{"id":652666,"date":"2014-07-11T01:16:06","date_gmt":"2014-07-10T23:16:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=652666"},"modified":"2014-07-11T01:16:06","modified_gmt":"2014-07-10T23:16:06","slug":"warum-top-managerinnen-so-flott-ihre-posten-raumen-mussen-berater-gushurst-wagt-eine-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/07\/11\/warum-top-managerinnen-so-flott-ihre-posten-raumen-mussen-berater-gushurst-wagt-eine-analyse\/","title":{"rendered":"Warum Top-Managerinnen so flott ihre Posten r\u00e4umen m\u00fcssen &#8211; Berater Gushurst wagt eine Analyse"},"content":{"rendered":"<p>Was ist weltweit das gro\u00dfe Thema schlechthin in den gro\u00dfen Unternehmen? Frauen sind es. Das hat Strategy&amp; &#8211; zuvor Booz und jetzt zu PWC geh\u00f6rig &#8211;\u00a0 im Rahmen der Befragung f\u00fcr seine <a title=\"CEO-Studie Booz, Strategy&amp; 2014\" href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/04\/30\/ceo-studie-weltweit-fremde-besen-kehren-gut-und-einen-doktor-brauchen-sie-auch-nicht\/\" target=\"_blank\">CEO-Studie<\/a> unter immerhin 2500 b\u00f6rsennotierten Companys herausgefunden: &#8222;USA und Kanada sind die Vorreiter, und zwar positive&#8220;, urteilt Klaus-Peter Gushurst, Partner und Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung bei Strategy&amp;. &#8222;Die arbeiten schon lange an diesem Thema und deshalb gibt es bei Unternehmen wie Pepsi, General Motors oder Hewlett Packard viele Frauen mit Prestigejobs&#8220;. Eine Meg Whitman etwa hat &#8211; im Gegensatz zu deutschen Top-Managerinnen &#8211; deshalb bereits jahrzehntelange F\u00fchrungserfahrung vorzuweisen.<\/p>\n<p><b>Was auff\u00e4llig is<b>t, wo <b>viele US-<b>F<\/b><\/b><\/b>rauen Karriere gemacht haben: ausgerechnet bei technischen und bei neueren Unternehmen.<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch das Gesamtergebnis bleibt besch\u00e4mend: Von den 1000 gr\u00f6\u00dfen Unternehmen weltweit werden nur 20 von Frauen geleitet. Gushurst: &#8222;F<b>\u00fcr Deutschland ist die Studie brutal ern\u00fcchternd \u2013 denn immerhin reden wir seit zehn Jahren \u00fcber das Thema `Frauen in die Top-Positionen\u00b4. Auch auf <b>der<\/b> zweite<b>n<\/b> F\u00fchrungs<b>e<\/b>bene sehe es da nicht besser aus.<br \/>\n<\/b><\/p>\n<p><a title=\"CEO-Studie Booz Strategy&amp; 2014\" href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/04\/30\/ceo-studie-weltweit-fremde-besen-kehren-gut-und-einen-doktor-brauchen-sie-auch-nicht\/\" target=\"_blank\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/04\/30\/ceo-studie-weltweit-fremde-besen-kehren-gut-und-einen-doktor-brauchen-sie-auch-nicht\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Frauen auf dem Schleudersitz<\/strong><\/p>\n<p>Die Sache hat zudem auch noch einen gro\u00dfen Haken: Haben Unternehmen dann mal eine Frau an der Spitze oder zumindest im Board oder Vorstand, fliegen die Frauen schneller als M\u00e4nner wieder raus aus ihren Jobs.<\/p>\n<p>Gushurst hat dieser Frage nachgesp\u00fcrt und kommt zu diesem Ergebnis: Die Unternehmen holen Frauen werden wegen ihrer Qualifikation an Bord und sie hoffen gleichzeitig, dass sie einen Kulturwandel in der Company herbeif\u00fchren. Das bedeutet: Sie haben eine doppelt so gro\u00dfe Aufgabe wie neu antretende M\u00e4nner. &#8222;Das ist aber einfach zuviel&#8220;, so der M\u00fcnchner. &#8222;Diese Doppelaufgabe w\u00e4re auch f\u00fcr M\u00e4nner zuviel, aber den Frauen passiert sie eben &#8211; man b\u00fcrdet ihnen zuviel auf.&#8220; Dass dieses Man\u00f6ver dann schief geht, ist oft programmiert.<\/p>\n<div id=\"attachment_652665\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-652665\" class=\"size-full wp-image-652665\" alt=\"Klaus-Peter Gushurst, Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Unternehmensberatung Strategy&amp; (zuvor Booz)\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/Klaus-Peter-Gushurst.jpg\" width=\"600\" height=\"624\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/Klaus-Peter-Gushurst.jpg 600w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/05\/Klaus-Peter-Gushurst-288x300.jpg 288w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-652665\" class=\"wp-caption-text\">Klaus-Peter Gushurst, Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Unternehmensberatung Strategy&amp; (zuvor Booz)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sicher sind manche Frauen auch einfach gescheitert, gibt Gushurst zu bedenken. Diejenigen etwa, die den Investoren nicht die erwarteten Zahlen liefern konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn Frauen sich selbst das Leben schwer machen<\/strong><\/p>\n<p>Doch noch etwas kommt erschwerend hinzu, meint Gushurst: Frauen machen es sich auch selbst schwerer &#8211; psychologisch. Denn sie sind selbstkritischer mit sich selbst als M\u00e4nner. Das, w<b>as eigentlich positv ist: sensibler zu sein und mehr nachzudenken &#8211; das sorgt bei Frauen f\u00fcr mehr eigenen emotionalen Stress als ihn M\u00e4nner empfinden.<br \/>\n<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht kommen deshalb auch in Restrukturierungssituationen immer M\u00e4nner in den Unternehmen ans Ruder. Dann, wenn <b>man auch Abstriche beim Umgang und dem Managementstil<b> macht. &#8222;Der Druck ist viel zu hoch, es ist brutal&#8220;, so Gushurts Fazit. Bevor M\u00e4nner deshalb Sodbrennen bek\u00e4men, lassen sie\u00b4s lieber raus. Frauen seien da anders.<\/b><\/b><\/p>\n<p>Vielleicht w\u00fcrde sich die Situation schneller bessern, wenn Frauen auch nicht fast immer alleine im Gremium w\u00e4ren und wie bei der Deutschen Lufthansa wie Simone Menne und Bettina Volkens wenigstens zu zweit in einem Vorstand zwischen all den M\u00e4nnern s\u00e4\u00dfen.<br \/>\n<b><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist weltweit das gro\u00dfe Thema schlechthin in den gro\u00dfen Unternehmen? Frauen sind es. 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