{"id":652787,"date":"2014-05-13T00:43:04","date_gmt":"2014-05-12T22:43:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=652787"},"modified":"2014-05-13T00:43:04","modified_gmt":"2014-05-12T22:43:04","slug":"produktivitat-wenn-fast-jeder-zweite-mitarbeiter-an-seinem-arbeitsplatz-unglucklich-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/05\/13\/produktivitat-wenn-fast-jeder-zweite-mitarbeiter-an-seinem-arbeitsplatz-unglucklich-ist\/","title":{"rendered":"Produktivit\u00e4t: Wenn fast jeder zweite Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz ungl\u00fccklich ist"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\">Fr\u00fcher war es immer die gro\u00dfe Streitfrage unter Management-Experten: Geben gl\u00fcckliche K\u00fche mehr Milch?<\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u00dcbersetzt in den Unternehmensalltag hei\u00dft das: Arbeiten zufriedene Mitarbeiter besser? Irgendwann wurde der Streit und die Frage nahezu \u00fcberfl\u00fcssig. Weil ja Entlassungen, Verkleinerungen der Belegschaften, (und damit deren Einsch\u00fcchterung) die Regel wurden.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Ob jemand unzufrieden oder gl\u00fccklich war als Mitarbeiter &#8211; egal. Soll er doch froh, sein, wenn er einen Job hat. Doch so langsam schert die Frage die Unternehmen wieder. Zumindest die, die schon heute Schwierigkeiten bei der Personal-Rekrutierung haben und erst recht die, die bereits Auftr\u00e4ge ablehnen oder Vertragsstrafen f\u00fcr zu sp\u00e4t erf\u00fcllte Vertr\u00e4ge zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">\n<p align=\"LEFT\">F\u00fcr diejenigen, die also allen Ernstes anzweifelten, ob ungl\u00fcckliche Mitarbeiter vielleicht ebenso gut arbeiten wie zufriedene, ob sie ebenso loyal sind, ob sie keine Betriebsgeheimnisse raustragen \u00a0oder dergleichen, hat der B\u00fcroausstatter Steelcase nun in einer weltweiten Untersuchung durch den Marktforscher Ipsos kl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Das Ergebnis der Umfrage: Eindeutig ja.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">\n<p align=\"LEFT\"><strong>K\u00f6rperliches Wohlbefinden steigert die Produktivit\u00e4t &#8211; oder eben nicht<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Oder umst\u00e4ndlich ausgedr\u00fcckt: &#8222;Das physische und psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz ist eng mit deren Arbeitsumgebung verkn\u00fcpft. Sie kann das k\u00f6rperliche, kognitive und emotionale Wohlbefinden der Angestellten positiv oder negativ beeinflussen. Und dies wiederum hat unmittelbaren Einfluss auf die Produktivit\u00e4t der Mitarbeiter.&#8220;<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Befragt wurden 7.300 Mitarbeiter von Unternehmen und Organisationen mit \u00fcber 100 Angestellten in zehn L\u00e4ndern. 800 von ihnen kamen aus Deutschland.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">\n<p align=\"LEFT\"><strong>Fast jeder zweite Mitarbeiter weltweit ist ungl\u00fccklich &#8211; liefert der gute Milch?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die Erkenntnisse:<\/p>\n<p>&#8211; 41 Prozent sind ungl\u00fccklich \u00fcber ihre Arbeitsumgebung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Stress durch hohen L\u00e4rmpegel im B\u00fcro<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Gr\u00fcnde:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Der Ger\u00e4uschpegel im Gro\u00dfraumb\u00fcro ist zu hoch und Stress verursacht<\/p>\n<p>&#8211; es fehlen R\u00e4ume, wo man konzentriert arbeiten kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Keine geistlose, mechanische Arbeit &#8211; Mitdenken und intelligente Ergebnisse<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Denn leider entgeht den Entscheidern &#8211; die selbst kaum betroffen sind von Arbeitsbedingungen in Gro\u00dfraumb\u00fcros und sich \u00fcber die entsprechenden Gesundheitsbesch\u00e4digungen keine Vorstellung machen -, dass die Mitarbeiter in Massenhaltung keineswegs gem\u00e4chlich vor sich hin d\u00fcmpeln und geistlose T\u00e4tigkeiten verrichten. Sondern qualifizierte Arbeit verrichten und meist auch noch unter Zeitdruck abliefern m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Clean-desk-policy ist etwas f\u00fcr Betonk\u00f6pfe ohne den Willen zu echtem Erfolg<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; 40 Prozent aller Befragten beurteilen ihr Unternehmen als keinen guten Platz zum Arbeiten und dass es nicht zu ihrem Lifestyle passe.<\/p>\n<p>Dabei verspielen Unternehmen mit ihren willk\u00fcrlichen Zw\u00e4ngen beispielsweise zu clean-desk-policy undsoweiter einen h\u00f6heren Output ihrer Mitarbeiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mehr kleine Freiheiten bringen Firmen deutlichen Gewinn<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weil sie es einfach nicht verstehen: Je mehr Mitarbeiter ihr t\u00e4gliches Arbeitsumfeld selbst w\u00e4hlen, gestalten und kontrollieren d\u00fcrfen &#8211; wo sie ohnehin meist mindestens ebenso viel oder mehr Zeit verbringen als in ihrer eigenen Wohnung &#8211; f\u00fchlen sie sich wohler, die Zufriedenheit der Menschen steigt signifikant, so Steelcase.<\/p>\n<p>Das Fazit der Studie f\u00fcr Langsam-Checker, Empathielose und Autisten-Chefs im Klartext: &#8222;Menschen arbeiten dann am kreativsten und produktivsten, wenn sie sich wohlf\u00fchlen. Das hei\u00dft f\u00fcr Unternehmen: Die F\u00f6rderung des Wohlbefindens ihrer Mitarbeiter liegt im gesch\u00e4ftlichen Interesse, da sie so in ihre Zukunftsf\u00e4higkeit und <a title=\"Resilienz Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Resilienz\" target=\"_blank\">Resilienz<\/a> investieren.&#8220;<\/p>\n<p><a title=\"Wikipedia Resilienz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Resilienz\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Resilienz<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie wollen engagierte Mitarbeiter? Lassen Sie ihnen kleine Freiheiten<\/strong><\/p>\n<p>Vor allem: Wer sein Arbeitsumfeld positiver bewertet, ist engagierter, so die Ipsos-Untersuchung. &#8222;In westlichen Kulturen werden K\u00f6rper, Geist und Umgebung als getrennte Einheiten gesehen, aber wissenschaftliche Ergebnisse zeigen mehr und mehr, dass diese eng miteinander verbunden sind.&#8220; Will hei\u00dfen: &#8222;Wohlbefinden umfasst daher weit mehr als nur die k\u00f6rperliche Gesundheit, sondern muss ganzheitlich verstanden werden&#8220;, fordert Beatriz Arantes, Psychologin und Forscherin des Steelcase WorkSpace Futures Team in Paris und spezialisiert auf die psychologischen Hintergr\u00fcnde menschlicher Emotionen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher war es immer die gro\u00dfe Streitfrage unter Management-Experten: Geben gl\u00fcckliche K\u00fche mehr Milch? \u00dcbersetzt in den Unternehmensalltag hei\u00dft das: Arbeiten zufriedene Mitarbeiter besser? 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