{"id":652103,"date":"2015-02-03T15:20:15","date_gmt":"2015-02-03T14:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=652103"},"modified":"2015-02-03T15:20:15","modified_gmt":"2015-02-03T14:20:15","slug":"buchauszug-pero-micic-die-gierige-horde-der-kurzfrist-tiere-wie-wir-uns-taglich-die-zukunft-versauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2015\/02\/03\/buchauszug-pero-micic-die-gierige-horde-der-kurzfrist-tiere-wie-wir-uns-taglich-die-zukunft-versauen\/","title":{"rendered":"Buchauszug Pero Mi\u0107i\u0107: Die gierige Horde der Kurzfrist-Tiere &#8211; &#8222;Wie wir uns t\u00e4glich die Zukunft versauen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcber die sch\u00e4dliche Gier nach kurzfristigen Renditen statt \u00dcberlebensmotiven \u00fcber Generationen &#8211; und den Mangel an Kontinuit\u00e4t, schreibt Autor <\/strong><strong>Pero Mi\u0107i\u0107,\u00a0\u00a0Managementberater und Vorstand der FutureManagementGroup. Hier ein Kapitel\u00a0aus seinem Buch &#8222;Wie wir uns t\u00e4glich die Zukunft versauen&#8220; <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_652109\" style=\"width: 261px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-652109\" class=\"size-medium wp-image-652109\" alt=\"Pero Mi\u0107i\u0107\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/Micic_Pero_c_Privat-251x300.jpg\" width=\"251\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/Micic_Pero_c_Privat-251x300.jpg 251w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/Micic_Pero_c_Privat.jpg 519w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><p id=\"caption-attachment-652109\" class=\"wp-caption-text\">Pero Mi\u0107i\u0107<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ruhige H\u00e4nde<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland, \u00d6sterreich, die Schweiz, Japan und die USA haben etwas gemeinsam. In diesen L\u00e4ndern spielt eine bemerkenswerte Art von Unternehmen eine zentrale Rolle, vor allem in Deutschland. Es sind die so genannten Hidden Champions, die heimlichen Weltmarktf\u00fchrer.<\/p>\n<p>Hermann Simon (der Unternehmensberater von Simon Kucher &amp; Partner in Bonn) hat sie \u00fcber zwei Jahrzehnte systematisch beobachtet und erforscht. Davon sind weit \u00fcber 95 Prozent Familienunternehmen, zum guten Teil mit langer Tradition \u00fcber viele Generationen. Viele von ihnen haben gar keine Mitarbeiter, manche ein paar Hundert, manche aber auch zigtausend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Erfolgsgeheinmnis der Hidden Champions: Kontinuit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Sie waren es, die der deutschen Wirtschaft in den Krisen der letzten Jahre Stabilit\u00e4t verliehen haben. Die Hidden Champions agieren auf Dauer messbar erfolgreicher als b\u00f6rsennotierte Konzerne. Sie schaffen auch mehr Arbeitspl\u00e4tze, sind solider, profitabler, innovativer als viele Gro\u00dfunternehmen. Was machen sie anders? Was k\u00f6nnen andere von ihnen lernen?<\/p>\n<p>Familienunternehmen unterscheiden sich durch eine zentrale Eigenschaft von b\u00f6rsennotierten: Kontinuit\u00e4t. Sie haben die geforderte h\u00f6here Kontinuit\u00e4t der Mitarbeiter. Sie sind es, die im Durchschnitt \u00fcber zwanzig Jahre von den gleichen Personen gef\u00fchrt werden.\u00a0 die gleiche F\u00fchrung haben. Und sie weisen die dritte entscheidende Art der Kontinuit\u00e4t auf: Die Kontinuit\u00e4t der Eigner. Kontinuit\u00e4t ist ein hochwirksamer Faktor f\u00fcr Langfrist-Orientierung.<\/p>\n<p>Im Resultat gibt es keinen Grund, jeden Monat, jedes Quartal und jedes Jahr das Maximum herauszuholen \u2013\u00a0langfristiger Bestand und Erfolg sind nachgewiesenerma\u00dfen wichtiger.<\/p>\n<p><b>Die durchschnittliche Haltedauer von Unternehmensanteilen entspricht in etwa dem Denkhorizont der Anteilseigner.\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Wer eine Aktie \u00fcber viele Jahre halten will, stimmt in der Hauptversammlung nach langfristigen \u00dcberlegungen ab. Wer eine Aktie nur ein paar Monate, Wochen oder gar nur Minuten halten will, geht erst gar nicht zur Hauptversammlung. Er \u00fcbertr\u00e4gt sein Stimmrecht den Banken und Fondsmanagern, die prim\u00e4r kurzfristig hohe Renditen im Sinn haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Motive sind der Unterschied: \u00dcberleben oder Ertrag maximieren?<\/strong><\/p>\n<p>Nur wenn die Mehrzahl der Anteile in den ruhigen H\u00e4nden und k\u00fchlen K\u00f6pfen besonnener Eigner liegt, die an der Wertentwicklung der Anteile \u00fcber viele Jahre hinweg interessiert sind, nur dann k\u00f6nnen die Vorst\u00e4nde und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wirklich nachhaltig am Wohlergehen des Future We orientiert f\u00fchren. Es macht einen gro\u00dfen Unterschied, ob die obersten F\u00fchrungskr\u00e4fte eines Unternehmens mit dem Ziel antreten, in ihrer Amtszeit ein starkes Unternehmenswachstum und gute Ertr\u00e4ge zu erwirtschaften, oder ob es alles daf\u00fcr tut, dass das Unternehmen auch noch in einem, zwei oder drei Jahrzehnten gesund und gesichert ist. Wer an die n\u00e4chste Generation ein gesund finanziertes Unternehmen mit einem guten, aber nicht unbedingt maximalen Ertrag \u00fcbergeben will, handelt bei jeder einzelnen Entscheidung unter anderen Voraussetzungen als der Maximierer von Quartals- und Jahresergebnissen.<\/p>\n<p>Das sind nicht etwa nur hehre und tr\u00e4umerische Forderungen. Familienunternehmen haben sich in den letzten Jahren weitaus erfolgreicher entwickelt als b\u00f6rsennotierte Aktiengesellschaften, wie beispielsweise das Family Business Barometer des Bankhauses Sp\u00e4ngler zeigt. Demnach ist es prinzipiell ungesund, wenn Shareholder-Interesse und Unternehmens-Interesse auseinanderfallen. Beide m\u00fcssen im gleichen Boot sitzen.<\/p>\n<p><b>Die Inhaber von Familienunternehmen haben es vergleichsweise leicht, ein Future We zu entwickeln und zu pflegen. Es sitzt jeden Morgen mit ihnen am Fr\u00fchst\u00fcckstisch.\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Generation ist immer pr\u00e4sent. Die T\u00f6chter, S\u00f6hne oder Neffen sind das personifizierte Zukunfts-Ich der Eigner und das Zukunfts-Wir der Firma.<\/p>\n<p>Also liegt es auf der Hand, dass die Zukunftsf\u00e4higkeit aller Unternehmen dadurch verbessert werden kann, wenn der Faktor Kontinuit\u00e4t deutlich gest\u00e4rkt wird. Nur wie?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Stimmrecht nur f\u00fcr Langfrist-Aktion\u00e4re?<\/strong><\/p>\n<p>Wie schafft man es, die Investoren l\u00e4nger an ihre Kapitelanlage zu binden? Der Berater und Management-Autor Fredmund Malik hat einen hervorragenden Vorschlag, wie es gelingen k\u00f6nnte: Man m\u00f6ge gesetzlich bestimmen, dass nur denjenigen Aktion\u00e4ren Stimmrecht in der Hauptversammlung und zur Wahl der Aufsichtsr\u00e4te gegeben wird, die sich verpflichten, ihre Anteile langfristig zu halten, zumindest f\u00fcr die Amtsdauer des Aufsichtsrates. So einfach, so logisch.<\/p>\n<p>B\u00f6rsen sind Fluch und Segen zugleich. Wer sein Unternehmen an die B\u00f6rse bringt, st\u00e4rkt sich mit risikobereitem Kapital f\u00fcr Zukunftsinvestitionen. Soweit der Segen. Aber der Preis daf\u00fcr ist weitaus h\u00f6her als die zu zahlende Dividende und die Kosten f\u00fcr die Investor Relations, also f\u00fcr gro\u00dfe Hauptversammlungen und aufw\u00e4ndige Jahresberichte. Der eigentliche Preis ist unsichtbar und viel gravierender.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die gierige Horde der Kurzfrist-Tiere<\/strong><\/p>\n<p><b>Einmal an der B\u00f6rse, setzt man sich einer gierigen Horde von Kurzfrist-Tieren aus, seien es Hedge-Fond-Manager oder die Analysten in den Investmentbanken und Medien.\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Unter diesem Einfluss ist es f\u00fcr die Top-Manager ausgesprochen schwer, dieser Horde den Gehorsam zu verweigern, denn die Strafe daf\u00fcr ist hart. So k\u00fcndigte L&#8217;Or\u00e9al 2010 an, das seit zwei Jahrzehnten bestehende Ziel eines j\u00e4hrlichen zweistelligen Gewinnwachstums aufzugeben. Man wolle nicht mehr unter einem Joch arbeiten. Die Analysten und Kurzfrist-Investoren dankten auf ihre Weise. Die Aktie st\u00fcrzte trotz positivem Markt-Umfeld stark ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-652110\" alt=\"Pedro Micic: \" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/cover.micic_.jpg\" width=\"408\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/cover.micic_.jpg 408w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/03\/cover.micic_-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 408px) 100vw, 408px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weg vom Kurzfrist-Denken<\/strong><\/p>\n<p>Doch viele Investoren denken heute um. Selbst Henry Kravis, eine als &#8222;Urvater aller Heuschrecken&#8220; verschriene &#8222;Investorenlegende&#8220;\u00a0 sagt heute: &#8222;Wir m\u00fcssen vor allem weg von einem reinen Kurzfrist-Denken. Wir brauchen einen langfristigen Horizont, selbst wenn das kurzfristig den Gewinn schm\u00e4lert. Langfristiges Denken und Renditen schlie\u00dfen sich nicht aus. [&#8230;] Manager unterst\u00fctzen uns vor allem aus einem Grund dabei, ihr Unternehmen von der B\u00f6rse zu nehmen: weil sie langfristige Entscheidungen treffen wollen.&#8220; Man h\u00f6re und staune \u00fcber die Heuschrecke.<\/p>\n<p>Weg von der B\u00f6rse, das ist eine bemerkenswerte Forderung, zumal derjenige, der in der Rendite seines eingesetzten Eigenkapitals den einzigen Erfolgsma\u00dfstab sieht, diese immer (!) kurzfristig maximieren will. Welche andere Bewertungsm\u00f6glichkeit sollte ein anonymer Aktienk\u00e4ufer sonst haben? Vom Gesch\u00e4ft versteht er in der Regel nichts, geschweige denn, dass er eine emotionale Verbindung dazu hat. Bestenfalls z\u00e4hlt noch die vermeintliche Kurssicherheit der Aktie. Daneben gibt es keine \u00fcberzeugenden Anzeichen daf\u00fcr, dass die Milliarden Sparer weltweit freiwillig auf Zinsen und Dividenden verzichten wollen. Da wirkt das Future Me* der Sparer vollkommen richtig, denn sie sparen f\u00fcr sich, f\u00fcr eine gute und sichere Altersversorgung.<\/p>\n<p>Da bleibt langfristig orientierten Unternehmenslenkern nur noch eines \u00fcbrig: sich entweder au\u00dferhalb der B\u00f6rsen zu finanzieren, beispielsweise aus eigenen Mitteln. Das ist die nach wie vor bevorzugte Finanzierungsquelle selbst der gr\u00f6\u00dften unter den Hidden Champions. Weil Wachstum nicht ihr erstes Ziel ist, muss nicht jede Chance darauf genutzt und finanziert werden. Oder sie finden langfristig interessierte Investoren. Es gibt, man will es gar nicht mehr glauben, sogar langfristig orientierte Banker. Oder, sofern man im Wettbewerb ohne gro\u00dfe Kapitalzufuhr nicht bestehen kann, man h\u00e4lt den Anteil der nur an ihrem Jetzt-Ich interessierten Aktion\u00e4re notwendig gro\u00df, aber hinreichend klein, sodass sie eine langfristige Ausrichtung des Unternehmens nicht verhindern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die mutigen unter den Vorst\u00e4nden b\u00f6rsennotierter Unternehmen k\u00f6nnen einen Weg aus der Kurzfrist-Falle wagen, der bislang selten bewusst gegangen wurde. B\u00f6rsenkurse f\u00fcr Aktien werden nicht nur auf der Grundlage der j\u00fcngsten Ist-Zahlen und der Plan-Zahlen f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr gebildet. Sie werden sehr stark auch von den Erwartungen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Unternehmens bestimmt. Unternehmen d\u00fcrfen also nicht prim\u00e4r den heutigen Aktion\u00e4ren gefallen, sie m\u00fcssen vor allem den zuk\u00fcnftigen Aktion\u00e4ren in f\u00fcnf oder zehn Jahren gefallen. Es gibt also sehr wohl Anlass zur Annahme, dass Aktienkurse sich auch dann gut entwickeln, wenn die Vorst\u00e4nde in ihr Zukunfts-Wir investieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer zwingt Vorst\u00e4nde, maximale, schnelle Renditen zu versprechen?<\/strong><\/p>\n<p>Was das praktisch hei\u00dft? Die Aktiengesetze zwingen zur Offenlegung von praktisch allem. Aber niemand zwingt die Vorst\u00e4nde, kurzsichtigen Aktion\u00e4ren und Analysten maximale und schnelle Renditen zu versprechen und sich dann an den Planzahlen messen lassen zu m\u00fcssen. In einer Zeit, in der immer mehr Investoren und Sparern eine solide Anlage wichtiger ist als die j\u00e4hrliche Rendite, gibt es eine Chance:<\/p>\n<p><b>Der Vorstand l\u00e4dt zur Pressekonferenz und verk\u00fcndet der erstaunten Analystenmeute, dass ab sofort das Future We alles bestimmt, dass daf\u00fcr die Zielrendite geringer, aber die Stabilit\u00e4t gr\u00f6\u00dfer ist.\u00a0<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8230;.Belohnungsaufschub<\/strong><\/p>\n<p>Das braucht Mut, denn in Aktien zu investieren ist mit einem Mal weniger attraktiv, wenn man es nur an der kurzfristigen Rendite misst. Das ist ganz klassischer Belohnungsaufschub. Viele Anleger werden wechseln. Es kommt darauf an, gen\u00fcgend Fans f\u00fcr eine solch radikale Abkehr von der Kurzfrist-Orientierung zu finden.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen in den n\u00e4chsten Jahren und Jahrzehnten erleben, dass die Unternehmen nach und nach die Wende schaffen, weg von der Kurzfrist-Falle, hin zur mehr Kontinuit\u00e4t und Stabilit\u00e4t. Wer es wirklich will, kann es schaffen. Ist das nicht eine faszinierende Vision? Ist ein Future We zu haben nicht herrlich?<\/p>\n<p>*Future Me: Das emotionale Bild von dir selbst in der Zukunft, von der Person, die du sein wirst, deren Wohlergehen davon abh\u00e4ngt, was du heute tust und nicht tust. Future We: Das emotionale Bild von euch selbst \u2026..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pero Mi\u0107i\u0107 Wie wir uns t\u00e4glich die Zukunft versauen Econ Verlag 336 Seiten, 19,99 Euro, 978-3-430-20160-5 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Link zum Buch: <a title=\"Buch, Pero Micic, Wege aus der Kurzfrist-Falle, Econ Verlag\" href=\"http:\/\/www.micic.com\/werke\/buecher\/raus-aus-der-kurzfrist-falle\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.micic.com\/werke\/buecher\/raus-aus-der-kurzfrist-falle\/ <\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die sch\u00e4dliche Gier nach kurzfristigen Renditen statt \u00dcberlebensmotiven \u00fcber Generationen &#8211; und den Mangel an Kontinuit\u00e4t, schreibt Autor Pero Mi\u0107i\u0107,\u00a0\u00a0Managementberater und Vorstand der FutureManagementGroup. 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