{"id":648307,"date":"2015-12-07T01:33:41","date_gmt":"2015-12-07T00:33:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=648307"},"modified":"2022-07-04T19:38:48","modified_gmt":"2022-07-04T17:38:48","slug":"kommunikation-warum-die-sachsenklinik-so-vorbildlich-ist-und-was-arzte-von-der-tv-serie-lernen-konnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2015\/12\/07\/kommunikation-warum-die-sachsenklinik-so-vorbildlich-ist-und-was-arzte-von-der-tv-serie-lernen-konnen\/","title":{"rendered":"Kommunikation: Warum die Sachsenklinik so vorbildlich ist &#8211; und was \u00c4rzte von der TV-Serie lernen k\u00f6nnen. Samt Buchauszug von Thomas-Hax-Schoppenhorst und Peter-Michael Hax.."},"content":{"rendered":"<p><strong>Verstehen Sie Ihren Arzt? Versteht er, was sie wollen? Oder guckt er nur nach Ihnen wie nach der Reife einer Ananas?<\/strong><\/p>\n<p>Warum hat die Dienstagabend-Serie &#8222;In aller Freundschaft&#8220; mit den netten \u00c4rzten aus der Sachsenklinik immer die h\u00f6chsten Einschaltquoten des Abends?\u00a0Au\u00dfer wenn Fu\u00dfball \u00fcbertragen wird jedenfalls.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kommunikationsvorbilder im Fernsehen<\/strong><\/p>\n<p>Jeder m\u00f6chte gerne, wenn er schon mal ins Krankenhaus muss, so gut behandelt werden wie die Patienten in dieser TV-Serie. Und \u00c4rzte, die zuschauen, sollten eigentlich dabei Fortbildungspunkte sammeln k\u00f6nnen: denn hier bekommt jeder Patient genug Zuwendung und bekommt alles ordentlich erkl\u00e4rt, was mit ihm so los ist. Davon k\u00f6nne sich die allermeisten Mediziner eine Scheibe abschneiden,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t ist anders als die Sachsenklinik: Da haben die \u00c4rzte nicht nur zu wenig Zeit, sondern es verstehen sich \u00c4rzte und Patienten gegenseitig auch oft gr\u00fcndlich miss.\u00a0Da haben \u00c4rzte bei Therapieentscheidungen keine Ahnung, was der Patient eigentlich will und missinterpretieren oder ignorieren sie sogar, haben Wissenschafter der Universit\u00e4ten Cardiff und New Hampshire herausgefunden.<\/p>\n<p><a title=\"S\u00fcddeutsche Zeitung, SZ, \u00c4rzte, Patienten, Kommunikation\" href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/therapie-entscheidungen-patientenwunsch-bleibt-aerzten-oft-ein-raetsel-1.1518649\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/therapie-entscheidungen-patientenwunsch-bleibt-aerzten-oft-ein-raetsel-1.1518649<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00c4rzte unterbrechen Patienten nach 18 Sekunden\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u00c4rzte nehmen sich hierzulande im Durchschnitt 9,1 Minuten Zeit und \u00a0&#8222;nach durchschnittlich 18 Sekunden unterbricht der Arzt den Patient, der sein Anliegen schildert&#8220;, sagt\u00a0Professor Hartwig Bauer, Generalsekret\u00e4r der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Chirurgie.\u00a0\u00a0<a title=\"\u00c4rzte, Patienten, Kommunikation, 18 Sekunden\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article13642276\/Aerzte-unterbrechen-Patienten-nach-18-Sekunden.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article13642276\/Aerzte-unterbrechen-Patienten-nach-18-Sekunden.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"content\">\n<div id=\"story\">\n<h1><strong><em>Dass die Deutschen ihre \u00c4<\/em><em>rzte nicht verstehen, zeigt eine repr\u00e4sentative bundesweite Befragung zur Gesundheitskompetenz des wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), laut \u00c4rztezeitung.\u00a0Viele Deutsche verstehen nicht, was \u00c4rzte ihnen sagen wollen &#8211; und stehen damit schlechter da als andere europ\u00e4ische Staaten. Denn zehn Prozent der Patienten h\u00e4tten\u00a0Schwierigkeiten, Anweisungen von \u00c4rzten oder Apothekern zur Einnahme verschriebener Medikamente zu verstehen. Im Vergleich mit anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern liege Deutschland, damit unter dem Durchschnitt.<\/em><\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/haxhax1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-659412\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/haxhax1.jpg\" alt=\"haxhax\" width=\"650\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/haxhax1.jpg 650w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/haxhax1-300x178.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/haxhax1-500x297.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Thomas Hax-Schoppenhorst (l.) und Peter-Michael Hax (r.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>All diese allt\u00e4glichen Miseren veranlassten die Br\u00fcder Peter-Michael Hax, Chirurg an der BG-Klinik Duisburg, und Thomas Hax-Schoppenhorst, Sachbuchautor und P\u00e4dagoge, ein Buch herauszugeben mit dem Titel &#8222;Kommunikation mit Patienten in der Chirurgie&#8220;. Mitsamt dem folgenden\u00a0Kapitel, das ich zuliefern durfte:<\/p>\n<p><a title=\"Peter-Michael Hax, Thomas Hax-Schoppenhorst, Kohlhammer Verlag, Kommunikation mit Patienten in der Chirurgie\" href=\"http:\/\/www.kohlhammer.de\/wms\/instances\/KOB\/appDE\/Medizin\/Lehr-Hand-und-Woerterbuecher\/Kommunikation-mit-Patienten-in-der-Chirurgie-978-3-17-021613-6\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.kohlhammer.de\/wms\/instances\/KOB\/appDE\/Medizin\/Lehr-Hand-und-Woerterbuecher\/Kommunikation-mit-Patienten-in-der-Chirurgie-978-3-17-021613-6\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kohlhammer.de\/wms\/instances\/KOB\/appDE\/Medizin\/Lehr-Hand-und-Woerterbuecher\/Kommunikation-mit-Patienten-in-der-Chirurgie-978-3-17-021613-6\/\"><span style=\"font-weight: 300\"><strong>Buchauszug Thomas Hax-Schoppenhorst \/ Peter-Michael Hax: <\/strong><\/span><strong>&#8222;Kommunikation mit Patienten in der Chirurgie&#8220;<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Der Patient als Notfall<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIch habe schon 14 Tage diesen stechenden Schmerz, Herr Doktor\u201c, st\u00f6hnt ein Patient, nennen wir ihn Klaus B\u00e4cker, beim Arzt in der Notfallzentrale. Doch der Arzt reagiert, wie B\u00e4cker es wirklich nicht erwartet hat: &#8222;Und dann m\u00fcssen Sie jetzt ausgerechnet damit zu mir als Notfall kommen, wo sie ebenso gut l\u00e4ngst in eine normale Praxis-Sprechstunde h\u00e4tten gehen k\u00f6nnen!&#8220; Sprich, der Arzt reagiert sauer, weil er sich vorgef\u00fchrt f\u00fchlt. Weil die Notfallzentrale f\u00fcr pl\u00f6tzlich auftretende Notf\u00e4lle da ist &#8211; und keine Ersatz-Sprechstunde am Abend oder in der Nacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gemeint hatte Patient B\u00e4cker nat\u00fcrlich etwas ganz anderes. Gemeint war: \u201eHerr Doktor, ich habe schon 14 Tage diese Schmerzen. Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo ich sie nicht mehr aushalten kann. Ich wollte Sie eigentlich nicht bel\u00e4stigen, aber nun geht es leider doch nicht anders.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201cMerken Sie was? Die beiden reden grandios aneinander vorbei. Obwohl jeder einzelne nur das Beste im Sinne hat und sie dieselbe Sprache sprechen, verstehen sie sich nicht. Und schon herrscht ein ausgesprochen gereiztes Gespr\u00e4chsklima &#8211; das sich am Ende keiner der Beteiligten erkl\u00e4ren kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das muss nicht sein, ist aber Alltag. In diesem Fall waren unausgesprochene Erwartungen, Unterstellungen schuld. Aber manchmal ist es schon die typische Situation zwischen \u00c4rzten und Patienten, die von vornherein ungl\u00fccklich ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der ahnungslose Patient<\/strong><\/p>\n<p>Meine Freundin Petra \u2013 sie arbeitet seit Jahrzehnten als Krankenschwester \u2013 hat \u00fcber den Klinikalltag eine ganz deutliche Meinung: &#8222;Der Patient wird, sobald er ins Krankenhaus eingeliefert wird, entm\u00fcndigt.&#8220; Tausend Dinge geschehen mit ihm, ohne dass er erf\u00e4hrt, warum und wieso.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er h\u00e4ngt an einem Tropf und wei\u00df nicht, was da in ihn hinein flie\u00dft, wozu und wie lange noch. Da bekommt er Tabletten, deren Beipackzettel er nie sieht und meist auch nicht wei\u00df, was er genau bekommt. Er wird in der gut ge\u00f6lten Maschinerie hin und her geschickt zwischen verschiedenen Ma\u00dfnahmen, vom R\u00f6ntgen bis zur Physiotherapie, ohne dass ihm wirklich erkl\u00e4rt wird, was passiert. Geschweige denn, was die Behandlungsfolgen oder gar m\u00f6gliche Nebenwirkungen verraten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Beispiel eine Patientin, deren Brust mit ihrem eigenen Gewebe aus dem Bauch wieder aufgebaut wurde. Niemand hatte ihr gesagt, dass die Nerven am Bauch dabei durchtrennt werden. Drei Wochen nach der Operation wundert sie sich, dass sie immer noch kein Gef\u00fchl in der Bauchgegend hat. K\u00f6nnte man ihr doch vorher sagen, oder? Zwar musste sie unterschreiben, dass sie dar\u00fcber aufgekl\u00e4rt worden sei, dass sie eine &#8222;schwerwiegende Operation&#8220; vor sich hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber wie h\u00e4tte man ihr das verst\u00e4ndlich machen k\u00f6nnen, damit sie es auch als Laie versteht? Zum Beispiel, indem man vorher sagt, wie lange diese Operation typischerweise dauert \u2013 n\u00e4mlich rund vier Stunden. Dann bekommt ein Patient eine Vorstellung davon, was dieser Eingriff bedeutet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der ehrliche Arzt<\/strong><\/p>\n<p>Gefordert ist heute der m\u00fcndige Patient, der zu jedem einzelnen Aufkl\u00e4rungsgespr\u00e4ch \u2013 oder das was die Mediziner daf\u00fcr halten \u2013 extra einbestellt wird und unbedingt riesig lange Formulare unterschreiben muss, die er im Zweifel nat\u00fcrlich nicht verstanden hat, selbst als Akademiker nicht.<\/p>\n<p>Aber dass man Klartext mit ihm redet, zumal mit denen, die es offensichtlich wissen wollen und auch die Wahrheit vertragen, das passiert nicht. Lieber riskieren die \u00c4rzte, dass sich die Patienten gegenseitig Schauerm\u00e4rchen erz\u00e4hlen oder dass sie wegen ihrer Uninformiertheit im Internet in Patienten-Foren Rat suchen \u2013 und Fehlinformationen finden oder Dinge auf sich beziehen, die zu anderen Krankheitsbildern geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Auch Taschenbuch-Ratgeber f\u00fcr Laien sind kein Ersatz f\u00fcr die Zuwendung eines Arztes: Wenn eine Patientin in einem vier Zentimeter dicken Brustkrebs-Ratgeber zu dem diagnostizierten Krankheitsbild genau zwei Worte findet, n\u00e4mlich sinngem\u00e4\u00df \u201aAussichten: schlecht\u2018, ist sie bedient \u2026oder mehr. Ob das die Heilung f\u00f6rdert? Sehen Sie, und umso wichtiger sind Klartext-sprechende \u00c4rzte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Kommunikation-mit-Patienten-Chirurgie-Praxisempfehlungen\/dp\/3170216139\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=88TSH6XC0VR1&amp;keywords=thomas+hax+peter-michael+hax&amp;qid=1656956049&amp;s=books&amp;sprefix=thomas+hax+peter-michael+hax%2Cstripbooks%2C73&amp;sr=1-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-680212\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/Hax.buch_.jpg\" alt=\"\" width=\"333\" height=\"499\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/Hax.buch_.jpg 333w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/Hax.buch_-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00c4rzte, die vor allem bei dem bleiben, was sie sagen und, wenn sie ihre Meinung mal \u00e4ndern, auch das deutlich sagen. Es ist v\u00f6llig in Ordnung, wenn sich w\u00e4hrend der Dauer der Behandlung die Vorzeichen \u00e4ndern und eine andere Richtung eingeschlagen werden muss. Daf\u00fcr hat jeder Patient Verst\u00e4ndnis, wenn er es erf\u00e4hrt. Im Gegenteil, zeigt es doch, dass man individuell auf ihn eingeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber wof\u00fcr zumindest aufgekl\u00e4rte Patienten gar kein Verst\u00e4ndnis haben, ist, wenn \u00c4rzte krampfhaft den Allwissenden spielen wollen. Zum Beispiel in solch einer Situation: Die erw\u00e4hnte Brustkrebspatientin bekam \u00fcber Monate von dem Arzt im Brustkrebszentrum gesagt (auch in Gegenwart ihres Mannes, der selbst Mediziner ist), man wolle sie sp\u00e4ter brusterhaltend operieren. W\u00e4hrend dieser Zeit wurde sie auch einmal in die Klinik zitiert, um die Tumore zu markieren \u2013 ebenfalls im Hinblick auf die brusterhaltende, geplante Operation. Der Onkologe jedoch \u00e4nderte nach der Chemotherapie aus gutem Grund seine Meinung und gab die gegenteilige Devise aus: Die Brust m\u00fcsse nun doch sicherheitshalber amputiert werden.<\/p>\n<p>So weit, so \u00fcberraschend nach mehreren Monaten gegenteiliger Ansage. Entt\u00e4uschend vielleicht, aber verkraftbar. Doch die Patientin verlor in dem Moment das Vertrauen in den Gyn\u00e4kologen, als er so tat, als habe er nie etwas anderes gesagt. Obwohl er es mehrfach gesagt hatte, sogar vor Zeugen. Warum h\u00e4tten denn dann \u00fcberhaupt (f\u00fcr gut 600 Euro auf der Rechnung) die Tumore nach der zweiten \u201aChemo\u2018 markiert werden m\u00fcssen? Schlie\u00dflich lautete die Begr\u00fcndung damals, das sei f\u00fcr die geplante brusterhaltende Operation. Schweigen im Walde war die Reaktion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Verspieltes Vertrauen<\/strong><\/p>\n<p>Die Patientin f\u00fchlte sich f\u00fcr dumm verkauft. So, als habe sie Erscheinungen. Als sei sie nicht ganz \u201adicht\u2018. Und das hatte Folgen: Nachdem sich die Frau bei ihrem Mann r\u00fcckversichert hatte, ob auch er die Therapieansage ebenso verstanden hatte wie sie, wechselte sie den Arzt. Der Mann hatte ihr Vertrauen verspielt, vermutlich ohne dass es ihm bewusst war. In wie vielen F\u00e4llen d\u00fcrfte es allemal besser sein, dem Patienten die Wahrheit zu sagen, ihn als Partner zu behandeln! Ihm zu sagen: \u201eAnfangs sah es so aus, aber nun stellt sich Ihr Fall anders dar. Wir m\u00fcssen auf Nummer sicher gehen.\u201c Wer wollte da etwas dagegen sagen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der kommunikative Super-Gau: die Visite &#8211; das \u00dcberfallkommando<\/strong><\/p>\n<p>Was ist f\u00fcr Patienten das Negativ-Erlebnis schlechthin in Sachen Arzt-Patienten-Kommunikation im Krankenhaus? Mediziner kommen gar nicht auf die Antwort: Es ist die Visite. Wenn einmal am Tag der Chefarzt, umringt von einer ganzen Clique mit bis zu sechs Leuten (bestehend aus dem Oberarzt, anderen \u00c4rzten von der Station, Nachwuchsmedizinern, Krankenschwestern und Pflegern, vielleicht auch noch Krankengymnasten) ins Krankenzimmer herein rauscht.<\/p>\n<p>Allersp\u00e4testens nach f\u00fcnf Minuten ist das \u201a\u00dcberfallkommando\u2018 wieder drau\u00dfen, eher schneller. Und der Patient kann den Rest des langen langweiligen Krankenhaustages dar\u00fcber nachdenken, was er vergessen hat zu fragen. Wie er welche Bemerkung vom Chefarzt zu verstehen hat und was er selbst so gerne noch gesagt h\u00e4tte. Aber worauf er vor lauter Nervosit\u00e4t eben nicht kam in dem Moment. Und das hat gleich ein ganzes B\u00fcndel von Gr\u00fcnden:<\/p>\n<p>a) Es muss immer ganz fix gehen. Im Tiefflug quasi fliegt ein ganzer Schwarm Mediziner, Krankenschwestern und -pfleger ins Krankenzimmer und ist im Nu auch wieder weg. Der Patient bekommt gar nicht die Zeit, seine 500 Fragen loszuwerden.<\/p>\n<p>b) Die Invasion passiert zu nachtschlafender Zeit \u2013 also wenn man noch todm\u00fcde ist (jedenfalls die meisten). Irgendwann nach sechs Uhr fr\u00fch wird der Patient r\u00fcde geweckt, egal, wie sein eigener Rhythmus ist \u2013 damit er sich vorbereitet auf diesen Einmarsch der Wei\u00dfkittel. Oder sollte ich besser sagen, auf den Vorbeimarsch? Denn<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Visite: Der Patient als Ananas, deren Reife gepr\u00fcft wird<\/strong><\/p>\n<p>c) Es ist eigentlich gar nicht vorgesehen, dass der Patient bei der Visite eine eigene Rolle spielt, als handelnde Person. Ein Jurist, der einen chirurgischen Eingriff hinter sich hatte, erz\u00e4hlte mir, dass er sich bei den Visiten stets so vorkam wie eine Ananas im Supermarkt, deren Reife gepr\u00fcft wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00c4rzte wie indignierte Oberkellner<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr ihn war die Visite mit ihren Ritualen ein Alptraum, weil er die Erwartung hatte, er k\u00f6nne nun den \u00c4rzten seine Fragen stellen. &#8222;Aber nein, sie redeten nicht mit mir, sondern \u00fcber mich. Und sie waren noch beleidigt, wenn ich wollte, dass sie mit mir reden.&#8220; Der Chefarzt habe ihn angesehen wie &#8222;ein indignierter Oberkellner&#8220;, erinnert er sich. So, als sei es &#8222;eine Majest\u00e4tsbeleidigung ihn \u00fcberhaupt anzusprechen&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Patienten als Schaufensterpuppen<\/strong><\/p>\n<p>Im Krankenhaus wird der Patient zur Schaufensterpuppe, denn der Chefarzt will seinen \u201aJ\u00fcngern\u2018 ja etwas beibringen und den Krankenschwestern die richtigen Anweisungen erteilen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>d) Der Patient ist nicht nur hundem\u00fcde, sondern er liegt in der Waagerechten; die Phalanx um ihn herum aber ist topfit und steht. Die Profis in den wei\u00dfen Kitteln schauen auf ihn herab, er schaut zu ihnen hoch. Und das gleich im Verh\u00e4ltnis 7:1.<\/p>\n<p>Wann manifestiert sich ein \u00dcber- und Unterordnungsverh\u00e4ltnis der Wissenden und des Unwissenden noch plakativer? Obwohl doch eigentlich juristisch ein sogenanntes Dienstverh\u00e4ltnis besteht, bei dem der Patient der Kunde und der Arzt der Dienstleister ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hauptdarsteller: Die wei\u00dfe Corona &#8211;\u00a0<\/strong><strong>Statist: Der Patient\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>e) F\u00fcr die wei\u00dfe Corona ist diese allmorgendliche Situation als Hauptdarsteller die Regel. F\u00fcr die Statisten aber (den Patienten in der Waagerechten) die absolute Ausnahme. In seinem Job steht auch er den Gesch\u00e4ftspartnern in Augenh\u00f6he gegen\u00fcber, aber jetzt kann von Augenh\u00f6he keine Rede mehr sein. Er ist der Laie gegen\u00fcber den Professionals. Manch einen st\u00f6rt auch (so erging es jedenfalls dem oben erw\u00e4hnten Juristen), dass er nicht mal die normalen H\u00f6flichkeitsformen wahren und aufstehen kann, um dem Mediziner die Hand zu sch\u00fctteln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>f) Und er ist pl\u00f6tzlich in der Minderheit. Die \u201aTruppe\u2018, die ihn umringt, ist zu sechst oder siebt, er aber als Patient ist ganz alleine. Sicherlich meinen es die \u00c4rzte in ihrer Alltagsroutine gut: Sie wollen einfach, dass alle Beteiligten Bescheid wissen. Also sind sie alle mit dabei \u2013 die Schwestern, Pfleger, Ober\u00e4rzte, Stations\u00e4rzte und wer noch so um den Patienten und seine Gesundheit bem\u00fcht ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>g) Nicht zu vergessen ist die Startbedingung der Verfassung: Der Patient ist angeschlagen, krank, schlapp und geschw\u00e4cht. Anders als die Mediziner um ihn herum, die pumperlgesund sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Viele No-Names gegen einen Patienten<\/strong><\/p>\n<p>h) Er, der Patient, kennt die Visiten-Teilnehmer oft nicht mal \u2013 in dem Schwarm sind Leute, die er noch nie gesehen hat und die er auch nie wieder sehen wird. Gro\u00dfe Namensschilder oder ein Namensaufdruck auf dem R\u00fccken wie bei Hockeyspielern? Fehlanzeige! Und trotzdem sind sie im Tross des Chefarztes in dieser intimen Situation \u2013 und sie wissen alle, wer er ist. Wie Voyeure stehen sie an seinem Bett und schauen zu, wie er sich entbl\u00f6\u00dfen muss, \u2026 wie er seine \u00c4ngste formuliert und m\u00f6glicherweise Peinlichkeiten bekennen muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Super-Gau: Einer im Nachthemd &#8211; und alle anderen starren ihn an\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>i) Doch lassen Sie mich den Super-Gau beschreiben: Die Situation ist an Intimit\u00e4t kaum zu \u00fcberbieten \u2013 zumindest ein Beteiligter im Nachthemd ist und liegt im Bett, was man sonst nur zuhause nachts im Schlafzimmer tut. Die Steigerung: K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, wie angenehm es, sagen wir mal f\u00fcr eine Brustkrebspatientin, ist, sich nach einer Operation nicht nur allmorgendlich im Affentempo entbl\u00f6\u00dfen und zur Schau stellen zu m\u00fcssen, sondern obendrein selbst noch eine Information wie diese geben zu m\u00fcssen: &#8222;Herr Doktor, ich habe jetzt als Nebenwirkung des Antibiotikums auch noch einen Vaginalpilz bekommen und brauche dringend ein Medikament dagegen.&#8220; Da muss man schon allen Mut zusammennehmen, um so etwas Peinliches zu sagen.<\/p>\n<p>Immer vorausgesetzt, die Patientin kennt das schon, es ist ihr schon mal passiert und kann es \u00fcberhaupt richtig deuten und formulieren. Wenn ihr die Symptome fremd sind, kann sie erst mal nur von dem unangenehmen Jucken berichten \u2013 vor bis zu sieben Augenpaaren, die sie anstarren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Diskretion, Datenschutz? Papperlapapp\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>j) Nicht zu vergessen: die Scham vor den Mitpatienten in Mehrbettzimmern. Sie bekommen im Nachbarbett keine zwei Meter entfernt die intimsten Details mit. Ob man sie mag oder nicht, Datenschutz hin oder her.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was folgt aus all dem? Angst&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Der Patient hat Angst: Denn er ja nicht so viel Kenntnis wie die Profis in den wei\u00dfen Kitteln \u00fcber seine Lage, seine Krankheit und vor allem deren Auswirkungen.<\/p>\n<p>Er ist eingesch\u00fcchtert: Da rufen sich die Experten Begriffe zu, die er mit viel Gl\u00fcck \u00fcbersetzen, aber deshalb noch lange nicht einordnen kann.<\/p>\n<p>Man spricht zwar gelegentlich mit ihm \u2013 man kommuniziert aber nicht wirklich mit ihm als Patient. Auch, weil dazu viel zu wenig Zeit in der Hektik des Klinikalltags bleibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dabei geht es auch anders. Patienten in anderen L\u00e4ndern m\u00fcssen solche Visiten nicht erdulden. In den USA etwa hat ein Arzt \u201aseine\u2018 Patienten, und mit denen spricht er (jedenfalls \u00f6fter) alleine. Auch in Norwegen geht es diskreter und vertrauensvoller zu, der Arzt spricht mit seinem Patienten unter vier Augen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Qualit\u00e4tsmanagement ohne Hinwendung zum Patienten<\/strong><\/p>\n<p>Es ist schon erstaunlich, wie sich die Kliniken bem\u00fchen, im Wettbewerb mit anderen H\u00e4usern gut da zu stehen \u2013 ohne sich wirklich um den Menschen zu k\u00fcmmern. Sie f\u00fchren ein sogenanntes Qualit\u00e4tsmanagement ein und dokumentieren das auch mit feierlichen Urkunden in gro\u00dfen Bilderrahmen an der Wand, doch das Sprechen mit dem Patienten geh\u00f6rt wohl nicht dazu.<\/p>\n<p>So empfand es eine Frau mit Brustkrebs in einem D\u00fcsseldorfer Krankenhaus, als sie die Strahlentherapie mit 28 Behandlungsterminen hinter sich brachte. Nicht einmal fragten sie die Pfleger oder \u00c4rzte bei den Bestrahlungen: &#8222;Wie geht es Ihnen?&#8220; oder &#8222;Wie f\u00fchlen sie sich?&#8220; oder &#8222;Haben Sie diese oder jene Nebenwirkung?&#8220;<\/p>\n<p>Erst nach der 28. und gleichzeitig letzten Bestrahlung bemerkte die Frau, dass der Pfleger sie wohl doch irgendwie als Mensch wahrnahm. Auch wenn er es die ganze Zeit nicht gezeigt hatte, sondern immer ganz cool und routiniert seine Handgriffe vornahm. Er sagte n\u00e4mlich: &#8222;Heute sage ich Ihnen nicht \u00b4Auf Wiedersehen\u00b4&#8220;. Und das war es aber auch schon an Zuwendung in den Wochen, die wom\u00f6glich zu den h\u00e4rtesten Wochen in ihrem Leben z\u00e4hlten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Gipfel der Entw\u00fcrdigung<\/strong><\/p>\n<p>Der Gipfel der Entw\u00fcrdigung war, als die Frau nach rund 15 Behandlungsterminen so starke Hautver\u00e4nderungen hatte, dass sie erst mal einen Arzt darauf schauen lassen wollte. Der verantwortliche Chefarzt hatte offenbar kein Interesse und lie\u00df sich (trotz ihres Anrufs bei ihm) nicht blicken. Er schickte stattdessen jemanden, der erst den Raum betrat, als sie schon ausgekleidet auf der Liege lag und die Ger\u00e4te gerade eingestellt wurden.<\/p>\n<p>Der Mann kam herein, sagte aber nicht, wer er war \u2013 weder seinen Namen noch seine Funktion, nichts. Und an nichts war erkennbar, ob es sich \u00fcberhaupt um einen Arzt handelte. Der Mann kam also herein, schaute kurz auf die betroffene Hautpartie und sagte nur: &#8222;F\u00fcr Ihr Krankheitsbild ist das normal.&#8220; Und dann verschwand er so gru\u00dflos, wie er gekommen war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Begr\u00fc\u00dfen und Vorstellen geh\u00f6rt nicht zum Qualit\u00e4tsmanagement<\/strong><\/p>\n<p>Entweder kam \u201eBegr\u00fc\u00dfen\u201c und \u201eVorstellen\u201c im Qualit\u00e4tsmanagement der Klinik nicht vor, oder es stand nur auf dem Papier, ohne gelebt zu werden. Empathie, Freundlichkeit, Respekt vor dem Patienten, Respekt vor seiner Menschenw\u00fcrde? Offenbar ist das kein Punkt f\u00fcr die Qualit\u00e4tsrichtlinien.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>Inzwischen haben Dieter Rixen, Peter-Michael Hax und Michael Wachholz diesen Ratgeber f\u00fcr \u00c4rzte und Medizinstudenten geschrieben:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/arzt-patienten-gespr\u00e4ch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-659409\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/arzt-patienten-gespr\u00e4ch-213x300.jpg\" alt=\"arzt-patienten-gespr\u00e4ch\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/arzt-patienten-gespr\u00e4ch-213x300.jpg 213w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2015\/12\/arzt-patienten-gespr\u00e4ch.jpg 355w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a title=\"Peter-Michael Hax, Dieter Rixen, Michael Wachholz, Kommunikationstrainer mit Patienten\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Das-Arzt-Patienten-Gespr%C3%A4ch-Kommunikationstrainer-klinischen-Alltag\/dp\/3110335077\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.amazon.de\/Das-Arzt-Patienten-Gespr%C3%A4ch-Kommunikationstrainer-klinischen-Alltag\/dp\/3110335077<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verstehen Sie Ihren Arzt? Versteht er, was sie wollen? Oder guckt er nur nach Ihnen wie nach der Reife einer Ananas? Warum hat die Dienstagabend-Serie &#8222;In aller Freundschaft&#8220; mit den netten \u00c4rzten aus der Sachsenklinik immer die h\u00f6chsten Einschaltquoten des &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2015\/12\/07\/kommunikation-warum-die-sachsenklinik-so-vorbildlich-ist-und-was-arzte-von-der-tv-serie-lernen-konnen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[99,5231,1890,5227,5228,5226,631,5229,4876,5224,5225,5230,5553],"class_list":["post-648307","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-arzte","tag-behandlung","tag-buchauszug","tag-de-gruyter","tag-dieter-rixen","tag-kohlhammer-verlag","tag-kommunikation","tag-michael-wachholz","tag-patienten","tag-peter-michael-hax","tag-thomas-hax-schoppenhorst","tag-visite","tag-zuhoeren"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/648307","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=648307"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/648307\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":680215,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/648307\/revisions\/680215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=648307"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=648307"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=648307"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}