{"id":652700,"date":"2014-05-09T18:52:31","date_gmt":"2014-05-09T16:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=652700"},"modified":"2014-05-09T19:00:39","modified_gmt":"2014-05-09T17:00:39","slug":"ein-teller-calamari-mit-malte-koster-eben-drum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/05\/09\/ein-teller-calamari-mit-malte-koster-eben-drum\/","title":{"rendered":"Ein Teller Calamari mit Malte K\u00f6ster: &#8222;Eben drum&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Malte K\u00f6ster ist Insolvenzrechtler in Bremen, doch kaum, dass wir in D\u00fcsseldorf das Casa Luigi betreten, laufen wir einem seiner Ausbilder in die Arme und es gibt ein gro\u00dfes &#8222;Hallo&#8220;: Hans-Ulrich Wilsing, heute Partner bei Linklaters, hat Mandanten wie SAP oder Douglas und war zuvor\u00a0bei \u00a0Oppenhoff in K\u00f6ln. Und da hatte\u00a0K\u00f6ster mit Mitte 20 n\u00e4mlich in seiner Studentenzeit\u00a0gleich mehrmals gearbeitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_652701\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-652701\" class=\"size-medium wp-image-652701\" alt=\"Malte K\u00f6ster von Willmer &amp; Partner, Insolvenzrechtler aus Bremen\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/K\u00f6ster.Malte_.Insolvenzler-300x224.jpg\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/K\u00f6ster.Malte_.Insolvenzler-300x224.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/K\u00f6ster.Malte_.Insolvenzler-400x300.jpg 400w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/K\u00f6ster.Malte_.Insolvenzler.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-652701\" class=\"wp-caption-text\">Malte K\u00f6ster von Willmer &amp; Partner, Insolvenzrechtler aus Bremen<\/dd>\n<dd class=\"wp-caption-dd\"><\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>K\u00f6ster hat dann aber einen anderen\u00a0Weg eingeschlagen und wurde zu einem\u00a0der 50 erfolgreichsten Insolvenzanw\u00e4lte hierzulande. Und einer der j\u00fcngsten\u00a0obendrein. Denn mit 39 Jahren senkt er den Altersdurchschnitt von jeder Insolvenzler-Konferenz erheblich. Als er die Kanzlei mitbegr\u00fcndete und vor knapp f\u00fcnf Jahren den neuen Bremer Standort &#8211; neben dem Stammhaus in Verden &#8211; aufbaute, mietete er daf\u00fcr erstmal 100 Quadratmeter an und ist heute bei 400 Quadratmetern auf drei Etagen angelangt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Eben drum&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Und noch etwas\u00a0macht den Mann, zu dessen Lieblingsausdr\u00fccken ein freundliches &#8222;eben drum&#8220; geh\u00f6rt, zur Ausnahmeerscheinung: Er schafft es, besonders viele Unternehmen zu retten, statt sie\u00a0einfach abzuwickeln, was\u00a0ja das gem\u00fctlichste und einfachste w\u00e4re. Von seinen letzten zehn Firmen, die kurz vorm Abgrund standen, \u00fcberlebten acht. Marcor Marine etwa, einem Hersteller hydraulischer Schiffsplattformen. Oder Optimare, einem Produzenten von Marine-Messsystemen. Darauf ist K\u00f6ster auch stolz.<\/p>\n<p>Er erz\u00e4hlt, wie schwierig es ist,\u00a0wenn er sich gleich zu Beginn seiner Aufgabe vor die Belegschaft stellen und Tacheles reden muss. &#8222;Ich erz\u00e4hl\u00b4\u00a0nichts vom Pferd, das ist wichtig, schlie\u00dflich nehme ich ihre Sorgen ernst&#8220;, sagt K\u00f6ster. Aber er versucht, ihnen Mut zu machen soweit wie m\u00f6glich und ihnen zu sagen, &#8222;dass vielleicht doch noch was geht&#8220;. Sogar mit ein wenig Humor, denn lachen tut er &#8211; er ist \u00fcbrigens Vater von zwei M\u00e4dels im Grundschulalter &#8211; viel und gerne. Auch wenn er den dann selbst entschuldigt: dass er jetzt nicht salopp werden will, aber dass auch in\u00a0bedrohlichen Situation durchaus mal gelacht werden d\u00fcrfe. Was ihn sicher abhebt von den meisten, denn Lachen wird im\u00a0Gesch\u00e4ftsleben gerne mal als Unernsthaftigkeit falsch verstanden &#8211; und ist damit eher schwierig, wenn nicht gar karrierefeindlich. Doch bei K\u00f6ster gibts keine Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse, genau diese Art lieben\u00a0die Mitarbeiter in den bedrohten Betrieben\u00a0an ihm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_652702\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-652702\" class=\"size-medium wp-image-652702\" alt=\"Calamari im Casa Luigi in D\u00fcsseldorf\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/K\u00f6ster.Essen_.Calamaris-300x224.jpg\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/K\u00f6ster.Essen_.Calamaris-300x224.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/K\u00f6ster.Essen_.Calamaris-400x300.jpg 400w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/K\u00f6ster.Essen_.Calamaris.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-652702\" class=\"wp-caption-text\">Calamari im Casa Luigi<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu essen bestellt sich K\u00f6ster Calamari, also Tintenfisch in diesem Lokal,\u00a0wo man mittags oft Anw\u00e4lte aus den umliegenden Top-Kanzleien treffen kann. Wenn sie\u00a0mit Kollegen lunchen gehen\u00a0oder\u00a0mit ihrem Team. F\u00fcr Mandantengespr\u00e4che dagegen eher nicht, daf\u00fcr stehen die Tische hier im D\u00fcsseldorfer Casa Luigi n\u00e4mlich allzu eng beieinander,\u00a0daf\u00fcr liegt der Italiener auch nicht abgeschieden genug,\u00a0nur wenige\u00a0Minuten weg vom Carlplatz, mittendrin in der City.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Indizien f\u00fcr \u00dcberlebens-Kandidaten<\/strong><\/p>\n<p>Spannend wirds, wenn\u00a0K\u00f6ster verr\u00e4t, welche Indizien es so gibt, ob ein Unternehmen tats\u00e4chlich \u00dcberlebenschancen hat oder nicht: Wenn er dessen Kunden anruft, um die Hiobsbotschaft zu \u00fcberbringen, dass sie einen Teil ihres Geldes\u00a0nicht mehr wiedersehen. Dann gibt es die Firmen, bei denen\u00a0es sofort hei\u00dft &#8222;da ging in letzter Zeit so\u00a0viel schief, das wundert mich nicht&#8220; oder so \u00e4hnlich. Und andere, wo man es bedauert. Dass das aber schade sei, wo man doch so gerne mit diesem Unternehmen zusammenarbeite. Und die haben gute \u00dcberlebenschancen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Kunden \u00fcberlegen dann manchmal auch schnell, ob sie den Wackelkandidaten gleich selbst \u00fcbernehmen wollen. Oder Konkurrenten treten auf den Plan. So wie im letzten Jahr als Werder-Bremen-Fan K\u00f6ster mit sechs Interessenten aus sechs L\u00e4ndern von Israel \u00fcber China\u00a0bis Brasilien gleichzeitig verhandeln musste. Am Ende machte dann ausgerechnet\u00a0der\u00a0Hauptkonkurrent aus Braunschweig das Rennen, der am h\u00f6chsten geboten hatte und nur wenige Kilometer entfernt war.<\/p>\n<p>Sehr zum \u00c4rger der Brasilianer, die mit einer ganzen Delegation angereist waren, mit denen K\u00f6ster zwei Tage lang im Hotel verhandelt hatte und die\u00a0dann in die R\u00f6hre guckten.<\/p>\n<p>Manche der sanierten Betriebe sind ihm bis heute treu und melden sich noch regelm\u00e4\u00dfig.\u00a0Genauso wie auch das Spielzeugmodell einer Hebeb\u00fchne noch auf seinem Fensterbrett steht, das ihm der Produzent solcher Ger\u00e4tschaften\u00a0am Ende des Mandats verehrte. M\u00f6glichst viele Arbeitspl\u00e4tze zu erhalten, ist dem Norddeutschen\u00a0mit der graden Art ein Herzensanliegen &#8211; und daf\u00fcr m\u00f6gen ihn\u00a0die Leute. Eben drum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Malte K\u00f6ster ist Insolvenzrechtler in Bremen, doch kaum, dass wir in D\u00fcsseldorf das Casa Luigi betreten, laufen wir einem seiner Ausbilder in die Arme und es gibt ein gro\u00dfes &#8222;Hallo&#8220;: Hans-Ulrich Wilsing, heute Partner bei Linklaters, hat Mandanten wie SAP &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/05\/09\/ein-teller-calamari-mit-malte-koster-eben-drum\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[3398,3401,3396,3395,3400,3399,3397],"class_list":["post-652700","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-bremen","tag-hans-ulrich-wilsing","tag-insolvenzrecht","tag-malte-koster","tag-marcor-marine","tag-optimare","tag-willmer-partner"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/652700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=652700"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/652700\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=652700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=652700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=652700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}