{"id":651442,"date":"2014-01-23T13:46:40","date_gmt":"2014-01-23T12:46:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=651442"},"modified":"2018-01-22T23:54:12","modified_gmt":"2018-01-22T22:54:12","slug":"davos-muss-soziale-ungleichheit-thematisieren-widerspricht-cnn-kultmoderator-richard-quest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/01\/23\/davos-muss-soziale-ungleichheit-thematisieren-widerspricht-cnn-kultmoderator-richard-quest\/","title":{"rendered":"&#8222;Davos muss soziale Ungleichheit thematisieren&#8220;, widerspricht CNN-Kultmoderator Richard Quest (Gastbeitrag) IV."},"content":{"rendered":"<p>&#8222;<strong>Davos muss soziale Ungleichheit thematisieren\u201c \u2013 Richard Quest, Anchorman von CNN International, widerspricht der Wirtschaftsredakteuerin Nina dos Santos, ebenfalls von CNN mit ihrem <a title=\"Nina das Santos Management-Blog\" href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/01\/22\/ausgerechnet-davos-will-soziale-ungleichheit-thematisieren-fragt-cnn-korrespondentin-nina-dos-santos-gastbeitrag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beitrag im Management-Blog\u00a0<\/a>(Gastbeitrag Richard Quest, CNN International): <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/01\/22\/ausgerechnet-davos-will-soziale-ungleichheit-thematisieren-fragt-cnn-korrespondentin-nina-dos-santos-gastbeitrag\/\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/01\/22\/ausgerechnet-davos-will-soziale-ungleichheit-thematisieren-fragt-cnn-korrespondentin-nina-dos-santos-gastbeitrag\/<\/a><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_651443\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-651443\" class=\"size-medium wp-image-651443\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/CNN-International_Richard-Quest-vs-Nina-dos-Santos_klein-300x187.jpg\" alt=\"Richard Quest versus Nina dos Santos\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/CNN-International_Richard-Quest-vs-Nina-dos-Santos_klein-300x187.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/CNN-International_Richard-Quest-vs-Nina-dos-Santos_klein-480x300.jpg 480w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/CNN-International_Richard-Quest-vs-Nina-dos-Santos_klein.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-651443\" class=\"wp-caption-text\">Richard Quest versus Nina dos Santos (Foto: CNN International)<\/p><\/div>\n<p>Der US-Bankr\u00e4uber Willie Sutton soll einst auf die Frage, wieso er Banken ausraube, ganz trocken geantwortet haben: \u201eWeil da das Geld liegt\u201c. Das Gleiche k\u00f6nnte man auch \u00fcber Davos und die Frage der Ungleichheit sagen.<\/p>\n<p><strong>In Davos sind genau die richtige Adressaten<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht kann Nina es nur schwer akzeptieren, doch es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass es genau die G\u00e4ste sind, die am Weltwirtschaftsforum in Davos teilnehmen, die etwas ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Ganz ehrlich: Keine Demo und kein Protestmarsch der Welt machen auch nur den kleinsten Unterschied, wenn diejenigen, die die Regeln aufstellen, nicht durch gute Argumente \u00fcberzeugt werden und beschlie\u00dfen, etwas zu unternehmen.<\/p>\n<p>Und wenn es darum geht, die einflussreichen Leute dieser Welt zur selben Zeit am selben Ort zusammenzubringen, ist Davos genau richtig.<\/p>\n<p><strong>\u201eDer Wohlstand muss der Menschheit dienen, statt sie zu beherrschen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>In Davos tagen w\u00e4hrend des WEF Staats- und Regierungschefs wie der britische Premierminister David Cameron, Japans Regierungschef Shinzo Abe, der australische Regierungschef Tony Abbott und die brasilianische Pr\u00e4sidentin Dilma Rousseff. Das sind die Menschen, die tats\u00e4chlich etwas bewirken k\u00f6nnen. Es gibt einen Grund, wieso Papst Franziskus seinen Kurienkardinal nach Davos schickt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche bescherte uns das Zitat des Tages, als er mahnte, dass \u201eder Wohlstand der Menschheit dienen m\u00fcsse, statt sie zu beherrschen\u201c.<\/p>\n<p>Dabei handelte es sich keinesfalls um eine weltfremde Botschaft. Der Papst wei\u00df: Wenn er einen Wechsel zu mehr Gerechtigkeit und Gleichheit erreichen will, muss er diejenigen, die die Macht haben, ins Boot holen, anstatt \u00fcber die herrschende Ungerechtigkeit auf der Welt zu lamentieren und zu hoffen, dass ihm irgendjemand zuh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Es geht hier um Realit\u00e4t und nicht um Fantasie\u00a0&#8230;<\/p>\n<p>.<\/p>\n<div id=\"attachment_651447\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-651447\" class=\"size-medium wp-image-651447\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/quest-davos2014.kulisse-300x198.jpg\" alt=\"Richard Quest beim WEF 2014 in Davos\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/quest-davos2014.kulisse-300x198.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/quest-davos2014.kulisse-453x300.jpg 453w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/quest-davos2014.kulisse.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-651447\" class=\"wp-caption-text\">Richard Quest beim WEF 2014 in Davos (Foto: CNN International)<\/p><\/div>\n<p>.<\/p>\n<p>Spitzenleute aus der Wirtschaft wie Muhtar Kent von Coco-Cola, Carlos Ghosn von Renault-Nissan, Bob Dudley von BP und Aliko Dangote, der reichste Mann Afrikas, sind ebenfalls beim Gipfel in Davos. Diese vier M\u00e4nner alleine besch\u00e4ftigen weltweit hunderttausende Menschen.<\/p>\n<p>Ihre Unternehmen bestimmen Arbeitsbedingungen und das Lohnniveau ganzer Industriezweige, h\u00e4ufig auch das von Geringverdienern. Wo sie hinlenken, werden andere Firmen folgen \u2013 dieser Effekt wird sich multiplizieren und kann Resultate liefern, die gar nicht mehr nur in Verbindung mit dem eigentlichen Unternehmen stehen.<\/p>\n<p>Zudem sind regierungsunabh\u00e4ngige Gruppen wie die \u201aInternationale Arbeitsorganisation\u2018 (ILO) und Nichtregierungsorganisationen wie \u201eOxfam International\u201c vertreten, die diese Punkte hart vorantreiben. So erregte die aktuelle Oxfam-Ver\u00f6ffentlichung, dass die 85 reichsten Menschen der Welt so viel besitzen wie die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung, riesiges Aufsehen. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Winnie Byanyima erz\u00e4hlte mir, dass Oxfam nach Davos gekommen sei, um vor den \u201agef\u00e4hrlichen\u2018 Konsequenzen zu warnen, sollte es nicht gelingen, den Kreislauf aus Macht- und Verm\u00f6gensprivilegen zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Nina, nachdem beim Forum in Davos alle wichtigen Leuten zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind, ist das die perfekte Gelegenheit, diese Themen anzusprechen.<\/p>\n<p><strong>Das Risiko der Ignoranz besteht sowieso immer<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich besteht das Risiko, dass Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzenvertreter der Wirtschaft die Aufrufe nach gr\u00f6\u00dferer Gerechtigkeit ignorieren. Wenn sie das tun, dann verschlie\u00dfen sie aber auch die Augen vor den Warnungen, die Gruppen wie das WEF selbst ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>Im letzten \u201aGlobal Risk Report\u2018, den das WEF j\u00e4hrlich erstellt, hei\u00dft es, dass die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich inzwischen zur gr\u00f6\u00dften Gefahr f\u00fcr die weltweite Stabilit\u00e4t geworden sei. \u201eBesonders besorgniserregend sind die Einkommensunterschiede. Die Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf die Mittelklasse in den wirtschaftsstarken Staaten bereiten Sorge\u201c, so das WEF.<\/p>\n<p><strong>Aus Selbstintersse am Absatz ihrer Produkte muss soziale Ungleichheit ein Thema auf der Agenda sein<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man bedenkt, dass die meisten Unternehmen in den entwickelten L\u00e4ndern auf die Mittelklasse angewiesen sind, um ihre Waren und Dienstleistungen in der Wertsch\u00f6pfungskette zu verkaufen, handelt es sich bei den Firmen nur um brutales, aufgekl\u00e4rtes Selbstinteresse, das Thema soziale Ungleichheit auf die eigene Agenda zu setzen. Die Rechnung ist eigentlich ganz simpel und reine Volkswirtschaftslehre: Globale Stabilit\u00e4t ist gleich globales Wachstum ist gleich Gewinn.<\/p>\n<p>Also Nina, nenne mir bitte einen besseren Ort, an dem man sich beraten und besprechen kann \u2013 und zudem all jene davor warnen, dass sie eine Menge aufs Spiel setzen, wenn sie das Risiko eingehen und so fortfahren wie bislang.<\/p>\n<p>Oder m\u00f6chtest du vielleicht drau\u00dfen in der K\u00e4lte stehen und mit dir selbst reden? Ich glaube, ich w\u00fcrde es vorziehen, mit den Leuten zu sprechen, die tats\u00e4chlich etwas ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Der Beitrag von Nina dos Santos im Management-Blog:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/01\/22\/ausgerechnet-davos-will-soziale-ungleichheit-thematisieren-fragt-cnn-korrespondentin-nina-dos-santos-gastbeitrag\/\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/01\/22\/ausgerechnet-davos-will-soziale-ungleichheit-thematisieren-fragt-cnn-korrespondentin-nina-dos-santos-gastbeitrag\/<\/a><\/p>\n<div>\n<p><strong>Unter <a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2014\/01\/22\/business\/davos-quest-dos-santos-can-it-make-difference-inequality\/index.html?iref=allsearch\">http:\/\/edition.cnn.com\/2014\/01\/22\/business\/davos-quest-dos-santos-can-it-make-difference-inequality\/index.html?iref=allsearch<\/a> finden Sie die englische Version der Debatte.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSBmcmFtZWJvcmRlcj0iMCIgaGVpZ2h0PSIzMTUiIHNyYz0iaHR0cDovL2VkaXRpb24uY25uLmNvbS92aWRlby9hcGkvZW1iZWQuaHRtbCMvdmlkZW8vd29ybGQvMjAxNC8wMS8yMi9zYW50b3MtcXVlc3QtZGViYXRlLmNubiIgd2lkdGg9IjU2MCI+PC9pZnJhbWU+\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. 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