{"id":648493,"date":"2013-04-22T18:25:04","date_gmt":"2013-04-22T16:25:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=648493"},"modified":"2013-04-22T23:05:14","modified_gmt":"2013-04-22T21:05:14","slug":"anonyma-ganz-oben-buchauszug-und-verlosung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/04\/22\/anonyma-ganz-oben-buchauszug-und-verlosung\/","title":{"rendered":"Anonyma: &#8222;Ganz oben&#8220; &#8211; Warum kritisieren Frauen sich blo\u00df immer selbst? (Auszug) &#8211; Buchverlosung"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\"><strong>Anonyma: &#8222;Ganz oben&#8220; hei\u00dft das Buch, in dem eine Top-Managerin offen berichtet, wie es zugeht in den obersten F\u00fchrungsetagen und insbesondere wie sie es als Frau erlebt\u00a0&#8211; und was sie anderen Frauen r\u00e4t.<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Im Management-Blog werden zwei ihrer Exemplare, die der Verlag C.H.Beck\u00a0den Lesern auf wiwo.de spendiert, verlost.<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Wer sie gewinnen m\u00f6chte, mailt bitte bis 9. Mai 2013 an <a href=\"mailto:claudia.toedtmann@wiwo.de\">claudia.toedtmann@wiwo.de<\/a> mit dem Betreff &#8222;Anonyma-Verlosung&#8220;.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_648508\" style=\"width: 199px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/04\/buch-anonyma.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-648508\" class=\"size-medium wp-image-648508\" alt=\"Anonyma, &quot;Ganz oben: Aus dem Leben einer weiblichen F\u00fchrungskraft&quot;; C.H. Beck 2013\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/04\/buch-anonyma-189x300.jpg\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/04\/buch-anonyma-189x300.jpg 189w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/04\/buch-anonyma.jpg 409w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-648508\" class=\"wp-caption-text\">Anonyma, &#8222;Ganz oben: Aus dem Leben einer weiblichen F\u00fchrungskraft&#8220;; C.H. Beck 2013<\/p><\/div>\n<h3 align=\"LEFT\"><strong>Unter tollen Hechten <\/strong><\/h3>\n<h3 align=\"LEFT\"><strong>(1. Folge)<\/strong><\/h3>\n<p align=\"LEFT\">\n<p align=\"LEFT\"><strong>Warum von weiblicher Selbstkritik in Beurteilungsgesprachen dringend abzuraten ist<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Warum von weiblicher Selbstkritik in Beurteilungsgespr\u00e4chen dringend abzuraten ist<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alle Jahre wieder setze ich mich mit jedem Einzelnen meiner Mitarbeiter zusammen, um mit ihm \u00fcber seine Leistungen in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten zu sprechen. Die Reflexion dar\u00fcber erfolgt auf der Basis von gemeinsam festgelegten Zielen, die wir im vorausgegangenen Beurteilungsgespr\u00e4ch festgelegt haben. Als Vorbereitung auf das Gespr\u00e4ch pr\u00fcfen wir beide getrennt, in welchem Ma\u00dfe die definierten Ziele erreicht wurden, indem wir f\u00fcr jedes Ziel auf einer von 1 bis 5 abgestuften Skala eine Bewertung abgeben. Die Beurteilung der im Job geleisteten Arbeit ist dabei kein Selbstzweck, denn von diesen Gespr\u00e4chen h\u00e4ngt ab, ob und in welcher H\u00f6he der Mitarbeiter mit einer Gehaltserh\u00f6hung rechnen kann.<\/p>\n<p>M\u00e4nner, deren Leistung ich als ihre Vorgesetzte zu beurteilen habe, sind fast immer der Meinung, Bestnoten in allen Zielbereichen verdient zu haben. In den allermeisten F\u00e4llen liegen sie mit ihrer Einsch\u00e4tzung der eigenen Leistungen h\u00f6her als ich. Von Selbstzweifeln nicht geplagt, blicken sie auf ein Jahr zur\u00fcck, in dem sie sich mit ihrer Leistung dauerhaft im Zenit bewegten. Besser geht nicht. Lief es an einer Stelle miserabel und weise ich in unserem Gespr\u00e4ch vorsichtig darauf hin, werde ich dar\u00fcber belehrt, dass mein Gegen\u00fcber zwar optimal und unerm\u00fcdlich an einem Problem gearbeitet habe, doch von ihm nicht zu vertretende Umst\u00e4nde ihn das Ziel nicht erreichen lie\u00dfen; andere Abteilungen, ebenfalls in den Sachverhalt involviert, h\u00e4tten nicht so gespurt wie gew\u00fcnscht, administrative oder technische Widrigkeiten seien aufgetaucht, kurzum, es habe einfach nicht in der Hand meines Mitarbeiters gelegen, die Angelegenheit zu einem guten Ende zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Frauen sch\u00e4tzen sich selbst schlechter ein, als ihre Vorgesetzten<\/strong><\/p>\n<p>Frauen, mit denen ich ein Beurteilungsgespr\u00e4ch f\u00fchre, sehen sich selbst meistens sehr kritisch. Die Noten, die sie vorschlagen, rangieren oft unter den meinigen. Bin ich der Auffassung, dass in Hinblick auf ein definiertes Ziel die Bestnote angemessen ist, nehmen Frauen das nicht als Best\u00e4tigung f\u00fcr ihre gute Arbeit zur Kenntnis, sondern versuchen im Gegenteil, mir die besonders positive Bewertung geradezu auszureden. Eigentlich, so h\u00f6re ich dann von meiner Mitarbeiterin, sei der Erfolg doch nur teilweise eigener Verdienst, da andere sie immer unterst\u00fctzt h\u00e4tten, und dar\u00fcber hinaus erinnere sie sich an Situationen, in denen der Weg zum Ziel sehr holprig gewesen sei. Man h\u00e4tte es also noch besser machen k\u00f6nnen, und die Note 2, so wird mir nahegelegt, beschreibe die gezeigte Leistung sehr viel angemessener als die Bestnote, \u00abdenn so gut war es ja nun wirklich nicht\u00bb.<\/p>\n<p>Der himmelweite Unterschied, der das Verhalten von Frauen und M\u00e4nnern im Beurteilungsgespr\u00e4ch kennzeichnet, pr\u00e4gt nat\u00fcrlich auch die sich anschlie\u00dfende Diskussion \u00fcber eine m\u00f6gliche Gehaltserh\u00f6hung. M\u00e4nner \u00fcberziehen wahnsinnig. Sie trauen sich nicht nur, nach viel Geld zu fragen, sie scheinen auch davon \u00fcberzeugt zu sein, dass sich eine Gehaltserh\u00f6hung in dieser H\u00f6he aus ihrer au\u00dfergew\u00f6hnlich guten Leistung geradezu zwingend ergibt. Ich<b> <\/b>habe einen Fall in Erinnerung, in dem einem Mitarbeiter in einem Jahr eine Gehaltserh\u00f6hung versagt blieb, weil er nach vielen gro\u00dfen Gehaltsspr\u00fcngen der vergangenen Jahre mit seinem Gehalt so weit vor gleichrangigen Kollegen lag, dass man diese erst einmal ein wenig zu ihm aufschlie\u00dfen lassen wollte. Er hatte in den letzten Jahren viel gefordert und viel bekommen und sollte nun ein Jahr aussetzen, um Kollegen, die ebenso gut arbeiteten wie er, zu erm\u00f6glichen, sich an sein Gehalt zumindest heranzutasten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der unbequeme Mann kommt weiter<\/strong><\/p>\n<p>Der Betreffende, dem man die Gr\u00fcnde f\u00fcr den einmaligen Verzicht auf mehr Geld transparent kommunizierte, verlor jegliche Contenance. Er drehte schlicht durch und versuchte mit allen Mitteln, auf allen Ebenen bis hin zur Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung seinem Gef\u00fchl der ungerechtfertigten Schm\u00e4hung Ausdruck zu verleihen. Obwohl er letztlich ohne Erfolg blieb, hat sein aggressives Auftreten doch sicherlich dazu gef\u00fchrt, dass sich jeder Vorgesetzte, der es k\u00fcnftig mit ihm zu tun hat, ganz genau \u00fcberlegen wird, ob er nicht seiner Forderung nach mehr Geld im vertretbaren Rahmen nachkommt und sich damit den ganzen \u00c4rger erspart, der ihm bei einer Ablehnung gewiss ist.<\/p>\n<p>Es wird niemanden \u00fcberraschen, dass Frauen im Gespr\u00e4ch \u00fcber Gehaltserh\u00f6hungen sehr bescheidene Vorstellungen haben. Viele Frauen fragen von sich aus nicht einmal danach. Wenn ich ihnen mitteile, dass aus meiner Sicht eine Gehaltserh\u00f6hung in einer bestimmten H\u00f6he gerechtfertigt ist, nehmen sie das erfreut zur Kenntnis, verhandeln aber nicht \u00fcber die H\u00f6he der Summe. Immerhin versuchen sie nicht, mir die Gehaltserh\u00f6hung grunds\u00e4tzlich auszureden \u2026 Manche Frauen nennen von sich aus einen bestimmten Betrag, der grunds\u00e4tzlich einen Bruchteil von dem darstellt, was M\u00e4nner sich vorstellen. Um es an einem Beispiel etwas konkreter zu machen: In vergleichbarer Position fordern M\u00e4nner \u20ac 1000,\u2012 und mehr, w\u00e4hrend ihre weiblichen Kolleginnen in zur\u00fcckhaltender Weise \u20ac 200,\u2012 ins Gespr\u00e4ch bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nur forderndes Auftreten verhilft zu Erfolg &#8211; M\u00e4nner wissen das<\/strong><\/p>\n<p>Verl\u00e4sst ein Mitarbeiter das Unternehmen und hat er dadurch Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, zeigt sich dieses Muster der ganz anderen Selbsteinsch\u00e4tzung von M\u00e4nnern und Frauen auch dort. Ich bitte die aus der Firma ausscheidenden Personen immer darum, einen Textvorschlag vorzugeben, den ich bei der Erstellung des Arbeitszeugnisses ber\u00fccksichtige, sofern er meinem eigenen Empfinden nicht g\u00e4nzlich widerspricht. Frauen stellen nat\u00fcrlich auch ihre St\u00e4rken heraus, doch lassen sie in ihren Formulierungen erkennen, dass sie sich eigener Schw\u00e4chen durchaus bewusst sind. Wenn ich den Textentwurf eines Mannes lese, bin ich oft sprachlos. Es wimmelt nur so von \u00dcbertreibungen, der ganze Text ist eine grenzenlose Lobhudelei auf die eigene Person. Der Mann, st\u00e4ndig im Einsatz an den Schaltstellen der globalen Wirtschaft. Der Mann, das quasi gottgleiche Wesen. Auf einen solchen Text richtig zu reagieren ist schwer. Die geballte Wucht der zum Ausdruck kommenden Vollkommenheit des Sich-selbst-Beschreibenden erschl\u00e4gt mich jedes Mal. Wenn ich, noch bem\u00fcht, das gezeichnete Bild zumindest etwas zu korrigieren, darauf verweise, dass die eine oder andere Formulierung die Wirklichkeit im Nachhinein doch allzu rosig erscheinen lasse, bei\u00dfe ich auf Granit.<\/p>\n<p>Ich werde dann umgehend aufgefordert, konkrete Situationen anzuf\u00fchren, die geeignet seien zu belegen, warum er mit seiner Formulierung denn falsch liege. Z\u00f6gere ich mit meiner Antwort auch deshalb, weil der Grund daf\u00fcr, einer Aufgabe nicht optimal gerecht geworden zu sein, nicht unbedingt faktischer Natur sein muss, dr\u00e4ngt er mich immer weiter mit dem R\u00fccken zur Wand. Irgendwann strecke ich die Waffen, unf\u00e4hig, unter diesem Druck zu reflektierten Einw\u00e4nden zu kommen. Es bleibt dann im Wesentlichen bei der vom Mitarbeiter vorgeschlagenen Bewertung. Na also, er war eben doch der Beste. Was hier arg nach Schwarz- Wei\u00df-Malerei klingt, ist nichtsdestotrotz in deutschen Unternehmen Realit\u00e4t. Deswegen sind Frauen aber keineswegs die besseren \u2013 oder bescheideneren \u2013 Menschen. Sie scheinen nur noch nicht verinnerlicht zu haben, dass allein ein forderndes Auftreten zum Erfolg f\u00fchrt, der sich in barer M\u00fcnze auszahlt.<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt mir leicht, das unterschiedliche Verhalten von M\u00e4nnern und Frauen in Bezug auf ihre eigene Leistung als Chefin und damit wie von au\u00dfen zu sezieren; wenn ich hingegen in der Situation bin, mich selbst bewerten zu m\u00fcssen, verhalte ich mich genauso wie (fast) jede andere Frau. Ging es um eine Gehaltserh\u00f6hung, traute ich mich nicht, die Summe zu nennen, die ich im Kopf hatte, in der Bef\u00fcrchtung, sie liege viel zu hoch. Ich wollte auf keinen Fall unversch\u00e4mt sein. Der Betrag, der mir dann von der anderen Seite vorgeschlagen wurde, lag dann stets viel h\u00f6her. Manchmal denke ich \u00fcber mein Gehalt nach. Die blo\u00dfe Summe fl\u00f6\u00dft mir dann Respekt ein, und ich finde, dass ich sehr viel Geld bekomme f\u00fcr meine Arbeit. M\u00e4nner, die ebenso viel verdienen wie ich, sehen f\u00fcr sich immer noch erheblichen Spielraum nach oben. Ein paar tausend Euro mehr, so geben sie zu verstehen, w\u00e4ren f\u00fcr ihre Leistung durchaus gerechtfertigt. Obwohl ich mehr Geld nat\u00fcrlich auch nicht ablehnen w\u00fcrde, f\u00fchle ich mich jetzt schon sehr gut bezahlt. Nach mehr Geld zu fragen k\u00e4me mir einfach nicht in den Sinn.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, warum M\u00e4nner zumindest vorgeben, derartig von sich selbst \u00fcberzeugt zu sein. Vielleicht bedeutet es ihnen besonders viel, derjenige zu sein, der in ihrer Position am meisten verdient, weil sie sich dadurch als Mann st\u00e4rker und damit besser f\u00fchlen. Ebenso wenig ist f\u00fcr mich klar, wieso Frauen ihr Licht gerne unter den Scheffel stellen. Was die Hervorhebung der eigenen Schw\u00e4chen betrifft, so scheint es mir so zu sein, als ob sie von ihrem Vorgesetzten erwarteten, dass er sich ihrer Position nicht anschlie\u00dft und begr\u00fcndet, warum er im Gegenteil besonders viel von ihnen h\u00e4lt. Frauen wollen diese Art der Best\u00e4tigung. Sie m\u00fcssen sich anscheinend doppelt vergewissern, dass es dem Vorgesetzten mit seinem Lob auch wirklich ernst ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Tiefstapeln der Frauen hat verheerende Auswirkungen\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Als weibliche Vorgesetzte ist mir das Verhalten von Frauen in Beurteilungssituationen vertraut. Ebenso wei\u00df ich aber, wie dieses Verhalten auf den Chef wirkt. Der Mann, der seine eigenen Vorz\u00fcge vor dem Chef permanent herausstellt, erzeugt bei diesem das Bild, dass es sich bei ihm um einen ganz besonders wertvollen Mitarbeiter handelt. Die Frau, die, um Selbstkritik bem\u00fcht, eigene Leistungen st\u00e4ndig hinterfragt und nivelliert, riskiert, dass sich bei ihrem Vorgesetzten auf Dauer das Bild einer Mitarbeiterin herausbildet, die ihre Schw\u00e4chen hat. Dieses Tiefstapeln kann verheerende Auswirkungen haben. Jemand, der wie die meisten M\u00e4nner auf F\u00fchrungsebene als Lichtgestalt daherkommt, kann in Beurteilungssituationen Zweifel seitens seines Vorgesetzten, die dieser vor dem Gespr\u00e4ch vielleicht noch hatte, leicht zerstreuen. Ist jemand, der von sich selbst so v\u00f6llig \u00fcberzeugt ist, nicht wirklich au\u00dfergew\u00f6hnlich gut, frage auch ich mich dann. Habe ich ihn bisher m\u00f6glicherweise falsch eingesch\u00e4tzt? Sind seine Forderungen nicht vielleicht berechtigt? Kritik anzubringen ist mir angesichts der zur Schau getragenen Selbstsicherheit meines Gespr\u00e4chspartners immer unangenehmer, ich werde unsicherer, was ihre Berechtigung betrifft. Ich ahne, dass das Gespr\u00e4ch konfrontativ verlaufen wird, wenn ich seine Selbstdarstellung in Frage stelle. Ich w\u00fcrde unmittelbar in die Lage kommen, mich rechtfertigen zu m\u00fcssen, und dieses Gef\u00fchl ist einfach nicht angenehm. All das f\u00fchrt dazu, dass die Lichtgestalt das Gespr\u00e4ch allenfalls mit ein paar Kratzern verlassen wird. Vom Sockel gesto\u00dfen wird sie in der Regel nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Bescheidenheit der Frauen macht\u00b4s Chef leicht<\/strong><\/p>\n<p>Die extreme Bescheidenheit von weiblichen Mitarbeitern macht ein Gespr\u00e4ch mit ihnen \u00fcber Leistungen und Geld f\u00fcr den Chef hingegen sehr angenehm. Ich ertappe mich gelegentlich dabei, dass ich extrem niedrige Forderungen, die von Frauen ge\u00e4u\u00dfert werden, wenn es um Gehaltserh\u00f6hungen geht, erst mal zur\u00fcckweise und beginne, die H\u00f6he der genannten Summe in Frage zu stellen. Ich f\u00fchle mich bem\u00fc\u00dfigt, dar\u00fcber zu diskutieren, obwohl ich wei\u00df, dass die Frau am Ende selbstverst\u00e4ndlich eine Gehaltserh\u00f6hung nach ihren Vorstellungen erhalten wird. Nun ist es an der Mitarbeiterin, sich f\u00fcr ihre Vorstellung zu rechtfertigen, w\u00e4hrend ich mich in der Situation souver\u00e4n und sicher f\u00fchle. Obwohl mir die Zusammenh\u00e4nge bekannt sind, wird also abh\u00e4ngig davon, in welcher Haltung jemand in ein Gespr\u00e4ch geht, anscheinend ein Automatismus der Reaktionen in Gang gesetzt, dem auch ich mich nicht immer entziehen kann.<\/p>\n<p>Wenn also Bescheidenheit und die F\u00e4higkeit zu Selbstkritik im privaten zwischenmenschlichen Umgang als positive Eigenschaften betrachtet werden, so bin ich durch meine beruflichen Erfahrungen zu der Erkenntnis gelangt, dass sie im Job v\u00f6llig fehl am Platze sind. Frauen, die mit ihren F\u00e4higkeiten positiv wahrgenommen werden wollen, bleibt nur eines: Muskeln zeigen! Laut sein! \u00a0<b><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.chbeck.de\/Anonyma-Ganz-oben\/productview.aspx?product=11255946\">http:\/\/www.chbeck.de\/Anonyma-Ganz-oben\/productview.aspx?product=11255946<\/a><\/b><\/p>\n<p>Anonma im Interview:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/karriere\/0,2828,druck-891962,00.html\">http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/karriere\/0,2828,druck-891962,00.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anonyma: &#8222;Ganz oben&#8220; hei\u00dft das Buch, in dem eine Top-Managerin offen berichtet, wie es zugeht in den obersten F\u00fchrungsetagen und insbesondere wie sie es als Frau erlebt\u00a0&#8211; und was sie anderen Frauen r\u00e4t. 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