von\u00a0ihren m\u00e4nnlichen Kollegen unterscheidet<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Teil 1 der Serie &#8222;F\u00fchrung im 21. Jahrhundert&#8220; von Sabine H\u00fcbner und Carsten K. 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