{"id":650470,"date":"2013-09-22T23:56:09","date_gmt":"2013-09-22T21:56:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=650470"},"modified":"2013-09-22T23:56:09","modified_gmt":"2013-09-22T21:56:09","slug":"thyssenkrupp-schafft-direktoren-titel-ab-und-schickt-die-manager-auf-wie-man-widerspricht-workshops","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/09\/22\/thyssenkrupp-schafft-direktoren-titel-ab-und-schickt-die-manager-auf-wie-man-widerspricht-workshops\/","title":{"rendered":"ThyssenKrupp schafft Direktoren-Titel ab &#8211; und schickt die Manager auf Wie-man widerspricht-Workshops"},"content":{"rendered":"<p>Interessant, dass &#8211; und wie &#8211; die <a title=\"Welt hierarchiefreies Unternehmen ThyssenKrupp\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news2\/article120249793\/ThyssenKrupp-schafft-Ehrentitel-im-Management-ab.html\" target=\"_blank\">F\u00fchrungsspitze von ThyssenKrupp ihre Mitarbeiter zu m\u00fcndigen Mitarbeitern machen will<\/a>. Das Warum ist nachvollziehbar: Um mitzubekommen, wenn die Belegschaft k\u00fcnftig Pannen und Pleiten kommen sieht, auf die das Unternehmen zuschliddert. Wenn der Vorstand \u00fcber Jahre &#8211; unbehelligt von den eigenen Mitarbeitern &#8211; einsame Fehlentscheidungen trifft. <a title=\"ThyssenKrupp Ehrentitel Direktor\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news2\/article120249793\/ThyssenKrupp-schafft-Ehrentitel-im-Management-ab.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news2\/article120249793\/ThyssenKrupp-schafft-Ehrentitel-im-Management-ab.html<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Titel als Kommunikationsh\u00fcrde<\/strong><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Das angeschlagene Unternehmen dabei auf eine Formalie als Signal: Zuallererst schafft man die Manager-Ehrentitel wie Direktor oder Senior Vice President ab.Damit die Mitarbeiter nicht auch noch an eigenen \u00c4ngsten vor der Hierarchie scheitern sollen, erz\u00e4hlte Vorstandschef Heinrich Hiesinger der &#8222;FAS&#8220;.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>&#8230;oder doch die Unternehmenskultur?<\/strong><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Das wird die Vorgesetzten sicher wurmen, auch wenn sie\u00b4s kaum zugeben werden. Wer einen akademischen Titel hat, darf jedenfalls seinen Doktortitel weiter f\u00fchren. Vorstandschef Hiesiger selbst will zumindest nicht unbedingt mit seinem Doktortitel angesprochen werden, sagte er der &#8222;FAS&#8220;. Aber ob er ihn deshalb von seiner Visitenkarte und seinen Briefb\u00f6gen streicht? Ich kann\u00b4s mir nicht vorstellen. Ob die Mitarbeiter sich vor den Chefchefs, den Chefs und den Big Bossen f\u00fcrchten, d\u00fcrfte weniger von den Titel abh\u00e4ngen als von der Unternehmenskultur insgesamt.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Workshops f\u00fcr Manager, Kapitel 1: Wie widerspricht man?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz bemerkenswert ist daher dieser weitere Schritt, mit dem ThyssenKrupp &#8222;hierachiefreie Diskussionen&#8220; bewirken will: Er\u00a0schickt er 1.700 Manager in Workshops, wo sie unter anderem lernen sollen, Vorgesetzten zu widersprechen. Manager, wohlgemerkt. Gestandene Leute, die l\u00e4ngst in F\u00fchrungspositionen sind und sicher gut verdienen. Keine 20-J\u00e4hrigen.<\/p>\n<p>Wobei man sich ohnehin fragt: Sollte man nicht gleich die komplette Belegschaft aufs Mitdenken einschw\u00f6ren?<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Widersprechen ist eins, Zuh\u00f6ren das andere<\/strong><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Und den Chefs lieber beibringen, wie sie mit erwachsenen Mitarbeitern umgehen, die dann vielleicht auch nicht mehr ihr Ego an der Unternehmenspforte abgeben m\u00fcssen? Weil sie n\u00e4mlich auch ansonsten im Leben als m\u00fcndige B\u00fcrger behandelt werden, von denen allerhand erwartet wird an Cleverness und Aufgekl\u00e4rtheit in unsere komplizierten Welt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die ist es ohnehin eher drollig, wenn sie im Unternehmensalltag des 21. Jahrhunderts tags\u00fcber zu unkritischen, Mund-haltenden Ja-Sagern mutieren m\u00fcssen. Oder wenn in manchen Abteilungen Akademiker in der Chef-Position andere Akademiker als Mitarbeiter wie kleine Jungs und M\u00e4dchen behandeln.<\/p>\n<div>\n<p>Anfangen m\u00fcssen die Vorst\u00e4nde bei sich selbst. Und hinh\u00f6ren (wollen), was ihre Mitarbeiter sagen.Frei nach dem Motto des Unternehmers, der sagte: &#8222;Mir kommt kein Unternehmensberater in Haus. Es gibt nichts, was die besser k\u00f6nnen als wir selbst.&#8220;<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Wenn Warnungen kommen &#8211; aber ignoriert werden<\/strong><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Und damit es im Hause ThyssenKrupp nicht mehr so l\u00e4uft wie weiland auch bei Siemens. Hatte dort nicht der Chefjurist 33 Mails mit Warnungen an den Vorstand geschickt, die allesamt unbeachtet blieben? Ob der Vorstand in Workshops geht, wo ihm beigebracht wird, wie man zuh\u00f6rt, &#8211; auch der Belegschaft Aufmerksamkeit schenkt.<\/p>\n<p>Bei ThyssenKrupp jedenfalls war man vor nicht allzu langer Zeit noch ganz stolz, dass noch nie jemand die eigene Whistleblowing-Hotline genutzt hatte. Und es war mir schon damals unverst\u00e4ndlich, wie man darauf stolz sein konnte.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interessant, dass &#8211; und wie &#8211; die F\u00fchrungsspitze von ThyssenKrupp ihre Mitarbeiter zu m\u00fcndigen Mitarbeitern machen will. Das Warum ist nachvollziehbar: Um mitzubekommen, wenn die Belegschaft k\u00fcnftig Pannen und Pleiten kommen sieht, auf die das Unternehmen zuschliddert. 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