{"id":653668,"date":"2014-08-15T17:21:31","date_gmt":"2014-08-15T15:21:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=653668"},"modified":"2014-08-15T17:21:31","modified_gmt":"2014-08-15T15:21:31","slug":"pr-wenn-geruchte-verbreiten-effizienter-wird-als-teure-recherche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/08\/15\/pr-wenn-geruchte-verbreiten-effizienter-wird-als-teure-recherche\/","title":{"rendered":"PR: Wenn Ger\u00fcchte-Verbreiten effizienter wird als teure Recherche"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lesehinweis: &#8222;Das Dementi ist ein verlogenes kleines Ding&#8220;<\/strong> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<a title=\"Petra Schwegler wuv.de Kommentar Dementi\" href=\"http:\/\/www.wuv.de\/medien\/das_dementi_ist_ein_verlogenes_kleines_ding\" target=\"_blank\">\u00a0\u00a0\u00a0http:\/\/www.wuv.de\/medien\/das_dementi_ist_ein_verlogenes_kleines_ding\u00a0\u00a0\u00a0<\/a><\/p>\n<p>Bei wuv.de erschien heute ein lesenswerter Kommentar von\u00a0Petra Schwegler zu Dementis &#8211; Dementis, die gelogen sind. Dementis, die nach zwei Stunden \u00fcberholt sind, weil ein Unternehmen dann doch mit der Wahrheit herausr\u00fcckt. So wie es gestern im Fall der Chefredakteurs des &#8222;Stern&#8220; lief: Dominik Wichmann ist und bleibt Chefredakteur vom &#8222;Stern&#8220; hiess es noch vormittags in der Pressestelle von Gruner + Jahr bei Journalistenanfragen. Doch schon um 15 Uhr kam das `Kommando zur\u00fcck\u00b4, und im \u00fcbrigen hiesse der Neue Christian Krug.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Ich nehme Sie nicht ernst&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Ungesagt l\u00e4sst Petra Schwegler eins: Wie man sich f\u00fchlt, wenn man als Journalist tolldreist angelogen wird. Denn die Botschaft ist ja: Ich nehme Sie nicht ernst. Was Sie \u00fcber mich danach denken, ist mir piepegal. Und die Folge: Als Gespr\u00e4chspartner, der ernst genommen werden will,\u00a0ist der Anfragende gekr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sollte man den Effizienzmaximinierer geben und gar nicht erst nachfragen?<\/strong><\/p>\n<p>Man macht sich die M\u00fche und fragt nach &#8211; statt gleich die Ger\u00fcchte weiter zu verbreiten.\u00a0Was ohnehin einfacher w\u00e4re und was auch schneller geht. Imarbeitsverdichteten Redaktionsalltag.\u00a0Im Klartext: Das w\u00e4re etwas f\u00fcr Effizienzmaximinierer,\u00a0f\u00fcr Kostensparer. Doch man will fair sein &#8211; und wird stattdessen nur vorgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>So f\u00fchlt man sich nat\u00fcrlich nicht nur bei Dementis, sondern allen Recherchen, bei denen man einen B\u00e4ren aufgebunden bekommt.<\/p>\n<p>Nur was die B\u00e4renaufbinder \u00fcbersehen: Nein, morgen ist kein neuer Tag, nicht f\u00fcr sie. Und es ist auch nicht vergessen morgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unglaubw\u00fcrdige Gesellen<\/strong><\/p>\n<p>Man ordnet den L\u00fcgenbold f\u00fcr die Zukunft als Spatzenhirn ein &#8211; Verzeihung &#8211; , dem nichts\u00a0Besseres einfiel, als die Unwahrheit zu sagen. Mehr noch: Als\u00a0unglaubw\u00fcrdigen Gesellen, den es sich k\u00fcnftig nicht mehr zu fragen lohnt. Man wei\u00df ja eh\u00b4nicht, ob\u00b4s stimmt, was er dann von sich gibt.<\/p>\n<p>Und raten Sie mal, wie man reagiert, wenn man als Referenzgeber so nach dessen Leumund sp\u00e4ter mal befragt wird von jemanden, bei dem er sich dann vielleicht beworben hat? Als kompetenter Unternehmenssprecher? Eher nicht. Eher als Nullnummer.<\/p>\n<p>Oder ob man \u00fcberhaupt freiwillig denjenigen nochmal etwas fragt? Wenn, dann jedenfalls nur noch schriftlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Nicht-L\u00fcgen-Varianten<\/strong><\/p>\n<p>Denn: man hat allerhand M\u00f6glichkeiten mit Journalisten zu reden. Entweder man ist unerreichbar und dr\u00fcckt sich (erst mal), das ist unh\u00f6flich, aber ok. Oder man sagt &#8222;kein Kommentar&#8220; &#8211; das ist vielleicht unbefriedigend, aber wenigstens nicht unehrlich. Oder, was eine geschicktere L\u00f6sung ist: Man wirbt um Verst\u00e4ndnis f\u00fcrs Schweigen, signailisiert durch die Blume, dass wom\u00f6glich noch was kommt in ein paar Stunden\u00a0&#8211; aber man f\u00fchrt zumindest den Fragensteller nicht aufs Glatteis.<\/p>\n<p>Wer\u00a0sogar vertrauensvoll umgehen kann miteinander, die k\u00f6nnen sich dar\u00fcber verst\u00e4ndigen,\u00a0so ganz falsch sei die Info nicht, aber es sei zu fr\u00fch und in wenigen Stunden kommt eine News.\u00a0Dann kann der Anrufer sich drauf einstellen in seiner Tagesorganisation.<\/p>\n<p>Nur eins geht gar nicht: L\u00fcgen. Das ist respektlos und ehrabschneidend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>L\u00fcgner\u00a0bleiben nicht verborgen<\/strong><\/p>\n<p>Und nicht zu vergessen: wer mit der L\u00fcgenversion zur\u00fcck kommt in die Redaktion und\u00a0sp\u00e4ter als der Blamierte dasteht, der f\u00fchlt sich nicht gut. Und wird es sich merken und &#8211; schlimmer noch &#8211; den Kollegen in der Ressortrunde erz\u00e4hlen. Die dann ihrerseits manche Pressesprecher von vornherein meiden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><a href=\"http:\/\/www.wuv.de\/medien\/das_dementi_ist_ein_verlogenes_kleines_ding\">http:\/\/www.wuv.de\/medien\/das_dementi_ist_ein_verlogenes_kleines_ding<\/a><\/span><\/p>\n<p><strong>Hier nochmal zur Auffrischung: &#8222;To do\u00b4s and not do do\u00b4s im Umgang mit Journalisten&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/10\/14\/pr-do%C2%B4s-and-dont%C2%B4s-im-umgang-mit-journalisten-1-buchverlosung\/\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/10\/14\/pr-do%C2%B4s-and-dont%C2%B4s-im-umgang-mit-journalisten-1-buchverlosung\/<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesehinweis: &#8222;Das Dementi ist ein verlogenes kleines Ding&#8220; \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0http:\/\/www.wuv.de\/medien\/das_dementi_ist_ein_verlogenes_kleines_ding\u00a0\u00a0\u00a0 Bei wuv.de erschien heute ein lesenswerter Kommentar von\u00a0Petra Schwegler zu Dementis &#8211; Dementis, die gelogen sind. 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