{"id":652621,"date":"2014-05-02T01:00:43","date_gmt":"2014-05-01T23:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=652621"},"modified":"2014-05-02T01:00:43","modified_gmt":"2014-05-01T23:00:43","slug":"kollegengesprache-in-grosraumburos-senken-die-effizienz-der-anderen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/05\/02\/kollegengesprache-in-grosraumburos-senken-die-effizienz-der-anderen\/","title":{"rendered":"Kollegengespr\u00e4che in Gro\u00dfraumb\u00fcros senken die Effizienz &#8211; der anderen"},"content":{"rendered":"<h2>Diejenigen, die Gro\u00dfraumb\u00fcros anordnen, m\u00fcssen nicht drin sitzen. Sonst w\u00fcrden sie es vermutlich auch nicht tun. Freiwillig setzen sie sich jedenfalls nicht mit rein, die Top-Manager. Und die Mittelmanager wehren sich nicht dagegen, weil sie ihre Einzelzimmerchen behalten d\u00fcrfen. Die Hierarchie bleibt also unangetastet und darf ungest\u00f6rt arbeiten. Ausbaden m\u00fcssen es die anderen.<\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2>Und mehr als das: sie m\u00fcssen Gesundheitsverletzungen in Kauf nehmen. Zivilisierte, aufgekl\u00e4rte Gesellschaft hin oder her. Wer moppert, wird von den Vorgesetzten und Entscheidern \u00a0als Kommunikationsfeindlich attackiert. Oder fortschrittsunwillig. Wohlgemerkt, die, die nicht selbst diese Arbeitsbedingungen aushalten m\u00fcssen.<\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2><strong>Doch wenigstens die Mediziner melden sich jetzt wenigstens ganz zart zu Wort. Ein Experte f\u00fcrs H\u00f6ren, Markus Meis &#8211; Psychologe und Mediziner am H\u00f6rzentrum der Universit\u00e4t Oldenburg &#8211; wurde jetzt konkret: Der L\u00e4rm in Gro\u00dfraumb\u00fcros ist ein untersch\u00e4tztes Problem. <\/strong><\/h2>\n<h2><a title=\"\u00c4rzteZeitung Gro\u00dfraumb\u00fcros L\u00e4rm\" href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/panorama\/article\/859926\/laerm-unterschaetztes-problem-grossraumbuero.html\" target=\"_blank\"><strong>http:\/\/www.aerztezeitung.de\/panorama\/article\/859926\/laerm-unterschaetztes-problem-grossraumbuero.html<\/strong><\/a><\/h2>\n<p>&#8211; Die Leistungsf\u00e4higkeit von Gro\u00dfraumb\u00fcro-Bewohner k\u00f6nne um f\u00fcnf bis zehn Prozent sinken &#8211; allein durch den L\u00e4rmpegel<\/p>\n<p>&#8211; Gr\u00f6\u00dfter St\u00f6renfried:. Die Gespr\u00e4che der Kollegen<\/p>\n<p>Sobald sich zwei Mitarbeiter unterhalten, sinkt die Leistung des Arbeitsged\u00e4chtnisses der Kollegen in unmittelbarer N\u00e4he &#8211; bis zu zehn Prozent, so Meis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Telefonklingeln kann man ausblenden, Gespr\u00e4che im selben Raum nicht<\/strong><\/p>\n<p>Man k\u00f6nne sich daran weder gew\u00f6hnen, noch es ausblenden &#8211; anders als das st\u00e4ndige Telefonklingeln rundherum.<\/p>\n<p>Wenn schon Gro\u00dfraumb\u00fcros bei leidlich anspruchslosen T\u00e4tigkeiten ohne gr\u00f6\u00dferes Nachdenken sein m\u00fcssen, so gibt es nur eine Linderungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr die tagt\u00e4gliche Gesundheitsverletzung: \u00a0Mehr Platz f\u00fcr den Einzelnen.<\/p>\n<p>&#8222;Eine Verdoppelung des Abstands zwischen den Schreibtischen bedeutet eine Halbierung des Schalls&#8220; sagt auch Wolfgang Panter, Arbeitsmediziner und Pr\u00e4sident des Verbands der Deutschen Betriebs- und Werks\u00e4rzte in der &#8222;\u00c4rzteZeitung&#8220; vom 30. April 2014.<\/p>\n<p>Doch entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse nehmen die Unternehmen ihren Angestellten immer h\u00e4ufiger die Einzelb\u00fcros weg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Immer weniger Quadratmeter f\u00fcr immer mehr B\u00fcrobewohner<\/strong><\/p>\n<p>Und noch mehr: Hatten Mitarbeiter fr\u00fcher noch Anspruch auf zw\u00f6lf Quadratmeter, so seien es heute nur noch acht.<\/p>\n<p>Und weil das L\u00e4rmempfinden letztlich individuell und subjektiv sei, ist &#8211; so Georg Brockt, Physiker von der\u00a0Bundesanstalt f\u00fcr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin\u00a0in der &#8222;\u00c4rzteZeitung&#8220; &#8211; die Grenze f\u00fcr 55 Dezibel in B\u00fcros aus der Verordnung f\u00fcr Arbeitsst\u00e4tten gleich ganz gestrichen worden.<\/p>\n<p>Konsequent wie unmenschlich.<\/p>\n<p>Und jedenfalls mit dem Menschenbild im 21. Jahrhundert nicht wirklich vereinbar. Aber vielleicht schert es die Unternehmenslenker einfach nicht.<\/p>\n<p>Oder sie halten die Arbeit ihrer Mitarbeiter ohnehin f\u00fcr geist- und anspruchslos.<\/p>\n<p>Und sie wollen einfach heute nicht an die Demografie-Falle denken, die erst morgen zuschnappt. Dass man die qualifizierten Angestellten, die man heute verheizt, morgen nicht so einfach ersetzen kann.<\/p>\n<p>Es sei denn, es ist ihnen egal. Weil sie dann auch nicht mehr an Bord sind und sie selbst ihre Scherflein &#8211; und Chef-Pr\u00e4mien &#8211; l\u00e4ngst ins Sichere gebracht haben.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<p><a title=\"\u00c4rzteZeitung Gro\u00dfraumb\u00fcros L\u00e4rm\" href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/panorama\/article\/859926\/laerm-unterschaetztes-problem-grossraumbuero.html\" target=\"_blank\"><strong>http:\/\/www.aerztezeitung.de\/panorama\/article\/859926\/laerm-unterschaetztes-problem-grossraumbuero.html<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong><a title=\"Gro\u00dfraumb\u00fcro L\u00e4rm Naturheilpraxis\" href=\"http:\/\/www.heilpraxisnet.de\/naturheilpraxis\/buerolaerm-ist-ein-groer-stressfaktor-90185344103.php\" target=\"_blank\">http:\/\/www.heilpraxisnet.de\/naturheilpraxis\/buerolaerm-ist-ein-groer-stressfaktor-90185344103.php<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diejenigen, die Gro\u00dfraumb\u00fcros anordnen, m\u00fcssen nicht drin sitzen. 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