{"id":655062,"date":"2014-12-19T02:12:36","date_gmt":"2014-12-19T01:12:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=655062"},"modified":"2014-12-19T12:16:40","modified_gmt":"2014-12-19T11:16:40","slug":"ein-teller-crespelle-mit-management-coach-sibylle-schuld-so-konnen-sie-mit-ihrem-hund-reden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/12\/19\/ein-teller-crespelle-mit-management-coach-sibylle-schuld-so-konnen-sie-mit-ihrem-hund-reden\/","title":{"rendered":"Ein Teller Crespelle mit Management-Coach Sibylle Schuld: &#8222;So k\u00f6nnen Sie mit Ihrem Hund reden&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Was sie macht, macht sie ganz &#8211; oder gar nicht. Sibylle Schuld hat die Chili-Schote zu ihrem Brand erhoben und deshalb taucht sie auch in roter Jacke, mit roter Handtasche und in roter Strumpfhose im D\u00fcsseldorfer &#8222;Pezzo&#8220; in der Hohe Strasse auf. Das Lokal ist nah am Carlsplatz, auf der R\u00fcckseite des Verlags und mittags proppevoll mit Journalisten, Anw\u00e4lten und wer sonst noch so in der Umgebung arbeitet.<\/p>\n<p>By the way: Ja, D\u00fcsseldorf hat auch eine Hohe Strasse, liebe K\u00f6lner. Einmal hat sich ein Gespr\u00e4chspartner auf die K\u00f6lner Hohe Strasse verirrt, als wir in D\u00fcsseldorf verabredet waren. Ich hab den Mann dann nie mehr kennen gelernt. Es blieb beim &#8211; netten &#8211; Gespr\u00e4ch mit seinem PR-Adjutanten, der offenbar eher in der Lage war, die St\u00e4dte auseinander zu halten.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu Sibylle Schuld, die fr\u00fcher ebenfalls in der Verlagsgruppe Handelsblatt gearbeitet hat &#8211; sogar 14 Jahre lang, gleich ab dem Studium &#8211; und dort zuletzt 28 Mitarbeiter hatte. Doch weil sie als Gesamtanzeigenleiterin f\u00fcr s\u00e4mtliche Print-Titel des Hauses von &#8222;Zeit&#8220;, &#8222;Handelsblatt&#8220;, &#8222;WirtschaftsWoche&#8220;, &#8222;Tagesspiegel&#8220; und &#8222;Mare&#8220; t\u00e4tig war, hatten wir nie Ber\u00fchrungspunkte bei der Arbeit. Doch man kannte sich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-655063\" alt=\"schuld3!\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld3.jpg\" width=\"650\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld3.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld3-300x168.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld3-500x280.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber nach \u00fcber einem Jahrzehnt beim ersten Arbeitgeber wollte sie\u00b4s nochmal wissen,bildete sich fort und gr\u00fcndete <a title=\"Chilli Coaching, K\u00f6ln, Sibylle Schuld\" href=\"http:\/\/chili-coaching.de\/\" target=\"_blank\">Chili Coaching<\/a>. Wie sie um Himmels Willen auf diesen Namen kam?\u00a0&#8222;Chili steht f\u00fcr\u00a0W\u00fcrze\u00a0und Wirkung \u2013 und f\u00fchrt so zu Erkenntnissen, Erstaunen und kann auch mal unbequem sein&#8220;, schreibt die K\u00f6lnerin auf ihrer Homepage. &#8222;Und vor allem ist es wohltuend f\u00fcr den Magen&#8220;, erkl\u00e4rt sie mir. Aber eigentlich isst sie eben auch gerne Thai Curry mit H\u00e4hnchen und \u00e4hnliche scharf gew\u00fcrzte Gerichte.<\/p>\n<p>Doch hier im &#8222;Pezzo&#8220; hat sie sich &#8222;Crespelle&#8220; bestellt, das superhei\u00df auf den Mini-Hochtisch kommt, aber nicht scharf. Und sie erz\u00e4hlt, dass sie in ihrem Ex-Job schon gerne junge Leute entwickelte und es ihre &#8222;Passion sei, Menschen zu f\u00f6rdern und ihnen weiterzuhelfen, wenn sie sich selbst in einer Sackgasse sehen&#8220;. Egal ob alleine oder als Team. &#8222;Manche Menschen verbei\u00dfen sich regelrecht in Probleme, finden keinen Ausweg mehr &#8211; und denen soll eine andere Perspektive helfen, die sie ihnen aufzeigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das will ich nicht &#8211; aber was wollen Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Da war beispielsweise das Team mit einer einzigen Frau, in dem sich alle acht Leute daran st\u00f6rten, dass ihnen das Miteinander fehlte. Soweit so typisch. Nach zwei Work-Shops f\u00fcr alle und ein paar Einzelgespr\u00e4chen war die Lage klar: sie alle redeten \u00fcbereinander, aber nicht miteinander. Jeder wusste ganz genau, was er \u00a0nicht wollte &#8211; aber was er wollte, konnte keiner sagen. Zuerst nicht. Aber nach dem Coaching schon, erz\u00e4hlt Sibylle Schuld. Und was die M\u00e4nner, samt und sonders Techniker, gelernt haben: frau will auch in E-Mails eine Anrede sehen, Abk\u00fcrzungen und Stakkato-Stil kommen bei ihr gar nicht gut an. Aber das d\u00fcrfte eine der leichteren \u00dcbungen sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_655065\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-655065\" class=\"size-medium wp-image-655065\" alt=\"Crespelle im &quot;Pezzo&quot; in D\u00fcsseldorf\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld5essen-300x168.jpg\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld5essen-300x168.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld5essen-500x280.jpg 500w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld5essen.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-655065\" class=\"wp-caption-text\">Crespelle im &#8222;Pezzo&#8220; in D\u00fcsseldorf<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und dann wird\u00b4s spannend. Sibylle Schuld erz\u00e4hlt, wie die Menschen immer erst einsehen m\u00fcssen, dass sie ihre Chefs und Kollegen neverever \u00e4ndern k\u00f6nnen &#8211; aber dass es trotzdem einen veritablen Ausweg gibt: &#8222;Man kann nur sich selbst \u00e4ndern, nicht die anderen &#8211; und zwar die eigene Haltung.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beschlie\u00dfen, sich nicht mehr zu \u00e4rgern<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Beispiel beim &#8211; gar nicht so seltenen &#8211; Guten-Morgen-Thema. Wenn in einem Unternehmen keine Gr\u00fc\u00df-Kultur existiert und alle wortlos kommen und gehen oder tags\u00fcber aneinander vorbei laufen. &#8222;Dann kann nur der Einzelne versuchen, extra freundlich zu gr\u00fc\u00dfen &#8211; oder zu beschlie\u00dfen, sich nicht mehr zu \u00e4rgern und entspannter zu sein.<\/p>\n<p>Gegen grobe Kollegen und Vorgesetzten helfen S\u00e4tze, die Grenzen aufzeigen wie &#8222;So k\u00f6nnen Sie mir Ihrem Hund reden, aber nicht mit mir.&#8220; Chefs fiele es regelm\u00e4\u00dfig schwer, einzusehen, dass ihre Mitarbeiter keine Maschinen, sondern Menschen sind &#8211; und die eben nicht auf Knopfdruck reagieren. Obendrein treten viele Untergebene &#8222;Fantasie-Reisen&#8220; an, sobald sie eine kleine Kritik ernten und sofort Angst um ihren Job h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Umso wichtiger sei es f\u00fcr Chefs, zu wissen, was ihre Mitarbeiter antreibt, um sie &#8222;motivgerecht f\u00fchren&#8220; zu k\u00f6nnen. Also nicht sich selbst als Vorgesetzter mit den eigenen Vorstellungen auf Biegen und Brechen durchsetzen, sonder andere mehr respektieren. Denn eine wichtige Erkenntnis f\u00fcr den Arbeitsalltag sei, dass \u201edas Gegen\u00fcber nicht anders ist, weil er jemand \u00e4rgern will, sondern weil er einfach anders ist.&#8220; Wer das versteht und verinnerlicht, d\u00fcrfte mit seinen Leuten einen deutlich entspannteren Umgang haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-655068\" alt=\"schuld2\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld2.jpg\" width=\"650\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld2.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld2-300x168.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld2-500x280.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Irrtum: Es geht nur um den Job<\/strong><\/p>\n<p>Oder der Irrtum der meisten Kunden: &#8222;Es geht um ein rein berufliches Thema&#8220; &#8211; und dann k\u00e4me immer das pers\u00f6nliche, private Thema. Manche entdecken w\u00e4hrend des Coachings, das eigentlich ihre Firma f\u00fcr sie das allerbeste ist und k\u00f6nnen ihr Schicksal danach auch annehmen, erz\u00e4hlt Schuld. Andere haben ein Kn\u00e4uel von W\u00fcnschen, Erwartungen, Hoffnungen und Gedanken im Gep\u00e4ck, mit denen sie erst mal gemeinsam ein Pack-Ende finden muss.<\/p>\n<p>Was Chili-Freundin Schuld noch festgestellt hat? Dass Frauen sich oft selbst im Weg stehen mit ihren Glaubenss\u00e4tzen: Sei perfekt, denke erst an die anderen und sei beliebt. Oder so. M\u00e4nner jedenfalls sind im Kopf meist frei von solchen Zw\u00e4ngen und das hilft ihnen weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Empathie kann man nicht antrainieren<\/strong><\/p>\n<p>Und in einem ist sich Sibylle Schuld auch ganz sicher: Empathie l\u00e4sst sich nicht trainieren, dann ist sie n\u00e4mlich aufgesetzt. Dann gehen gute W\u00fcnsche wie Bekundungen von Mitgef\u00fchl ins Leere und erzeugen Misstrauen, was eindeutig schlimmer sei als fehlende Empathie. Man hat sie, oder nicht. Im letzteren Fall sollte man keine Menschen f\u00fchren. &#8222;Wer nicht ehrlich wertsch\u00e4tzend ist und pers\u00f6nliche Fragen nur aus Alibi-Gr\u00fcnden stellt, sollte \u00fcberlegen, ob er auf dem richtigen Posten ist.&#8220; Denn der menschliche Umgang ist wesentlicher Bestandteil von F\u00fchrungsjobs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-655064\" alt=\"schuld4.chili\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld4.chili_.jpg\" width=\"650\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld4.chili_.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld4.chili_-300x168.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/schuld4.chili_-500x280.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGJsb2NrcXVvdGUgY2xhc3M9IndwLWVtYmVkZGVkLWNvbnRlbnQiIGRhdGEtc2VjcmV0PSI1bjM0TG1rSFBKIj48YSBocmVmPSJodHRwczovL2NoaWxpLWNvYWNoaW5nLmRlLyI+U2lieWxsZSBTY2h1bGQgfCBDaGlsaSBDT0FDSElORyBLw7ZsbiBCb25uPC9hPjwvYmxvY2txdW90ZT48aWZyYW1lIGNsYXNzPSJ3cC1lbWJlZGRlZC1jb250ZW50IiBzYW5kYm94PSJhbGxvdy1zY3JpcHRzIiBzZWN1cml0eT0icmVzdHJpY3RlZCIgc3R5bGU9InBvc2l0aW9uOiBhYnNvbHV0ZTsgY2xpcDogcmVjdCgxcHgsIDFweCwgMXB4LCAxcHgpOyIgdGl0bGU9IiYjODIyMjtTaWJ5bGxlIFNjaHVsZCB8IENoaWxpIENPQUNISU5HIEvDtmxuIEJvbm4mIzgyMjA7ICYjODIxMjsgQ2hpbGkgQ09BQ0hJTkcgS8O2bG4vQm9ubiIgc3JjPSJodHRwczovL2NoaWxpLWNvYWNoaW5nLmRlL2VtYmVkLyM\/c2VjcmV0PW5iSmFNNkd6c3QjP3NlY3JldD01bjM0TG1rSFBKIiBkYXRhLXNlY3JldD0iNW4zNExta0hQSiIgd2lkdGg9IjU4NCIgaGVpZ2h0PSIzMjkiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBtYXJnaW53aWR0aD0iMCIgbWFyZ2luaGVpZ2h0PSIwIiBzY3JvbGxpbmc9Im5vIj48L2lmcmFtZT4=\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. 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