{"id":652268,"date":"2014-03-29T02:07:51","date_gmt":"2014-03-29T01:07:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=652268"},"modified":"2014-03-30T16:33:30","modified_gmt":"2014-03-30T14:33:30","slug":"wiwo-exklusiv-der-erfinder-der-payback-karte-alexander-rittweger-lasst-sein-baby-los-und-nimmt-kurs-auf-neue-ufer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/03\/29\/wiwo-exklusiv-der-erfinder-der-payback-karte-alexander-rittweger-lasst-sein-baby-los-und-nimmt-kurs-auf-neue-ufer\/","title":{"rendered":"WiWo-Exklusiv: Payback-Karten-Erfinder Alexander Rittweger l\u00e4sst sein Baby los &#8211; und nimmt Kurs auf neue Ufer"},"content":{"rendered":"<div><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">\u00a0<\/span><\/span><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div id=\"attachment_645333\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-645333\" class=\"size-medium wp-image-645333\" alt=\"Alexander Rittweger, Gr\u00fcnder des Kartenunternehmens Loyalty Partner und Erfinder der Payback-Karte\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/08\/AlexanderRittweger_web-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/08\/AlexanderRittweger_web-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/08\/AlexanderRittweger_web.jpg 299w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><p id=\"caption-attachment-645333\" class=\"wp-caption-text\">Alexander Rittweger, Erfinder der Payback-Karte und Gr\u00fcnder von Loyalty Partner<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Es war vor gut 16 Jahren, dass Alexander Rittweger mir einen ersten Besuch abstattete, in der Wirtschaftswoche-Redaktion in meinem fr\u00fcheren Zimmer mit Blick in den Innenhof. Nebenbei: Das Zimmer zum Innenhof war etwas, was man sich erst mal erschreiben, erarbeiten, ersitzen musste, sie waren hei\u00df begehrt. Um die konnte es zu Grabenk\u00e4mpfen kommen. Wie auch immer &#8211; in denen war\u00b4s ruhiger als auf der Seite mit den drei Stra\u00dfenbahnlinien, dort konnte man im Sommer auch mal bei ge\u00f6ffnetem Fenster arbeiten.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>Als der Sportstyp Rittweger die Redaktionsstube betrat mit seinen \u00fcber 1,90 Meter H\u00f6he, war der Raum eigentlich schon voll. Durch die Milchglast\u00fcr war gut zu erkennen, dass da ein gro\u00dfer, unbekannter Mann so lange sass &#8211; aber vorstellen konnte ich ihn niemanden, der hinein schneite. Schlie\u00dflich war der M\u00fcnchner sozusagen under cover da.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Der Mann mit dem Pilotenkoffer<\/strong><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>Damals war er immer mit einem dicken schwarzen Pilotenkoffer unterwegs und verhandelte hier im Rheinland mit der Metro oder Aral. Auf meinem wei\u00dfen Besucher-Holzklappstuhl sitzend, vertraute er mir sein verwegenes, strikt geheim zuhaltendes Vorhaben an und daf\u00fcr holte er weit aus. Im Nu waren fast drei Stunden vorbei. Musste er doch erst mal erkl\u00e4ren, dass und wieso er &#8211; aus rechtlichen Gr\u00fcnden &#8211; erstmal einen Rabattspar-Verein gr\u00fcndete &#8211; aus dem dann ein riesiges Rabatt-Punkte (statt -Marken) &#8211; System mit vielen vielen Unternehmen werden sollte.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>So etwas gab es damals in Deutschland noch nicht, nur in Kanada &#8211; auch Kundenkarten wie die von Douglas oder Shell waren noch nicht in Sicht.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>Und wie Rittweger dazu kam, wollte ich ganz genau von dem Ex-Roland-Berger-Berater wissen. Wie sein Werdegang war, dass er vier Br\u00fcder hat, seiner Mutter, der Ober\u00e4rztin an der Uniklinik, der Vater und und Flughafenchef sowie seinen Jahren in Paris, als er da f\u00fcr Roland Berger arbeitete. Dass er schon am Miles-and-More-Programm der Lufthansa ma\u00dfgeblich als Berater beteiligt gewesen war, aber dass er auf keinen Fall in einem Konzern Karriere machen wollte.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><strong>Immer wieder Verz\u00f6gerungen<\/strong><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>Eigentlich gingen wir beide bei unserem ersten Treffen noch davon aus, dass die Firmengr\u00fcndung von Payback und der Markteintritt unmittelbar bevorstand, aber wir sollten uns irren. Immer wieder kamen neue Hindernisse dazwischen, konnten sich die Partnerunternehmen noch nicht zur Unterschrift durchringen oder irgendwelche Rechtsprobleme tauchten auf. Weitere dreimal noch trafen wir uns in der Redaktionsstube &#8211; ich habe keine Ahnung, was die Kollegen damals dachten. Denn Rittweger vorstellen, das Geheimnis seiner Identit\u00e4t und seiner Besuche l\u00fcften oder sagen, wor\u00fcber wir so lange redeten, konnte ich ja nicht.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-652270\" alt=\"payback\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/payback-300x224.jpg\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/payback-300x224.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/payback-400x300.jpg 400w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/payback.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>Am Ende lohnte sich die Geduld und das Warten: Am Tag der ersten Pressekonferenz f\u00fcr die Payback-Karte am 24. Februar 2000 erschien die WiWo mitsamt dem drei Seiten langen St\u00fcck \u00fcber den No-Name Rittweger und seinen Pl\u00e4ne, die auf den ersten Blick abenteuerlich klangen.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>Damals war Rittweger noch nicht verheiratet, war auch noch nicht mit seiner Ehefrau zusammen, mit der er heute drei Kinder hat.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Gebr\u00fcder Rittweger<\/strong><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>Sogar die Wege seiner Br\u00fcder Roman Rittweger &#8211; einem Mediziner und Unternehmensberater &#8211; und Christoph Rittweger &#8211; dem Top-IT-Anwalt bei Baker &amp; McKenzie &#8211; sollten sich sp\u00e4ter noch mit meinen kreuzen. Ganz ohne sein Zutun.\u00a0<a title=\"Advisors in Health Care Roman Rittweger\" href=\"http:\/\/advisorsinhealthcare.com\/\" target=\"_blank\">Roman Rittweger gr\u00fcndete ein Start-up f\u00fcr \u00c4rzte und Patienten, \u00fcber das ich in meiner damaligen Rubrik &#8222;Schumpeter&#8220; schrieb, heute ist er als Unternehmensberater f\u00fcr Healthcare<\/a> unterwegs.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Der <a title=\"Christoph Rittweger Baker &amp; McKenzie\" href=\"http:\/\/www.bakermckenzie.com\/ChristophRittweger\/\" target=\"_blank\">IT-Rechtsanwalt Christoph Rittweger <\/a>wurde von einer Jury unter die 25 WiWo-Top-Kanzleien in Deutschland seiner Range gew\u00e4hlt und schrieb auch schon Gastbeitr\u00e4ge hier im Management-Blog.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><a title=\"Roman Rittweger Advisors Healthcare\" href=\"http:\/\/advisorsinhealthcare.com\/\" target=\"_blank\">http:\/\/advisorsinhealthcare.com\/<\/a><\/div>\n<div><a title=\"Christoph Rittweger IT Baker &amp; McKenzie\" href=\"http:\/\/www.bakermckenzie.com\/ChristophRittweger\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.bakermckenzie.com\/ChristophRittweger\/<\/a><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><strong>Was kommt jetzt?<\/strong><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>Heute, 15 Jahre sp\u00e4ter, durfte ich die Exklusiv-Meldung in der WirtschaftsWoche schreiben, dass Alexander Rittweger sein Baby in die H\u00e4nde von Amex gelegt, seine Anteile verkauft hat &#8211; sich aber w\u00fcnscht, dass er noch in 20 Jahren stolz auf sein Unternehmen gucken kann. Das ist eine lange Zeit, in der Rittweger sich das n\u00e4chste Projekt vornehmen und vielleicht noch einmal etwas Gro\u00dfes aufbauen kann. Zuzutrauen ist es ihm.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Hier die WioWo-Meldung in der aktuellen Ausgabe:<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><em><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">Alexander Rittweger, 48, zieht sich jetzt als Gr\u00fcnder von Loyalty Partner mit seinem Bonusprogramm Payback aus der Unternehmensspitze zur\u00fcck. In 15 Jahren hat der Bayer daraus eine Marketing- und Coupon-Plattform mit 63 Millionen Kunden, \u00fcber 600 Partnerunternehmen wie Kaufhof, Aral, Rewe oder Real und gesch\u00e4tzten 300 Millionen Euro Umsatz in f\u00fcnf L\u00e4ndern mit 1200 Mitarbeitern gemacht. <\/span><\/span><\/em><\/div>\n<div><\/div>\n<div><em><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">F\u00fcrs erste hat sich der M\u00fcnchner &#8211; der einst Kronprinz bei Roland Berger war -, die Rolle eines Angestellten ohne Zust\u00e4ndigkeiten und Pflichten gesichert, will sich um Innovationen und Gesch\u00e4ftsmodelle k\u00fcmmern. Dass er dabei nicht lange bleibt, gilt als sicher. Ein Konzerntyp ist er sicher nicht. Brancheninsider munkeln, dass Rittweger bereits ein neues eigenes Baby plant. Ein Dienstleistungs-Start-up au\u00dferhalb des Amexco-Konzerns, wieder eine Innovation f\u00fcr H\u00e4ndler zur Kundenbindung. Da kennt er sich aus: Schon als Berger-Consultant beriet er jahrelang die Lufthansa mit ihrem Miles-and-More-Programm. <\/span><\/span><\/em><\/div>\n<div><em><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">Mit so viel Erfolg, dass sich Lufthansa-Ex-Chef J\u00fcrgen Weber bei der Loyalty-Partner-Gr\u00fcndung ebenso beteiligte wie Ex-Metro-Chef Hans-Joachim K\u00f6rber und Rittwegers Ex-Chef Roland Berger. <\/span><\/span><\/em><\/div>\n<div><em>.<\/em><\/div>\n<div><em><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">Rittwegers Nachfolger als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer sind Bernhard Brugger, 47, als Chef, Dominik Dommick, 41, f\u00fcrs Digitale und Markus Knorr, 38, als Finanzverantwortlicher, sie alle waren bereits im Unternehmen. Seit M\u00e4rz 2011 geh\u00f6rt Loyalty Partner zu American Express. Der US-Konzern hatte vom britischen Finanzinvestor Palamon Capital Partner die Mehrheit der Firmenanteile und im vergangenen Oktober auch Rittwegers Anteile von 25 Prozent \u00fcbernommen. Brancheninsider erwarten, dass American Express das Rabatt-Programm Payback bald auch in den USA startet.<\/span><\/span><\/em><\/div>\n<div><em><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: small\"><span style=\"font-size: large\">\u00a0<\/span><\/span><\/em><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 . . Es war vor gut 16 Jahren, dass Alexander Rittweger mir einen ersten Besuch abstattete, in der Wirtschaftswoche-Redaktion in meinem fr\u00fcheren Zimmer mit Blick in den Innenhof. 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