{"id":651896,"date":"2014-02-28T00:47:24","date_gmt":"2014-02-27T23:47:24","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=651896"},"modified":"2014-02-28T00:50:45","modified_gmt":"2014-02-27T23:50:45","slug":"sie-brauchen-auch-gar-nicht-zu-kommen-in-den-nachsten-wochen-macht-1000-euro-entschadigung-jeden-monat-neu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/02\/28\/sie-brauchen-auch-gar-nicht-zu-kommen-in-den-nachsten-wochen-macht-1000-euro-entschadigung-jeden-monat-neu\/","title":{"rendered":"&#8222;Sie brauchen auch gar nicht zu kommen in den n\u00e4chsten Wochen&#8220; macht 1000 Euro Entsch\u00e4digung &#8211; jeden Monat neu"},"content":{"rendered":"<p>Stellt ein Unternehmen Mitarbeiter frei, riskiert es Schadenersatzzahlungen. Wegen Beeintr\u00e4chtigung der Person des Betroffenen. Insbesondere dann, wenn es mit der Freistellung den Angestellten nur m\u00fcrbe machen will, damit er einen Aufhebungsvertrag unterschreibt.<\/p>\n<p>Nach dem Motto:\u00a0Wer erst mal isoliert ist, mag irgendwann auch nicht mehr k\u00e4mpfen. Je l\u00e4nger der Betroffene von der Firma ferngehalten wird, umso eher l\u00e4sst er sich kleinkriegen.<\/p>\n<p>So hatte es sich auch ein Unternehmen ausgedacht aus dem Kreis K\u00f6ln. Gleich f\u00fcr f\u00fcnf Monate hatte es den mann freigestellt.<\/p>\n<p>Doch der Mitarbeiter reagierte unerwartet: statt klein beizugeben zog er vor Gericht &#8211; und bekam 1000 Euro monatlich als Entsch\u00e4digung zugesprochen (Aktenzeichen: 20 Ca 9245\/12).\u00a0 Denn die Freistellung sei der Versuch, den Arbeitnehmer unter Druck zu setzen, damit er den Aufhebungsvertrag unterschreibt. Die Tatsache, dass der Angestellte nicht arbeiten dufte, sei ein schwerwiegender Eingriff in das Recht des Mitarbeiters auf Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit.<\/p>\n<p><a title=\"Arbeitsrecht Urteil wegen Freistellung Arbeitsgericht K\u00f6ln\" href=\"http:\/\/www.ag-arbeitsrecht.de\/downloads\/AE-42013Inhalt.pdf\" target=\"_blank\"><strong>\u00a0http:\/\/www.ag-arbeitsrecht.de\/downloads\/AE-42013Inhalt.pdf<\/strong><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>as Gericht sah in der Freistellung den Versuch, den Mitarbeiter unter Druck zu setzen, damit dieser der Aufhebung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses zustimmt. Der Umstand, dass der Angestellte nicht arbeiten durfte, sei ein schwerwiegender Eingriff in das Recht des Kl\u00e4gers auf Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit. Daher musste der Arbeitgeber pro Monat Freistellung 1000 Euro Entsch\u00e4digung zahlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Montag, 17.02.2014, 11:48<\/p>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div>\n<div id=\"imagefwid3\">\n<div><\/div>\n<div>dpa\/Andrea Warnecke Wer von seinem Chef freigestellt wird, um aus dem Job gedr\u00e4ngt zu werden, hat Anspruch auf eine Entsch\u00e4digung.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>Mitarbeiter m\u00fcssen es nicht hinnehmen, wenn ihr Chef sie von der Arbeit freistellt, um sie aus dem Job zu dr\u00e4ngen. Freistellungen d\u00fcrfen nicht als Druckmittel benutzt werden, damit ein Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag unterschreibt.<\/div>\n<div>\n<p>Wird eine Freistellung als Druckmittel verwendet, um ihn aus dem Job zu dr\u00e4ngen, hat der Betroffene Anspruch auf eine Entsch\u00e4digungszahlung. Das teilt der Deutsche Anwaltverein mit. Er beruft sich dabei auf ein Urteil des Arbeitsgerichts K\u00f6ln<\/p>\n<p>In dem verhandelten Fall wollte sich ein Arbeitgeber von einem Mitarbeiter trennen. Das teilte er ihm auch mit. Als der Mann nicht einwilligte, stellte der Arbeitgeber ihn \u00fcber f\u00fcnf Monate von der Besch\u00e4ftigung frei. Darin sah der Mitarbeiter eine Beeintr\u00e4chtigung seiner Person und verlangte eine Entsch\u00e4digung.<\/p>\n<p>Mit Erfolg. Das Gericht sah in der Freistellung den Versuch, den Mitarbeiter unter Druck zu setzen, damit dieser der Aufhebung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses zustimmt. Der Umstand, dass der Angestellte nicht arbeiten durfte, sei ein schwerwiegender Eingriff in das Recht des Kl\u00e4gers auf Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit. Daher musste der Arbeitgeber pro Monat Freistellung 1000 Euro Entsch\u00e4digung zahlen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<div><\/div>\n<p><!--\/UdmComment--><\/p>\n<div>\n<div>Arbeitsrecht<\/div>\n<div>\n<h1>Freistellung als Druckmittel &#8211; Chef muss Entsch\u00e4digung zahlen<\/h1>\n<\/div>\n<div><em>dpa<\/em><\/div>\n<div>\n<div><\/div>\n<div><a href=\"ratgeber\/recht\/recht-inhalte\/arbeitsrecht\/freistellung-als-druckmittel--chef-muss-entschaedigung-zahlen\/r-arbeitsrecht-b-422433-0.html\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern::\" alt=\"Wer von seinem Chef freigestellt wird, um aus dem Job gedr\u00e4ngt zu werden, hat Anspruch auf eine Entsch\u00e4digung. Foto: Andrea Warnecke\" src=\"http:\/\/cdn.lvz-online.de\/files\/images\/bild_200x150\/00001214\/freistellung-als-druckmittel_dpa713c15ab321392636620.jpg\" width=\"200\" height=\"150\" \/> <\/a>Foto: dpaWer von seinem Chef freigestellt wird, um aus dem Job gedr\u00e4ngt zu werden, hat Anspruch auf eine Entsch\u00e4digung. Foto: Andrea Warnecke<\/div>\n<div>\n<p>K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Mitarbeiter m\u00fcssen es nicht hinnehmen, wenn ihr Chef sie von der Arbeit freistellt, um sie aus dem Job zu dr\u00e4ngen. Freistellungen d\u00fcrfen nicht als Druckmittel benutzt werden, damit ein Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag unterschreibt.<\/p>\n<p>Wird eine Freistellung als Druckmittel verwendet, um ihn aus dem Job zu dr\u00e4ngen, hat der Betroffene Anspruch auf eine Entsch\u00e4digungszahlung. Das teilt der Deutsche Anwaltverein mit. Er beruft sich dabei auf ein Urteil des Arbeitsgerichts K\u00f6ln (Az.: 20 Ca 9245\/12).<\/p>\n<p>In dem verhandelten Fall wollte sich ein Arbeitgeber von einem Mitarbeiter trennen. Das teilte er ihm auch mit. Als der Mann nicht einwilligte, stellte der Arbeitgeber ihn \u00fcber f\u00fcnf Monate von der Besch\u00e4ftigung frei. Darin sah der Mitarbeiter eine Beeintr\u00e4chtigung seiner Person und verlangte eine Entsch\u00e4digung.<\/p>\n<p>Mit Erfolg. Das Gericht sah in der Freistellung den Versuch, den Mitarbeiter unter Druck zu setzen, damit dieser der Aufhebung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses zustimmt. Der Umstand, dass der Angestellte nicht arbeiten durfte, sei ein schwerwiegender Eingriff in das Recht des Kl\u00e4gers auf Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit. Daher musste der Arbeitgeber pro Monat Freistellung 1000 Euro Entsch\u00e4digung zahlen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellt ein Unternehmen Mitarbeiter frei, riskiert es Schadenersatzzahlungen. Wegen Beeintr\u00e4chtigung der Person des Betroffenen. Insbesondere dann, wenn es mit der Freistellung den Angestellten nur m\u00fcrbe machen will, damit er einen Aufhebungsvertrag unterschreibt. 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