{"id":651099,"date":"2013-12-12T02:11:29","date_gmt":"2013-12-12T01:11:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=651099"},"modified":"2013-12-12T02:11:29","modified_gmt":"2013-12-12T01:11:29","slug":"kundenorientierung-der-deutschen-bahn-wenigstens-die-geschuldete-leistung-erbringen-ware-schon-mal-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/12\/12\/kundenorientierung-der-deutschen-bahn-wenigstens-die-geschuldete-leistung-erbringen-ware-schon-mal-gut\/","title":{"rendered":"Kundenorientierung der Deutschen Bahn? Wenigstens die geschuldete Leistung erbringen, w\u00e4re schon mal gut"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"color: #000000;font-weight: bold\">Stellen Sie sich vor, Sie bestellen im Restaurant ein Schnitzel, der Teller wird Ihnen gebracht, Sie beginnen zu essen und kaum dass Sie die H\u00e4lfte gegessen haben, nimmt Ihnen der Kellner den Teller weg. Und er n\u00f6tigt Sie: Sie sollen jetzt das Lokal verlassen, man br\u00e4uchte jetzt Ihren Sitzplatz. Das, obwohl es drau\u00dfen gerade regnet und st\u00fcrmt.<\/span><\/h1>\n<p>Keine Rede von Geld-Erstatten, Entschuldigungen, Schadenersatz, Gutscheinen oder \u00e4hnlichem. Raus, aber dalli.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Wenn Sie sich dann an n\u00e4chsth\u00f6herer Stelle anschlie\u00dfend beschweren, kommen statt Entschuldigungen noch Ausreden wie &#8222;Sicherheitsbedenken&#8220; wegen \u00dcberf\u00fcllung. Und Gefasel von &#8222;zugespitzter Situation&#8220; &#8211; so als seien viele zahlende Kunden auf einen Schlag eine Art Schicksalsschlag, eine Naturkatastrophe quasi.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Sie denken, das gibt\u00b4s nicht? Weit gefehlt. In Berlin musste jetzt eine junge Mutter unter Tr\u00e4nen mit ihrem 18 Monate alten Baby einen Zug der Deutschen Bahn verlassen. Gen\u00f6tigt von der Bundespolizei und auf Gehei\u00df eines Zugbegleiters. Denn es waren nach und nach immer mehr Leute zugestiegen und wurde eng und enger. Doch statt zus\u00e4tzliche Z\u00fcge einzusetzen, pickte sich der Bahn-Angestellte ausgerechnet eine Mutter mit Kind heraus, weil angeblich der Kinderwagen im Weg stehe. Obwohl die Frau eine g\u00fcltige Fahrkarte besa\u00df, also f\u00fcr die Fahrt &#8211; die Dienstleistung &#8211; bezahlt hatte, um die sie von dem Dienstleister gebracht wurde.<a title=\"Deutsche Bahn Berlin\" href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/mutter-musste-in-hennigsdorf-aussteigen-bahnkunden-sind-ueber-schaffner-empoert\/9204666.html\" target=\"_blank\">\u00a0http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/mutter-musste-in-hennigsdorf-aussteigen-bahnkunden-sind-ueber-schaffner-empoert\/9204666.html<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Dann \u00fcben also &#8211; mindestens &#8211; zwei M\u00e4nner solch einen massiven Zwang auf eine einzelne junge Frau mit Kind aus und finden es selbstverst\u00e4ndlich, sie um das zu bringen &#8211; ersatzlos und ohne, dass sie sich irgendetwas hat zuschulden kommen lassen -, f\u00fcr das sie bezahlt hat.<\/p>\n<p>US-Fluggesellschaften, die dringend freie Sitze im Flieger brauchen, handeln die ihren Flugg\u00e4sten wenigstens ab und bieten ihnen Geld an, bis irgendjemand nicht mehr widerstehen kann. Aber das ist freiwillig, das Angebot geht an alle und niemand wird rausgeworfen, weil er auch noch eine Frau ist. Und ein Baby dabei hat. Mithin schutzbed\u00fcrftiger ist als andere.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte sich die Bahn nicht zu solchen Vorgehensweisen bequemen? Wenn sie es schon nicht schafft, genug Z\u00fcge einzusetzen, wenn sehr viele Kunden kommen?<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anders ausgedr\u00fcckt: Welchem Restaurant w\u00fcrde man es nachsehen, wenn es von 20 Leuten Essens-Bestellungen annimmt, das Geld schon mal von allen kassiert, dann einigen G\u00e4sten den halb vollen Teller wieder wegnimmt und sie bei Sturm und \u00a0Regen vor die T\u00fcr jagt? Und dann auch noch ausgerechnet den Gast, der den meisten Schutz braucht &#8211; ein Mensch im Rollstuhl beispielsweise?<\/p>\n<p>Kundenorientierung kann man das nicht nennen. Anstand, Business Behaviour oder Fairness erst recht nicht. Wie w\u00e4re es mit Diskriminierung, N\u00f6tigung und Verletzung der F\u00fcrsorgepflicht?<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Vorf\u00e4lle mit Mitarbeitern der Deutschen Bahn: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Feind im Unternehmen &#8211; \u00fcberkorreckte Mitarbeiter:<\/strong>\u00a0<a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/2008\/10\/22\/der-feind-im-unternehmen-uberkorrekte-mitarbeiter-bei-der-deutschen-bahn\/#more-504404\">http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/2008\/10\/22\/der-feind-im-unternehmen-uberkorrekte-mitarbeiter-bei-der-deutschen-bahn\/#more-504404<\/a><\/p>\n<h1>Die Bahn fordert Geld &#8211; f\u00fcr gar keine Leistung: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/2008\/09\/01\/die-bahn-fordert-geld-fur-gar-keine-leistung\/\">http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/2008\/09\/01\/die-bahn-fordert-geld-fur-gar-keine-leistung\/<\/a><\/h1>\n<h1><\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich vor, Sie bestellen im Restaurant ein Schnitzel, der Teller wird Ihnen gebracht, Sie beginnen zu essen und kaum dass Sie die H\u00e4lfte gegessen haben, nimmt Ihnen der Kellner den Teller weg. 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