{"id":652589,"date":"2014-04-29T17:48:28","date_gmt":"2014-04-29T15:48:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=652589"},"modified":"2014-04-29T17:48:28","modified_gmt":"2014-04-29T15:48:28","slug":"wenn-betriebliches-gesundheitsmanagement-zum-feigenblatt-verkummert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/04\/29\/wenn-betriebliches-gesundheitsmanagement-zum-feigenblatt-verkummert\/","title":{"rendered":"Wenn betriebliches Gesundheitsmanagement zum Feigenblatt verk\u00fcmmert"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ulrich Goldschmidt, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des <a title=\"Die F\u00fchrungskr\u00e4fte Verband DFK\" href=\"https:\/\/www.die-fuehrungskraefte.de\/\" target=\"_blank\">Verbands Die F\u00fchrungskr\u00e4fte &#8211; DFK\u00a0<\/a>moniert, dass die Unternehmen ausgerechnet beim betrieblichen Gesundheitsmanagement sofort die Kosten runterfahren und\u00a0\u00a0eine gut angedachten Unternehmensstrategie zum\u00a0Feigenblatt verk\u00fcmmert. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein Gastbeitrag.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_648814\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-648814\" class=\"size-medium wp-image-648814\" alt=\"Ulrich Goldschmidt; Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands Die F\u00fchrungskr\u00e4fte\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/Goldschmidt_300x450-1-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/Goldschmidt_300x450-1-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/Goldschmidt_300x450-1.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><p id=\"caption-attachment-648814\" class=\"wp-caption-text\">Ulrich Goldschmidt: Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands Die F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/p><\/div>\n<p>Viele Unternehmen begehen einen schweren strategischen Fehler und beschneiden betriebliche Gesundheitsma\u00dfnahmen dann, wenn sie am n\u00f6tigsten w\u00e4ren. Nat\u00fcrlich ist es verf\u00fchrerisch, in einer wirtschaftlich schwierigen Situation die Kostenschere bei den vermeintlich weichen Themen anzusetzen. Und tats\u00e4chlich beobachte ich diese Tendenz gerade in Unternehmen und Konzernen, die das Thema Kosteneinsparung ganz oben auf ihre Agenda setzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Egal wieso: Hauptsache Kosten runter<\/strong><\/p>\n<p>Es spielt dabei \u00fcbrigens regelm\u00e4\u00dfig keine Rolle, ob das bisherige Gesch\u00e4ftsmodell wegen ver\u00e4nderter politischer Rahmenbedingungen weggebrochen ist, der Wettbewerb auf dem angestammten Markt sch\u00e4rfer geworden ist oder ob die Krise selbstverschuldet ist. Die Kostenfalle schnappt zu, mag dies personalpoliotisch auch noch so t\u00f6richt sein.<b> <\/b>Man kann dort \u00fcber Jahre erfolgreich und intensiv betriebliche Gesundheitsma\u00dfnahmen umgesetzt haben. Nun wird angesichts der Gro\u00dfwetterlage das Thema kr\u00e4ftig zur\u00fcckgefahren.<\/p>\n<p>Und: Wo Menschen ihren Job verlieren, soll auf der anderen Seite aufgezeigt werden, dass auch die Verbliebenen Ihren Beitrag leisten \u2013 kein Geld f\u00fcr das vermeintliche Wohlf\u00fchl-Thema.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gestiegener Stresspegel, h\u00f6here Anspr\u00fcche, weniger Leute<\/strong><\/p>\n<p>Genau hier zeigt sich das Missverst\u00e4ndnis: Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist mehr als Bauch, Beine, Po oder der neue Ern\u00e4hrungsplan in der Kantine. Das Unternehmen hat in den guten Zeiten daf\u00fcr geworben, dass es die Mitarbeiter und F\u00fchrungskr\u00e4fe gesund und leistungsf\u00e4hig erhalten m\u00f6chten. Jetzt steigt die Unsicherheit und Ungewissheit \u2013 mit ihnen der Stress- und Belastungslevel. Es m\u00fcssen anspruchsvollere Ziele denn je erreicht werden, und das in einem Umfeld, das unberechenbarer ist als je zuvor. Zudem ist die Folge der Umstrukturierung\u00a0 oft: Weniger Mitarbeiter machen die gleiche Arbeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hohe Belastung &#8211; St\u00e4rkung der Mannschaft\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Richtig verstandenes BGM n\u00fctzt aber nur dann, wenn die Unternehmen es kontinuierlich und konsequent durchf\u00fchren. Umdenken ist hier notwendig. Die Mannschaft muss dann gesundheitlich gest\u00e4rkt werden, wenn die Belastung hoch ist. BGM bei schwierigen Situationen zu opfern bedeutet, den F\u00fchrungskr\u00e4ften und Mitarbeitern die Unterst\u00fctzung zu versagen.<\/p>\n<p>Zudem wird allen Mitarbeitern sehr deutlich gemacht, wie ernst die einst kommunizierten Ziele des BGM genommen werden<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Betriebliche Gesundheitsmanagement macht nur als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und bei kontinuierlicher Umsetzung Sinn. Es ist kein Widerspruch, unter Kostendruck in BGM zu investieren, im Gegenteil &#8211; es zeichnet gute F\u00fchrung aus. Unterst\u00fctzung leistet man in guten wie in schlechten Zeiten. Dies in im ureigenen Interesse der Unternehmen, weil BGM ihnen dabei helfen wird, die gesetzten Ziele zu erreichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erfolge beim Employer-Branding gibts nur f\u00fcr Kontinuit\u00e4t und Glaubhaftigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Obendrein ist BGM auf einem enger werdenden Arbeitsmarkt ein gutes Argument, mit dem\u00a0Unternehmen f\u00fcr sich werben k\u00f6nnen. Erfolge beim Employer Branding wirken aber nicht durch Hochglanzbrosch\u00fcren, sondern nur wenn Kontinuit\u00e4t und Nachhaltigkeit und damit Glaubhaftigkeit gew\u00e4hrleistet sind.<\/p>\n<p><a title=\"Verband Die F\u00fchrungsr\u00e4fte DFK\" href=\"https:\/\/www.die-fuehrungskraefte.de\/\" target=\"_blank\">\u00a0https:\/\/www.die-fuehrungskraefte.de\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ulrich Goldschmidt, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands Die F\u00fchrungskr\u00e4fte &#8211; DFK\u00a0moniert, dass die Unternehmen ausgerechnet beim betrieblichen Gesundheitsmanagement sofort die Kosten runterfahren und\u00a0\u00a0eine gut angedachten Unternehmensstrategie zum\u00a0Feigenblatt verk\u00fcmmert. 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