{"id":649058,"date":"2013-05-29T14:55:06","date_gmt":"2013-05-29T12:55:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=649058"},"modified":"2013-05-29T16:59:13","modified_gmt":"2013-05-29T14:59:13","slug":"ein-teller-sudtiroler-salat-mit-grey-chef-dickjans-poppema%c2%b4s-fremdsprachen-schwabisch-englisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/05\/29\/ein-teller-sudtiroler-salat-mit-grey-chef-dickjans-poppema%c2%b4s-fremdsprachen-schwabisch-englisch\/","title":{"rendered":"Ein Teller S\u00fcdtiroler Salat mit Grey-Chef Dickjan Poppema\u00b4s Fremdsprachen: Schw\u00e4bisch, Englisch, &#8230;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_649059\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/poppema.lunchmit.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-649059\" class=\"size-medium wp-image-649059\" alt=\"D Poppema, Chef der Werbeagentur Grey\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/poppema.lunchmit-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/poppema.lunchmit-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/poppema.lunchmit.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-649059\" class=\"wp-caption-text\">Dickjan Poppema, Deutschland-Chef der Werbeagentur Grey<\/p><\/div>\n<p>Dickjan Poppema ist &#8211; und isst &#8211; \u00f6fter hier im Da Capo an der Kanonierstra\u00dfe,\u00a0wo auch seine neue berufliche Heimat gleich um die n\u00e4chste Ecke ist. <a title=\"Grey Platz der Ideen Stadt D\u00fcsseldorf\" href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/02\/10\/burda-kriegt-den-burda-platz-wenn-die-strase-wie-die-firma-heisst\/\" target=\"_blank\">Die Werbeagentur Grey am Platz der Ideen, den die Stadt D\u00fcsseldorf den Kreativen zuliebe so taufte vor drei Jahren.<\/a> Bis dahin hatte Grey sehr zentral seine R\u00e4ume in der City, ohne Parkpl\u00e4tze &#8211; jetzt sind sie direkt an der Schnellstra\u00dfe zum Flghafen. Poppema braucht nicht erst gro\u00df in die Karte schauen, er bestellt &#8222;S\u00fcdtiroler Salat&#8220;. Den hat er schon \u00f6fter gegessen und mag ihn gerne. Wenn er nicht, wie sonst, in der Firmankantine isst. Mit dolce-far-niente hat es Poppema anscheinend nicht, weder ein Bier wie mittags in S\u00fcddeutschland noch ein Wein wie in S\u00fcdeuropa lockt ihn. Getrunken wird &#8211; typisch deutsch &#8211; Mineralwasser Schlie\u00dflich wird gleich das Firmenfoto von allen Grey-Mitarbeitern aufgenommen und da will er nicht weinselig daherkommen.<\/p>\n<div><\/div>\n<div>Seit Mitte Dezember ist Poppema der neue Chef von Grey &#8211; nach Uli Veigel, der f\u00fcr Grey nach New York ging\u00a0&#8211; , der zuvor schon mal sechs Jahre lang Big Boss bei BBDO an der D\u00fcsseldorfer K\u00f6 war. Oder bei Kraft Jacobs Suchard Bremen, wo er seine Karriere startete und es bis zum Marketingmanager brachte. Den Job hatte er auch bei TUI, bevor er in die Agenturszene zu Leo Burnett wechselte beziehungsweise zu Wensauer &amp; Partner. Im Rheinland ist Poppema &#8211; er ist geb\u00fcrtiger Holl\u00e4nder und kann aus dem Stand die anderen drei Niederl\u00e4nder in der deutschen Werber-Szene aufz\u00e4hlen &#8211; jetzt schon seit zehn Jahren und f\u00fchlt sich hier &#8222;sehr, sehr wohl&#8220;. Anders als bei den Stuttgartern, deren Slang er noch heute ansatzlos imitieren kann: &#8222;Noi, des f\u00fchret mer nidde&#8220;, war die Abfuhr einer Supermarktmitarbeiterin, als seine Frau mal etwas suchte und r\u00fcde abgeb\u00fcrstet wurde &#8211; statt Hilfe zu bekommen. Schw\u00e4bisch sei \u00fcbrigens seine sechste Fremdsprache, feixt er.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><strong>Duzen ist Pflicht &#8211; gnadenlos<\/strong><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>In seiner Agentur sollen sich die Mitarbeiter alle duzen, mehr noch: &#8222;Ich fordere es gnadenlos ein, bei Grey herrscht absolute Duz-Kultur.&#8220; Ich frage mich, ob er mich gleich auch duzt &#8211; schlie\u00dflich ist das auch in Redaktionen gang und g\u00e4be. Aber das tut er nicht. Anders als ein Ex-ABB-Pressechef, zu dem mich vor Jahren eine Wirtschaftswoche-Recherche \u00fcber das Duzen in Unternehmen trieb. Der rief drei\u00a0 Minuten sp\u00e4ter r\u00fcck mit den Worten: &#8222;Du Claudia, wir wollen \u00fcbers Duzen reden?&#8220;. Ich hatte noch nie mit ihm zuvor gesprochen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Als Poppema bei Grey anlandete, hatte er erst mal vier Monate lang kein B\u00fcro. &#8222;Ich habe mich eingeplugged, wo gerade Platz war&#8220;, erz\u00e4hlt er. Er fand es sehr angenehm, in dem sch\u00f6nen roten Backsteingeb\u00e4ude jeden Tag woanders zu sitzen. Eben da, wo gerade ein Stuhl frei war: &#8222;Anfangs hatte ich ja auch nicht so viel Papier.&#8220; Er sass neben Kollegen, zu denen er sonst nie Kontakt bekommen h\u00e4tte &#8211; aus der TV-Produktion,der Kreation, dem digitalen Bereich oder den Grey-Shoppern.\u00a0 Er habe sich der Mannschaft gezeigt, betrieb Management-by-walking-around.<\/div>\n<div>Und weil er ohnehin lieber 30 Meter zu einem Mitarbeiter hingel\u00e4uft, statt ihm eine Mail zu schreiben, wie er sagt. Woher er die Zeit nimmt? &#8222;Die Zeit hat man nie &#8211; man muss sie sich nehmen&#8220;, konstatiert er. Klar bleibe anderes dann auf der Strecke, sagt er. Das werde dann aber entweder von anderen erledigt &#8211; oder es erledigt sich von selbst.<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div><strong>Klar-Glast\u00fcren statt Milchglas<\/strong><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>In 18 bis 24 Monaten will Poppema das Schiff Grey auf einem anderem Kurs haben, versprach er dem amerikanischen Mutterhaus. Das war unzufrieden ob des Umsatzminus von drei Prozent im vergangenen Jahr, das aber zum Teil auf das Konto der Schlecker-Pleite ging.<\/div>\n<div>Und dass sich etwas \u00e4ndert mit ihm als Chef, soll man auch sehen, bittesch\u00f6n. Die neue Firmenkultur, dass man offen ist f\u00fcr Neues &#8211; und f\u00fcr Menschen. Und schon nach den ersten f\u00fcnf Monaten fange er, Poppema,\u00a0an, die Ver\u00e4nderung zu sp\u00fcren.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Zum Beispiel daran, dass die Folien auf s\u00e4mtlichen Glast\u00fcren der Agentur, die f\u00fcr Blickdichte sorgen, abschaffte. So wie in der Finanzabteilung, die in einem\u00a0ruhigen Trakt am Platz der Ideen liegt. Da hiess es zuerst, diese Transparenz solle auf alle F\u00e4lle verhindert werden: Denn\u00a0die Unternehmenszahlen k\u00f6nnten sich ja in den Glast\u00fcren spiegeln und daurch erkennbar w\u00fcrden. Doch am Ende friemelte manche der Finanzkollegen die Folien dann gleich pers\u00f6nlich mit ab.<\/div>\n<div>\n<div id=\"attachment_649070\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/poppema.salat_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-649070\" class=\"size-medium wp-image-649070\" alt=\"S\u00fcdtiroler Salat\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/poppema.salat_-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/poppema.salat_-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/poppema.salat_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-649070\" class=\"wp-caption-text\">S\u00fcdtiroler Salat im Da Capo in D\u00fcsseldorf<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div>Nur eins, das will er nicht \u00e4ndern: dass Grey eins der hundefreundlichsten Unternehmen der Stadt ist. 15 Hunde sorgen hier Tag f\u00fcr Tag f\u00fcr ein besseres Betriebsklima. Denn die Doggys als Begleiter durch den Tag scheinen generell ein neuer Ausweis f\u00fcr Kreativit\u00e4t zu sein &#8211; was bei Versicherungssachbearbeitern oder Bankern ja auch tats\u00e4chlich undenkbar ist Leider.<\/div>\n<div>Die <a title=\"w&amp;v Hunde in Werbeagenturen\" href=\"http:\/\/www.wuv.de\/agenturen\/hunde_im_buero_wie_agenturen_damit_umgehen\" target=\"_blank\">Werber-Zeitschrift &#8222;w&amp;v&#8220;<\/a>\u00a0nutzte k\u00fcrzlich die Gelegenheit f\u00fcr einen Rundruf unter den namhaften Agenturen und f\u00f6rderte zutage, dass erstaunlich viele Vierbeiner die Agenturen bev\u00f6lkern. Der Hintergrund war, dass eine D\u00fcsseldorfer Agentur einem vermeintlich aggressiven Vierbeiner Hausverbot erteilen wollte, aber dessen <a title=\"Hunde-Gleichbehandlun in Werbeagentur vorm Arbeitsgericht\" href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/04\/18\/arbeitsgerichtstermin-mit-hund\/\" target=\"_blank\">Frauchen vor dem Arbeitgericht <\/a>auf Gleichbehandlung mit den anderen Kollegen-Hunden pochte <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/04\/18\/arbeitsgerichtstermin-mit-hund\/\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/04\/18\/arbeitsgerichtstermin-mit-hund\/<\/a><\/div>\n<div>Poppema selbst ringt jedoch keinen Hund mit &#8211; er hat zuhause &#8222;zwei Katzen mit insgesamt sieben Pfoten&#8220;, erz\u00e4hlt er.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>Hunde-Umfrage in deutschen Werbeagenturen von w&amp;v: <a href=\"http:\/\/www.wuv.de\/agenturen\/hunde_im_buero_wie_agenturen_damit_umgehen\">http:\/\/www.wuv.de\/agenturen\/hunde_im_buero_wie_agenturen_damit_umgehen<\/a><\/div>\n<div>Grey\u00b4s Platz der Ideen: <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/02\/10\/burda-kriegt-den-burda-platz-wenn-die-strase-wie-die-firma-heisst\/\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/02\/10\/burda-kriegt-den-burda-platz-wenn-die-strase-wie-die-firma-heisst\/<\/a><\/div>\n<div>Zum Einstieg von Poppema als Paukenschlag: <a title=\"Dickjans Poppema, Grey, Uli Veigel, Horizont \" href=\"http:\/\/www.horizont.net\/aktuell\/leute\/pages\/protected\/Grey-Chef-Uli-Veigel-wird-abgeloest--Nachfolger-wird-Dickjan-Poppema_111993.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.horizont.net\/aktuell\/leute\/pages\/protected\/Grey-Chef-Uli-Veigel-wird-abgeloest&#8211;Nachfolger-wird-Dickjan-Poppema_111993.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dickjan Poppema ist &#8211; und isst &#8211; \u00f6fter hier im Da Capo an der Kanonierstra\u00dfe,\u00a0wo auch seine neue berufliche Heimat gleich um die n\u00e4chste Ecke ist. 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