{"id":653757,"date":"2014-09-02T08:12:40","date_gmt":"2014-09-02T06:12:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=653757"},"modified":"2014-09-02T17:22:57","modified_gmt":"2014-09-02T15:22:57","slug":"karrierekiller-nummer-eins-der-schlechte-ruf-gastbeitrag-von-torsten-oltmanns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/09\/02\/karrierekiller-nummer-eins-der-schlechte-ruf-gastbeitrag-von-torsten-oltmanns\/","title":{"rendered":"Karrierekiller Nummer Eins: Der schlechte Ruf &#8211; Gastbeitrag von Torsten Oltmanns"},"content":{"rendered":"<p><strong>Manager m\u00fcssen nicht nur daf\u00fcr sorgen, dass die Zahlen stimmen &#8211; viel entscheidender kann ihre Reputation sein. Wer glaubt, sein Erfolg sch\u00fctze ihn vor Entlassung, der irrt gewaltig. Gastbeitrag von Torsten Oltmanns,\u00a0Marketingdirektor und Partner bei Roland Berger. <\/strong><a title=\"Roland Berger, Torsten Oltmanns, Marketingchef, Partner\" href=\"http:\/\/www.rolandberger.de\/expertise\/experten\/expert_profile\/rbsc-exp-Torsten_Oltmanns.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.rolandberger.de\/expertise\/experten\/expert_profile\/rbsc-exp-Torsten_Oltmanns.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_653801\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-653801\" class=\"size-medium wp-image-653801\" alt=\"Torsten oltmanns\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/Oltmanns.RolandBerger.Tellerrand-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/Oltmanns.RolandBerger.Tellerrand-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/Oltmanns.RolandBerger.Tellerrand-450x300.jpg 450w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/Oltmanns.RolandBerger.Tellerrand.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-653801\" class=\"wp-caption-text\">Torsten Oltmanns, Marketingchef und Partner bei der Unternehmensberatung Roland Berger<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Objektiv, unbestechlich und eindeutig \u2013 so sehen Manager die Welt der Wirtschaft gerne. Die Ziele sind klar, Erfolge sind messbar und Leistung z\u00e4hlt f\u00fcr die Karriere. Aber gleichzeitig w\u00e4chst die Verunsicherung all derer, die ihre Performance in den Mittelpunkt r\u00fccken: Werden die Medien nicht immer aggressiver? Kann das Schwarmverhalten im Netz den Ruf nicht binnen Stunden zerst\u00f6ren? Lassen sich Eigner und Investoren wirklich so gar nicht vom Ger\u00e4uschpegel der \u00d6ffentlichkeit beeinflussen?<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich zeigt unsere Analyse, dass Top-Manager heute mehr tun m\u00fcssen, als die unmittelbaren Unternehmensziele zu erreichen. Diese Performance ist inzwischen eine notwendige aber keine hinreichende Grundlage mehr f\u00fcr eine erfolgreiche Karriere, viel h\u00e4ufiger entscheidet heute die Wahrnehmung durch Au\u00dfenstehende, die Reputation \u00fcber Wohl und Wehe der CEOs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn der Eindruck wichtiger wird als messbare Leistungen <\/strong><\/p>\n<p>80 Prozent aller Top-Manager scheitern am schlechten Eindruck, den sie auf Shareholder und andere Anspruchsgruppen machen \u2013 und das trotz guter Leistungen. Das ist ein erstes Ergebnis unserer noch unver\u00f6ffentlichten Studie <a href=\"http:\/\/www.rolandberger.de\/pressemitteilungen\/Perception_beats_Performance.html\">&#8222;Perception beats Performance \u2013 woran Manager scheitern&#8220;<\/a>. Wir vergleichen darin den Einfluss wirtschaftlicher Leistung von Managern &#8211; wie Umsatz, Gewinn, B\u00f6rsenwert undsoweiter &#8211; mit dem ihrer Wahrnehmung, vor allem in der ver\u00f6ffentlichten Meinung: Also zum Beispiel Aussagen \u00fcber ihren F\u00fchrungsstil, \u00fcber die Beziehungen zu ihren Share- und Stakeholdern oder Berichte \u00fcber Skandale.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_653802\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-653802\" class=\"size-medium wp-image-653802\" alt=\"Torsten Oltmanns\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/Oltmanns.RolandBerger-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/Oltmanns.RolandBerger-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/09\/Oltmanns.RolandBerger.jpg 435w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><p id=\"caption-attachment-653802\" class=\"wp-caption-text\">Torsten Oltmanns<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das war mal: Wer Erfolg hatte, sa\u00df fest im Sattel<\/strong><\/p>\n<p>Das war nicht immer so. Bis zur Jahrtausendwende waren harte Fakten und Zahlen das Ma\u00df aller Dinge. CEOs, die gute Leistungen lieferten, konnten sich ihres Jobs nahezu sicher sein. Sie agierten sozusagen im gesch\u00fctzten Raum. Das hat sich ge\u00e4ndert. Wer von Stakeholdern und Medien als Gefahr f\u00fcr das Image des Unternehmens ausgemacht wird, hat es extrem schwer. Da helfen \u2013 anders als vor 15 Jahren \u2013 auch noch so beeindruckende Unternehmenswert- oder Gewinnsteigerungen nicht weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Studie liefert drei zentrale Erkenntnisse, die aufeinander aufbauen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erstens<\/strong> hat die Bedeutung der F\u00fchrungskr\u00e4fte und ihrer Pers\u00f6nlichkeit in dem Ma\u00dfe zugenommen, wie die Unternehmenswelt un\u00fcbersichtlicher geworden ist. Die US-Armee spricht von einer Vuka-Welt, einer Umgebung die durch Volatilit\u00e4t, Unsicherheit, Komplexit\u00e4t und Ambiguit\u00e4t gekennzeichnet ist. F\u00fchrungskr\u00e4fte k\u00f6nnen diese Chaos selten ordnen, aber von ihnen wird st\u00e4rker als je zuvor erwartet, dass sie souver\u00e4n und sicher auf der Br\u00fccke stehen.<\/p>\n<p>Dabei m\u00fcssen sie <strong>zweitens<\/strong> die F\u00fchrungsst\u00e4rke in einem Umfeld beweisen, das wie nie zuvor durch mediale Beobachtung gepr\u00e4gt ist. Bis in die 2000er war f\u00fcr Wirtschaftsberichterstattung vor allem das Unternehmen als Ganzes interessant \u2013 Firmenanalysen dominierten. Faktoren wie F\u00fchrungsstil und Pers\u00f6nlichkeit aber auch Aff\u00e4ren oder Skandale \u2013 alle Informationen, die vom Normalbild abweichen &#8211; werden bei der Bewertung von Managementleistungen dabei immer wichtiger.<\/p>\n<p>Dennoch bedeutet dieser Trend f\u00fcr F\u00fchrungspersonal <strong>drittens<\/strong>, dass es f\u00fcr ihre Karriereplanung heute unerl\u00e4sslich ist, ihre F\u00e4higkeiten medial zu transportieren und verstehbar zu machen. Manager sollten ihre Reputation als einen Wert begreifen, den sie aktiv managen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Manager-Weggang als Schaden f\u00fcr Unternehmen &#8211; in Zahlen<\/strong><\/p>\n<p>Derzeit entwickeln wir einen solchen Management-Ansatz, mit dem F\u00fchrungskr\u00e4fte den neuen Anforderungen begegnen k\u00f6nnen. Dabei geht es \u00fcbrigens keineswegs nur um pers\u00f6nliche Eitelkeiten und Imagepolitur. Es geht genauso darum, Schaden von dem Unternehmen abzuwenden. Denn: Nach Mark Hurds Entlassung bei Hewlett-Packard beispielsweise ist der Marktwert des Konzerns um zehn Milliarden US-Dollar gesunken. Die Marktkapitalisierung fiel zwischen 2010 und 2012 von 107 auf 40 Milliarden US-Dollar.<\/p>\n<p>Diese Studie bewertet die Ver\u00e4nderungen nicht, sie analysiert sie. Es gibt aber durchaus einen positiven Effekt \u00fcber den Schutz der Reputationswerte von Person und Unternehmen des Managers hinaus.<\/p>\n<p><strong>Das Fazit:<\/strong> Gute Manager managen das Asset der eigenen Reputation ebenso strategisch wie ihre Investment-Portfolios. Die Risiken f\u00fcr die eigene Karriere sind hier mindestens ebenso gro\u00df. In vielen F\u00e4llen schl\u00e4gt Reputation die Performance als zentralen Bewertungsma\u00dfstab f\u00fcr Managementleistungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Torsten Oltmanns:\u00a0<a title=\"Torsten oltmanns, Roland Berger, Partner, Marketingchef\" href=\"http:\/\/www.rolandberger.de\/expertise\/experten\/expert_profile\/rbsc-exp-Torsten_Oltmanns.html\" target=\"_blank\"> http:\/\/www.rolandberger.de\/expertise\/experten\/expert_profile\/rbsc-exp-Torsten_Oltmanns.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manager m\u00fcssen nicht nur daf\u00fcr sorgen, dass die Zahlen stimmen &#8211; viel entscheidender kann ihre Reputation sein. Wer glaubt, sein Erfolg sch\u00fctze ihn vor Entlassung, der irrt gewaltig. 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