{"id":655031,"date":"2014-12-17T16:57:41","date_gmt":"2014-12-17T15:57:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=655031"},"modified":"2018-08-22T11:33:47","modified_gmt":"2018-08-22T09:33:47","slug":"nur-gelassene-chefs-sind-gute-chefs-gastbeitrag-von-marco-seiler-chef-der-syzygy-gruppe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/12\/17\/nur-gelassene-chefs-sind-gute-chefs-gastbeitrag-von-marco-seiler-chef-der-syzygy-gruppe\/","title":{"rendered":"Nur gelassene Chefs sind gute Chefs &#8211; Gastbeitrag von Marco Seiler, Chef der Syzygy Gruppe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gastbeitrag von Marco Seiler, findet: Gute Manager zeichnet Gelassenheit aus. Der Chef des Agenturnetworks Syzygy Gruppe wurde gerade vom Fachblatt &#8222;Horizont&#8220; zum <a title=\"Horizont, Agenturmann des Jahres 2014, Marco Seiler\" href=\"http:\/\/http:\/\/www.horizont.net\/marketing\/nachrichten\/HORIZONT-Award-2014-Auszeichnung-fuer-Donata-Hopfen-Timotheus-Hoettges-Marco-Seiler-131962?utm_source=%2Fmeta%2Fnewsflash&amp;utm_medium=newsletter&amp;utm_campaign=nl1289\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Agenturmann des Jahres 2014 <\/a>gek\u00fcrt.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_655032\" style=\"width: 465px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-655032\" class=\"size-full wp-image-655032\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/Seiler_Marco_hires-4.jpg\" alt=\"Marco Seiler, \" width=\"455\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/Seiler_Marco_hires-4.jpg 455w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/12\/Seiler_Marco_hires-4-227x300.jpg 227w\" sizes=\"auto, (max-width: 455px) 100vw, 455px\" \/><p id=\"caption-attachment-655032\" class=\"wp-caption-text\">Marco Seiler, Gr\u00fcnder und CEO des internationalen Agenturnetworks Syzygy Gruppe<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich wurde ich gefragt, was einen guten Manager ausmacht? Eigentlich ist das ganz einfach: F\u00fcr mich ist ein guter Manager jemand, der Steuermann seiner Zeit bleibt. Und der in der Lage ist, sich Zeit f\u00fcr sich selbst zu nehmen, egal wie hektisch das Gesch\u00e4ft gerade ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sich im Hamsterrad verlieren &#8211; statt Kontrapunkte bewahren<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe sehr fr\u00fch in meinem Leben gelernt, dass man Kontrapunkte braucht, um nicht auszubrennen. Der F\u00fchrungskr\u00e4fte-Trainer\u00a0George Kohlrieser von der Managementschule IMD nennt das \u00fcbrigens Secure Base. Die Familie kann so eine Secure Base sein, aber auch ein Sport, ein Hobby oder Gl\u00e4ubigkeit. Ohne Secure Base ist man keine gute F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit. Das klingt selbstverst\u00e4ndlich, doch viele Manager verlieren sich im Laufe der Zeit im Hamsterrad. Sie laden sich mehr und mehr Verantwortung auf, anstatt zu delegieren und haben keinen Kontrapunkt in ihrem Leben zum Job. Das ist langfristig weder f\u00fcr sie noch f\u00fcr das Unternehmen gut.<\/p>\n<p>Mein Kontrapunkt ist das Laufen im Taunus. Das Erleben der Jahreszeiten, den Geruch von Sommer oder Herbst bewusst wahrnehmen. Mit jedem Kilometer, den ich laufe, fallen Dinge von mir ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nur Joggen oder Genusslauf?<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es viele F\u00fchrungskr\u00e4fte, die joggen. Doch es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen einem ruhigen Genusslauf, bei dem man entspannt losl\u00e4sst und einer Joggingrunde, die in Hektik absolviert wird und damit das Tempo und den Druck im Leben des Managers eher noch weiter erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Gute F\u00fchrungskr\u00e4fte nehmen sich ganz bewusst me-Zeiten, also Momente, die nur ihnen selbst geh\u00f6ren, um wieder in Balance zu kommen. Wenn ich mein Laufen mal vernachl\u00e4ssige, merke ich das sehr schnell, weil es mir nicht mehr so gut geht. Mir fehlt dann die Gelassenheit, die ich f\u00fcr eine der wichtigsten Tugenden eines guten Managers halte. Denn mit Leichtigkeit und Gelassenheit f\u00fchrt man ein Unternehmen besser als in st\u00e4ndiger innerer und \u00e4u\u00dferer Hektik. Weil man den Menschen zugewandter agieren kann und sich auch mal traut, das Tempo aus dem Gesch\u00e4ft zu nehmen, um in Ruhe \u00fcber Entscheidungen noch einmal nachzudenken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Trugschluss: Managementtools als Allheilmittel<\/strong><\/p>\n<p>Ein Trugschluss in Managementkreisen ist es aus meiner Sicht auch, wenn Unternehmenslenker Seminare besuchen, weil sie glauben, ihren Berufsalltag mit schnell angeeigneten Tools besser bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Doch wenn am Ende die Balance im Privatleben fehlt, helfen auch die besten Hilfsprogramme f\u00fcr den Job nicht. Eine authentische, warme, charismatische und ruhige F\u00fchrungsperson wird man nur, wenn man auf allen Ebenen mit sich im Reinen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Krisen sind n\u00f6tig f\u00fcr die Sozialisation eines Managers &#8211; nicht das Verdr\u00e4ngen<\/strong><\/p>\n<p>Und noch ein weiterer wichtiger Punkt spielt bei der Sozialisation eines Managers zu einem gelassenen Manager eine Rolle. Nur wer Krisen bewusst durchlebt, kann sich zu einer guten F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit entwickeln. Krisen erden, sie machen einem auch klar, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt, als im Hamsterrad zu stecken. Zu viele Top-Manager haben jedoch Scheu davor, sich ernsthaft mit Themen wie Krankheit, Tod oder Trennung auseinanderzusetzen. Dabei sind Lebenskrisen eine Chance f\u00fcr Wachstum und Reife. Als Mensch und als F\u00fchrungsperson. Genauso \u00fcbrigens, wie offen mit Konflikten umzugehen. Auch hier erlebt man viel zu h\u00e4ufig das Verdr\u00e4ngen von Konflikten in F\u00fchrungsetagen. Das tut aber weder der Unternehmenskultur gut, noch der Rolle der F\u00fchrungskraft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zu gro\u00dfe Ziele frustrieren am Ende nur<\/strong><\/p>\n<p>Last but not least: Zu viele F\u00fchrungsleute treten mit zu gro\u00dfen Zielen an. Sie wollen am liebsten gleich die Welt ver\u00e4ndern und sind frustriert, wenn das nicht gelingt. Ich habe in den 25 Jahren meiner Berufst\u00e4tigkeit gelernt, dass es mehr Sinn macht, sich darauf zu konzentrieren, in seinem eigenen Kosmos Dinge zu verbessern. Ganz konkret f\u00fcr die Menschen, mit denen man jeden Tag zu tun hat. Auch das sorgt f\u00fcr Gelassenheit und f\u00fcr das Gef\u00fchl, sehr wohl etwas bewirken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist \u00fcbrigens eine gute Zeitspanne, sich diesem kleinen, konkreten Kosmos zu widmen. Aber bitte die me-Time nicht vergessen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Marco Seiler, 47, ist Gr\u00fcnder und CEO der Syzygy Gruppe, einem internationalen Agenturnetwork, das digitale Marketing- und Kommunikationsl\u00f6sungen f\u00fcr Kunden wie Avis, BMW, Chanel, Daimler und J\u00e4germeister entwickelt. Knapp 500 Mitarbeiter werden in 2014 rund 44 Millionen Euro Honorarumsatz erwirtschaften.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Marco Seiler ist Horizont-Award-Preistr\u00e4ger \u201eAgenturmann des Jahres 2014\u201c <\/strong><\/p>\n<p><a title=\"Marco Seiler, Horizont, Agenturmann des Jahres 2014, Syzygy\" href=\"http:\/\/www.horizont.net\/marketing\/nachrichten\/HORIZONT-Award-2014-Auszeichnung-fuer-Donata-Hopfen-Timotheus-Hoettges-Marco-Seiler-131962?utm_source=%2Fmeta%2Fnewsflash&amp;utm_medium=newsletter&amp;utm_campaign=nl1289\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.horizont.net\/marketing\/nachrichten\/HORIZONT-Award-2014-Auszeichnung-fuer-Donata-Hopfen-Timotheus-Hoettges-Marco-Seiler-131962?utm_source=%2Fmeta%2Fnewsflash&amp;utm_medium=newsletter&amp;utm_campaign=nl1289<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gastbeitrag von Marco Seiler, findet: Gute Manager zeichnet Gelassenheit aus. 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