{"id":652992,"date":"2014-06-01T18:26:45","date_gmt":"2014-06-01T16:26:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=652992"},"modified":"2014-06-01T20:08:22","modified_gmt":"2014-06-01T18:08:22","slug":"wiwo-top-kanzleien-die-besten-anwalte-fur-patienten-und-arzte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/06\/01\/wiwo-top-kanzleien-die-besten-anwalte-fur-patienten-und-arzte\/","title":{"rendered":"WiWo-Top-Kanzleien Die besten Anw\u00e4lte f\u00fcr Patienten und \u00c4rzte"},"content":{"rendered":"<article>\n<h1><strong>Wer hilft Patienten, nach medizinischen Kunstfehlern Recht zu bekommen? Und welchen Anw\u00e4lten vertrauen die \u00c4rzte? Die WirtschaftsWoche hat die besten Anw\u00e4lte f\u00fcr Patientenrecht und Arzthaftungsrecht gek\u00fcrt.<\/strong><\/h1>\n<\/article>\n<div>\n<div><\/div>\n<div>Eigentlich wollte der 48-j\u00e4hrige Westfale nur eine Routine-Vorsorgeuntersuchung machen lassen, eine Darmspiegelung, wie sie etwa alle zehn Jahre empfohlen wird. Doch die Routineuntersuchung ging schief, der Chirurg perforierte ihm versehentlich seinen Darm, letzten Endes wurde der Mann durch die Folgen der Untersuchung berufsunf\u00e4hig. Der Fehler des Chirurgen l\u00f6ste eine ganze Kette von Katastrophen aus: Wenige Tage nach der Spiegelung musste der Patient als Notfall operiert werden. Daraufhin bekam er, was \u00f6fter bei dieser Konstellation passiert, eine Bauchfellentz\u00fcndung. Der Horror ging weiter: mehrere Operationen, danach Monate auf der Intensivstation. Am Ende bekam der Mann einen k\u00fcnstlichen Darmausgang und wurde zum Fr\u00fchrentner \u2013 mit 100 Prozent Behindertenquote.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Mann klagte gegen das Krankenhaus und gewann. Dass der Patient eine Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung auf einem Vordruck unterschrieben hatte, gen\u00fcgte dem Gericht nicht: Formulare und Merkbl\u00e4tter ersetzten kein Aufkl\u00e4rungsgespr\u00e4ch mit dem Arzt. Mangelhafte Aufkl\u00e4rung des Patienten ist ein h\u00e4ufig angesetzter Hebel f\u00fcr Schadensersatzklagen. H\u00e4tte der Patient einer Darmspiegelung zugestimmt, wenn er geahnt h\u00e4tte, was passieren kann? Nein, urteilte das Oberlandesgericht Hamm und sprach dem Mann 220.000 Euro Schmerzensgeld zu (Aktenzeichen 26 U 85\/12).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gestiegene Schmerzensgeldsummen<\/strong><\/p>\n<p>Gemessen an den gravierenden Folgen des Fehl-Eingriffs, scheint die gezahlte Summe nicht sonderlich hoch. \u201ePatienten sind meist bitter entt\u00e4uscht, wenn sie \u00c4rzte oder Kliniken auf Schmerzensgeld verklagen\u201c, sagt Medizinrechtler Martin Stellpflug, Partner bei Dierks + Bohle in Berlin. Zwar sind auch hierzulande die pro Einzelfall gezahlten Schmerzensgeldsummen in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen, in der Zahnmedizin haben sie sich binnen 15 Jahren sogar verdoppelt. Doch von hohen Millionenzahlungen wie in den USA sind sie noch weit entfernt. \u201eBetroffene orientieren sich leider oft an TV-Serien \u00fcber Kliniken und Law Firms und nicht an der deutschen Rechtsprechung aus einschl\u00e4gigen Tabellen wie der Beck\u2019schen Schmerzensgeldtabelle oder der vom ADAC\u201c, sagt Bernd Schwarze, Medizinrechtler und Partner bei BLD Bach Langheid Dallmayr in K\u00f6ln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\"><strong>Sieben Top-Kanzleien f\u00fcr Patientenrecht<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><strong>Kanzlei<\/strong><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><strong>Besonders empfohlene Anw\u00e4lte<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\">Michaela B\u00fcrgle<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/kanzlei-dr-michaela-buergle-dr-michaela-buergle\/9951736.html\" target=\"_self\">Michaela B\u00fcrgle<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-patientenrecht-kanzlei-dr-med-britta-konradt\/9952098.html\" target=\"_self\">Britta Konradt<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/kanzlei-dr-med-britta-konradt-dr-britta-konradt\/9952070.html\" target=\"_self\">Britta Konradt<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-patientenrecht-makiol-lueken-und-kollegen\/9952240.html\" target=\"_self\">Makiol L\u00fcken &amp; Kollegen<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/makiol-lueken-und-kollegen-achim-makiol\/9952178.html\" target=\"_self\">Achim Makiol<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-patientenrecht-meinecke-und-meinecke\/9952354.html\" target=\"_self\">Meinecke &amp; Meinecke<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/meinecke-und-meinecke-dr-boris-meinecke\/9952318.html\" target=\"_self\">Boris Meinecke<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\">Matthias Teichner<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/kanzlei-matthias-teichner-matthias-teichner\/9952460.html\" target=\"_self\">Matthias Teichner<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-patientenrecht-kanzlei-frank-teipel\/9952580.html\" target=\"_self\">Frank Teipel<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/kanzlei-frank-teipel-frank-teipel\/9952520.html\" target=\"_self\">Frank Teipel<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-patientenrecht-kanzlei-dr-roland-uphoff\/9952734.html\" target=\"_self\">Roland Uphoff<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/kanzlei-dr-roland-uphoff-dr-roland-uphoff\/9952694.html\" target=\"_self\">Roland Uphoff<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\"><em>Quelle: WiWo-Expertenpanel und Jury 2014<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unterlassene Untersuchungen als h\u00e4ufigsten Angriffsziel<\/strong><\/p>\n<p>Die andere gro\u00dfe Kategorie der Streitf\u00e4lle, bei denen Patienten vor Gericht gute Karten haben, sind Befunderhebungsfehler, vulgo: unterlassene Untersuchungen. So wurde ein Krankenhaus im westf\u00e4lischen Dorsten verklagt, weil die \u00c4rzte bei einer bewusstlosen Patientin nicht rechtzeitig einen Neurologen zur Beurteilung einer Computertomografie hinzuzogen. Deshalb sei ein massiver Hirnstamminfarkt unerkannt geblieben, infolgedessen die Patientin am Ende starb. 50.000 Euro Schmerzensgeld sollten ihre Kinder laut Urteil des Oberlandesgerichts Hamms bekommen (Aktenzeichen 3 U 122\/12).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weniger Klinikpersonal, mehr Zeitdruck &#8211; mehr Fehler<\/strong><\/p>\n<p>Weil Patienten inzwischen aufgekl\u00e4rter und streitbarer sind, bekommen spezialisierte Anw\u00e4lte seit Jahren mehr Arbeit. Hinzu kommt: Zwischen 1991 und 2012 ist die Zahl der Behandlungsf\u00e4lle in deutschen Krankenh\u00e4usern um mehr als vier Millionen auf 18 Millionen Behandlungen im Jahr gestiegen, so die \u201e\u00c4rztezeitung\u201c. Gleichzeitig aber ist die Zahl der Klinikmitarbeiter um rund 90.000 gesunken, auf zuletzt 694.900. Mehr Behandlungen und weniger Mitarbeiter bedeuten mehr Zeitdruck und damit auch mehr Fehler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Stundenhonorare zwischen 220 und 300 Euro<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDer Bereich w\u00e4chst und ist f\u00fcr Anw\u00e4lte auch wirtschaftlich interessant\u201c, sagt Schwarze. Auseinandersetzungen zwischen Patienten und Kliniken oder Krankenkassen rechnen Anw\u00e4lte nach der gesetzlichen Geb\u00fchrenordnung ab. Nur in Ausnahmef\u00e4llen werden Stundenhonorare zwischen 220 und 300 Euro f\u00e4llig.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Kliniken und \u00c4rzte sichern Risiken in der Regel bei gro\u00dfen Versicherern ab. Wer es als Anwalt schafft, sich bei denen einen guten Namen zu machen, gewinnt Versicherer oft als dauerhafte Mandanten f\u00fcr viele F\u00e4lle. Gro\u00dfe Player im Krankenhausgesch\u00e4ft sind die Versicherer R+V,\u00a0<a href=\"http:\/\/boerse.wiwo.de\/include_suchbox.htn?sektion=portrait&amp;suchbegriff=DE0008404005\">Allianz<\/a>, Basler Securitas und Ergo. Bei den niedergelassenen \u00c4rzten kommen noch\u00a0<a href=\"http:\/\/boerse.wiwo.de\/include_suchbox.htn?sektion=portrait&amp;suchbegriff=FR0000120628\">Axa<\/a>, HDI Gerling und Generali dazu.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Anders als sonst bei den Rankings der WirtschaftsWoche-Top-Kanzleien sind die Medizinjuristen nicht in ganz Deutschland aktiv. Ihr Gesch\u00e4ft ist in der Regel regional begrenzt. Der simple Grund daf\u00fcr: Die Versicherer wollen die Reisekosten der Anw\u00e4lte niedrig halten und beauftragen entsprechend Juristen aus der Umgebung, sagt Anwalt Stellpflug. Tats\u00e4chlich f\u00fchren die Versicherer Listen mit Anw\u00e4ltenamen nach Gerichtsbezirken. Aber auch Patienten haben viel Kommunikationsbedarf und wollen ihren Anwalt regelm\u00e4\u00dfig vor sich sehen, berichtet Schwarze.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\"><strong>Sieben Top-Kanzleien f\u00fcr Kliniken und \u00c4rzte<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><strong>Kanzlei<\/strong><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><strong>Besonders empfohlene Anw\u00e4lte<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-arzthaftungsrecht-bld-bach-langheid-dallmayr\/9952794.html\" target=\"_self\">BLD Bach Langheid Dallmayr<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/bld-bach-langheid-dallmayr-dr-jens-muschner\/9952818.html\" target=\"_self\">\u00a0Jens Muschner<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/bld-bach-langheid-dallmayr-bernd-schwarze\/9952820.html\" target=\"_self\">Bernd Schwarze<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-arzthaftungsrecht-dierks-bohle-rechtsanwaelte\/9952860.html\" target=\"_self\">Dierks + Bohle Rechtsanw\u00e4lte<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/dierks-bohle-rechtsanwaelte-prof-dr-dr-christian-dierks\/9952940.html\" target=\"_self\">Christian Dierks<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/dierks-bohle-rechtsanwaelte-dr-martin-h-stellpflug\/9952946.html\" target=\"_self\">Martin H. Stellpflug<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-arzthaftungsrecht-preissler-ohlmann-und-partner-rechtsanwaelte\/9953138.html\" target=\"_self\">Prei\u00dfler Ohlmann &amp; Partner Rechtsanw\u00e4lte<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/preissler-ohlmann-und-partner-rechtsanwaelte-reinhold-preissler\/9953088.html\" target=\"_self\">Reinhold Prei\u00dfler<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-arzthaftungsrecht-ratzel-rechtsanwaelte\/9953194.html\" target=\"_self\">Ratzel Rechtsanw\u00e4lte<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/ratzel-rechtsanwaelte-dr-rudolf-ratzel\/9953192.html\" target=\"_self\">Rudolf Ratzel<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-arzthaftungsrecht-rehborn-rechtsanwaelte\/9953246.html\" target=\"_self\">Rehborn Rechtsanw\u00e4lte<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/rehborn-rechtsanwaelte-prof-dr-martin-rehborn\/9953240.html\" target=\"_self\">Martin Rehborn<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-arzthaftungsrecht-vogl-rechtsanwaelte\/9953360.html\" target=\"_self\">Vogl Rechtsanw\u00e4lte<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/vogl-rechtsanwaelte-werner-vogl\/9953318.html\" target=\"_self\">Werner Vogl<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/top-kanzlei-arzthaftungsrecht-weimer-bork\/9953444.html\" target=\"_self\">Weimer Bork<\/a><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/weimer-bork-christoph-bork\/9953448.html\" target=\"_self\">Christoph Bork<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/weimer-bork-tobias-weimer\/9953446.html\" target=\"_self\">Tobias Weimer<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\"><em>Quelle: WiWo-Expertenpanel und Jury 2014<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Verfahrensdauer zwei bis vier Jahre \u00a0&#8211; mindestens<\/strong><\/p>\n<p>Verfahren ziehen sich lange hin. \u201eBevor ein Gerichtsprozess losgeht, vergehen in 60 Prozent der F\u00e4lle zwei Jahre mit dem Anfertigen von Gutachten und Gegengutachten\u201c, sagt Anwalt Schwarze. Das Gerichtsverfahren dauert im Schnitt zwei bis vier Jahre. Geht der Fall in die Berufung, kommen noch mal eineinhalb Jahre dazu.<\/p>\n<p>Die Gemengelage bei Rechtsstreitigkeiten wegen Arzt- und Klinikpannen ist obendrein sehr kompliziert. Beteiligt sind zum einen die Patienten oder deren Erben, die Schadensersatz, Schmerzensgeld oder Renten fordern. Zum anderen klagen Krankenkassen die zus\u00e4tzlichen Kosten ein, die ihnen f\u00fcr Patienten nach Behandlungsfehlern entstehen. Pflegekassen wiederum fordern die Pflegekosten ein, die durch \u00c4rzte-Fehler verursacht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><strong>Die teuersten F\u00e4lle: Geburtssch\u00e4digungen\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die teuersten F\u00e4lle sind Sch\u00e4digungen, die bei der Geburt oder im fr\u00fchen Kindesalter verursacht werden. Hier k\u00f6nnen die in Versicherungsvertr\u00e4gen vereinbarten Deckungssummen bisweilen sogar nicht ausreichen, sodass \u00c4rzte in Privatinsolvenz gehen m\u00fcssen. In einem Fall wurden wegen eines Fehlers bei einer Geburt Erben eines Gyn\u00e4kologen noch 20 Jahre sp\u00e4ter von einem Landkreis verklagt. Dieser forderte die Leistungen zur\u00fcck, die er \u00fcber die Jahre f\u00fcr einen seit Geburt behinderten Sozialhilfeempf\u00e4nger aufgewendet hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>H\u00fcften, Knie, Wirbels\u00e4ulen, Sch\u00f6nheits-OP\u00b4s &#8211; und Klinikkeime\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Besonders oft verklagen Patienten \u00c4rzte nach H\u00fcft-, Knie-, Wirbels\u00e4ulen- und Sch\u00f6nheitsoperationen. Sch\u00e4digungen durch Krankenhauskeime f\u00fchren zu Klagen gegen Kliniken. H\u00e4ufig drehen sich Prozesse auch um Fehler bei der Vorsorge, etwa \u201ewenn \u00c4rzte einen Tumor \u00fcbersehen haben\u201c, so die Berliner Anw\u00e4ltin Britta Konradt, die auch Medizinerin ist. \u201eDas gr\u00f6\u00dfte Problem ist immer die Kausalit\u00e4t\u201c, sagt Konrad \u2013 der Patient muss nachweisen, dass sein Leiden durch den Fehler des Mediziners verursacht wurde und nicht ohnehin \u00e4hnlich schlimm verlaufen w\u00e4re.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Sieht ein Versicherer ein Haftungsrisiko, enden 90 Prozent der F\u00e4lle mit einem Vergleich. Zu dem kommt es auch recht schnell, wenn eine Klinik Imagesch\u00e4den durch Negativschlagzeilen bef\u00fcrchtet.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><strong>Lesehinweis:<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;\u00c4rztepfusch &#8211; und jetzt ? Behandlungsfehler vermeiden, aufdecken und Recht bekommen&#8220;, Britta Konradt, Linde Verlag, Wien 2013 9,90 Euro<\/p>\n<p><a title=\"Britta Konradt, Linde Verlag, \u00c4rztepfusch - und jetzt?\" href=\"http:\/\/www.lindeverlag.de\/person-141-141\/britta_konradt-4262\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.lindeverlag.de\/person-141-141\/britta_konradt-4262\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer hilft Patienten, nach medizinischen Kunstfehlern Recht zu bekommen? 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