{"id":651348,"date":"2014-01-16T00:37:09","date_gmt":"2014-01-15T23:37:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=651348"},"modified":"2014-01-29T00:26:14","modified_gmt":"2014-01-28T23:26:14","slug":"cnn-kultmoderator-richard-quest-sinniert-im-anmarsch-zum-weltwirtschaftsforum-nach-davos-uber-heterarchie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2014\/01\/16\/cnn-kultmoderator-richard-quest-sinniert-im-anmarsch-zum-weltwirtschaftsforum-nach-davos-uber-heterarchie\/","title":{"rendered":"CNN-Kultmoderator Richard Quest sinniert im Anmarsch zum Weltwirtschaftsforum nach Davos \u00fcber Heterarchie  (Gastbeitrag) I."},"content":{"rendered":"<p><b><span style=\"font-size: small\"><strong>Richard Quest,\u00a0Kultmoderator von CNN, wagt im Management-Blog exklusiv eine\u00a0Vorschau auf das Weltwirtschaftsforum vom 22. bis 25. Januar 2014 in Davos &#8230;und wundert sich \u00fcber das Wort &#8222;Heterarchie&#8220;.<\/strong><\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_651351\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-651351\" class=\"size-medium wp-image-651351\" alt=\"Richard Quest\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/Quest-Davos-2014_klein.jpg2_-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/Quest-Davos-2014_klein.jpg2_-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2014\/01\/Quest-Davos-2014_klein.jpg2_.jpg 433w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><p id=\"caption-attachment-651351\" class=\"wp-caption-text\">Richard Quest<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute habe ich ein neues Wort gelernt: <i><span style=\"font-family: Arial,Arial;font-size: small\"><span style=\"font-family: Arial,Arial;font-size: small\">Heterarchie<\/span><\/span><\/i><span style=\"font-family: Arial,Arial;font-size: small\"><span style=\"font-family: Arial,Arial;font-size: small\">. Gefunden habe ich es im Themenkatalog f\u00fcr das diesj\u00e4hrige Weltwirtschaftsforum in Davos. Der Definition nach bedeutet es, dass mehrere Organisationseinheiten ineinander \u00fcbergreifen, sich gegenseitig beeinflussen, verbinden und untereinander vernetzen. Du liebe Zeit! Muss ich tats\u00e4chlich erst einen Schweizer Berg besteigen, um von diesem obskuren Fremdwort zu erfahren?<\/span><\/span><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4tenti\u00f6ser Unsinn<\/strong><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jedes Jahr wird im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums (WEF) von den Organisatoren das Motto der Veranstaltung bekannt gegeben. Dabei handelt es sich stets um ein wortreiches St\u00fcck pr\u00e4tenti\u00f6sen Unsinns, der zusammenfassen soll, worauf der Schwerpunkt der in den Schweizer Alpen stattfindenden Diskussionen liegen soll. Dieses Jahr steht das WEF unter der \u00dcberschrift \u201eDie Neugestaltung der Welt: Konsequenzen f\u00fcr Gesellschaft, Politik und Wirtschaft&#8220;.<\/p>\n<p>Oft wird das eigentliche Thema jedoch von Krisen, dr\u00e4ngenden Fragen sowie akuten Brandherden in der Wirtschaft \u00fcberlagert und jeder Teilnehmer hat das Motto \u2013 lange bevor die ersten Marshmallows in der ersten hei\u00dfen Schokolade geschmolzen sind \u2013 schon wieder vergessen.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>&#8230;oder hat das Motto ausnahmsweise doch mal Sinn?<\/strong><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich fiel mir auf, dass ich diese Zeilen gerade auf einem iPad schrieb, und zwar mit einer Bluetooth-Tastatur, w\u00e4hrend ich in einem Flugzeug 10.000 Meter \u00fcber dem Boden schwebte und das Internet an Board dazu nutzte, einen Blogeintrag eines einflussreichen 19-j\u00e4hrigen zu lesen, der aus einem Schwellenmarkt im Osten stammt. Moment mal, dachte ich: Vielleicht hat das Thema dieses Jahr doch einen etwas l\u00e4ngeren Atem als sonst. Und entgegen aller Tradition k\u00f6nnte das Motto sogar einmal Sinn ergeben (vorausgesetzt nat\u00fcrlich, man kann das Ganze auf eine allgemein verst\u00e4ndliche Sprache herunterbrechen)!<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Wahrheiten, die sich in Rauch aufgel\u00f6st haben<\/strong><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Mit dem Motto erkennen die Organisatoren des WEF an, dass es w\u00e4hrend der vielen Krisen in den letzten f\u00fcnf Jahren \u00fcberall und gleichzeitig zu massiven Ver\u00e4nderungen kam: Das allgegenw\u00e4rtige Internet hat den Weg in einst geschlossene Gesellschaften gefunden; Social Media ist quasi explodiert; eine Revolution hat in der Kommunikation stattgefunden; neue, einflussreiche Volkswirtschaften sind entstanden und die Wirtschaftskraft verlagert sich immer mehr in Richtung Osten. In unfassbar kurzer Zeit haben sich alle anerkannten Wahrheiten, die uns mehr oder weniger seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs geleitet und begleitet haben, in Rauch aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p>In Davos wird man dieses Jahr nicht nur verk\u00fcnden, dass die unmittelbare Krise inzwischen ausgestanden ist, sondern auch feststellen, dass es nun an der Zeit ist, dar\u00fcber nachzudenken, was als N\u00e4chstes kommt &#8211; und wie wir damit umgehen. Die Teilnehmer werden die Frage er\u00f6rtern, wie die Gesellschaft in dieser neuen Welt k\u00fcnftig ihre Entscheidungen treffen soll.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Heute machen wir alles anders als fr\u00fcher<\/strong><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Ich glaube, das WEF hat nicht ganz unrecht. Es geht ja nicht nur um Smartphones, Blogs und Facebook. Es geht darum, dass wir heute fast alles anders machen als fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Tr\u00fcmmerhaufen der Krise der letzten f\u00fcnf Jahre sind \u00fcberall zu sehen. Dabei ist eine Landschaft entstanden, in der die alten Regeln nicht l\u00e4nger Anwendung finden und neue Gesetze erst geschrieben und vereinbart werden m\u00fcssen. Wirtschaftlich gesehen geh\u00f6rt momentan den Zentralbankern die Welt. Gesellschaftlich gef\u00e4hrdet eine \u201averlorene Generation\u2018 den Zusammenhalt untereinander. Und in kultureller Hinsicht ist das Thema Privatsph\u00e4re zum vorherrschenden Thema geworden \u2013 angefangen bei den Bespitzelungen der Regierungen im NSA-Stil, bis hin zu privatwirtschaftlichen Unternehmen wie Facebook, Google (einschlie\u00dflich des verbl\u00fcffenden Kaufs des Thermostat- und Rauchmelderherstellers Nest diese Woche) und Yahoo, die allesamt glauben, es sei in Ordnung, meine Daten so zu behandeln, als seien es ihre eigenen \u2013 und sie dann weiterverkaufen.<\/p>\n<p>Unter den beiden folgenden Voraussetzungen ist Davos bislang immer ein Erfolg gewesen: Wenn es einen riesigen Brandherd gegeben hat und die Entscheidungstr\u00e4ger der Wirtschaft zusammentrafen, um ihn gemeinsam zu l\u00f6schen (der Nahe Osten, die Weltwirtschaftskrise ab 2007 und die Krise in der Eurozone kommen da einem in den Sinn); oder wenn es in der Wirtschaft oder der Gesellschaft zu fundamentalen Ver\u00e4nderungen und bahnbrechenden Ereignissen kam. Oft wird beim Weltwirtschaftsforum das Thema \u00fcber die Grenzen der Belastbarkeit strapaziert. Doch ich glaube nicht, dass das dieses Jahr der Fall sein wird. Die Themen sind vorhersehbar; jeder hat sie auf dem Schirm \u2013 wir wissen alle, dass \u201esich die Zeiten ge\u00e4ndert haben&#8220; und dass wir uns keineswegs sicher sind, wie wir damit umgehen sollen.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Die eigene kleine Agenda oder die ganze Welt?<\/strong><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Die Frage ist, ob die G\u00e4ste, die in den Schweizer Skiort reisen, ihre eigene kleine Agenda f\u00fcr ein paar Tage zur Seite legen werden und stattdessen \u00fcber die Welt diskutieren, wie wir sie heute erleben und in der die lange \u00fcberf\u00e4llige wirtschaftlichen Erholung endlich greift? Dabei sollten die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums auch die Rolle des Staates, der klassischen Massenmedien, Social Media, und der damit in Verbindung stehenden Wirtschaft \u00fcberdenken und besprechen. Sollte ihnen das gelingen, hat sich unsere Reise in die Schweizer Berge auf jeden Fall gelohnt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich setzt das voraus, dass die f\u00fchrenden Wirtschaftsexperten, Firmenchefs, Politiker und Intellektuellen ihren Worten in Davos auch Taten folgen lassen und tats\u00e4chlich <i><span style=\"font-family: Arial,Arial;font-size: small\"><span style=\"font-family: Arial,Arial;font-size: small\">heterarchisch <\/span><\/span><\/i><span style=\"font-family: Arial,Arial;font-size: small\"><span style=\"font-family: Arial,Arial;font-size: small\">handeln. Vielleicht sollte man ein W\u00f6rterbuch f\u00fcr die G\u00e4ste des WEF auslegen, falls jemand bei diesem Ausdruck irgendwelche Schwierigkeiten oder Zweifel haben sollte.<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>Richard Quest ist Wirtschaftsmoderator und Anchorman bei CNN International. Er \u00a0moderiert &#8222;Marketplace Europe&#8220; und &#8222;Quest Means Business&#8220;.<\/strong><\/p>\n<p><i><strong>Die Berichterstattung zum Weltwirtschaftsforum 2014 in Davos sehen Sie ab Montag auf CNN International und unter<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.cnn.com\" target=\"_blank\">www.cnn.com<\/a>.<\/i><\/p>\n<p><strong>Biografie:<\/strong><\/p>\n<p>Richard Quest ist Wirtschaftsmoderator bei CNN International und moderiert dort die Sendungen <i>Marketplace Europe<\/i>und <i>Quest Means Business<\/i>. In der Sendung <i>Quest Means <\/i><i>Business <\/i>zeigt er auf unterhaltsame Art und Weise, dass Wirtschaft alles andere als langweilig ist. Regierungschefs, CEOs international f\u00fchrender Unternehmen und Finanzminister aus der ganzen Welt waren bereits zu Gast in der Sendung, unter anderem der britische Premierminister David Cameron, IWF-Chefin Christine Lagarde und EUKommissionschef Jos\u00e9 Manuel Barroso.<\/p>\n<p>F\u00fcr CNN International berichtet Richard Quest j\u00e4hrlich vom Weltwirtschaftsforum in Davos. Dar\u00fcber hinaus informiert er regelm\u00e4\u00dfig von den G20 Gipfeln und hat seit dem Schwarzen Montag 1987 \u00fcber nahezu alle B\u00f6rsen- und Finanzkrisen berichtet \u2013 ebenso wie aus den bedeutendste Finanzzentren weltweit: London, Sao Paolo,Tokyo, Hong Kong und der Wall Street.<\/p>\n<p>Neben seiner T\u00e4tigkeit als Wirtschaftsmoderator ist Richard Quest au\u00dferdem Luftfahrt-Korrespondent f\u00fcr CNN International und moderiert die monatliche Sendung <i>Business Traveller<\/i>. In zahlreichen Beitr\u00e4gen informiert Quest \u00fcber Trends in der Reiseindustrie und gibt Tipps und Insiderinformationen f\u00fcr Gesch\u00e4ftsreisende.<\/p>\n<p>Im Laufe seiner mehr als zwanzigj\u00e4hrigen journalistischen Karriere hat Richard Quest \u00fcber viele bedeutende Nachrichtenereignisse berichtet, unter anderem \u00fcber den Tod Jassir Arafatsund Michael Jackson sowie den Lockerbie Anschlag, die US-Wahl 2012 und das diamantene Thronjubileum von Queen Elizabeth II.<\/p>\n<p>Bevor Quest zu CNN kam, war er zw\u00f6lf Jahre lang f\u00fcr die BBC als Wirtschaftskorrespondent an der Wall Street t\u00e4tig. Der geb\u00fcrtige Brite h\u00e4lt einen Jura-Abschluss an der Leeds University und ist zugelassener Anwalt.<\/p>\n<p><i>Quest Means Business <\/i>wird seit September 2013 aus New York ausgestrahlt und ist montags bis freitags um 22.00 Uhr auf CNN International zu sehen. Marketplace Europe sehen: immer donnerstags um 22.45 Uhr auf CNN International.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Richard Quest auf CNN:<\/strong><\/p>\n<p><strong><a title=\"Richard Quest Davos 2014 CNN International\" href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2014\/01\/15\/business\/davos-wef-delegate-guide\/index.html?iref=allsearch\" target=\"_blank\">http:\/\/edition.cnn.com\/2014\/01\/15\/business\/davos-wef-delegate-guide\/index.html?iref=allsearch<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong><a title=\"Richard Quest CNN International\" href=\"http:\/\/business.blogs.cnn.com\/category\/quest-means-business\/?iref=allsearch\" target=\"_blank\">http:\/\/business.blogs.cnn.com\/category\/quest-means-business\/?iref=allsearch<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Richard Quest,\u00a0Kultmoderator von CNN, wagt im Management-Blog exklusiv eine\u00a0Vorschau auf das Weltwirtschaftsforum vom 22. bis 25. 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