{"id":650286,"date":"2013-09-02T17:53:36","date_gmt":"2013-09-02T15:53:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=650286"},"modified":"2013-09-06T01:07:02","modified_gmt":"2013-09-05T23:07:02","slug":"erfolgreiche-pr-coups-handy-sperren-fur-urlaub-und-wochenende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/09\/02\/erfolgreiche-pr-coups-handy-sperren-fur-urlaub-und-wochenende\/","title":{"rendered":"Erfolgreiche PR-Coups: Handy-Sperren f\u00fcr Urlaub und Wochenende vom Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Bundesarbeitsministerium als Vorbild?<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt will auch Ursula von der Leyen mit gutem Beispiel vorangehen und gab die Parole aus, die Mitarbeiter zumindest nicht mehr mir internen Mails &#8211; so wie die gef\u00fcrchtete Chef-Mail Sonntagsabends oder Freitagsnacht um 22.30 Uhr &#8211; zus\u00e4tzlich gestersst werden sollen. Und dass diejenigen, die auch tats\u00e4chlich ausserhalb der Arbeitszeit nicht auf ihr Handy nach Dienstmails gucken, deshalb nicht sanktioniert werden sollen. <a title=\"Arbeitsministerium Handysperre\" href=\"\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Arbeitsministerium-schuetzt-Mitarbeiter-article11260276.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Arbeitsministerium-schuetzt-Mitarbeiter-article11260276.html<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Mails wegzaubern funktioniert nicht<\/strong><\/p>\n<p>So weit so gut. Doch was so sch\u00f6n klingt, erledigt das Problem nicht. Wenn man n\u00e4mlich seine Mails nur zu bestimmten Zeiten \u00f6ffnet, werden sie dadurch nicht weniger. dass man einfach mal 100 l\u00f6scht ist arbeitsrechtlich wohl auch gar nicht zul\u00e4ssig und sinnvoll schon dreimal nicht &#8211; im Hinblick auf Kunden, Mitarbeiter, Vorgesetzte, Gesch\u00e4ftspartner undundund. &#8222;Sorry, Sie waren vielleicht bei meinen Gel\u00f6schten&#8230;&#8220; kommt da nicht gut an, wenn jemand mit einerm ernsten anliegen sich die M\u00fche macht, jemandem zu schreiben und vermutlich auch eine Antwort wollte. Ganz zu schweigen davon, dass der Empf\u00e4nger\u00a0durch manche Mails einfach in Kenntnis gesetzt wird und damit auch in der Haftung ist.\u00a0Solche F\u00e4lle haben die Gerichte auch noch nicht gekl\u00e4rt, wenn zum Beispiel ein kunde seine Mahnungen einfach mal zusammen mit 99 anderen gel\u00f6scht hat, weil\u00b4s ihm zuviel wurde oder so.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>&#8230;schon im eigenen Interesse<\/strong><\/p>\n<p>Hin wie her: Bei der Geschwindigkeit des Gesch\u00e4ftsleben heute erwarten Mails-Absender z\u00fcgig Antwort, und manchmal ist es besonders im Interesse des Gefragten. Wenn n\u00e4mlich\u00a0ein Projekt sonst so weiterl\u00e4uft, wie es ihm nicht recht ist oder ein Fehler fr\u00fchzeitig h\u00e4tte vermieden werden k\u00f6nnen.\u00a0Und der Schaden hinterher viel mehr Reparaturzeit kostet, als mal eben auf eine mail gucken und &#8222;halt,.stopp&#8220; antworten.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Mails im Urlaub als Bumerang<\/strong><\/p>\n<p>Denn an der Stelle zeigt sich, was eigentlich hinter dem Problem `Mails im Urlaub` steckt: Wer nach den ferien zur\u00fcck kommt und 2000 mails samt Anh\u00e4ngen vorfindet, kann eigentlich erst mal eine Woche in Klausur gehen zum Abarbeiten. Geht das heute noch in einem Unternehmen? Nein.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Das Grundproblem: Fehlende Springer und \u00fcberlastete Kollegen<\/strong><\/p>\n<p>Also verlagert man das Problem ja nur auf die Zeit nach dem Urlaub.<\/p>\n<p>Denn: es gibt keine Springer mehr in den Unternehmen, die Urlaubsvertretungen leisten k\u00f6nnen. Sie wurden schon in den ersten Entlassungsrunden vor vielen Jahren rausgeworfen oder in Rente geschickt, stellten sie doch ein leichten Weg dar, den\u00a0Managern durchs Einsparen dieser Kosten zu feinen Pr\u00e4mien zu verhelfen.<\/p>\n<p>Hinzu kommt: Die anderen Kollegen k\u00f6nnen gar keine Vertretung leisten. Sie selbst sind ohnehin schon dicht mit Arbeit &#8211; arbeitsverdichtet, wie es heute heisst.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Aufgeschoben ist nicht aufgehoben<\/strong><\/p>\n<p>Handysperren sind dann &#8211; so gut sie auch gemeint sind &#8211;\u00a0\u00a0eher publicitytr\u00e4chtige PR-Ma\u00dfnahmen, solange die anderen Fragen einfach ungeregelt bleiben. Frei nach dem Motto: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Wer mehrere Wochen ausf\u00e4llt, erntet Kollegen-Ha\u00df<\/strong><\/p>\n<p>Nicht umsonst hassen in manchen Unternehmen die Mitarbeiter diejenigen Kollegen, die f\u00fcr eine Op ins Krankenhaus m\u00fcssen f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit &#8211; sagen wir mal sechs Wochen\u00a0im Falle eines Bankers \u00a0&#8211; und wenn sie solange deren Arbeit mit\u00fcbernehmen m\u00fcssen.Dem schl\u00e4gt bei seiner R\u00fcckkehr &#8211; auch wenn er nvorher nicht unbeliebt war &#8211; allein deshalb heute die nackte Wut entgegen.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Handylose Zeit bei VW f\u00fcr Tarifarbeiter<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcbrigens kam auch von VW mal solch eine Mitteilung, nur musste man genau hinsehen, um sie wirklich zu verstehen: Sie gilt n\u00e4mlich nicht f\u00fcr alle VW-Angestellten, sondern nur\u00a0f\u00fcr Mitarbeiter mit Tarifvertrag. <a title=\"Handysprre bei VW\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/beruf\/2011-12\/volkswagen-blackberry-mailsperre\" target=\"_blank\">http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/beruf\/2011-12\/volkswagen-blackberry-mailsperre<\/a><\/p>\n<p>Aber Publizit\u00e4t ist heute jedem Unternehmen und jeder Organisation erst mal sicher, wenn derlei Mitarbeiterfreundlichkeiten verk\u00fcndet werden. Auf jeder Party fallen den Leuten solche Leuchtturm-Beispiele ein. Und ohne irgendeine Einschr\u00e4nkung oder einen Haken an der Sache.<\/p>\n<p>Ein gelungener PR-Coup eben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesarbeitsministerium als Vorbild? Jetzt will auch Ursula von der Leyen mit gutem Beispiel vorangehen und gab die Parole aus, die Mitarbeiter zumindest nicht mehr mir internen Mails &#8211; so wie die gef\u00fcrchtete Chef-Mail Sonntagsabends oder Freitagsnacht um 22.30 Uhr &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/09\/02\/erfolgreiche-pr-coups-handy-sperren-fur-urlaub-und-wochenende\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2711,2713,376,411,2712,725,868,1102,2715,1104,2714,1146],"class_list":["post-650286","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-bundesarbeitsministerium","tag-feierabend","tag-ferien","tag-freizeit","tag-handyverbot","tag-mails","tag-pr","tag-urlaub","tag-urlaubsvertretung","tag-ursula-von-der-leyen","tag-vertretung","tag-vw"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650286","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=650286"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/650286\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=650286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=650286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=650286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}