{"id":648921,"date":"2013-06-11T17:33:01","date_gmt":"2013-06-11T15:33:01","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=648921"},"modified":"2013-06-12T13:07:53","modified_gmt":"2013-06-12T11:07:53","slug":"business-behave-visitenkarten-als-vehikel-fur-geschaftsleute-gastbeitrag-von-trainerin-susan-hoppe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/06\/11\/business-behave-visitenkarten-als-vehikel-fur-geschaftsleute-gastbeitrag-von-trainerin-susan-hoppe\/","title":{"rendered":"Business Behave: Visitenkarten als Vehikel f\u00fcr Gesch\u00e4ftsleute &#8211; Gastbeitrag von Trainerin Susan Hoppe"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_648922\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/hoppe_susan_lr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-648922\" class=\"size-medium wp-image-648922\" alt=\"Susan Hoppe, xExpertin Carl Duisburg Gesellschaft\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/hoppe_susan_lr-199x300.jpg\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/hoppe_susan_lr-199x300.jpg 199w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/05\/hoppe_susan_lr.jpg 432w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-648922\" class=\"wp-caption-text\">Susan Hoppe, Expertin Carl Duisberg Centren<\/p><\/div>\n<p><b>Kann man eine Vertragsbeziehung beenden, bevor man sie begonnen hat? Nur mit dem \u00dcberreichen einer Visitenkarte? Man kann&#8230;sagt Susan Hoppe, interkulturelle Trainerin der Carl Duisberg\u00a0 Centren (Gastbeitrag):<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim ersten Zusammentreffen mit Gesch\u00e4ftsleuten im internationalen Rahmen ist es \u00fcblich und h\u00f6flich, die Visitenkarten nach der Sitzordnung vor sich zu verteilen, um alle Menschen am Tisch mit Namen ansprechen zu k\u00f6nnen. Unbedingt sollte man hinterher die Karten\u00a0einsammeln und mit Bedacht einstecken. Sie sind eben viel mehr als Daten auf einem kleinen St\u00fcck Karton: Im internationalen Kontakt \u2013 vor allem mit Asien &#8211; sollten Gesch\u00e4ftsleute ihre Visitenkarten\u00a0m\u00f6glichst immer schon am Anfang der Begegnung \u00fcberreichen. Man sollte sie\u00a0immer mit beiden H\u00e4ndenhalten, an den Ecken und mit der Schrift so herum, dass der Empf\u00e4nger die Karte lesen kann, ohne sie zu drehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Geb\u00fchrende Aufmerksamkeit z\u00e4hlt<\/strong><\/p>\n<p>Am besten \u00fcberreichen Besucher die Karte mit den Worten \u201aThis is my card. Do you have one for me?\u2018\u00a0 Wer sie annimmt f\u00fcr den gilt: Eine Karte wird immer in den Handfl\u00e4chen mit einem \u201aThank you\u2018 akzeptiert.\u00a0 Ein solches Verhalten wirkt am nat\u00fcrlichsten und funktioniert \u00fcberall.\u00a0Einen \u201cFremdlingsbonus\u201d gew\u00e4hren Gastgeber wird \u00fcblicherweise gern &#8211; aber nur, wenn die G\u00e4ste die empfangenen Karte mit geb\u00fchrender Aufmerksamkeit und Achtung behandeln.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><b>Einstieg in den Small-Talk<\/b><\/p>\n<p>Die angemessene W\u00fcrdigung des Gespr\u00e4chspartners durch einen respektvollen Umgang bei der Karten\u00fcbergabe ist wegbereitend f\u00fcr die weitere Kommunikation. Zudem kann man die Visitenkarte als Einstieg in den Small-Talk nutzen. Schlie\u00dflich ist die pers\u00f6nliche Beziehung f\u00fcr meisten Kulturen dieser Welt Voraussetzung f\u00fcr erfolgreiche Gesch\u00e4ftsverhandlungen. So bietet sich diese Frage an: \u201eIch sehe, Ihre Firma ist in Rio.\u00a0Wohnen Sie in derselben Stadt?\u201d <i>(Zwischen den Zeilen hei\u00dft das: Ich m\u00f6chte etwas \u00fcber Sie herausfinden, bevor wir zum Gesch\u00e4ftlichen kommen.)<\/i><\/p>\n<p>Weil es f\u00fcr Europ\u00e4er oft schwierig ist, Namen korrekt auszusprechen oder Vor- und Nachname zu unterscheiden, helfen\u00a0diese Fragen: \u201eEntschuldigen Sie, wie spreche ich Ihren Namen und den Firmennamen korrekt aus<i>?\u201d (Ich w\u00fcrdige Ihren Namen und m\u00f6chte es richtig machen.)<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fragen Sie ruhig nach der richtigen Aussprache<\/strong><\/p>\n<p>Eine andere M\u00f6glichkeit ist:<i> <\/i>\u201eHier stehen einige Namen &#8211; wie m\u00f6chten Sie angesprochen werden?\u201d oder \u201eHat Ihr Name eine besondere Bedeutung<i>?\u201d <\/i>\u00a0Wer nach den Antworten eine kleine Pause einlegt, wird sehen, dass sein Gegen\u00fcber wahrscheinlich \u00e4hnliche Fragen anhand der eigenen Karte stellt, und schon ist ein Gespr\u00e4ch im Gange, ohne dass Sie auch nur einmal das Wetter erw\u00e4hnt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Viele deutsche Gesch\u00e4ftspartner tun sich schwer dabei, pers\u00f6nliche Infos\u00a0auszutauschen. Wem das unangenehm ist, der kann\u00a0die Visitenkarte selbst zum Thema zu machen. Etwa so:\u00a0 \u201eWas bedeutet diese Farbe\/Ihr Logo\/der Name Ihrer Firma?\u201d <i>(Dies setzt allerdings voraus, dass die entsprechenden Gegenfragen beantwortet werden k\u00f6nnen.<\/i>) Mit solchen Fragen demonstrieren Sie menschliches Interesse und bleiben trotzdem bei gesch\u00e4ftsnahen Themen.<\/p>\n<p>Zum Schluss bedanken Sie sich noch einmal f\u00fcr die Karte. Ganz nebenbei haben sich beide Gespr\u00e4chspartner Gesicht, Position in der Firma und einiges mehr voneinander besser eingepr\u00e4gt, was ja der Sinn beim Kn\u00fcpfen von Gesch\u00e4ftskontakten ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Geschichtlicher Hintergrund: Visitenkarte erst nur f\u00fcr Privatleute &#8211; und erst sp\u00e4ter im Job<\/b><\/p>\n<p>Visitenkarten sind beinahe 500 Jahre alt. Viele Quellen nennen den Ursprung des Brauches in China, wo Beamte sich mit kleinen, roten Karten in der \u00d6ffentlichkeit ausgewiesen haben. In Japan lie\u00df man ein Papierchen mit dem Namen zur\u00fcck, wenn der Hausherr nicht anzutreffen war. Nachdem der Brauch Europa erreicht hatte, fand die <i>carte de visite<\/i> am Hofe des Sonnenk\u00f6nigs Ludwig XIV im 17. Jahrhundert gro\u00dfen Zuspruch. Verzierungen, Embleme und die Etikette f\u00fcr den Gebrauch der K\u00e4rtchen wurden in Frankreich erfunden, doch in den gehobenen Klassen Gro\u00dfbritanniens wurde die Pr\u00e4sentation perfektioniert. Vom viktorianischen Zeitalter bis ins 19. Jh. hinein wurde die <i>calling<\/i> oder <i>visiting card<\/i> an der T\u00fcr vom Butler auf einem silbernen Tablett platziert, der Dame des Hauses vorgelegt, die dann entschied ob die Person vorgelassen wurde oder nicht.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr um dieselbe Zeit erkannten britische Handwerker und Gewerbetreibende, dass die kleinen K\u00e4rtchen auch im Gesch\u00e4ftsalltag gute Dienste leisten konnten. Im Aufschwung des industriellen Zeitalters gab es noch keine Verzeichnisse wie die \u201eGelben Seiten\u201c, die klassische Werbung in Zeitungen oder das Internet, um auf sich und sein Unternehmen aufmerksam zu machen. <i>Trade cards<\/i> waren bebildert, sp\u00e4ter farbig, trugen Werbeslogans und Wegbeschreibungen oder kleine Ortskarten, damit die Lokalit\u00e4t gefunden werden konnte. Sie wurden sehr popul\u00e4r und nat\u00fcrlich r\u00fcmpften die Aristokraten Europas dar\u00fcber ihre Nasen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><strong>Die Carl Duisberg Centren sind spezialisiert auf interkulturelles Training und Fremdsprachen.<\/strong><\/div>\n<div><strong><a href=\"http:\/\/www.cdc.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/www.cdc.de\/<\/a><\/strong><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Kann man eine Vertragsbeziehung beenden, bevor man sie begonnen hat? Nur mit dem \u00dcberreichen einer Visitenkarte? 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